Beiträge von gwendoline

    Liebe Gini,
    dein Beitrag ist echt heftig und ich kann auch wie andere vor mir sagen das es echt schwer ist einen Rat zu geben weil ich nie wüßte ob es ein richtiger Rat ist . Das macht es für dich jetzt sicher nicht einfacher aber ich kann auch nur wie die anderen Dir sagen das Du an dich denken muss.
    Das Ärzte dir nicht weiterhelfen können kann ich verstehen,weil der entscheidene Schritt von deiner Mutter kommen muss und nicht von Dir. Sie ist erwachsen und nur sie kann entscheiden wie es für sie weitergehen soll.
    Ich weiß das es schlimm für Dich ist und es ist immer einfach zu sagen denk an Dich aber genau das musst Du tun. Solang deine Mutter keine Einsicht hat wirst du gegen verschlossene Türen laufen.
    Ich würde ihr das nochmal ausdrücklich am Telefon klarmachen das Du für sie da bist aber sie muss dir auch entgegen kommen und sich aufraffen .
    Sollte das nicht fruchten und auch keine Einsicht kommen dann wär es besser für Dich wie Deine Schwester zu handeln.Ich kann aus eigener Erfahrung sagen das es einen kaputt macht. Beide Elternteile habe ich bis zum Tod versucht zu helfen und nie wollten sie .
    Dank Therapie geht es mir besser und ich kann heute sagen ich würde nicht mehr so lange warten mein eigenes Leben zu führen.
    Das mag hart klingen aber viele Jahre sind mir verloren gegangen weil ich mich nie lösen konnte .

    Ich wünsche Dir viel Kraft und das Du an Dein Leben denkst .
    Liebe Grüsse Alex

    Liebe Nicki,
    wie alle vor mir kann ich auch aus eigener Erfahrung sagen halt Dein Kind fern von Deiner Schwiegermutter.
    Meine Stiefmutter war auch Alkoholikerin, ich war zweimal mit Kind bei ihr und hatte gemerkt das es nicht ging.Sie hat zwar nicht in anwesenheit meiner Tochter geraucht,trotzdem war ihr Zustand nicht akzeptabel. Ich hatte ihr gesagt entweder oder und sie hat sich für oder entschieden und ist leider daran gestorben.
    Wie traurig das alles auch war gebe ich aber auch zu froh zu sein das ich das meiner Tochter ersparen kann.
    Ich bin mit der Alkoholsucht meiner Eltern aufgewachsen und das war echt schlimm für mich .
    Auch wenn Deine Schwiegermutter mal klare Momente hat wäre es am besten für sie und vor allem auch für Euch das sie ganz klar bleibt.
    Deine Schwiegermutter hat ihr Leben selbst in der Hand und sie ist alt genug, das Leben Deines Kleinen hast Du in der Hand.

    Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute
    Liebe Grüße Alex

    Hallo liebe Morgenröte,

    freu mich sehr das Du an Dich denkst und die Therapie machst, Du wirst sehen es wird Dich verändern.
    Bin da ganz der Meinung von Löwenherz : )
    Du kannst echt froh sein einen so lieben und verständnisvollen Freund zu haben, damit kann nicht jeder umgehen.

    Halt uns auf dem laufenden wie es Dir nach und während der Therapie geht.
    auch ganz liebe Grüsse von mir und mach weiter so : )
    Alex

    Hallo Arnulf,

    ich hoffe das Deine Mutter die Entziehungskur macht und das sie es ernst meint.
    Einem Alkoholiker muss schon klar sein was er seinem nächsten damit antut wenn er sich nicht helfen läßt.
    Ja, mich hat es schon härter getroffen aber ich muss sagen, wie traurig auch alles war bin ich heute doch froh das alles vorbei ist. Weil sich keiner von beiden wirklich helfen lassen wollte und das war am schlimmsten für mich.

