Beiträge von Schokolette

    Hallo Isis,

    was soll passieren, wenn er Dir zusagt nicht zu trinken und er tut es doch?
    Möchtest Du bei diesem Treffen in ständiger Lauerstellung sein um zu sichern, dass er nicht trinkt?
    Denke dazu ist Dir das Treffen zu wichtig und ich fände die Anspannung persönlich sehr schlecht um so etwas zu geniessen.

    Wie wäre es wenn Du im "elegant" auf das unschäne Treffen vom letzten Jahr hinweist und ihm sagst, dass Du gut verstehen könntest, wenn er in diesem Jahr vielleicht einfach mal pausieren will, weil da vielleicht nen bsichen Gras drüber wachsen sollte. Eben sowas in dieser Richtung?
    Mein Mann hätte einer Bittte nichts zu trinken wahrscheinlich auch mal wieder zugestimmt und dann doch geschaut wie er was zu trinken bekommt.
    Und ich hätte die ganze Zeit da gesessen und ihn beobachtet. So stelle ich mir so ein Treffen nicht vor.
    Mein Mann hat in solchen und ähnlichen Situationen immer gerne Streit angefangen, weil er seinen Druck hatte und dann gut verschwinden konnte zu Freunden oder so. Ich war ja böse zu ihm gewesen.
    Heute weiß ich: Er hat solche Streitsituationen provoziert, weil der Druck so hoch war.


    Und mein Mann wäre höchst dankbar gewesen, weil ich und die Kinder ihn dann nicht bei seiner Sucht gestört hätten. Für ihn wäre das gerade passend gekommen.

    LG

    Hallo Seti,

    wie gesagt, ich war auch sehr erstaunt über diese Art des Umgangs mit mir und auch mit meinem Mann. Er war ja mit.
    Und ich habe ja auch die andere Seite kennen gelernt durch die Lehrerin meiner kleinen Tochter in der Grundschule.

    Meine derzeitige Planung ist mich um einen Therapeuten zu bemühen, danach werde ich einen Termin mit der Klassenlehrerin verlangen um meine Fragen zu klären und die Umgereimtheiten mal zum Thema machen.
    Meines Wissens nach hätte auch die Vertrauenslehrerin meine Tochter ansprechen müssen. Oder sogar bei dem Gespräch dabei sein sollen auf unseren Wunsch.
    Auch das ist nicht erfolgt.

    LG und ich hoffe, dass auch Du die Erfahrung mit einer Art von Lehrern machst, wie ich sie in der Grundschule habe.
    :D

    Hallo miteinander,

    habe hier lange Zeit nicht mehr geschrieben.
    Aktueller Stand: mein Mann hat seine Therapie beendet, ist wieder daheim und wir versuchen beide an uns zu arbeiten.
    Das vorab.

    Nun aber zu dem eigentlichen Grund meines Threads:
    Im vergangenen Jahr hatte sich die Situation bei uns so zugespitzt, dasss mein Mann sich zu einer Therapie entschloß und diese dann auch antrat.
    Zu diesem Zeitpunkt hatte meine grosse Tochter (13) arge Probleme in der Schule, so dass die Noten abrutschten.
    Zum Elternsprechtag im Januar habe ich dann die Situation zu Hause offengelegt, meine Tochter war erleichtert. Endlich war das "Geheimnis" genannt und ich hatte den Eindruck, dass die Lehrer zwar etwas überrannt waren, aber man sprachuns Mut zu und versprach Unterstützung.
    Meine Tochter began sich wieder zu fangen, die Noten wurden merklich besser und die Gefahr der Nicht-Versetzung verschwand.
    Sie wurde versetzt und ich dachte, wir seien über den Berg.

    Nun stand wieder der Elternsprechtag an und ich fiel nahezu aus allen Wolken:
    Die Leistungen seien im Keller, im Sport arbeite sie gar nicht mit und sie lüge. Dazu hatte ich dummerweise versäumt zwei Atteste für den Sportunterricht mitzugeben, es war mir leider einfach untergegangen.
    Und sie würde lügen, da sei Sportzeug verschwunden und dann an ominösen Stellen wieder aufgetaucht.
    Mir konnte aber keiner den Beweis liefern, weil man sie nicht erwischt hatte oder etwas ähnliches.
    Die beiden vergessenen Atteste waren danna uch direkt der Aufhänger um meine Erziehung bzw. Zuverlässigkeit in Zweifel zu ziehen.
    Diese Vereinbarung zu den Attesten war im letzten Halbjahr mittendrin getroffen worden und nur für sie. Das ich die vergessen habe, wäre dann doch wohl für meine Tochter ein klares Signal, weil ich es ja auch nicht so genau nehmen würde.

    Zweimal seien Hausaufgaben nicht erledigt worden, überhaupt habe sich alles sehr schlecht entwickelt.
    Ob ich denn meine Tochter überhaupt fragen würde, was in der Schule war.
    Mein Antwort: Ja. Aber ich kann nun mal nur glauben, was sie mir erzält, bin ja nun mal nicht dabei.
    Und dann wurde die Argumentation geführt, dass man sich denke bei diesem sozialen Hintergrund, also die Drogen- und Alkoholsucht meines Mannes, da könne man sich denken, woher es kommt.
    Vielleicht würde ja unsere Tochter solche Noten schreiben, damit sie Aufmerksamkeit bekommt. Mein Argument, dass sie sich eindeutig in Aussicht auf eine Nicht-Versetzung gesteigert hatte, wurde mit dem Gegenargument: Wir haben keine Zweifel an der Intelligenz Ihrer Tochter, aber wir denken, da ist noch mehr im Hintergrund, abgetan.
    Überhaupt denke man, meine Tochter würde mit den schlechten Noten ein Notsignal setzen, dass sie Aufmerksamkeit brauchen würde.
    Und wenn wir nicht einen Therapeuten oder andere Hilfe in Anspruch nehmen würden, dann käme es zur Klassenkonferenz, weil ja die zwei Atteste fehlen würden.
    Auch wäre eine Einsicht in die Therapie schon sehr nett.

    Das man nicht gerade wohlwollend sieht, dass ich die Atteste vergesse, keine Frage. Ich habe auch sofort zugegeben, dass ich das versäumt habe. Es wurde dann auch gesagt, dass man das ja nur als Spitze des Eisbergs sehen würde.
    Da sei ja der gesamte Leistungsabfall und dann würde sie lügen.
    Und immer wieder der Verweis, dass man da die Therapie bzw. Sucht meines Mannes für verantwortlich sehen würde.
    Man mache sich grosse Sorgen um die soziale und menschlische Entwicklung meiner Tochter.

    Wie ich mich nach dem Gespräch gefühlt habe, kann man sich sicherlich vorstellen. Natürlich habe ich nun nachgedacht und werde einfach das Gefühl nicht los, dass meine Offenheit ein Fehler war. Es drängen sich Fragen auf: Warum hat man sich dann nicht früher an mich gewandt, wenn sich doch alles so katastrophal entwickelt hat. Es gab keinerlei Nachfragen, wie sich die Situation zu Hause entwickelt hat.
    Auch eine Email oder ein Anruf hätte nach meiner Meinung, wenn man sich solche Sorgen macht, schon nach dem ersten nicht eingereichten Attest von seiten der Klassenleherin kommen müssen.
    Und zum Elternsprechtag wollte mich auch nur die Klassenlehrerin sehen und dann sassen dort auf einmal drei Lehrer und die anderen Fachlehrer hätten ja auch Probleme- da komme ich ins Denken.

    Die ersten Arbeiten des neuen Schuljahrs waren im 3er und 4er Bereich- Vokabeltest im 2er. Also habe ich für mich keine Probleme gesehen.
    Habe auch daheim mit ihr keine.
    Die Therapie wird nicht von mir abgelehnt, denke meine Tochter hat sicherlich noch etwas aufzuarbeiten mit ihrem Vater, aber ich sehe das nicht als das Problem für ihre schlechte mündliche Mitarbeit, die übrigens nie gut war. Der Abfall der Noten ist für mich eher eine pubertäre Sache: Ich habe keine Lust. wird schon irgendwie laufen.
    Und die Anschuldigung, dass ich mich nicht um meine Tochter kümmere, war eine Unverschämtheit.
    Außer den Attesten hat noch nie irgendetwas gefehlt- kein notwendiges Geld, Bücher, Arbeitsmaterial oder Sportbekleidung oder gar Frühstück.

    Wior haben ja noch eine Tochter in der Grundschule, da hab ich diese Probleme nicht. Wir sind imme rim Gespräch, ich mache dort die Elternpfelgschaft, wie auch die Schulkonferenz. Dort auch als Vorsitzende.
    Aber so etwas anzuführen wirkt wie Eins mit Sternchen sammeln und das muss ich auch nicht haben.
    Wenn ich dann solche tagesaktuellen Dineg wie heute höre:
    ".. nimmst du denn an Förderunterricht teil und weiß deine Mutter davon.."
    das nach dem meine Tochter vorab im Unterricht den unterschriebenen Bogen abgegeben hat; da kommt bei mir der Gedanke auf, dass ich mit meiner Meinung, dass es ein Fehler wardie Schule zu informieren.
    Ein durchaus nicht ungewöhnliches Verhalten einer Pubertierenden wird nun als Grund genommen, so mein Eindruck.
    Wenn ich als Mutter ja so unzulänglich bin, warum gehen die Leistungen meiner kleinen Tochter sogar noch in die Höhe und sind alle im Einser und Zweier-Bereich.

