Beiträge von desperateS

    Hallo zusammen!

    Über das Thema Sexualität habe ich auch schon häufiger nachgedacht.
    Es ist so, dass der Sex mit meinem Ex eigentlich immer sehr gut war.
    Ich habe mich immer gefragt, woran das lag. Heute glaube ich, die Antwort zu kennen.

    Ich bin damals se.xuell über mich hinausgewachsen. Ich habe Dinge getan, die ich mich früher nicht getraut habe. Daran war nichts "perverses", aber es waren Dinge, vor denen ich in früheren Beziehungen Angst hatte.
    Ich glaube, das habe ich getan, weil ich meinen Ex irgendwie sexuell an mich binden wollte.
    Ich hatte ja immer unglaubliche Verlustängste, zumal er auch schon immer für seine Untreue bekannt war und ich das auch wusste.
    Ich glaube, ich wollte ihm eine gute Geliebte sein und habe deswegen meine eigenen Hemmungen überwunden.
    Im Prinzip war das auch gut für mich, denn so hatte ich tatsächlich großen Spaß am Sex. Andererseits habe ich es wohl nicht wirklich für mich getan, sondern, um ihm zu gefallen.

    wie dem auch sei:
    Wenn Alk im Spiel war, lief nie etwas. Ich finde das einfach abstoßend. Außerdem hatte er im vollen Zustand auch keine Lust auf Körperlichkeiten.
    Generell hat der Alk seine Libido stark gedämpft. Und nicht nur die, sondern auch den allgemeinen Antrieb.
    Er hat oft Tage vor dem PC verbracht und sich volllaufen lassen. Vorzugsweise, wenn es Probleme gab (egal, auf welcher Ebene).

    Über den Alkohol habe ich meinen Ex nie gesteuert. das hätte sowieso nicht funktioniert.

    Hallo Maggy!
    Nur ganz kurz, denn mir fallen die Augen zu:

    Habe gerade eine sehr aufschlussreiche Seite gefunden. Google doch mal "Beziehungssucht test".
    das erst Ergebnis anklicken.
    Der Test ist verblüffend, und auch die anderen Themen der Seite sind glaube ich sehr interessant.
    Werde mich morgen auch mal genauer einlesen.

    Hier im Forum und von einer Freundin habe ich gehört, dass das Buch "Wenn Frauen zu sehr lieben" sehr gut sein soll.

    Liebe Grüße,
    S

    Liebe Blumenwiese,
    was Du schreibst, kenne ich - wie immer ;) - auch.

    Zitat

    Gestern bat er mich, auf ihn zu warten, er würde sich ändern. Auf meine Frage, wann das sein würde, wusste er aber auch keine Antwort.

    Genau das habe ich wortwörtlich von meinem Ex an die 1000 Male gehört.
    Warte auf mich, ich will ja was ändern.
    Ich weiß noch, dass er mir, als ich endlich den Schlussstrich gezogen hatte, etwas schrieb in der Art: Ich wollte mich ja ändern, aber Du willst ja immer alles SOFORT.
    Lachhaft.
    Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon 1,5 Jahre gewartet und ihn von einem Absturz zum nächsten begleitet, und jedes Mal hat er mir versprochen, aufzuhören / zu reduzieren.
    Aber nach spätestens 5 Tage MUSSTE er dann wieder saufen. Die Gründe waren vielfältig. Stress, Trauer, Geldnöte, Psychoattacken, Freude oder einfach, weils schmeckt.

    Ich glaube, dass diese Phrasen einfach nur dazu dienen, uns die Füße stillhalten zu lassen.
    Bis dann der nächste Knall kommt und wieder unter Tränen gejault wird, dass er sich doch JETZT WIRKLICH ändern will.

    Liebe Blumenwiese,
    empfindest Du noch etwas wie Liebe für Deinen XY?


    Code
    Meine Freundin meinte ganz treffend, ich hätte zu lange gewartet.


    Falsch. Es ist nie zu spät, das Richtige zu tun.


    Zitat

    Jetzt habe ich den kranken Mann zuhause. Aber kann ich so herzlos sein? Nein, so bin ich nicht.


    Dieser Mann ist krank. Alkoholkrank. das kann man nicht operieren.
    Gib ihm die Chance, seinen Tiefpunkt zu erreichen. Nur so hat er die Chance, trocken zu werden.
    Wieso kannst Du ihn nicht vor die Tür setzen? Was ist das für eine OP?
    Weißt Du, dass es sehr viele Alleinstehende gibt, die sich einer OP unterziehen müssen?
    Er ist alt genug, um da alleine zurecht zu kommen.
    Das ist definitiv kein Grund, um Dein Leben zu ruinieren.


    Zitat

    Ich gestalte meinen Tagesablauf weitgehend so, als wenn er nicht zuhause wäre.


    Das ist gut. Aber die letzte Konsequenz fehlt noch.
    Warum?
    Viel wird sich doch dann auch nicht mehr ändern, ausser, dass Du endlich Deine Ruhe hast?!

    Zitat

    Was ich aber trotzdem noch mache, und darauf bin ich nicht stolz, ist das Kontrollieren. Ich muss einfach wissen, wieviel er so am Tag trinkt. Das konnte ich mir noch nicht abgewöhnen.


    Ich weiß, hier liest man immer wieder, dass man nicht kontrollieren soll.
    Aber ich sehe das aus zwei Blickwinkeln:
    Kontrollieren zeigt, dass Du Dir immer noch seinen Kopf zerbrichst, aber es kann auch unterstützend wirken, denn wenn Du schwarz auf weiß siehst, wieviel er säuft, geht Dir vielleicht irgendwann das Licht auf, dass Du ihn davon nicht abhalten wirst. Und dass Du endgültig die Schnauze voll davon hast....

    Ich wünsche Dir, dass dieser Tag sehr bald kommt!

    Hallo Joanne!

    das sind doch mal oberhammersuperspitzentolle Nachrichten!!!!! :D
    Ich freue mich für Dich.

    Dass ihm die Trennung gar nichts ausmacht, glaube ich nicht.
    Ich wette, da wird noch was von ihm kommen. Und seien es auch nur Vorwürfe.
    Mein Ex hat auch erst so getan, als sei ihm das alles unwichtig, aber dann hat er tatsächlich 5 monate lang versucht, mich umzustimmen.

    Und wenn es Deinem Mann doch tatsächlich egal sein sollte, dann sei froh. So musst Du Dich nicht mit einem (nicht berechtigten!!!) schlechten Gewissen rumärgern!

    Sei froh, dass Du endlich den Absprung geschafft hast und blicke endlich nach vorn!

    Ich drück Dich!

    S.

    Hallo Maggy!

    Nur kurz, weil ich in Eile bin:

    Ich halte Dich für eine waschechte Co. Die Beziehungssucht ist ja dabei das absolute hauptsymptom.
    Wie schon mal gesagt:
    Gesunde Menschen, deren Partner Alkoholiker ist, gehen. Kranke bleiben.
    Du zeigst das typische Co-Verhalten, genau wie ich es damals getan habe.
    Und ich habe mir Sicherheit keine Borderline-Störung.
    Ich halte nicht viel davon, Diagnosen zu googlen. Gib ein körperliches Symptom ein, und es erscheint 100%ig irgendwo das Wort "Krebs", gib ein psychisches Symptom ein, und Du erhälst "Borderline".

    Das mit dem sich Liebe verdienen müssen, kenne ich so auch. Ebenso dieses Gefühl, dass der Partner, der mir "hinterherläuft" für mich uninteressant ist.
    Das Problem hatte ich am Anfang in meiner neuen Beziehung. Mir fehlte irgendwie das Drama.
    Aber mittlerweile sehe ich das Ganze schon anders und es gefällt mir, in einer Beziehung zu leben, in der ich keine Angst haben muss.
    Sowas muss man erst lernen, und ich glaube, dazu kann man auch erst bereit sein, wenn man sich mit sich selbst auseinandergesetzt hat und gelernt hat, sich selbst zu vertrauen.

    Zum Thema Patentrezept schreibe ich Dir später mehr. Auf mich wartet eine Pizza! :)

    PS:

    Zitat von Maggyxxx

    Du sprichst von Erwartungen, die man nicht haben soll...
    Ich muss mich doch aber auf meinen Partner verlassen können? Wie sieht es denn damit aus?
    Was ist, wenn er nicht greifbar ist, wenn ich ihn dann gerade brauche`?

    Das ist etwas für den Fortgeschrittenen-Kurs. :D

    Ich habe das schon sehr früh in der Theorie verstanden, aber was das wirklich bedeutet, habe ich erst durch meine jetzige Beziehung gelernt.
    Liebe auf Augenhöhe.

    Im Grunde wünscht man sich einen Partner, auf den man sich verlassen kann. Das ist ja prinzipiell normal und ein Grundbedürfnis in der Partnerschaft.
    Aber:
    Wenn er es nicht ist, dann musst Du damit klarkommen und ihn trotzdem lieben. Wenn Du jemanden wirklich liebst, dann um seiner selbst willen, und nicht wegen der Erwartungen, die er erfüllt.
    (Du merkst, ich habe schwierigkeiten, das zu erklären... :D)

    Grob zusammengefasst:
    Wenn Dein Partner Dich liebt, dann ist er VON SICH AUS zuverlässig und in schweren Zeiten für Dich da.
    Wichtig ist aber zu lernen, dass man den Partner für sowas gar nicht braucht. Ich zb. habe gelernt, dass ich mich nicht verlassen fühle, nur weil ich mein Leben ganz alleine selbst regele.
    Man liebt den Partner nicht, weil er Erwartungen erfüllt, sondern weil er so, wie er jetzt gerade ist, einfach passt.Wenn man das Bedürfnis hat, den Partner ändern zu wollen, dann ist es keine Liebe auf Augenhöhe.
    Ebenso verhält es sich andersrum:
    Wenn DU das Gefühl hast, Dich für den Partner verbiegen zu müssen, dann ist was gehörig faul.
    Auch das Gefühl, ihm gegenüber Deine Liebe immer wieder neu verdienen und/oder beweisen zu müssen (oder das vom Partner zu verlangen), ist ein zeichen dafür, dass mit der Liebe etwas einfach nicht stimmt.

    So, ich hoffe, das ist irgendwie deutlich geworden. Ist ein schwieriges Thema, und ich habe schon eine Menge geschrieben. irgendwie ist die Luft raus. :)
    Vielleicht klappt das morgen besser.

    Hallo Maggy!

    Das:
    Wenn es Konflikte gibt - egal welche - ich habe so einen schlimmen

    Zitat

    Aktivitätsdrang, alles sofort und gleich aus der Welt zu schaffen. