Bin am noch ganz am Anfang

  • Hallo Ihr
    Ja.Ihr habt ja recht.Ich bin selten da.Mir geht es gut und ich sehe keine Rückfallgefahr für mich.Ihr könnt es nicht beurteilen,da ich halt zu selten hier bin.Aber ich vermisse euch auch.Bin fast erschrocken,als ich las,wieviel Zeit vergangen ist,seit meinem letzten Besuch.Ja,mir fehlt selber was.Der Austausch hier ist mir noch wichtig.Auf jeden Fall.Es tut gut,vermisst zu werden.
    Mit dem Vorrichten der Wohnung ist es jetzt erst richtig losgegangen.Was heisst erst?Wir sind dabei und ich denke auf einem guten Weg.Denn der Weg ist ja das Ziel.Ich ziehe öfters mal Vergleiche für mich,wie so früher die Renovierungsmaßnahmen abgelaufen sind.Ich sehe da schon erhebliche Unterschiede.Ich bin ruhiger.Gelassener auch.Wenn auch ehrlicherweise noch nicht in dem Maße,wie ich mir das selber gerne wünschte.Aber eben auch immer mit dem Ohr nach drinnen gerichtet,was läuft gut,was läuft verkehrt.Zu wenig Pausen gemacht?Warum döst Sie(meine Frau) jetzt gerade in diesem Moment.Natürlich werden auch Erinnerungen wach,daran ,wie ich früher renovierte.Mit welchen Zielen und Erwartungen ich die Wohnung vorrichtete,in der ich jetzt lebe.In der Nähe meiner Eltern.Dann,wenn alles fertig ist,gehe ich fort von denen.Das ist schon ein komisches Gefühl.Trotz allem.Ich staune und freue mich auch darüber,wie die Eltern die ganze Geschichte so wegstecken.Schliesslich entspricht mein Weg ja mit Sicherheit nicht deren Vorstellungen.Der Vorstellu ng,mit dem" Jungen" in einem Haus alt zu werden.

    Trocken seit 2.11.2007

  • Ich beobachte meine Frau.Und sie beobachtet mich.Es ist schön,Vertrauen zu bekommen.Aber ich merke auch ihr Erschrecken,wenn ich beiläufig erwähne;das ich samstags früh beim Bäcker eben nicht nur Brötchen holte,sondern auch Wein.Und der Meinung war,es merkt ja keiner.Ich sehe ihre Blicke,wenn,wie gestern,wir auf einer Geburstagsfeier sind,und sie gefragt wird,ob sie nicht ein Glas Wein trinken wolle.Sie sieht mich dann an,und fragt,ob mich das stört.Nein.Es stört mich nicht.Aber es ist schön,es ist gut;das sie fragt.War ich gestern doch ruhig und im Reinen mit mir selbst,so kann es doch auch Tage geben,wo mich die Nähe zum Alkohol nervt,stört.Diese Feiern an sich haben ihren Schrecken für mich verloren.Ich bleibe dort,also bei trinkenden anderen Gästen,solange ich es mag und "haue ab";WENN MIR DAS Gequatsche zu doof wird.Es ist mein Leben.Und ich empfinde es als ungemein befreiend,das ich meine eigene Lebensqualität über alle anderen vermeintlichen Verpflichtungen stellen kann.Und das dann auch tue.Zuvor sagte sie mir,wenn du den ... siehst,der trinkt auch keinen Alkohol mehr.Und zwar aus dem gleichen Grund wie du.
    Ich sah es als Kompliment.
    Ich habe sie auch gefragt,wie sie und ob sie Veränderungen wahrnimmt an mir.An der Art und Weise,wie wir miteinander umgehen.Mir ging es weniger darum,zu hören:Das ist aber toll jetzt mit dir,du bist ein Held...(ironisch gemeint).Viel mehr darum,ihr Bewustsein zu schärfen,das wir einen neuen Anfang erleben.Die Sinne schärfen,für den Moment,für das,was jetzt gerade abgeht in unserem Leben.