    Als ich wußte das ich schwanger war, hab ich mir teils schon Gedanken gemacht. Meine Stiefmutter lebte da noch, ich musste merken das sie sich nicht wirklich viel dafür interessierte. Sie fragte zwar wie es mir ging aber sie hatte nie den Wunsch geäußert mich mal sehen zu wollen als ich schwanger war.
    Auch als meine Tochter geboren wurde und ich sie anrief war von Freude nicht viel zu spüren, ich hatte das Gefühl das sie Angst hatte durch das Kind in Vergessenheit zu geraten.
    Immer wenn ich ihr sagte hör mit dem trinken auf , da fragte sie mich warum und wofür.
    Ich hatte sie zweimal mit meiner Tochter besucht und für mich dann entschieden solange sie trinkt komme ich nicht mehr mit Kind.
    Sie wollte das Kind auf dem Arm nehmen und war betrunken und das ging nicht. Meine Tochter war zu diesem Zeitpunkt 7 Monate.
    Ich habe mich aber auch aus diesem Grund gegen sie entschieden, weil ich für ein neues Leben verantwortlich bin. Ich konnte es nicht mehr zulassen das sich meine Gedanken ständig um einen erwachsenen uneinsichtigen Menschen richten während ich das Leben eines Säuglings in der Hand habe.
    Beides hätte ich nie geschafft.
    Oft war es so schlimm, da rief sie mich an , heulte wieder und erzählte wie schlimm es ihr ging, ich versuchte sie zu beruhigen und schlug ihr vor vorbei zukommen aber das wollte sie nicht . Dieses ständige hin und her.
    Eine Seite schreit und weint die Mutter und andere Seite schreit und weint dein Baby.
    Wer sich davon selber helfen könnte aber nicht will , weiß man.
    Meine Stiefmutter hätte immer eine Chance gehabt nur hat sie diese selbst in der Hand gehabt aber nicht genutzt.
    Meinen Kind kann nur ich die Chance zum Leben geben.
    Es ist traurig wenn man sich entscheiden muss aber es ging nicht anders.
    Heute bin ich froh meiner Tochter das alles ersparen zu können und ich erlebe mit ihr ein Stück meiner verlorenen Kindheit wieder.

    Du hast fast richtig getippt : ) Sie ist 1 1/2 Jahre.
    Ich wünsche Dir/Euch das Du Dich nicht so entscheiden musst wie ich es musste, das Deine Mutter zur Einsicht kommt.