    So genug- ihr seht ich fühle mich gerade so richtig übel.
    Eben weil ich denke, ich bin auf Lehrer getroffen, die Suchtmit assozial gleichsetzen und eine Hilfestellung ist da schon mal gar nicht zu erwarten.
    Und ich fühle mich sehr verletzt, weil ich immer alles für meine Kinder getan habe und mir so etwas nicht vorwerfen lassen will.
    Kann es sein, dass es immer Lehrer gitb, die bei den Begriff Elternhaus und Drogen, keinerlei Erfahrung und Wissen haben? Die sogar noch durch Vorurteile waten? Weil uns wurde klar gemacht: wir kümmernuns nicht um unsere Tochter und alles was unsere Tochter zeigt, ist dann das Ergebnis der Sucht meines Mannes und wir würden das nicht sehen, weil wir uns ja nicht um sie kümmern. Wahrscheinlich liegt mein Mann schon wieder betrunken irgendwo rum und die Therapie war eh umsonst. :twisted:

    Danke, wer bis hier gelesen hat und sorry, weil es so lang ist.
    LG

    Mitternächtliches News und einige Gedanken zu den jüngsten Ereignissen...

    Mir geht es gut, habe festgestellt, dass ich immer wieder vieles finde in Euren Beiträgen, wo ich mich und mein Verhalten wiedererkenne.
    Ein guter Spiegel und immer wieder hilfreich um mich zu sehen.

    Mein Mann wird am nächsten Wochenende für zwei Tage nach Hause kommen und irgendwie stellte sich ein wenig Vorfreude ein.
    Den ersten Dämpfer gab es dann in der letzten Woche:
    Schwiegermu und er telefonieren wohl alle zwei Tage miteinander und mir erzählt er davon erstens mal gar nichts und zweitens beschwert er sich, dass ihn das ja nervt.
    Uns, also den Kindern und mir, hat er ja gesagt, dass wir ihn nicht anrufen sollen- würde ihn stören.
    Tja, seiner Mutter scheint das wohl gleich zu sein oder er hat es ihr nicht gesagt.
    Habe mich natürlich schon sehr zurückerinnert gefühlt, dass er da wieder was nicht erzählt und mir dann die Ohren voll heult.

    Aber: sein Auto ist ja derzeit abgemeldet und er "muß" ja dringend eines haben am Wochenende- das leiht ihm seine Mutter nun...
    Und als ich heute mit seiner Verwandschaft telefonierte war überall der gleiche Tenor:... er kommt ja am Wochenende. *erwartungsschwangere Stimmung* ... dann könnt ihr ja vorbei kommen ...
    Ich hatte ja eigentlich gedacht, dass dieses Wochenende dann für uns als Familie sei, aber da er seine Grenzen nicht klar gestellt hat, sehen die es wohl alle anders.
    Ich habe darauf dann einfach nicht gesagt, also weder Zu-noch Absage.
    Denke das soll er einfach selber mal klären, ist nicht meine Rolle.
    Es ist das was seit Jahr und Tag ist: der Junge, der kein Mann werden konnte und wo alle auf den geliebten Jungen warten und nicht sehen, dass er eine eigene Familie hat und die an erster Stelle stehen sollte.

    Nach dem ersten "Schock" habe ich für mich entschieden, dass ich das Wochenende einfach auf mich zukommen lasse und mal sehen was wirklich passiert. Vielleicht unterschätze ich ihn ja.
    Ansonsten werde ich dann wohl kurz die Frage nach den Telefonaten stellen und die Frage nach der Wahrheit und sollte er dann alle besuchen wollen, dass so hinnehmen ohne Gespräche darüber.
    Bevor da noch nen blöder Streit entsteht.
    Denke den Rest, sollte es dazu kommen, werde ich dann für mich sortieren und dann weitersehen.

    So, genug Update für heute,
    Bett ruft und ich bin los, was ich los werden mußte für einen
    angenehmen Schlaf.

    LG,
    Schokolette

    Zitat von Schlumpfine

    .

    Im grunde genommen weiss ich ja , dass ihr alle recht habt mit dem was ihr sat und was meine Freunde sagen das ich ihn verlassen soll , aber ich gebe die Hoffnung nicht auf , dass er doch nicht irgendwie die Kurve packt das alles zu kapieren was ich ihm jeden Tag vorhalte oder was ich ihm versuche zu vermitteln zu sagen das es ihm nicht gut tut.

    Tja, die Hoffnung stirbt zuletzt, erst stirbt da unsere Seele jedesmal ein Stück mehr, bevor wir einsehen, dass wir uns selber das Todesurteil für unsere Seele ausgesprochen haben.
    Klingt krass, ist aber genauso. Denke wir alle hier haben versucht mit reden zu überzeugen- und dabei eine Menge Energie investiert und gedacht wir könnten unseren Partner retten, weil wir ihn ja lieben.
    Leider geben wir uns damit auf und unsere Liebe zu uns selber.

    Zitat

    Ausserdem kapiere ich nicht , wie ich so aufwachen konnte (so wie im Traum) und sehen musste , dass die Realität doch anders ist als ich sie mir doch gewünscht habe. So als hätte sich eine 180° sich irgendwie gedreht . Vor paar Monaten oder Wochen war das noc ganz anders . Da habe ich noch "einigermassen" sein Alkoholkonsum noch tolleriert.

    Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. Irgendwann kann man sich den Zustand nicht mehr schön reden, irgendwann sieht man wie die Realität ausschaut, da helfen auch die dicksten Scheuklappen nicht mehr.

    Zitat

    Selbst als ich mich gestern mit seinen "Saufkollegen" (dazu gehört auch ne Frau) angelegt habe , steht er zu denen als zu mir und sagt "Ich gehe das wieder grade biegen , was du verbockt hast" .. Is das normal bei einem typischen Alkoholiker und warum macht er das ? Es kommen immer und immer und immer mehr selbstzweifel in mir auf und ich frage mich , ob ich doch ich nicht lieber meine klappe gehalten hätte , bezüglich wie es in mir aussieht wie es mich so alles ankotzt .

    Klar ist das normal, er hält zu seinen Leuten, denn sie akzeptieren ihn ja in seinem Tun, nur Du bist ja so zickig und intolerant.
    Er will seine Leute nicht verlieren, denn sie konfrontieren ihn ja nicht mit seiner Sucht auf unangenehme Weise.
    In seiner Sichtweise sind die jetzt die einzigen, die ihn wirklich verstehen, alle anderen wollen ihm ja nur böses.

    Zitat


    Nächstes WE wollten wir unser Wohnzimmer neu tapezieren und da kommen das befreundetes paar zu uns runter aus dem Emsland und ich habe unheimliche Angst davor die zu begegnen. Ich habe Angst , weil ich denke , dass ich dann alleine da stehen werde und gegen die ich keine Chance habe. Eher würde er mich rausschmeissen , als er seine Freunde wenn diese Freunde randale machen würden. Er wird Bier und Schnaps getrunken und was dies für eine Kombination is brauch ich ja nicht sagen ! Ich weiss ja nicht wie die Rechtslage hier in Deutschland ist , weil ich mit sowas nicht beschäftift habe.

    Er steht als Hauptmieter im Mietvertrag . Ich steh als Nebenmieterin . Kann er mich so einfach vor der Türe setzen ? Wie is es dann , wenn er dann handgreiflich wird ??


    Dazu kannich DIr nicht sagen, such doch nen Anwalt auf oder telefonier mal mit Frauenhilfsstellen, vielleicht weiß man da was.

    Zitat


    Ich habe ihm auch ins Gesicht gesagt , dass ich Angst vor ihm habe und er hat gesagt , dass er noch nie handgreiflich wurde gegenüber Frauen, aber ich traue ihm nicht mehr bzw. ich Vertraue ihm nicht mehr !!

    Denk dochmal genau drüber nach: Du hast Angst vor ihm, vor GEwalt, kein Vetrauen...
    Denkst Du das sollte der Inhalt Deines Lebens sein?


    Zitat


    Gestern Abned lag ich auf der Couch und weinte ich mir die Seele aus dem Leib , weil ich die ganzen Sachen nicht verstehen konnte und ich innerlich mich befreien musste . Natürlich liebe ich ihn noch , sonst wäre ich schon weg . Aber irgendwie wüsste ich dann , dass ich dann ein Schritt zurück gehen würde als (in Hartz4) ein Schritt vor . Natürlich will man nicht auf materielle Dinge im Leben nicht verzichten im Leben , aber irgendwie bleibt man selber dann auf der Strecke hängen . Is das was ein Mensch was um jedem Preis will ? Das es im an nix fehlt ?
    Ich weiss nicht was aus mir wird , wenn ich bei ihm bleibe und alles mache und alle Schuld auf mich nehme und ihn so glücklich mache wie andere es wollen. Is es das was er will ? Würde er es als Alkoholiker verstehen ? Immer wieder widerspricht er sich was er sagt . Er sagt okey er is vieleicht einer , dann sagt er , dass er es doch er es anders gesagt hat , dann bilde ich es mir nur ein usw .. Warum tut er dies alles ?
    Ich suche Fragen nach dies allem , aber finden tue ich diese gar nicht !!

    Hm, wen genau liebst Du da? Denke doch nicht den Mann, der Dir gegenübersteht. Und die finanzielle Frage ist zwar nicht gerade schön, aber ich habe für mich beschlossen, dass etwas wichtigeres gibt als Geld:
    Meinen inneren Frieden- mein Leben.