    Trocken seit 2.11.2007

  • Letzte Woche habe ich geschwächelt.Im Kopf nicht klar,mit Arbeit überlastet und doch der Meinung,ich müsse noch viel mehr machen.Anders als sonst,sage ich es ihr und meinen Söhnen.Sage:"Es läuft nicht besonders,legt nicht alles auf die Goldwaage."Ich habe aber auch gleichzeitig die Gewissheit,dass ich eines Tages aufwache,und alles läuft von selbst.Ganz von selbst.Und wetterunabhängig.
    Ich habe während dieser Tage nach Lösungen gesucht.Zuerst nach Gründen,warum ich mir selbst im Wege stehe.Habe es mit Ablenkung versucht,mit zeitig ins Bett gehen,mit Anrufen und mit Nachlesen,wie ich schon mal sowas meisterte.Hab in der realen SHG darüber gesprochen,wo ein Mensch in mein Leben getreten ist,dessen Entwicklung mich sehr an Lütze vor ...äh ,ähm...na vlt einem Jahr erinnert.Gaaanz viele Paralellen.

    So ,ich muß jetzt erst ma Abendbrot machgen für meine Jungs.

    Tschüss,Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo Lütze

    beim Lesen Deiner Zeilen fiel mir gerade folgendes ein:
    Mein Mann sagte mir erst vor ein paar Tagen,dass er mittlerweile völlig entspannt sei.
    Natürlich auch weil unsere neue Wohnung so schön ruhig sei-doch hauptsächlich deshalb,weil er sich wieder auf mich verlassen kann,ich keine "Aussetzter" mehr habe,er sich nicht mehr mit unseren Kindern über mich und meine Trinkerei unterhalten müsse(Versuch der Schadensbegrenzung),er auch mal ein paar Tage beruflich unterwegs "sein darf" ohne Angst bei der Rückkehr eine fahrige Frau vorzufinden,jetzt
    einen kompetenten Gesprächspartner in mir zu haben......
    Das mein Mann jetzt (ich bin bald 3 Jahre trocken) sein Leben mit mir geniessen kann und Vertauen zu mir hat,zeigt doch,welches Misstrauen und welche Anspannung unsere Partnerschaft belastet hat .
    Ich wünsche Dir einen schönen Abend...
    L.G.
    Backmaus

  • Hallo ihr
    Mir gehts gut.Fühl mich ein wenig erschöpft,da ich viel "rummurkse" auf meinem Bau.Vermutlich wie bei jedem Baulöwen;merkt man erst mittendrin,was für Arbeit drinne steckt.Da kommt dieses und jenes dazu,wovon ich keine Ahnung hatte.Überrascht bin ich von der Hilfsbereitschaft von Bekannten und Freunden.Für mich ist das noch immer nicht selbstverständlich.Neigte ich doch früher dazu,meinen Kram alleine zu machen und ja keinen zu fragen,auch und gerade wenn ich doch eigentlich Hilfe brauchte.Kam dann doch jemand ,wollte ich besonders cool sein,und ein besonders guter Gastgeber,tischte auf was der Keller und der Kühlschrank zu bieten hatte....
    Nach wie vor nehme ich mich manches mal,und das versuche ich täglich,mich bewust rauszunehmen aus meinem Leben:gucken,was geht momentan ab.Vogelperspektive....(lächel,kommal).Nun,letzte Woche hat ein Bekannter mir meinen PC "umgebaut".Ich traf ihn zufällig in der Stadt und wir sind beim Reden drauf gekommen,da er in der Branche arbeitet.Hatte ich zunächst noch Schwierigkeiten,alle Funktionen zu nutzen(kam aus irgendeinen Grund auch nicht ins Forum),so war ich doch begeistert hinterher,was jetzt alles geht,welche Möglichkeiten sich mir in der virtuellen Welt auftuen.Das war ein wenig wie Weihnachten und ich hab gespielt und gemacht am PC zwei Nächte lang...was mir ausser Augenringe und Schlafmangel ein überaus zufriedenes Gefühl brachte.
    Vlt erinnert ihr euch noch...zu Beginn meines trockenen Weges,schrieb ich viel von einem Freund,dem ich viel half.Dem ich geholfen habe,um mit ihm reden zu können.Dessen Nähe und Verständnis und Sicht auf meine Dinge mir immer sehr wichtig waren.Nun...ich treff ihn heute,und er hilft mir.