    Alles liebe und Kraft wünscht Dir
    Alex

    Hallo Arnulf,
    ich kann Dich sehr gut verstehen.
    Wie viele habe ich das gleiche durchgemacht nur haben bei mir beide Elternteile getrunken.
    Leider sind beide an ihrer Sucht gestorben, erst mein Vater und knapp drei Jahre später meine Stiefmutter.
    Wie Deine Mutter sich im Alkoholzusatnd verhält kenne ich bei meinen Eltern auch so.
    Seit meiner Kindheit tranken meine Eltern und immer hab ich gehofft das sie es mal aufhören und wir ein normales Leben führen können aber leider hat sich mein Wunsch nie erfüllt.
    Die Magenschmerzen , ja die kenne ich auch noch nur zu gut.
    Du kannst keine Nacht mehr schlafen weil Du Angst hast das was passieren könnte und es plagen dich die Magenschmerzen. Dein Kopf ist nicht frei und du kannst dich nicht richtig konzentrieren weil deine Gedanken ständig um Deine Mutter kreisen.
    Was macht sie? wie geht es Ihr? hat sie was getrunken und wenn ja wieviel ? Kommt sie klar oder muss ich zu ihr ?
    Genau das habe ich auch durchgemacht und mir ging es echt schlecht.
    Auch ich habe mal meine Eltern im betrunkenen Zustand vor die Türe gesetzt. Ich habe erst bemerkt das beide getrunken hatten da waren sie schon in meiner Wohnung und als ich gehört hatte das meine Stiefmutter Bierflaschen in ihrer tasche mitgebracht hatte war das echt zuviel für mich . Ich habe sie gebeten wieder zu fahren weil ich das bei mir nicht duldete. Mein Vater hat sich geschämt und ist ruhig gegangen meine Stiefmutter ist ausgeflippt und hat mir ihren Schal ( den ich ihr geschenkt hatte ) draussen in den Blumenkübel geworfen.
    Nun ja was ich damit sagen will, ich habe mich nicht schlecht gefühlt als ich das getan habe, ich habe beiden damit gezeigt das ich so ein Verhalten bei mir nicht möchte dafür haben sie ihre eigenen vier Wände.
    Mit den Schuldgefühlen habe ich mich auch sehr schwer getan, bei meinem Vater hatte ich nicht so schlimme Schuldgefühle aber bei meiner Stiefmutter. Ich musste den Kontakt zu ihr abbrechen das hat mich alles zu fertig gemacht . Ich bin selber zu diesem Zeitpunkt Mutter geworden und da musste ich mich entscheiden. Ein halbes Jahr vor ihrem Tod habe ich den Kontakt abgebrochen und 2 Monate vorm Tod hab ich ein letztes mal mit ihr telefoniert und sie angefleht sich helfen zu lassen sonst würde es beim Kontaktbruch bleiben.
    Während des Kontaktabbruchs bin ich in eine Therapie gegangen und gehe heute noch ( das ist alles noch nicht so lange her )
    Die Therapie brauchte ich um sie loslassen zu können. Ich konnte ihr leider nicht helfen, sie hatte sich für den Alkohol entschieden statt für die Familie.
    Sie ist jetzt drei Monate tot und ich weiß das ich nichts hätte machen können weil bei ihr die Einsicht fehlte.
    Wenn der Suchtkranke nicht will da ist man quasi machtlos.
    Auch wenn Deine Mutter immer für Dich da war musst Du ihren Alkoholzusatnd nicht einfach hinnehmen. Das macht Dich sonst immer mehr fertig, denk an Dein Leben.
    Ich wünsche Dir viel Kraft,
    alles Liebe Alex

    Liebe Morgenröte,
    habe gelesen das Du beim Arzt warst und einen Termin bei einem Therapeuten gemacht hast.
    Wie alle vor mir kann ich auch nur sagen das Du echt einen großen Schritt gemacht hast und für Dich den wichtigsten.
    Hast Du es Deinen Eltern schon erzählt ? Wenn nicht würde ich an Deiner Stelle damit warten bis Du Deine erste Stunde gehabt hast und merkst wie es ist .
    Habe gelesen das Du Urlaub gehabt hast, da ist es klar das es einem da mal besser geht so soll es ja auch sein aber das ist nicht auf Dauer.
    Ich freu mich sehr das Du einen Termin hast, ich kann mich auch gut an meine erste Stunde erinnern ( ist nicht so lange her ) .
    Ich hatte erst Angst darüber zu reden weil es mir peinlich war aber ich hab einfach angefangen und dann war es wie ein Wasserfall. Ich hab mich vor nichts geschämt, ich hab mir den ganzen Dreck den ich in meiner Kindheit und weit danach miterleben musste erzählt und bin jetzt noch dabei.
    Wenn ich nach der Stunde nach Hause gehe dann fühle ich mich befreit.
    In der ersten Stunde habe ich einen dicken Sack Kummer auf meinem Rücken getragen und nach jeder Therapiestunde wird er immer kleiner.

    Ich wünsche Dir das Du am Ball bleibst und das durchziehst und genieß Dein Leben mit Deinem lieben Freund.
    Liebe Grüsse Alex

    Hallo Liza,

    das Gefühl kenne ich auch nur zu gut, bei mir haben auch beide Elternteile getrunken, sie leben beide nicht mehr. Das wahr für mich auch sehr schlimm und meistens hatte ich ein schlechtes Gewissen wenn ich mal Spaß im Leben hatte. Nur jetzt frag ich mich warum ein schlechtes Gewissen haben. Warum aber ich unbewußt mein Leben beeinflußen lassen.
    Warum darf man kein Spaß im Leben haben ?
    Ich hab erst kurz vor dem Tod des Zweiten Elternteils angefangen mein Leben zu leben, heute würd ich sagen ich würd nicht mehr so lange warten.
    Lebe und genieße Dein Leben !
    Wünsche Dir alles Liebe
    Alex