    Alle Schuld auf sich nehmen? Welche Schuld? Es ist sein Leben, er macht das mit seinem Leben. Nicht du- also ist die Schuld wohl nicht bei Dir.
    Und willst Du ihn so glücklich machen, wie andere und er das wollen? Und wo bleibst Du dabei?
    Und glaube mir: er wird immer einen Grund finden, was an Dir schlecht ist und zu kritisieren- es findet sich immer was.
    Und dann muß er auch trinken, weil Du ja so eine bist.
    Und das mußt Du dann ber auch akzeptieren, weil Du ja so eine bist.
    Wie weit willst Du Dein Leben denn aufgeben?

    Dieses Hin und Her zwischen: Ich bin ein Alkoholiker und dann manchmal Minuten später schon, bin keiner ist auch ganz normal.
    Alles ganz normal, da ist bei Dir keine Ausnahme.

    Vielleicht solltest Du Dich einfach mal weg von seinem Problem bewegen und schauen, wie Deine Probleme denn ausschauen und was Du daran ändern kannst. Denn jedes Reden mit ihm wird Dich nirgenwohin bringen, glaube es mir. Die Einsicht muß er haben von sich aus.
    Schau einfach mal auf Dich und frage Dich was Du für Dich bewirken kannst, für Dein Leben. unabhängig von seinem Tun und Handeln.

    LG,
    Schokolette

    Hallo Thelma,

    mal ein Update von mir :)

    Es geht mir soweit wirklich gut, mein gestörtes Verhältnis zum Them Einschlafen hat sich aufgelöstt.
    Ich kann mittlerweile einfach einschlafen ohne das ich die halbe Nacht vorab wachliegen muß.
    Dazu schlafe ich dann auch noch recht gut, das finde ich schon mal bestens.
    Denke mein Kopf hat dieses Gedankenkarussel angehalten, was sich dann bis in die Nacht beim Einschlafen und Schlafen weiterdrehen wollte.
    Und ich kann im Moment schlafen, wirklich wie ein Murmeltier. Muss sehr aufpassen, dass ich überhaupt am Wochenende irgendwie mal zu einer halbwegs akzeptablen Zeit aus dem Bett finde.
    Vielleicht will mein Körper einfach den verlorenen Schlaf wieder reinholen.

    Die Mädels sind ein wenig quer im Moment, aber nicht wegen meinem Mann. Die Kleine will endlich groß sein, weil das ja so toll ist, meint sie.
    Sie weist dann immer auf ihre grosse Schwester hin, die ist doch so toll und die darf ja schon so vieles. :wink:
    Also hat sie sich dann an meinen Kosmetikartikeln vergriffen und einiges kaputt gemacht. Und als ich es entdeckt habe, hat sie mich noch belogen.
    Die Grosse hat beschlossen, dass sie mal ein bischen in Sachen Hausufgaben schluddern könnte- tja schlechte Idee, wenn man in diesem Schuljahr eh wenig Leistung gezeigt hat und zwischenzeitlich sogar die Nichtversetzung und eine andere Schule zur Diskussion stand.

    Da war noch einige andere unerfreuliche Dinge, die man so mit Kindern erleben kann, aber das ist unabhängig zur Problematik mit ihrem Vater, denke ich.
    Und da ich mir dann so sehr darüber Gedankengemacht habe, dass ich wieder eine furchtbare Unruhe spürte, habe ich mich mal einfach gefragt: was kann ich da wirklich dran ändern? - Ergebnis: nichts. Die Kleine hat Hausarrest bekommen und ich habe ihr klar gemacht, dass es meine Dinge sind und hoffe nun, dass es angekommen ist.
    Der Grossen habe ich nochmal ihre schulische Situation klar gemacht und ich hoff emal, dass sie die Kurve kriegt.
    Aber weitere Energie reinzustecken in Form von ewigen GEdanken bringt genauso wenig, wie meine Energie mit den Gedanken an meinen Mann zu verschwenden.
    Energie brauch eich für mich.

    Mit meinem Mann läuft es recht entspannt für meine Seite, keine Ahnung wie er es derzeit sieht.
    Er beschwert sich nur, dass seine Mutter und seine Oma ihm Druck machen mit Anrufen und solchen Aktionen wie, dass sie ihn mal schnell am WE besuchen kommen wollen.
    Aber was soll ich dazu sagen? Das was ich seit Jahren sehe?
    Denke unsinnig und auch nicht mein Job, denn ich denke ich sehe das schon sehr klar, wo der Hase begraben liegt.
    Aber es ist sein Problem, also soll er sich um eine Lösung bemühen.

    Und laut seinen Worten hat er mit seiner Therapeutin drüber gesprochen und sie sähe da auch Klärungsbedarf und wenn das Gespräch keinen Erfolg bringen würde, dann würde sie das übernehmen.
    Na ja, bin da der Ansicht, dass er es zu klären hat, weil er auch dahitzer zu stehen hat, aber soll er machen wie er meint.
    Seine Mutter hat sich am Donnerstag eh besonders interessant gezeigt: Sie schneidet meine grosse Tochter jetzt, da sie nicht weiß, dass sie nach anfänglichen Zweifeln und der Absage Papa besuchen zu wollen, dnn doch mitgefahren ist. Schwiegermutter glaubt also meine Grosse sei nicht mitgefahren.

    Und so hat sie sich dann am Donnerstag mit ihr nicht unterhalten, sondern nur mit der Kleinen, weil die ja zu ihrem Papa hält.
    Meine Grosse war sehr traurig, habe ihr aber gesagt, dass sie das nicht aufklären braucht. Das sie einfach stolz auf sich sein kann, dass sie eine Entscheidung so klar formulieren konnte und nicht unter den Erwartungen nachgab. Das ist mehr als die meisten Erwachsenen hinbekommen.
    Schwiegermutter hat wenigstens ein gutes getan: Ihr wahres Gesicht gezeigt, das ist auch mal was.
    Und ich bin stolz auf meine Grosse .

    Und mein Mann kommt am übernächsten Wochenende für das Wochenende nach Hause, bin mal gespannt wie sich das dann darstellt.
    Vielleicht kommen wir dann auch zu einem Gespräch, aber ich erwarte mal einfach nichts, denke das ist besser.
    Wird spannend werden, denn ich weiß noch nicht, wie gut ich damit umgehen kann, dass er um mich ist und meine neu gewonnene Ruhe vielleicht doch stört.
    Telefonisch ist es im Moment relativ neutral, Reibungspunkte geht er immer noch schnell aus dem Weg, also wird dann wohl auch kein Gespräch hier zu Hause stattfinden. Frage mich manchmal nur, ob das gut ist für die Zeit nach der Therapie.
    Aber auch das wird sich zeigen.
    Mir persönlich gehen aber diese Gedanken mit dem Danach derzeit wenig durch den Kopf, denn ich fühle mich wohl und bin zufrieden und tue eine Menge für mich.
    Habe mir noch einen Schwung Bücher in der Bibliothek ausgeliehen zum Thema Co-Abhängigkeit und eines zu EKA und lese aufmerksam.
    Da kommen dann immer eine Menge Gedanken auf, finde ich sehr gut für mich.

    Den Brief an meine Mutter, den habe ich noch nicht begonnen,
    sazu möchte ich mir wirklich einen Abend nehmen, wo ich komplett ungestört bin.
    Ich will ja nur den einen schreiben und der sollte dann mich nicht Wochen später hier sitzen lassen mit solchen Gefühlen, dass ich doch etwas Wichtiges nicht geschrieben habe.
    Gut Brief will Weile haben - oder so :wink:

    GLG,
    Schokolette

    Hallo Schlumpfine,

    wieso Du Dich ändern sollst?
    Mein Mannhat mich auch mit dieser Forderung fortwährend bombadiert und ich war auch sehr verunsichert, dass alles einfach so aus dem Ruder lief, weil ich so bin wie ich bin.
    Also habe ich dann begonnen es ihm in jeder Beziehung irgendwie recht zu machen.
    Da kamen die aberwitzigesten Forderungen von Festerputzen bis was auch immer, und wenn ich dann eine Forderung zu 110% erfüllt hatte, dann gab es wieder was an mir zu meckern und alles war wie vorher.
    Meine Freunde waren natürlich auch böse, weil sie mich ja bestärkten und nicht seiner Meinung waren.
    Ich habe es in vielen Bereichen versucht seinen Forderungen dann nach zu kommen: es änderte sich nichts zwischen uns und an seinem Alkohol- und Drogenkonsum.
    es hat mir nur weitere Streitgespräche und verletzte Gefühle eingebracht, aber nichts mehr.
    Wie idiotisch sowas ist,ist mir erst so richtig in den letzten Monaten klar geworden: Ich soll mich ändern, aber er bleibt was er ist?
    Dafür brauchte ich aber auch den Abstand zu ihm und das Forum hier.
    Ich habe mich selber so sehr in Zweifel gestellt, dass ich meinte, meine Art sei der Grund, das es so lief zwischen uns. Fehler hatte ja wohl nur ich in mir.
    Und wenn er schlechte Laune hatte, dann müßte ich jawohl irgendwie auch der Auslöser sein. Und wenn das nicht, so hat mich in jedem Fall fast immer seine Laune mit runtergezogen.

    Die Schuldkappe habe ich mir auch so manchesmal innerlich fast aufsetzen lassen, aber da kam dann Gott sei Dank doch mein normales Denken zum Zuge: Ich zwinge ihn nicht zu trinken, stehe da nicht mit einem Trichter oder intravenös.
    Das entscheidet er was er da tut.