    Trocken seit 2.11.2007

  • Über die sich ändernde Beziehung zwischen trockenen Alkis und ihren Partnern könnte man Bücher schreiben.Meine anfängliche Sorge,meine Frau und ich könnten sehr schnell wieder dorthin gelangen,wo wir waren,erwies sich als unbegründet.Auch das mmh Nachtrauern des Singlelebens ist vergangen.Im Moment jedenfalls und schon seit längerer Zeit.Ich hab natürlich keine Ahnung,ob das noch mal wieder kommt.Ich hatte anfangs,als wir wieder zueinander fanden,immer noch so eine Schere im Kopf.Was sagste jetzt?Was kannst du ihr erzählen?Ohne,das sie sich einen Kopf macht und mmh,ihre Entscheidung bedauert.

    Trocken seit 2.11.2007

  • Es gibt Tage,da will ich mich gar nicht mitteilen.Da suche ich die Ruhe und Stille.Wo ich mich anfangs noch zu einem Statement quälte ihr gegenüber,da sage ich jetzt:Ey,lass mal.Ich will heute nicht reden.Ihr gehts da ähnlich,fiel mir dann später auf.Sie hat ihre eigenen Sorgen und ihr ist manchmal genug geholfen,wenn ich nur da bin und sie eben nicht darüber reden muß,soll,kann und will.Um dann von mir aus ein Tag später zu erzählen darüber.Früher fühlte ich mich einfach zurückgesetzt,wenn sie mich nicht teilhaben lässt an ihrem Leben,fühlte mich ausgeschlossen.Jetzt weiss ich,das sich alles nur in meinem Kopf abspielt und ich meine Einstellung darauf ändern kann und das dann auch tue.Die Sicherheit und die Gelassenheit sind in mir,das sie schon erzählen wird ,wenn sie (oder auch andere,ich will das gar nicht nur an ihr fest machen...)das Bedürfnis dazu hat.Natürlich frage ich,wenn ich merke,das etwas nicht stimmt.Wie sie auch.
    So fragte sie mich unlängst,ob denn die Bierwerbung im TV mir was ausmacht.Ich antworte ehrlich,im Moment macht sie mir nichts aus,da ich mich mit mir im Reinen fühle.Aber das kann auch mal anders kommen.Es gibt keine Sicherheit.
    Bei der Therapie wurde mir letzten Mittwoch erzählt,das ein Rückfall ziemlich sicher dazu gehört zu uns Alkis.Eine These,die mir Sorge macht und die ich gar nicht teile.Ich äußerte mich dann auch dementsprechend.
    Erfahren habe ich noch vom Kleinen,das der nur wegen seiner Mutter damals mich und den Großen verliess,damit seine Mutter nicht so alleine ist.Zum Beispiel.Ihn hat öfters aufgerichtet,das ich ihm sagte(am Tag des Auszuges),er sei jetzt der Mann im Hause...
    Der Kleine ist übrigens gaaanz eifrig dabei beim Helfen,beim Umbau.Ich mache mir inzwischen schon immer vorher einen Kopf,was ich ihn helfen lassen kann.Lasse bestimmte Arbeiten ruhen,da ich sie für ihn "aufhebe"....

    So,das soll es erst mal gewesen sein.
    Ein schönes Wochenende wünsch ich euch allen.