    Hallo liebe Morgenröte,
    ich finde auch das Du nicht mit Bauchschmerzen rumlaufen musst.
    Das Du zum Arzt gehst und eine Therapie machen willst finde ich echt toll. Du selbst kannst Dir zeigen das Du Dir nicht egal bist und das Du Dein Leben schätzt.
    Ich kann nur von mir aus sagen das mir die Therapie echt gut tut.
    Meine Eltern haben immer über Therapeuten gelacht aber dafür lebe ich.
    Jeder sollte für sein Leben kämpfen egal in welcher Angelegenheit.
    Ich wünsche Dir alles Liebe,bis bald.
    Alex

    hallo Dumsi,
    bei mir waren beide Elternteile Alkoholabhängig, sie leben beide nicht mehr.
    Ich gehe einmal die Woche zur Therapie und muss sagen das es mir gut tut.
    Die Therapie und die Selbsthilfegruppe war mir ganz wichtig weil ich so erst geschafft habe loszulassen.
    Meine Therapie hab ich angefangen da lebte noch ein Elternteil von mir aber ich konnte nicht mehr und wollte es mir auch kein zweites mal mehr mitansehen.
    Loszulassen war alles andere als einfach obwohl es sich ja einfach anhört aber es war für mich ein Schritt in mein eigenes Leben wobei mir die Therapie eine große Hilfe ist.
    Ich hätte es nie alleine geschafft davon loszukommen jetzt merke ich wie es Stück für Stück besser wird.

    Ich wünsche Dir sehr viel Kraft und alles,alles Gute
    Liebe Grüsse Alex

    Hallo nats bo,

    herzliches Beileid, ich bin tief berrührt weil ich weiß wie Du fühlst.
    Meine Eltern sind beide an der Sucht gestorben mein Vater vor drei Jahren und meine Stiefmutter letzten Dezember. Bei mir ist es auch noch ganz frisch.
    Ich konnte mich auch nicht verabschieden, meine Stiefmutter hat man tot in der Wohnung gefunden.
    Es hat mich innerlich zerrissen und ich hab mir Vorwürfe gemacht.
    Zu meinem Glück bin ich in einer Therapie die mir sehr gut tut und ich dadurch wieder lerne mein Leben zu leben und zu genießen.
    Durch die Therapie lerne ich das zu verarbeiten, zwar mache ich mir noch Vorwürfe aber es geht mir trotz alledem schon besser.
    Auch wenn wir es immer hören und manchmal nicht hören möchten, wir hätten nichts machen können.
    Ich hasse diese Sucht auch und hoffe nie mehr sowas erleben zu müssen.
    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft.
    Liebe Grüsse Alex

    Liebe Morgenröte,
    ich habe heute zum ersten Mal all Deine Berichte gelesen und fühle echt mit Dir.
    In sehr vielen Dingen ging es mir genau wie Dir und mein Verhalten zu anderen Leuten ist Deinem sehr ähnlich.
    Ich bin bei meinen Alkoholkranken Eltern aufgwachsen, beide sind an ihrer Sucht gestorben.
    Mein Vater vor drei Jahren und meine Stiefmutter letzten Dezember.
    Heute mache ich mir noch Vorwürfe das ich nicht helfen konnte.
    Bei meiner Stiefmutter war das Verhalten genauso wie bei Deiner Mutter.
    Man durchläuft in dieser Zeit soviele Situationen mit denen man nicht klarkommt.
    Das trinken,die lügen , die Agressionen, die leeren Versprechungen und das schlimmste nicht die Einsicht zu haben sich helfen zu lassen.
    Als ich gemerkt habe das ich nicht mehr kann hab ich hier echt viel Hilfe bekommen. Ich hab irgendwann einfach losgelassen und bin auch anschließend in eine Therapie gegangen. Ich hatte oft ein schlechtes Gewissen gehabt wenn ich Spaß am Leben habe und wenn es mir gut geht, in der Therapie lerne ich wieder zu leben und auch mal einfach nur an mich zu denken.
    Ich kann ganz gut nachvollziehen was Du durchmachst und ich finde es echt schön das Du einen so netten und verständnisvollen Freund hast.
    Ich mach um die Alkoholsucht meiner Eltern kein Geheimnis mehr ( liegt vielleicht auch daran weil sie nicht mehr leben ) ich erzähl jedem der es wissen will und wer mich dann deswegen nicht mögen sollte dann ist es eben so. Meistens ist es aber nicht so.
    Durch meine Therapie bin ich offener, stärker und selbstbewußter geworden. Jetzt muss ich halt noch daran arbeiten das ich mir keine Vorwürfe mehr machen muss.