    Die Sache mit den Kumpels ist auch so ne Geschichte, die ich kenne.
    Klar, sie sind auch alle der Meinung, dass ich jawohl die sei, welche alles so kompliziert machen würde und mein Verständnis sei mangelhaft und ich sei eine Spaßbremse etc..
    Tja, ich paßte und passe leider nicht zu diesen Leuten und habe auch ganz klar gesagt, ich will hier keinen von denen sehen.
    Neues Argument für meinen Mann: Ich verbiete ihm seine Freunde, also muß er rausgehen (war nahezu täglich).
    Sorry, aber ich wollte keine Drogen- und Alkoholexzesse in meiner Wohnung erleben. Also ging er dann raus, kam mit Drogen oder/und Alkohol im Kopf nach Hause.
    Und seine Kumpels hatten ja wieder ihre Meinung über mich bestärkt bekommen.

    Was ich dann im Nachhinein auch erfahren habe: Sie haben sich alle eine Meinung gebildet aus seinen Schiderungen heraus und ich kann behaupten, dass mein Mann mich wo es nur ging in der übelsten Art und Weise dargestellt hat.
    Denek die Taktik war einfach: Er stellt mich schlecht dar, dann schauen alle auf mich und sind von ihm abegelenkt.
    Durch Zufall habe ich mit dem ein oder anderen Menschen, er hat ja auch in der Verwandschaft sowas über mich erzählt, gesprochen und die Leute waren alle sehr erstaunt, wie gut er ihnen was vorgelogen hat.
    Er war das liebe Schäfchen und ich die böse Wölfin.

    Ich kann Dir nur empfehlen, dass Du hier viel liest und auch schreibst, da wird Dir sicherlich vieles auffallen, was Dir genauso wie anderen passiert ist. Und Du wirst zu vielen neuen Gedanken kommen und Dein Leben auch wieder zurück haben wollen, so dass Du Dich darin wohlfühlst.

    LG,
    Schokolete

    Hallo zusammen,

    eine interessante Frage.
    Nach Trennung zu einer Freundschaft umschwenken.
    Stelleich mir persönlich sehr schwer vor, denn schon die Trennung zur Freundschafts-Kiste geht meist sehr daneben, wenn dann nicht die Sucht des Partners der Grund ist.
    Aber das kommt ja hier noch obendrauf, macht es also nicht einfacher.
    Persönlich würde ich mir einen guten langen Abstand wünsche, damit ich für mich auch das Erlebte verarbeiten kann, ohn das kann ich mir eine Freundschaft gar nicht vorstellen.
    Klingt für mich eher wie eine Mogelpackung: Wir trennen uns, bleiben aber durch das Band der Freundschaft doch verbunden.
    Das wäre für mich keine Trennung um die Vergangenheit auch erfolgreich abzuschliessen.
    Eher eine verschobene Beziehungs-Verlängerung unter einem Tarnnamen.

    Deshalb kann ich mir gerade noch vorstellen, dass man sich vielleicht freundschaftlich annähern kann nach einem guten zeitlichen und räumlichen Abstand, aber direkt im Anschluss, nein.
    Denn da kommen dann auch solche Dinge wie: Ich vermisse Dich, brauche Dich etc.. und das würde mich als Co einfach immer wieder auch in die Gefahr bringen doch von meinem Weg abzukommen.
    Und würde meine Arbeit an mir selber sehr stören und behindern.

    LG,
    Schokolette

    Hallo Ihr Lieben,

    irgendwie kann ich mich gerade nicht wirklich entscheiden in welchen Thread von mir ich weiter schreiben soll :roll:
    Da ist ja auch noch mein Eröffnungs-Thread hier, aber ich nehme nun einfach diesen hier, der alte ist ja nicht verloren und wer will, kann ja nachlesen.

    Habe wie immer nahezu täglich hier gelesen in den Beiträgen anderer und sehe immer wieder auch neue Paralellen zu meiner Vergangenheit.
    Und es kommen durch die vielfältigen Diskussionen auch eine Menge neuer Fragen und Antworten für mich auf. Manchmal sehr schmerzhaft, aber doch schön, weil ich Dinge in mir sehe, die mir nie so wirklich bewußt waren.
    Ich komme mir teilweise vor, wie "Schokolette auf der Jagd nach dem Ursprung ihres Verhaltens- oder- Die Suche nach sich selber" :)

    In vielen Diskussionen kam unteranderem die Frage nach der Kindheit.
    Und ich konnte mich wiederfinden: Ein alkoholkranker und gewaltätiger Vater, der uns Kinder aber nie schlug, meine Mutter war sein Opfer.
    Das Mittelkind, das dem Kronprinzen folgte, der dann auf Wunsch meines Vaters und Aufgabe durch meine Mutter bei der Oma groß wurde.
    Dann die kleine Schwester, die in den Himmel gelobt wurde von meiner Mutter, so dass ich die nur lebensnotwendige Zuwendung in Form von Versorgung erhielt, aber das Gefühl von Nähe und Liebe wurde mir verweigert.
    Mein Vater gab mir das, aber sie liessen sich scheiden, ich mußte zur Mutter, und sie lebte nach Besuchen bei meinem Vater jedesmal ihren Haß gegen ihn an mir aus mit Schlägen.
    Ich war ja so wie "er".

    Die Krankheit meines Vaters fand ich schlimm, weil ich wußte, dass es nicht normal war,dass hatte ich schon bei anderen Familien anders gesehen, aber er wurde trocken und blieb es auch.
    Und ich auf der Suche nach dem Gefühl von Liebe, hatte auch sein Verhalten innerhalb der Ehe "verdrängt". Er liebte mich ja und das was er tat, das tat er ja nur meiner Mutter an.
    So besuchte ich ihn bis ich 12 war, dann brach der Kontakt, forsiert durch meine Mutter ab, sie sorgte für ein grosses Missverständnis und er ließ nichts mehr von sich hören.

    Die Liebe meiner Mutter habe ich bis heute noch nicht bekommen, Gespräche mit ihr sind immer ein Tanz auf dem Drahtseil. Mein Schwester hat den Kontakt zu ihr abgebrochen, ihre Entäuschung, dass ihre Prinzessin sowas tat, bekomme ich natürlich zu hören.
    Mein Bruder wollte Kontakt zu ihr, aber sie hat ihn verweigert.
    Tja und mir wird regelmässig gesagt, dass ich mich doch öfter melden solle, weil das sei die Pflicht einer Tochter.
    Und wenn die Gespräche so starten, enden sie immer im Gleichen:
    Sie schreit rum, ich versuche ruhig zu bleiben und erkläre, dass ich mich dann später wieder zu einem vernünftigen Gespräche melden werde und dann legt sie einfach mitten im Satz auf.

    Das letzte Gespräch war im Anfang April, sie war wie bekannt und hat aufgelegt.
    Ich habe mich nicht gemeldet, mir steht nicht der Kopf danach und zur Zeit überlege ich, ob ich nicht einfach mal den altbekannten Brief wähle, so dass ich gesammelt los werde, was ich empfinde und sie dann schauen kann, was sie für sich daraus macht oder nicht.
    Aber ich für mich auch bei keiner weiteren Reaktion, es einfach mal als erledigt erklären kann. Telefonische Versuche, die Probleme mal auf den Punkt zu bringen, waren immer nur sehr mässig erfolgreich.

    Könnte jetzt stundenlang meine Vergangenheit aufrollen,
    aber ich weiß gar nicht, ob ich das so tun sollte hier?
    Auch wenn es mir hilft meine Gedanken zu ordnen...
    Mal schauen, welche Meinung Ihr dazu habt.

    LG,
    Erika

    Hallo Truaerkloss,

    ich lehne mich mal einfach weit aus dem Fenster und sage:
    Du bist gar kein Chaosmensch, sondern Dein Verhalten spiegelt Dein
    derzeitiges Kopfchaos wieder.
    Ich lehne mich weiterhinaus dem Fenster und behaupte, dass Du Deinen persönlichen Tiefpunkt noch nicht gefunden hast.
    Es geht Dir schlecht, aber- solche Sätze kommen immer mit einem Aber-
    es geht Dir noch nicht schlecht genug um Dich um Dich selber zu kümmern.
    Verstehe dies nicht als Anklage, es ist nur einfach so, dass Du immer noch Deine persönliche Stimmung von dem Verhalten Deines Mannes abhängig machst.

    Du bist schon auf dem Weg zu Dir selber, aber leider bist Du auch wiederum ganz weit davon entfernt, weil Du sicherlich hierher gekommen bist auf der Suche nach dem "All-Heilmittel, der ultimativen Lösung, für das Problem Deines Mannes.
    Und da liegt die erste Krux: Es ist sein Problem, aber Du hast Dich davon verschlucken lassen und Dein Leben hinter seines gestellt.
    Und mit Deiner Ankunft hier und Deinem Lesen ist Dir etwas entgegen geschlagen, was wir wohl so ziemlich alle erst einmal gar nicht lesen wollten:
    Wir sind die Lösung- aber diese Lösung wird nicht unbedingt dazu führen, dass wir unseren vermeintlich geliebten Partner weiterhin bei uns haben werden.
    Das zu aktzeptieren und diese Erkenntnis dann auch noch anzunehmen und unseren Weg zu suchen und ihn zu gehen, scheint ganz schrecklich und macht Angst.

    Ich denke einfach, dass das Dein innerliches Chaos ist, was wir alle gut kennen. Aber wenn Du wirklich versuchen willst, Dein Leben wieder zurück zuerobern, dann gehört nun mal auch das heute scheinbar Unüberwindliche dazu. Und wenn Du hier liest, siehst Du das wir alle unser "Kämpfe" ausfehten müssen, aber es sich lohnt.
    Dein Chaos bekommst Du aber sicherlich besser in den Griff, wenn Du in Deinem Thread bleibst, das ist dann der erste Schritt zu Deinem Bei-Sich-Bleiben.
    Dann wird es für alle, die antworten leichter und auch für Dich eine Menge übersichtlicher, den gesammelte Gedanken an einer Stelle sind leichter zu erfassen- für Dich selber schon, denn Du mußt nicht immer suchen, wo eine Antwort steht und dann noch Deinen alten Beitrag und die Diskussion wieder zusammen puzzeln.

    Und nun wiederhole ich einfach eine Frage, die schon gestellt wurde:
    Warum mußt Du das hier heimlich machen?
    Dann haben wir alle ja schon mal einen guten "Neu"-Start für einen Autausch.

    LG,
    Schokolette

    Hallo Thelma,

    lese ja immer wieder bei Dir, da ja mein Mann auch nach der LZT wieder nach Hause kommt und irgendwie Dein Thread so ein bischen Mut macht.
    Natürlich ist das Eure Situation und bei uns kommen ja nun andere "Teilnehmer" ins Geschehen, aber es ist schon gut zu lesen, was denn in der Zeit danach so passieren kann.
    Ob es so wird- tja, weiß niemand und ich sammel in Deinem Thread wie auch in anderen meine Eindrücke und komme immer wieder auch zu neuen Sichtweisen und Gedanken.

    Es klingt sehr gut, was ich bei Dir lese.
    Die Reaktionen Deines Kleinen kenne ich bestens:
    Meine Grosse wollte auch niemanden mehr mitbringen,
    weil er ja auch sehr unberechenbar war in seinem Verhalten.
    Und sie nicht wollte, dass sie sich mit so einem Vater blamierte.
    Entweder das er angetrunken/betrunken und/oder streitsüchtig war.
    Sie hat sich sehr verändert seit dem er weg ist und wie ich schon schrieb, hat sie ihn bei unserm Besuch auch sehr prüfend beobachtet.
    Wie tief es bei ihr sitzt, konnte ich gut hören, als sie sich weigerte ihn überhaupt zu besuchen, dann ihre Meinung änderte, den Besuch in Beobachtungshaltung verbachte und daheim auch sagte, dass sie seine Veränderung schon gut fände, aber sie skeptisch sei, dass es so bleiben würde.
    Es sitzt sehr tief bei ihr.

    Die Kleine sieht das eher optimistisch in die Zukunft, denke sie hat auf Grund des Alters und ihres Charakters eine andere Sichtweise entwickelt.

    Persönlich bin ich sehr gespannt, ob sie, wenn er zurück ist, sich wie früher in diese Mäuschen-Stellung begeben nur damit sie ihn nicht "stören".
    Denn das haben meine auch getan und ich fand es einfach schrecklich.
    Sie haben es beide auch sehr klar benannt in den ersten Wochen zum Beispiel beim Abendessen. "Endlich sitzt er da nicht mehr und wir machen nicht nur alles falsch und es ist wieder ruhig und lustig am Tisch."
    Ich hoffe, dass sie sich bis zu seiner Rückkehr wieder so weitgefangen haben, dass sie sich nicht wieder "zurückentwickeln" nur um ihm zu gefallen.

    Ich möchte einfach, dass weder ich noch die Kinder diese alte Art des Lebens wieder annehmen und ihn "entlasten" mit einem "verbünftigen" Verhalten, also wieder in einen Co-Status abrutschen.
    Und dann noch als Grund sowas wie: Damit die Erfolge der Therapie nicht gefährdet werden und wir nicht der Anlass sind.
    Also heißt es arbeiten an uns allen, uns wieder stark machen.

    So, ich bleibe Dir also erhalten :wink: und verfolge weiterhin aufmerksam Deinen Thread.

    GLG,
    Schokolette

    Zitat von ri

    ganz blöde Frage.. aber gibt es irgendwo eine Liste über Krankenhäuser, die stationäre Entgiftungen durchführen?

    Bin gerade aus dem Bett gepoltert, weil die Katzenbande meinte, es sei mal lustig nachts Jagd zu spielen.. na ja :shock:

    Zu Deiner Frage:
    Vielleicht mal die Suchtberatung anruffen? Die wissen da meist Plätze bzw. Kliniken, so habe ich das persönlich erlebt und weiß es.
    Persönliche Ironie zu meiner persönlichen Geschichte ist das der Vater meines Mannes sowie seine Frau seit Jahren dort ihre Arbeit tun.
    Und sie immer einen AB laufen haben und versuchen zeitnah zu unterstützen.

    Mein Mann war zwar zu Einzelgesprächen etc. für den "Sozialbogen", aber der bezog sich auf die LZT und nicht Entgiftung.Also kann ich mir aber kaum vorstellen, dass man jemanden, der versucht einen Platz zu einer Entgiftung zu finden, nicht hilft.
    Könnte mir vorstellen, dass Stellen wie Kreuzbund usw. da auch gute Ansprechartner sind, da meist auch Menschen sind, die privat noch zu erreichen sind, auch am Wochenende.
    Da ist vielleicht nicht jeder sofort erreichbar, aber ich denke, Rückruf ist bei der Schilderung der Dringlichkeit schon sehr sicher.

    Wie es ausschaut, wenn man sich einfach in einer Klinik mit den Worten: "Ich will entgiften und eine Therapie " vor die Aufnahme stellt, weiß ich nicht, aber vielleicht auch ein Versuch wert, wenn es ein ernsthafter Wille ist.
    Ich weiß, dass es auch Menschen gibt, die so sehr "abgestürzt" sind, dass sie in Kliniken eingewiesen wurden, weil sie zum Beispiel einen Unfall hatten oder Angehörige Angst bekamen etc., wo dann die Entgiftung als therapeutische/medizinische Massnahme einfach angewandt wurde.
    Aber dies nicht als Empfehlung sich in ein "Koma" zu trinken, nur vielleicht kann man mit einer klar vorgetragenen Dringlichkeit und einem klar formulierten Willen auch eher einen Platz bekommen als mit Larifari-Erzählerei.

    Denn es bleibt wie es ist: Nur halb gewollt wird nichts. Nur wegen anderen gewollt wird nichts... Wer für sich will, der hat eine Chance.
    Und leider- sorry, sehe ich so- "verstopfen auch viele vermeintlich Therapieinteressierte für wirklich Interessierte Plätze.

    LG,
    Erika- die mal versucht doch wieder ins Bett zukommen

    Zitat von charly66

    morgen wirds bestimmt schon bissi besser gehen.
    lieben gruß charly

    Drücke Dir mal die Daumen, dass es Dir morgen besser geht,
    aber dann nutze das doch für Dich.
    Vielleicht ist es dann leihter für Dich wirklich mal zu schauen, wo Du bist, stehst und hin willst.
    Habe das ja selber erlebt und weiß, dass die Gedanken an den Partner einem schier die Kraft zu rauben scheinen für alles andere.
    Das man gar keinen klaren Gedanken mehr fassen kann, wo man selber die Hauptperson ist.

    Aber genau da liegt auch für Dich der Schlüssel zum Tor Eins: Wieder Dein Leben leben.

    Sollte es Dir morgen besser gehen, dann schau das Du irgendwie einen ruhigen Platz für Dich findest und Dich mit etwas angenehmen wie Musik und einem Kaffee zurückziehst und dann mal in den hier gefundenen Spiegel schaust. Und mache Dich mal auf die Suche nach Dir und Deiner Seele.
    Nach Dir und Deinen Wünschen.
    Nur vergiß nicht: Du wirst Deinen Partner nicht einbinden können in Deine Wünsche, denn er ist gar nicht bei Dir.
    Für ihn bist Du leider nur etwas Verschwommes, sein Blick geht derzeit nur durch die Alk-Flaschen.

    LG,
    Erika

    Hallo Charly,


    Zitat von charly66

    jedesmal spring ich ins auto fahr zu ihm, überred ihn es weiter zu versuchen, ned aufzugeben. jedesmal schaff ich es, donnerstag nehm ich ihn mit zu mir und dann beginnt meistens das nicht mehr trinken, das ist jedesmal die hölle weil wir es ohne med machen müssen. müssen wir, weil er auf kein beruhigungsmittel reagiert, auf schlafmittel sogar paradox. sonntag abend wenn das schlimmste vorbei ist fährt er wieder heim um dann am montag wieder anzufangen. sitz jetzt da und denk an all die guten ratschläge von hier drin, nicht mehr helfen, an mich denken.....
    nur was ist, wenn er, wenn ich ihn im stich lasse, wirklich nicht mehr will? wie sollt ich damit leben? er hat ja sonst keinen mehr, niemanden der ihn versteht, niemanden der ihm hilft.
    weiß nimmer weiter, bin hilflos und einfach nur verzweifelt.

    hm, also Medikamente... Das ist ja das eine, aber warum dann nicht in einer Klinik unter Aufsicht? Persönlich fände ich diese Verantwortung einfach zuviel für mich. Da würde mir der Mut fehlen und hätte Angst das es schief geht. Und eine Entgiftung in der Klinik findet auch über einen längeren Zeitraum statt um die Patienten auch auf längere Zeit "Trockenzulegen", mit dem Ziel, dass sie auch ein Therapie beginnen wollen. Bei Euch ist dann Entzug und danach...? Keine weiteren Schritte.
    Das wird nichts werden, was Du ja auch schon siehst.