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo Lütze

    Schön von Dir zu lesen!
    Du hast ja viel "um die Ohren" zur Zeit.
    Es ist positiver Stress und das macht ja dann auch noch Spass.Schön,wie Du dem Kleinen Arbeit "aufhebst".
    Folgende Gedanken kamen mir beim Lesen Deines Beitrags:
    Ich "ziehe mir auch oft den Schuh an";bin beleidigt,fühle mich zurückgesetzt,abgewiesen,wenn Unausgesprochenes im "Raume steht".Ich sollte dem Gegenüber die Entscheidung selbst überlassen,ob er/sie jetzt oder später für den richtigen Zeitpunkt hält etwas Mitzuteilen.Schliesslich wollen wir selbst diese Entscheidungsfreiheit ja auch.
    Sind wir Menschen mit Suchtkrankheit durch unsere Vergangenheit empfind-licher-samer geworden?Haben wir zulange "versteckt" und nun,heute wollen wir alles und jedes klar sehen?
    Wir sind aufmerksamer geworden und haben aber die Tendenz zuviel Wert auf die unausgesprochenen Worte zu legen,zwischen den Zeilen zu lesen.Misstrauen muss abgebaut werden und auch die Angst "nicht zu gefallen",etwas falsch zu machen wird nicht von heute auf morgen aufhören.
    Die Zeit für gute und tiefe Gespräche wird immer da sein-wenn Beide es wollen,wird es ein guter Zeitpunkt sein und kein Gespräch "zwischen Tür und Angel".
    Lieber Lütze,genau daran arbeite ich noch.
    Meine Schwiegermutter hatte einige Äusserungen über mich getätigt,was ich wann und wo gesagt hätte.... alles" an den Haaren herbeigezogen".
    Anstatt das als unüberlegtes Geschwätz einer alten Frau zu sehen,deren Aussagen ich nicht "für voll" nehmen sollte----neeee--hab'mir "den Schuh'" wieder voll angezogen und mich aufgeregt.
    War gestern---heute Sch...egalstimmung,soll sie doch labern....
    Das berühmte "HB-Männchen" war gestern wieder "in Stellung gegangen".
    ...unsere "kleinen" menschlichen Schwächen-einfach so annehmen oder lebenslang bekämpfen?

    Mit diesem "Gedankenkuddelmuddel" lass'ich Dich jetzt in Dein hoffentlich schönes Wochenende ziehen
    ..liebe Grüsse
    Backmaus

  • Hallo Lütze,

    wenn ich so Deine Entwicklung lese, die ja immer weiter geht und die ich total positiv finde, wird mir aufeinmal bewußt, daß sowas, was Du jetzt alles durchlebst, eigentlich nur nüchtern funktionieren kann.
    Es hat sich so viel in Deinem nüchternen Leben bewegt, das kann nur Mut machen - übrigens durch Deine Geschichte, die ich schon lange mitverfolge bin ich hier auch ins Forum gekommen (schreibe aber im geschützten Bereich) und ich wünsch Dir weiterhin alles Gute auf Deinem Weg, den ich natürlich auch weiterhin verfolgen werde.

    Besonders berührt hat mich auch die Stelle, daß Du für Deinen "Kleinen" etwas Arbeit aufhebst. Das kling so liebevoll für mich :)

    herzl. Grüße Wish

    Ich bin Ich , und will es immer mehr werden

  • Hallo Lütze!

    Ja, ich bin auch berührt, darüber, dass du mit dem Kleinen so eine gute neue Basis bekommst/ hast und dass deine Frau sich mit dir und deiner Krankheit beschäftigt. Da freue ich mich ganz sehr drüber. Endlich sieht sie in dir etwas anderes als den alten Lütze.
    Jetzt beginnt eure Zeit des Miteinandertrockenseins. Schön. Freu mich einfach.
    Deine Gedanken über Rückfälle sind erlaubt, aber ich denke, dass du dir keine große Sorgen machen musst. Du bist echt stark, geradlinig und autark. Ein bisschen so wie der Löwe in einem anderen Thread.
    Naja, und dann bist du für mich ja immer noch der Märchenprinz. Und deine Frau fängt an dich wachzuküssen :oops::wink: .
    Die Sonne scheint, der Frühling kommt, Lütze baut sein Nest!
    Alles Liebe und ein schönes Wochenende, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo Lütze, man das klingt alles so gut und schön. Das freut mich sehr für Dich...hab da ein schönes Bild im Kopf... klingt alles so Liebevoll. Und der Vergleich von Gotti mit dem nestbau is auch cool.

    Echt toll wie sich das alles für Dich entwickelt hast weil Du es bist und weil Du deinen Weg gegangen bist...einfach schön.

    LG Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Lütze!

    Ich muss Dir doch auch wieder einmal sagen wie schön es ist Deinen Weg zu verfolgen.

    Und wenns mal ein bisschen happert und wackelt sind wir ja da um Dir die Daumen zu drücken.