    Auch wenn Du mal Pech im Leben hast musst Du weiter nach vorne schauen weil nach hinten schauen lohnt sich nicht.
    Mein Motto ist immer : wo ne Tür zu geht da geht woanders wieder eine auf.
    Ich bin noch lange nicht da wo ich gern sein will aber ich bin auf dem besten Weg.
    Es ist doch auch nicht schlimm mal nur an sich zu denken und das Leben zu genießen.
    Ich war superfroh das ich mich hier angemeldet habe,weil hier mein Leben wieder angefangen hat . Wünsche dir unendlich viel Kraft und laß Dich davon nicht runterziehen weil jeder für sich an dieser Situation was ändern könnte, wenn er will.
    Liebe Grüsse Alex

    Gestern war die Beerdigung, ich weiß nicht wie ich den Tag beschreiben soll.
    Ich hab nach langer Zeit die Schwester meiner Stiefmutter wiedergesehen und die Nachbarn waren auch da. Sie haben mir erzählt das sie ihr helfen wollten aber sie wollte nicht.Das Haus in dem sie gelebt hat ,sieht den erzählungen nach, aus als wenn ein Messi dort gewohnt hätte. Leider auch unzählige Flaschen Korn die sie selber nicht mehr im stande war zu entsorgen. Der Nachbar hatte mir auch gesagt das sie nicht mehr leben wollte in dem " Mutt" und sie gesagt hat das sie zu ihrem verstorbenen Mann wollte, als er das gesagt hat hab ich mir wieder solche Vorwürfe gemacht weil ich 2 Monate vor ihrem Tod den Kontakt abgebrochen habe.
    Letztens hab ich noch gesagt ich schau nach vorn und jetzt bin ich in einem Loch voller Selbstvorwürfe.
    In der einen Minute bin ich fröhlich und in der anderen tiefbestürzt und weine wieder und denke versagt zu haben. Im moment weiß ich garnix mehr , ob es jetzt gut ist wie es ist oder ob ich doch nicht alles versucht habe.
    In meiner Familie laß ich mir das nicht anmerken aber wenn ich alleine bin weine ich und rede sehr viel mit mir selbst.

    Liebe Tanja,
    ich kann für mich sagen es stimmt, Alki-Kinder sind anders.
    Ich bin bei Alkoholkranken Eltern aufgewachsen.
    Wenn andere Kinder wußten das deine Eltern trinken dann machte dich das schon mal zum Einzelgänger.
    Ich bin in einem Dorf aufgewachsen und da wußte jeder das deine Eltern tranken und oft ist es passiert das meine Geschwister und ich wegen meiner Eltern gehänselt worden sind und Kontakt mit anderen Kindern enstand kaum weil auch jeder wußte das es in unserer Familie Gewalt gab. Kann man froh sein wenn man Geschwister hatte mit denen man sich gegenseitig helfen konnte.
    Ich wollte immer in einer Großstadt wohnen weil ich anonymität wollte, heute lebe ich auch in einer Großstadt.Ich lasse mir auch nicht gerne helfen und wenn dann nur von sehr engen Freunden, ich selber aber helfe gerne. Oft habe ich auch probleme in meiner Beziehung weil ich trotz meiner Beziehung immer noch zu sehr Einzelgänger bin . Ausser bei meinem Kind da ist das ganz anders, das Verhältnis ist sehr eng weil ich ihr ein Vorbild sein will, ein besseres als ich hatte. Oft passiert es mir auch das mich Leute nach dem ersten Treffen für arrogant halten, das stimmt leider auch aber das ist bei mir nur Selbstschutz, angst mich zu sehr zu öffnen.
    Ich finde Alki-Kinder sind sensibler und empfinden manchmal zu schnell für andere Mitleid und Mitleid war immer ein großes Problem für mich weil damit meine Probleme anfingen.
    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und für Dich alles Gute
    Liebe Grüsse Alex