    Ich denke heute nach meinem Erlebten, dass es falsch ist zu meinen, dass ich der einzige Mensch bin, der ihm helfen kann. Ich kann meinem Mann gar nicht helfen, wie denn auch? Nur bin ich als Mensch darin untergegangen, also auch krank geworden in meiner Seele.
    Wie soll es klappen, wenn zwei Kranke mit unterschiedlichen Erkrankungen ohne irgendeine Hilfe von aussen gesund werden?

    Und das er sonst niemanden mehr hat, dass ist traurig, aber es gibt eine Menge Menschen, die sonst auch niemanden mehr haben, die krank sind, aber auch ihre Entscheidung treffen müssen, wie sie Leben wollen.
    Du solltest nicht seine Lebensrettungs-Maschine sein, denn irgendwann bleibt von Dir seelisch nichts mehr übrig und dann bist du innerlich so tot wie eine Maschine.
    Schaue nach Hilf für Dich, zeige ihm, wenn Du es möchtest Hilfsangebgote für ihn auf, aber was er daraus macht, dass wird immer seine Entscheidung bleiben, die Du ihm nicht abnehmen kannst.
    Wenn Du es so weiter mitlebst, geht Dein Leben verloren und Du schaust hilflos zu wie er weiterhin seines zerstört.
    So wie Du schreibst, stehst Du jetzt schon am Rande Deiner Kräfte, es wäre gut für Dich, wenn Du wieder mal auf Dich schaust und Dein Leben von seinem abkoppelst.
    Ich wünsche Dir, dass Du es schaffst Dir Dein Leben zurück zugeben.

    LG,
    Erika

    Hallo Thelma und Ihr anderen Lieben,

    mir geht es recht gut, die letzten Tage war ich sher angespannt innerlich.
    Am Anfang der Woche hatte mein Mann gefragt, ob wir ihn nicht besuchen kommenwollen am Wochenende, die Therapeuten würden das gut für ihn finden und besser als 8 Wochen ohne "Sichtkontakt".
    Ich fühlte mich sehr zwiespältig, da ich den Abstand ja als sehr wichtig für mich sehe und ein wenig das Gefühl aufkam, dass mein neues Leben angekratzt würde. Und obendrauf dann noch: Ich vermisse ihn ja nicht.

    Die Kleine wollte sehr gerne, die Grosse nicht.
    Am Mittwoch kam dann für jedes Kind ein Brief und die Grosse änderte dann im Laufe des Nachmittags ihre Meinung.

    Also sind wir am Samstag dort gewesen. Für mich selber war es in den Tagen dazwischen klar geworden, dass ich mit diesem "Nicht-vermissen" einfach sehr beschäftigt war und ich den Samstag dann als eine Gelegenheit begriff, dass ich vielleicht dann mehr sehen würde für mich.
    Meine Gefühle deutlicher würden.

    Der Nachmittag war sehr nett mit ihm. Es stand mir ein Mann gegenüber, der nicht gehetzt wirkte. Jemand, der sich wohlfühlte und auch wieder wahrnahm. Und er sah um Längen gesünder aus.
    Er war nicht aufgesetzt bemüht, was ich sehr gut fand.
    Und ich konnte ihn auch berühren ohne innerlich zu Eis zu werden und Abscheu zu empfinden. Es war etwas vertrautes da und ich konnte den Mann sehen, den ich ohne Alkohol und Drogen kenne.
    Keine 360° Grad Wendung, also nicht der Traumprinz auf dem weissen Ross entstiegen aus rosa Wolken :wink:
    Was ich auch gar nicht erwartet habe und auch nicht um mich haben will,
    das Leben ist ja kein Hollywoodstreifen mit Happy-End und ohne Macken.
    Spannung muß schon sein im Leben, sonst entwickelt sich nichts.

    Die Kleine war dann beim Abschied sehr traurig und hat geweint.
    Habe es aber auffangen können und ihr gesagt, dass er das nun für sich tun muß, auch damit sie als Papa und Kind wieder gut miteinander umgehen können. Die Grosse war eher zurückhaltend, aber immer sehr bemüht, dass Papa und Mama in jedem Fall auch zusammen sassen.
    Zuhause meinte sie, er habe ihr gefallen, nur sei auch die Angst da, das alles wieder so wird wie vorher.

    Ich selber mußte schon so ein bis zehn Tränen runterschlucken, fand es auch schwer wieder zu fahren, aber es ist ja auch gut so, dass weiß ich ja.
    Habe dann am Abend und Gestern viel nachgedacht und deshalb wahrscheinlich auch übel geschlafen, aber heute fühle ich mich sehr gut.
    Ich habe gesehen, dass noch Gefühle da sind, ich aber immer wieder auch bei mir ankomme und ich mich nicht mehr hilflos fühle.
    Es bewegt sich etwas, bei ihm wie auch soviel bei mir, dass ich dieses Nicht-Vermissen nicht als ein grosses Schutzschild aufgefahren habe, sondern ihn los gelassen habe und mein Leben wieder in den Vordergrund geholt habe.
    Ich habe ihn dem Gespräch mit ihm schon gesehen, dass er seine kleinen Schritte geht sowie ich sie zu gehen habe, und auch er sieht, welche Schritte er noch zu gehen hat, weil sie ihm wichtig werden.

    Am Abend habe ich noch kurz mit ihmgesprochen und er fragte mich, wie ich es gefunden hätte und ichhabe ihm gesagt, mit welchen Gefühlen ich zu ihm gekommen sei. Und er war nicht erstaunt, meinte er. Er könne es verstehen. Und welche Gefühle ich jetzt mitgenommen hätte. Habe ihm gesagt, dass ich sehr positiv überrascht sei von ihm und auch meine Gefühle nun klarer seien.

    Sehen kann ich für mich meine Arbeit an mir und auch das wir unser gemeinsames Leben noch einmal angehen können, aber Stillstand darf weder bei mir noch bei ihm sein in den Zukunft.
    Nur dann gibt es eine realistische Chance, dass es gemeinsam klappt.
    Und es wird ein anderes Leben werden mit einer Menge Veränderungen.

    Aber erst einmal bleibe ich weiterhin auf meinem Weg in mein Leben und zu mir selber, dass ist das was für mich nach diesem Besuch auch klar steht.

    LG,
    Erika

    Hallo Ihr Lieben,

    finde es irgendwie doof, wenn ich hier etwas frage und dann nicht schreibe wie die weitere Entwicklung ist.

    Also hier mal der Stand der Dinge:
    Habe mit meiner Grossen noch einmal gesprochen und ihr vorgeschlagen,
    dass sie es ihm ja auch schreiben könne, was sie fühlt und denkt.
    Wollte uch mit der Kleinen sprechen, aber dann kam alles zeitlich gar nicht mehr aus, da mein Mann anrief wegen der Formular für die Therapie.
    Ich gab ihm die entsprechenden Daten und dann fragte er nach den Kindern und ob sie ihn sprechen wollten.
    Die Kleine verweigerte sich erstmal, dann ging die Grosse ans Telefon und in ihr Zimmer und hat ihm wohl gesagt, was sie sagen wollte.
    Danach war dann auch die Kleine bereit mit ihm zu sprechen und hat ihm gesagt, wie sie sich fühlt.
    Er hat ihnen versprochen einen Brief zu schreiben und Bilder zu schicken.
    Bilder kamen per Email, irgendjemand hat ihm dann wohl mittels Laptop ins Internet gebracht.

    Somit weiß er nun, was die Kinder denken und fühlen und ich kann weitere Gedanken in dieser Richtung aufgeben. Was er und die Kinder daraus machen, liegt in ihren Händen, der Anfang ist gemacht.

    LG,
    Erika

    Hallo Helo,

    habe in Deinem alten Thread mak nachgelesen, wen Du da eigentlich als Partner hast/hattest und ich habe genauso einen Mann auch.
    Meiner griff auch zu Haschisch, Amphetaminen und Alkohol,
    also denke ich, ich kenne recht gut wie Dein Freund mit Dir umgegangen ist.
    Alle diese Spiele, wo ich dann immer dummerweise meine Rolle auch gut erfüllte.
    Und ich bin seit dreizehn Jahren verheiratet, 15 Jahre kennen wir uns, 2 Jahre war er ohne all das Zeug. Und wir haben zwei Kinder.

    Mein Mann hat sich zu Entzug und Therapie entschlossen.
    Derzeit ist er in Therapie und ich finde es sehr befreiend, dass er nicht hier ist und geniesse die Zeit. Ich habe schon so manches an mir wiedergefunden, was ich schon ewig nicht mehr gesehen habe.

    Deine Fragen und Dein Wunsch, dass er Dich wahrnimmt und Verständnis für Dich hat, denke das könnte kommen, wenn er an sich arbeiten würde, aber es klingt für mich leider nicht so, als würde er das in Zukunft tun wollen.

    Und immer nur er, er, er...
    Tja, das Gefühl hatte ich auch lange und bei manchen Gesprächen mit anderen Menschen kommt diese alte Wut auch wieder hoch, weil es oftmals einfach so ist, dass erst nach ihm gefragt wird und dann vielleicht mal nach mir.
    Ich will doch auch mal wahrgenommen werden, ist dann der Gedanke.
    Aber wie sollen mich andere wahrnehmen, wenn ich ja wie ein fester Bestandteil von ihm wirke. So als wäre ich eine Art Schatten oder sowas.
    Mittlerweile nehmen mich andere wieder wahr, so wie ich mich auch selber wie wahrnehme, weil ich eben nicht nur all meine Sorgen und Gedanken um ihn herum vortrage, sondern über mich sprechen kann.
    Kein:.. und dann hat er- sondern: ich denke.- ich meine.- ich habe für mich.-
    einfach wieder mich als Person, nicht er als der Mittelpunkt meines Denkens.

    Schau mal um wenn Du Dich derzeit wirklich sorgst?
    Für mich klingt es wenig nach um Dich selber.
    Und das ist schade, denn Du solltest Dir wichtig sein und Dir Dein Leben gestalten wie es für Dich gut und richtig ist.
    Nutze doch das er ausgeziehen mußte und Du nun allein leben kannst.
    Hänge Dich nicht an sein Leben an, denn das soll und muß er leben und gestalten.
    Warum Du Dir solche Gedanken machst, ist einfach zu beantworten:
    Du denkst alles würde sich ändern, wenn er nicht mehr trinkt, dann würde er Dich sehen, Dich auch aus der "Schuld-Ecke" heraus holen/lassen.
    Dann ...

    Tja, leider sind die ganzen Danns aber schon an soviele Faktoren gebunden, zuerst Drogen und Alk weg, dann wohl eine Therapie, dann...
    Du siehst, Du hast soviele Dinge die glatt laufen müßten, dass Du wirklich am besten weiterkommst, in dem Du ihn fallen läßt.
    Klingt einfach, ist es leider erstmal nicht, aber auch kleine Schritte sind in der Summe mal Meter und Kilometer.

    Für mich wurde es leichter, als ich nicht nur trozig anderen sagte: Ich werde mich einfach nicht mehr um ihn kümmern, sondern es auch tat.
    Mir keine Gedanken mehr machte, ob er denn wohl wieder was trinken würde usw..
    Dieses: Soll er machen... hat es für mich einfacher gemacht.
    Und mir ist aufgefallen, dass ich unsere Beziehung derzeit einfach in der Pausenfunktion lassen will, meine Wunschträume und mein Heile-Welt nach der Therapie einfach mal wohl eher misslingend vorstelle.
    Da wird noch ne Menge kommen und ob wir als Paar überhaupt noch einen Weg finden werden, dass wird sich zeigen.
    Aber ich will hier nicht in der Warteschleife hängen und das solltest Du auch nicht tun und beginnen Dir DEIN LEBEN zugestalten.

    Also keine Gedanken daran, ob er ne Saufpause macht oder was kommt aus seiner Richtung. Er wird seinen Weg gehen müssen, wie auch immer der aussieht.
    Antworten. Die wollte ich auch haben, vielleicht bekommeich sie auch, wer weiß.
    Vielleicht gibt es auch mal die Entschuldigung, die nicht nur mal leichtfertig ausgesprochen wird. Vielleicht auch mal Gespräche auf einer vernünftigen Ebene.
    Aber ich habe meine Erwartung ziemlich gut runterschrauben können, in dem ich mir gesagt habe: Ich würde sie auch nicht von ihm bekommen, wenn er plötzlich verstorben sei.
    Und damit meine ich jetzt auch Beziehungen, wo Drogen und Alkohol so eine grosse Rolle gespielt haben.
    Das es für mich nach meinem jetzigen Gefühl schön wäre würde ich irgendwann etwas hören von ihm, ja, aber ich erwarte es nicht mehr.
    Und ich habe begonnen mein Leben neu anzugehen, mich wieder mir zugewandt um nicht weiterhin meine Energie sowie seelische und körperliche Gesundheit zu verlieren.
    Und das tut meinen Kindern und mir richtig gut.
    Unser Leben hat wieder eine Qualtät bekommen, die wir lange nicht mehr hatten.

    Ich wünsche Dir, dass Du Dich aus Deinem Gedankenkarussel befreien kannst und gedanklich Deinen festen Punkt in Dir findest.
    LG,
    Erika

    Zitat von Thelma

    Hi Schokolette,

    Im Rahmen der LZT hat mein Mann an einem Vater-Kind- Kurs teilgenommen, ausserdem thematisiert er in seinen Therapiesitzungen von selbst sein schwieriges Verhältnis zu Kindern im Allgemeinen und unseren im Besonderen.

    Hallo Thelma,

    ich kannjetzt gar nicht sagen, ob er das zum Thema in den Therapiesitzungen macht, da er mir davon so gut wie nichts erzählt. Ich frage aber auch nicht nach, denke er soll erzählen, wenn er will. Möchte auch unschöne Auseinandersetzungen vermeiden, da ich nicht weiß, ob ich dann immer nur recht sachlich antworten kann oder er es gar anders versteht als gemeint.

    Zitat

    Also, wenn du dich verbiegen musst, um ihm irgendwie, einem Eiertanz gleich, klarzumachen, dass er den Kontakt mit seinen Töchtern vielleicht doch bitte nicht als Pflicht-Sache betrachten möge...
    Hmmm...
    Ist das wirklich so?
    Oder empfindest Du das nur so?
    Verbieg Dich nicht, liebe Schokolette (ich liebe diesen Nicknamen :D )
    Das stresst doch ungemein.


    Nein, war mir ja auch unsicher, ob ich das nur so empfinde und habeihn konkret gefragt und er sagte, dass er oftmals nur angerufen habe um seine Pflicht zu erfüllen. Habe ihm dann gesagt, dass das unsinnig sei nach meiner Meinung und auch keinesfalls notwendig. Ich meine eine Erleichterung gespürt zu haben, dass ich es ansprach.


    Zitat


    Rückzug ist vielleicht besser, statt zu insistieren oder zu erzwingen, was jetzt vielleicht garnicht möglich ist.
    Frei nach dem Motto:
    Willst Du gelten, komme selten.
    Wenn von eurer Seite her mal nichts mehr kommt, fällt ihm vielleicht mal auf, was ihm fehlt?
    Wenn sich die Mädels nicht melden, kommt er vielleicht ins Grübeln? Entdeckt Sehnsucht?


    Also Kontakt besteht nur von seiner Seite aus, da wir weder anrufen noch Emails schreiben, was leider nicht geht.
    Und wir hatten auch ansonsten vereinbart, dass er sich meldet in der ersten Zeit und dann das vielleicht später irgendwann dann auch von uns kommen kann. Denn er wollte ja den Kopf frei haben und ich finde den Abstand sehr wichtig für mich, räumlich wie zeitlich.

    Zitat


    Beam dich mal raus aus der Verstrickung von Erwartungen und Wenns und Abers...
    Schau wirklich mal nur auf dich.
    Hör auf deinen Bauch, denn dieses gedankliche Rumgeeiere um Pflicht-Anruf oder Gern-Anruf, sprich: um IHN, könnte dich u.U. ganz schön aufreiben und dich eher von dir weg als zu Dir hinführen.
    Das kostet so viel Kraft. Ich bin /war eine Meisterin im Hirnschussern.


    Also für mich ist es im Moment einfach sehr gut, dass er nicht da ist und ich kann auch gut bei mir bleiben, nur leider nicht in diesen Punkten, wo er meint aus Pflicht anrufen zu müssen oder wo die Mädels meinen, dass er doch länger mit ihnen reden soll und zuhören.
    Da drehe ich mich dann weg von mir und zu den "Dreien" und nehme mir einen guten Teil ihrer Probleme dann doch an.

    Zitat

    Ich hab schon oft festgestellt:
    Wenn etwas anstrengend ist, ist es nicht richtig.
    Wenn ich mir den Kopf zerbreche, stimmt was nicht.
    Wenn was leicht ist, ist es jedoch richtig.
    Wenns läuft, stimmts in sich.
    Das gilt für jede Lebenssituation.


    Meinen Kopf zerbreche ich mir wie gesagt um mich, weil ich diese Zeit als Chance sehe mich wiederzufinden und mein Leben wieder für mich schön und zufrieden zu gestalten. Leider sehe ich es auch nicht als gut an, dass ich mir jetzt so einen Kopf um meine Mädels mache, denn Du hast schon recht:

    Zitat

    Lass die Mädels mal machen. Sie werden schon richtig handeln, wenn ihnen danach ist. Vertrau ihnen.
    Solange Du dir ihren Kopf zerbrichst, wissen sie vielleicht garnicht, was für sie stimmig ist im Umgang mit dem Papa.


    Und ich bin ja nun mal "nur" die Mutter und seine Vaterrolle kann und will ich nicht übernehmen und somit auch nicht seinen Weg wieder zu den Kindern, wie ich das auch den Kindern nicht für ihren Weg abnehmen kann. Aber Falle gestern: Ich würde doch so gerne...

    Zitat

    Was ist schon richtig, was ist falsch? Schon die Frage ist zuviel. Lass sie sein. Strengt auch nur an, weil überflüssig.

    Werte nicht, handle nach Gefühl.
    Und sei nicht so streng mit Dir.

    Ich denke, dasss ist noch nicht einmal die Strenge mit mir selber, sondern einfach die Angst, dass ich jetzt doch nen Fehler mache und das eben noch auf den Haufen der anderen Fehler drauf kommt. Zu diesem Berg der idiotischen Annahme, dass ich die Situation für die Mädels soweit normalisieren konnte, dass sie nichts mitbekamen und und und...
    Da ist dann dieser Eiertanz.

    Das Wort des Jahres wird mich noch lange begleiten, denn ich habe für mich festgestellt, dass ich doch schon sehr weit loslassen konnte.
    Und auch diese Erleichterung spüre, dass ich losgelassen habe.
    Ich bin in den 5 Wochen der Entgiftung und der Therapie doch schon einige sehr schöne Schritte wie mit mir selber gegangen, habe wieder mich gesehen, was ich eigentlich bin und wo ich mich finde.
    Ich nutze diese Zeit sehr intensiv für mich, tue das was ich schon lange hätte wieder tun sollen für mich. Mache wieder Dinge, wo mir solange dieser innerliche Antrieb fehlte und damit auch die entsprechende Energie.
    Ich bin für mich auch froh, dass diese Trennung räumlich und zeitlich doch wenigstens noch weitere 4 Monate anhält.

    Denke mit ihm zusammen wäre ich noch nicht soweit und würde meine Probleme haben nicht wieder wie ein Grashalm umzuknicken.
    Und er hat zur Zeit auch in meinem Mit-Mir-Leben keinen Platz, wo er nicht doch stören würde. Ich mag das Gefühl für mich und meinen Schritte auf diesem Weg nicht durch in stören lassen und würde ihn wie eine grosse Blockade empfinden.
    Habe in den Büchern dann den Tip gefunden, dass auch zu tun, wenn der Partner noch daheim ist und ich glaube, das wäre mir um vieles schwerer gefallen.
    In der vergangenen Woche zum Beispiel hatte er etwas, was ich ihm zusenden sollte. Vor Wochen hätte ich mich noch abgehetzt, dass auch schnell zu erledigen, auch wenn ich mich dabei nicht gut gefühlt hätte. Einfach nur, damit ich mir nicht wieder neue Erklärungen über mich und meine Unfähigkeit oder ähnliches anhören müßte.
    Aber es war gar nicht schwer es diesmal genau so nicht zu tun, ohne irgenein dummes Gefühl von Trotz oder so, einfach nur: Ich will das jetzt nicht so machen, das hat Zeit bis übermorgen.

    Ganz lieben Dank für die gesendete Kraft,
    die kann ich sicherlich gut brauchen.
    Ich hoffe und wünsche Dir, dass noch genügend für Dich da ist, denn auch Dein Weg ist ja noch nicht beendet.
    Sende Dir also liebe Gedanken für Dich und Deinen Weg.

    GLG,
    Erika

    Hallo Ihr Lieben,

    das mit dem alter hatte ich natürlich glatt vergessen :roll::)
    Meine Mädels sind 12- fast 13 und die Kleine 8.


    Thelma, Deine Vorgehensweise klingt gut.
    Wie ich ja aschon schrieb, ich will ja auch keien Entschuldigungen und Erklärungen für ihn suchen, denn das wär einfach nur Co für mein Empfinden.
    Und auch bei uns war es ja in all den Jahren so, dass ich immer wieder geschaut habe, dass die Kinder und er irgendwie noch im Kontakt standen.
    Denke einfach mal, dass meinst Du auch mit Deiner Beschreibung.
    Und ich möchte auch einfach nicht mehr diese Art Prellbock sein, wenn er oder sie gerade aus einer Situation heraus nicht gut miteinander können.
    Aber dennoch möchte ich eben, dass der Kontakt nicht zu so einer Entäuschung wird.

    Mit ihm sprechen und es ihm erklären, klingt gut. Da er aber in den ersten Tagen eindeutig Pflichtanrufe gemacht hat, finde ich das ein wenig schwer.
    Das mit den Pflichtanrufen hatte ich ihm ja gesagt, das hatte er ja auch si zugegeben und seit dem klingt er wenigstens mir gegenüber am Telefon nicht wie auf der Flucht oder wie beende ich das Gespräch ganz schnell wieder.
    Da klingt es dann wie ein Schritt zurück im ersten Moment, wenn ich ihm erkläre, dass die Kinder da längere Gespräche erwarten und mehr Austausch. Meine Grosse hatte ja schon vor Entzug und Therapie gesagt:
    Wenn er sich nicht meldet, dann...
    Und die Kleine hatte dann in den letzten Tagen so eine Art Glorifizierung betrieben: Ich vermisse Papa am Abend, er hat mir doch immer Nacht gesagt und mich noch geschmust.
    Ich weiß nicht, ob ich es richtig gemacht habe, aber ich habe mich mit ihr hingesetzt, die Wochentage aufgeschrieben und dann haben wir mal geschaut, wann er zu Hause war bzw. wann er wenn er daheim war wirklich nochmal Gute-Nacht sagte oder schmuste mit ihr.
    Danach war sie dann schon vom glorifizierten Papa abgekommen, wie gesagt, ob das jetzt ein guter Weg war, ich weiß es nicht.
    Nur sah ich bei ihr das, was man so gerne als Partner/in tut:
    Sich selber belügen, dass der Partner doch immer Sache X getan hat und doch gesamt ein so netter Mensch ist. Also die Vergangenheit beiseite schieben und den Wunsch-Partner erschaffen in seinen Träumen und Wünschen.

    Ich möchte, dass richtig klären damit die Kinder nicht so traurig schauen,
    also werde ich es ihm wohl versuchen klar zu machen, wobei ich eben nicht möchte, dass er den Kontakt zu ihnen nur aus Pflichtgefühl aufrecht hält.
    Finde das gerade etwas schwierig.

    LG,
    Erika

    Hallo Ihr Lieben,

    möchte einfach auf Grund der heutigen Erlebnisse einfach mal einen neuen Thread eröffnen, der mir und vielleicht auch anderen hilft den Umgang mit den Kindern etwas zu erleichtern.

    Ich stand nämlich heute vor den sehr traurigen Kindern, die es leider nicht so wie ich für sich entschieden haben, dass Papa einfach seine Zeit braucht und eben versucht seine Probleme zu ordnen, zu hinterfragen und seine Arbeit gegen die Sucht aufgenommen hat mit der LZT.
    Mir ist es nicht schwer gefallen ihn einfach loszulassen, dabei hat mir das Forum bis jetzt sehr geholfen und ich habe mir auch vor einigen Tagen noch Bücher in der Bibliothek ausgeliehen und auch dort noch einiges an hilfreichen Gedanken und Anregungen gefunden.
    Vieles was in den vergangenen Jahren passiert ist, verstehe ich jetzt um Längen besser und ich finde den räumlich und zeitlichen Abstand zu meinem Mann für mich sehr hilfreich und sehe meine Chance für einen Start in ein gesundes Leben.
    Somit waren dann die Anrufe, wie ich ja schon schrieb, besonders da sie doch eher Pflichtanrufe waren, sehr unangenehm und störend für mich, meine Gedanken und meine Arbeit an mir und meiner Entwicklung.

    Leider sind meine Mädesl da aber eben auch nur das was sie sind:
    Kinder mit ihren Gefühlen, Erwartungen, Sorgen und Ängsten.
    So sind sie derzeit sehr entäuscht, dass er wenn er sich meldet meist nur mit mir kurz spricht und zugesagte längere Gespräche mit ihnen nicht zustande kommen.
    So waren sie dann beide heute sehr entäuscht, die Kleine hat geweint und beide meinten, sie wollen ihn gar nicht sprechen, weil er ja auch seine Versprechen nicht einhält und sich keine Zeit für sie nimmt.
    Sie sprachen zwar dann doch beide kurz mit ihm, aber beide meinten dann:".. er hatte ja nicht länger Zeit, weil er gleich zum Sport geht und dann hat er das Gespärch ja schon beendet..."

    Und ich stehe jetzt etwas hilflos da und frage mich, wie ich das ein wenig auffangen kann. Was soll ich ihnen denn dazu sagen?
    Irgendwie kommt mir:"... er muß derzeit schauen, was er weiterhin will und braucht seine Zeit und er will ja auch ohne Alkohol leben und das auch mit uns. Also braucht er im Moment seine Zeit... usw. "
    ganz wenig hilfreich.

    Wie Mütter so ticken, denke nicht unnormal, möchte ich einfach auch etwa den Druck rausnehmen, aber auch nicht eine Hoffnung unterstützen, dass er wieder mit uns als Familie leben wird. Und ich will auch nicht sein Verhalten entschuldigen oder irgendwas anderes dummes unsinniges tun.
    Und ich sehe es ja auch nicht als meine wirkliche Aufgabe an, dass ich sein Verhalten erkläre, damit die Mädels ihm nicht böse sind, also so etwas wie eine Entschuldigung für ihn suchen.
    Das wäre einfach für meine Begriffe zu Co- und dahin will ich nun wirklich nicht mehr. Er tut es ja, also sollte auch er es erklären können.
    Tja, aber dann bin ich wieder Mama und möchte doch wie gesagt den Druck nehmen, dass sie nicht traurig und entäuscht sind.
    Menno- finde einfach nicht die richtigen Worte für sie.
    Hoffentlich ist überhaupt klar, was ich im gesamten meine?

    Vielleicht könnt Ihr mir ja aus Euren Erfahrungen etwas dazu schreiben oder Ideen zur Diskussion stellen.
    Fühle mich gerade doch ziemlich überrannt und sehe wahrscheinlich genau deshalb den Wald vor lauter Bäumen nicht.

    LG,
    Erika