    Liebe Grüsse
    Spani

    ichbinda123

  • Hi Leute
    Eigentlich bin ich im NET um Überweisungen zu tätigen.Dachte mir,siehste mal nach im Forum und las eure Antworten.Da mußte ich mich einfach melden.Ihr baut mich wirklich auf!Dabei bin ich ganz schön breit,geschafft von der Bauerei.Es ging gestern ganz schön lange und auch nicht unbedingt in die Richtung ,in der ich gehen wollte.Es hat gedauert,ehe mir einfiel das ich nicht Nabel der Welt bin.Und so akzeptiere ich eben Absprachen,die der Große bezüglich seines Zimmers mit den Helfern traf.Grummelnd zwar,da ich kein Hotel errichte ,aber eben doch erst mal alles zugelassen habe.Bin weggegangen auf den Hof und hab dem Kleinen zugesehen,der ein Gewächshaus gießt,wo fast nichts drinne wächst.Mmh,das Wort Gewächshaus trifft es eigentlich nicht wegen des mangelnden Bewuchses.Ich freue mich nur und auch deshalb,dass der Kleine eben ein Hobby für sich gefunden hat und sich gleichzeitig auch deswegen ein Zimmer ausgesucht hat,welches ein Zimmer mehr hat....
    Im Prinzip ist meine Situation folgende:ich fühl mich weder hier in meiner Wohnung ,noch bei ihr in ihrer Wohnung,und auch noch nicht ion der Wohnung zu Hause.Sitze ein wenig zwischen den Stühlen.Oder empfinde das so.
    Ich glaube gestern hat mich das IAS erwischt am Abend.Müde und k.o. liess ich mich dann doch hinreissen,ein paar Worte zu sagen,die ich jetzt schon ein wenig bereue.Und dabei ging es um das,wovon ich gestern schrieb."Nun erzähle mal,was alles war...."und ich hatte doch überhaupt keine Lust zu reden.Da hilft auch kein ständiges Bohren ihrerseits.Am Ende war ich der arme Typ,der ja alles machen muß....

    Gestern hab ich mich beim Nachbarn vorgestellt,den ich noch nicht kannte.Denn auch die Nachbern gehören ja als Nestnachbarn mit dazu,wie es läuft in der neuen Wohnung.

    LÜTZE

    Trocken seit 2.11.2007

  • Ich freue mich nur und auch deshalb,dass der Kleine eben ein Hobby für sich gefunden hat und sich gleichzeitig auch deswegen ein Zimmer ausgesucht hat,welches ein Zimmer mehr hat....

    Um Missvertändnissen vorzubeugen...
    "welches ein Fenster mehr hat..."
    sollte es heissen.

    Wobei,das andere wäre auch nicht schlecht.Grins.

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Liebe Sahneschnitte :lol: ,

    ach ja, dieses Auf und Ab der Emotionen. Schön, wie Du das auch in Worte ausdrückst. Jede/r von uns hat das Recht mal ein bisschen IAS zu zelebrieren.

    Immer mit dem Hintergedanken, dass ich mir raushelfen könnte, wenn ich das wollte. Ich merke jedoch auch wie hilfreich einfach mal jammern sein kann und wenn es dann selbst mir zuviel wird, dann sage ich laut vor mich hin: Jammer, jammer, jammer....und lach dann selbst über mich...und irgendwie ist die Welt wieder freundlicher...funktioniert...manchmal... :wink:

    Für mich ist Umziehen auch immer zwischen "zwei Stühlen sitzen". Da noch nicht weg und dort noch nicht angekommen. So ein Zwischennichts.
    Versteh Deine Gefühle dazu. Und trotzdem lese ich Freude bei Dir heraus - Vorfreude...und da sagt "man"ja, dass es die schönste Freude sei... :lol:

    LG Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Hallo Lütze,

    wie Du Dich fühlst, kann ich Dir gut nachfühlen. Erst die Familie quasi verloren, dann alleine diese unglaubliche Leistung vollbracht mit dem Alkohol fertigzuwerden und für Dich selber ein neues Leben einzurichten und jetzt kommt wieder etwas Neues auf Dich zu mit der Familie zusammen ein neues Nest bauen. Kein Wunder, das Du müde und erschöpft bist und Dich zwischen den Stühlen fühlst.
    Aber hast Du nicht intuitiv das richtige gemacht :

    Zitat

    Bin weggegangen auf den Hof und hab dem Kleinen zugesehen,der ein Gewächshaus gießt,wo fast nichts drinne wächst.Mmh,das Wort Gewächshaus trifft es eigentlich nicht wegen des mangelnden Bewuchses