    Lieber Motte , liebe Nora,
    ich danke Euch für Eure netten Worte.
    Es tut mir wirklich gut nette und aufbauende Worte zu lesen die ich in dieser für mich schlimmen Zeit brauche.
    Gestern habe ich hier zum ersten mal gechattet und habe mein Herz ausgeschüttet, das hat mir echt gut getan.
    Nach dem Chat bin ich ins Bett gegangen, vorm schlafen habe ich mich im Bett noch mal richtig ausgeheult.
    Danach hab ich zu mir selbst gesagt, das ich nie was hätte ändern können, sei froh das es vorbei ist und leb dein Leben. Zurückschauen bringt nichts mehr weil das Kapitel abgeschlossen ist. Ich bin froh das ich meiner Tochter meine Alkoholkranke Familie ersparen kann und durch sie erlebe ich selber ein Stück meiner verlorenen Kindheit.
    Heute hab ich nicht geweint und hab meinen Alltag wieder in die Hand genommen wie sonst auch immer.
    Die Beerdigung wird nochmal schlimm für mich aber dann werde ich nach vorn schauen.
    Nora, ich musste lange an Deine Worte denken, das ich da lebend rausgekommen bin.
    Es gab Situationen da wollte ich als Kind nicht mehr, hab so viel geweint, meine Eltern gehasst und dann irgendwie doch gemocht manchmal sogar geliebt. Hab sie aber nur geliebt weil ich Mitleid hatte weil sie so krank waren.
    Zum Glück hatte ich Geschwister , ich hätte nicht gewußt was ich ohne gemacht hätte. Das war für mich das beste in meiner Kindheit das ich meine Geschwister hatte und jetzt noch habe :)

    Liebe Grüsse Alex

    Hallo,
    ich habe vor einiger Zeit über meine Stiefmutter geschrieben und habe hier sehr nette Hilfe bekommen.
    Um kurz zu erklären, vor nicht ganz drei Jahren habe ich meinen Vater verloren, er starb an seiner Alkoholsucht im Alter von 54, einen Monat später starb seine Mutter an einem Schlaganfall, sie hat den Tod ihres einzigen Kindes nicht verkraften können.
    Geblieben ist meine ebenfalls Alkoholkranke Stiefmutter.
    Meine beiden Geschwister und ich sind mit der Alkoholsucht und Gewalt meiner Eltern aufgewachsen. Ich hatte nie ein gutes Verhältnis zu meiner Stiefmutter , sie hat uns Kinder damals auch nach der Ausbildung vor die Türe gesetzt, weil mein Vater sonst keine Zuschüsse mehr vom Amt bekommen hätte, er war Langzeitarbeitsloser.
    Nach dem Tod meines Vaters habe ich, trotz das ich kein so gutes Verhältnis zu meiner Stiefmutter hatte, ständig versucht wenigstens sie vom Alkohol wegzubekommen. Ich habe mir selbst eingeredet verantwortlich für sie zu sein. Sehr oft habe ich mit ihr geredet und wollte ein gutes Verhältnis aufbauen, was mir leider nicht gelungen ist. Ich habe sie oft gebeten aufzuhören aber sie wollte nicht. Ich bin in der Zeit selber Mutter geworden ( meine Tochter ist jetzt 14 Monate ) und selbst das hat sie nicht dazubewegt aufzuhören.
    Ende September `08 habe ich den Kontakt zu ihr abgebrochen weil es mir immer schlechter ging und ich mich selbst in eine Abhängigkeit begeben habe = den Zwang ihr helfen zu müssen.
    Worauf ich hinaus will, nach dem Kontaktabbruch war mir klar das ich irgendwann mal angerufen werde das sie gestorben ist, wenn sie keine Einsicht zeigt.
    Und genau das ist am 30.12.08 nachmittags passiert. Das Ordnungsamt hat mich angerufen und mir gesagt das sie tot in der Küche liegt und das sie wohl schon zwei Wochen tot da lag. Der Fernseher in der Küche lief noch und zum Glück lebte ihr Hund noch, der in einem nicht so guten Zustand war.Mit der Polizei musste ich auch einige Male sprechen, die haben mir gesagt das ich mir keine Vorwürfe machen muss.
    Aber die mache ich mir, ich habe das Gefühl mit meiner Hilfe gescheitert zu sein es hat mir den Boden unter den Füssen weggezogen.
    Zum Teil bin ich froh dieses Kapitel abzuschließen zum anderen weine ich und könnte laut schreien warum man so sein Leben wegschmeißt.
    Es zerreißt mich innerlich.
    Zu meinem Glück bin ich seit dem Kontaktabbruch in Therapie und ich werde sie noch eine lange Zeit brauchen.
    Hat jemand vielleicht leider auch schon den Tod eines Alkoholkranken erleben müssen ? Meinen Vater und meine Oma habe ich bis zum Tod im Krankenhaus besucht nur sie hab ich nicht mehr gesehen : (
    Es tut so sehr weh, wenn sich jemand aufgiebt und das waren bei mir drei Personen in knapp drei Jahren.
    Liebe Grüsse
    Alex

    Hallo ihr Lieben,
    es ist einige Monate her als ich mich hier angemeldet habe und damals waren es sehr schlimmer und schwierige Monate für mich.
    Ich hatte ein , für mich schlimmes Problem mit meiner Stiefmutter die mich mit ihrer Alkoholsucht krankgemacht hat.
    Bei Euch habe ich meine bestätigung für mein vorhaben gefunden.
    Ich habe im Oktober den Kontakt zu ihr abgebrochen, in einem Brief hab ich ihr klargemacht wie es mir geht und warum ich keinen Kontakt mehr zu ihr will. Das ging dann auch zwei Monate gut dann rief sie mich wieder an , natürlich betrunken. Ich hab ihr dann nochmal klargemacht das ich keinen Kontakt mehr wünsche und das es mir ernst damit ist, sie hat daraufhin geweint und ich habe aufgelegt.
    Ich gehe seit zwei Monaten einmal die Woche zur Therapie und mir geht es sehr gut damit.
    In der Therapie kann ich besser mit meinen Gefühlen umgehen.
    Ich hatte immer den Zwang gehabt für meine Stiefmutter dazusein, egal ob es mich krank macht.
    Ständig habe ich mich für ihre Krankheit verantwortlich gefühlt. Manchmal kam sie gefühlsmäßig noch vor meiner Tochter , und das geht nicht.
    Jetzt ist es wieder zwei Monate her wo ich nichts von ihr gehört habe, zu meinem eigenen Schutz nicht wieder in die Co-Abhängigkeit zu verfallen werde ich diese Woche meine Telefonnummer ändern. Ich will nicht mehr das es mich krank macht.
    Durch die Therapie lerne ich mich immer mehr von ihr zu distanzieren.
    Oft denke ich immer noch wie es ihr geht und gerade jetzt zur Weihnachtszeit weiß ich das sie alleine sein wird, aber dann denke ich mir das sie keinen einzigen Schritt bereit wäre was daran zu ändern.
    Ganz langsam fange ich an mein Leben zu genießen und kein schlechtes Gewissen zu haben weil es mir gut geht.
    Ich denke , hätte ich das Forum nicht gefunden wäre ich nicht soweit gekommen. Die Therapie werde ich noch eine lange Zeit brauchen aber ich merke nach jeder Stunde wie gut es mit tut.
    Hätte nie gedacht das es so schwer sein kann von der Co-Abhängigkeit loszukommen.

    Liebe Grüsse gwendoline

    Hallo Kernkraft,
    Ja das ist eine gute Frage, ich denke sie werfen mir das vor weil sie es selber nicht kennen.
    Manche machen es sich in der Hinsicht dann auch einfach.
    Das ich gefragt hab ob ich rechtlich Ärger bekomme war auch weil es ein Freund von mir vermutet.
    Gut das ich hier einige Tips bekommen habe.

    Liebe Grüsse gwendoline

    Hallo Gigi,
    gut das ich jetzt auch weiß das es seit 1992 keine Entmündigungen mehr gibt. Das hätte die Caritas doch wissen müssen. Aber nicht schlimm, ich danke Dir für deine Aufklärung. Entmündigung wäre auch was gewesen was ich nicht gerade gewollt hätte.

    Liebe Grüsse gwendoline

    Ich danke Euch für eure Antworten das hilft mir sehr gut weiter.
    Mir geht es mittlerweile schon recht gut, es ist zwar noch der Drang da zu helfen aber ich habe auch für mich feststellen können das es Gefühlsmäßig weniger wird.
    Wo ich an Mitleid zu ihr fast wahnsinnig geworden bin, ist seit dem Kontaktabbruch besser geworden.
    Ich will zwar nicht sagen das ich geschafft hab sie komplett loszulassen aber ich merke es Tag für Tag das es mir gut tut und auch meiner Familie. Habe mir auch vorgenommen hart zu bleiben falls sie mich mal anrufen sollte.
    Mir wird schon klarer das es ihr Leben ist und ich meins hab und ich nicht für ihrs verantwortlich bin, nur manchmal hat man dann wieder Freunde die einem vorwerfen warum ich nicht helfe und da laufe ich Gefahr wieder Co-Abhängig zu werden.
    Das sind dann auch meistens Freunde die das Leben eines Alkoholikers nicht kennen.

    Ich muss auch sagen das ich mich besser fühle seitdem ich hier bin.
    Habe viele Ratschläge und Antworten bekommen die ich wirklich gebraucht habe.
    Ich habe auch viel hier gelesen und Antworten bei manchen gefunden ohne selbst zu Fragen.

    Liebe Grüsse Gwendoline

    Hallo,
    ich habe mich vor kurzem mit meinem Problem mit meiner Stiefmutter bei euch gemeldet. Ich hatte vor den Kontakt abzubrechen. Bis jetzt habe ich seit 3 Wochen keinen Kontakt zu ihr. Also ich weiß nicht wie es ihr geht oder ob sie überhaupt noch lebt.
    Ihr Zustand war sehr schlimm als ich den Kontakt zu ihr abgebrochen habe, bin mir auch sicher das man mich irgendwie benachrichtigt hätte wenn der schlimmste Fall eingetreten wäre.

    Denoch habe ich ein weiteres Problem,meine Stiefmutter lebt ziemlich verwahrlost und kann kaum für sich selber sorgen.
    Die Nachbarn von ihr wissen von ihrem Alkoholproblem und sie wissen auch wie schlecht es um sie steht, sie wissen aber auch das ich einige male bei ihr war und bis vor drei Wochen regelmäßig mit ihr im Kontakt war.
    Die Frage die ich habe,
    wenn der schlimmste Fall eintreten sollte, kann man mich rechtlich dafür belangen wegen unterlassener Hilfe ?
    Weil ich den Kontakt in ihrem schlechten Zustand abgebrochen habe.
    Ich habe gestern bei der Caritas angerufen und denen das geschildert, man hat mir gesagt das ich sie entmündigen müsse und dann können sie erst jemanden vorbei schicken. Nur sollte ich damit nicht zu lange warten wegen ihrem Zustand.
    Ich möchte sie nicht entmündigen lassen, und ich glaube das ich das eh nicht kann weil sie meine Stiefmutter ist.
    Würde mich sehr über Antworten freuen
    liebe Grüsse und schönen Abend noch
    Gwendoline