    Es wird schon etwas darin wachsen und wenns nur ein kleines Samenkörnchen ist was aufgeht, der Kleine zeigt Dir worauf es ankommt immer schön gießen und geduldig sein :wink: .

    lieben Gruß Wish

    Ich bin Ich , und will es immer mehr werden

  • Hallo Wish,Hallo Skybird
    Schön,euch zu lesen!Bin ein wenig zur Ruhe gekommen.Bin auch keine 20 mehr...Hätte nie gedacht,das ich mal so ein Satz formuliere.Allein:Es ist nun mal so.
    In letzter Zeit ist mein Vertrauen darauf gewachsen,das sich alles in gewissen Rahmen von alleine regelt.Klingt banal,scheint mir so.Die Verabredung,die ich vergesse,konnte der andere nicht wahrnehmen.Der Helfer,der unbedingt schon kommen wollte letzten Samstag,kann mir berufsbedingt in Zukunft nicht mehr helfen.Gut,das wir gemeinsam schon etwas begonnen haben.Stattdessen habe ich jemand aus der SHG gefragt und auch eine Zusage bekommen.Mit dem andere Leute um Hilfe bitten ,habe ich noch immer so meine Probleme.Nicht immer,das stimmt schon,aber eben doch manchmal.Um so überraschter bin ich dann jedes Mal,wenn mir viele Leute helfen wollen,oder zuhören wollen ,eben einfach nur da sind für mich.Ich versuche auch nicht mehr,auf Krampf irgendeine Lösung zu finden für ein Problem,welches mir zunächst mmh fast unlösbar erscheint.Ich höre dann auf mit drüber nachdenken und habe dann 1 bis 2 Tage später dann doch die Lösung ,und meist eine einfache und naheliegende,wo ich früher gar nicht hindachte.Auch Ratschläge anhören und annehmen habe ich gelernt.Lerne noch.Das kann sicher nicht schaden.
    Über den Großen freue ich mich sehr im Moment.Er hilft,wo er kann und bleibt dennoch auch sich selbst treu.Will sagen,er hat seine eigenen Vorstellungen ,bringt sich aber auch ganz schön ein in unsere Männer-WG.Ich hoffe,das dies noch ne Weile anhält.Da spielt sicher ne Rolle,dass ich ihn ernst nehme.Und selber ernst genommen werde.
    Der Kleine überlegt,welche Pflanzen er sich anschafft und hilft eifrig auch dem Großen,beim (gedanklichen) Einrichten des Zimmers.Dort sollen Lautsprecher rein und was weiss ich noch alles.Er,der Kleine,plant nämlich schon,das Zimmer des Großen mittelfristig zu übernehmen...lächel.
    Meine Frau ist wieder viel arbeiten,da ihre Saison wieder angefangen hat.Na und ich habe seit Tagen nicht mehr den Fernseher an und geniesse,naja versuche zu geniessen,was ich an freier Zeit habe.Ich war schon mal in "meinem " Wald gucken,ob es sich lohnt,die Joggingschuhe vorzuholen.Konnte aber den inneren Schweinehund noch nicht überwinden.Gestern abend habe ich ein wenig gezeichnet.Das war mehr so ne Augenblicksidee.Aber mir fiel ein,das haste auch schon lange nicht mehr gemacht.

    Die meisten verbinden Bauarbeiten sicher mit Bier und sonstigen Alkohol.Bei mir gibts keinen.Ich habe einfach nischt da,bin mir aber nicht sicher,ob ich das so durchziehe.Habe mich schon mal bei der SHG erkundigt,wie die das sehen...

    LG Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Guten Abend, Lütze

    Zitat

    Ich höre dann auf mit drüber nachdenken und habe dann 1 bis 2 Tage später dann doch die Lösung ,und meist eine einfache und naheliegende,wo ich früher gar nicht hindachte.

    Das passierte mir auch häufiger, dass ich krampfhaft nach einer Lösung für ein bestimmtes Problem gesucht habe. Erst als ich die Gedankenspirale angehalten und losgelassen habe, fanden sich oft recht simple Lösungswege.

    Ich habe das Gefühl, als ob der eigene Blick manchmal wie mit Brettern vernagelt ist. Dann hilft es mir, durch Denkanstöße von anderen hier aus dem Forum, den Blickwinkel zu verändern und durch die veränderte Sicht neue Wege für mich zu finden.

    Was sagen denn die Leute in der SHG hierzu

    Zitat

    Bei mir gibts keinen.Ich habe einfach nischt da,bin mir aber nicht sicher,ob ich das so durchziehe

    Ich habe vor einer Weile bei mir renoviert: mit Säften, Wasser, Cola und leckeren Snacks für die Helfer. Bier hat niemand vermisst.

    LG
    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Hallo ihr,Hallo rote Lampe
    Tja,was sagen die Leute von der SHG...meine Entscheidung ist es,wird es sein und soll es auch bleiben.Unter Handwerkern gehört das wohl dazu,und ich werde mich umsehen;wieviele kommen,wenn ich nichts da habe.Nun,ich hab beschlossen;das ich nichts da habe.Da trennt sich eben die (Handwerker-)Spreu vom Weizen.Schliesslich bin ich selber einer und ich trinke auch nichts.War trotzdem hilfreich,es sowohl hier wie dort angesprochen zu haben.
    Morgen gehe ich zu einem Geburtstag.In der Familie.So freuen kann ich mich nicht...Ist mir doch in harten und unfairen Worten zu hören gekommen,über Dritte und nicht persönlich,wie die liebe Verwandschaft meinen neuen Weg mit meiner Partnerin so be- um nicht zu sagen verurteilt.Offiziell weiss ich nichts,glaube aber nicht,das ich meine Abneigung gegen diese Personen verbergen kann.
    Muß ich auch nicht.
    Und wieder gilt:rankommen lassen.
    Vor der heutigen SHG habe ich überlegt,ob ich ein Problem habe,eine Sorge;bei der ich deren Hilfe brauche.Da fiel mir das ein,das ich diese Sache ständig brodelnd in mir weiss...
    Es war recht aufbauend für mich heute abend.
    Und ich hab vor 1 1/2 Jahren noch gedacht,bei mir gibts gar keine SHG...aber da hätte ich mir mein Alkoholikerdasein noch nicht eingestanden...
    Heute erfuhr ich nebenbei,dass meine Frau ja hätte auch mitkommen können auf diese Feier...Geht nicht,da sie arbeiten ist,da es zu kurzfristig ist und und und...Mich bedrückt,das das Verhältnis zwischen meiner Sippe und ihr nach wie vor sehr gespannt ist.Nicht mal oder kaum Guten Tag sagen...Belastet mich schon.Nervt.
    Ich will hoffen,das dies die Zeit noch bringt.Bin jedoch unsicher,ob ich da was voranbringen sollte,müsste oder überhaupt kann...

    Lütze

    Beim Korrekturlesen fielen mir 3 Sachen ein:
    1.Ich habs noch gar nicht probiert.
    2.Ich kann gar nicht das Verhalten Dritter ändern.
    (LG an Skybird,von der habe ich das nämlich...)
    3.Wer will findet Wege,wer nicht will ,Gründe...
    (hab ich auch aus dem Forum...von wem bloss?Sorry...)
    Ist ganz interessant.Werd mir das unter diesen Gesichtspunkten noch mal durchdenken...

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo Lütze,
    was mir spontan beim Lesen deines Beitrages einfiel: MUSST du denn zu diesem Geburtstag? Ist das Geburtstagskind ein Mensch (ich nehme an auch aus deiner Verwandschaft?), dem du besonders nahe stehst und der nicht so verächtlich über dich spricht, wie die anderen? Ansonsten würde ICH an DEINER Stelle höflich absagen. Verwandtschaft hin oder her - also ICH suche mir AUCH in der Verwandtschaft diejenigen aus, mit denen ich umgehen möchte und mit wem nicht. Genau wie mit allen anderen Menschen. Ich mag nur mit Menschen zu tun haben, die mir gut tun und wo Zuneigung und gegenseitiger Respekt da ist, bei Freunden UND Verwandten. Denn nur weil es Verwandte sind, muß ich mir doch nicht alles gefallen lassen, nee, wirklich nicht!
    Liebe Grüße
    Feuervogel

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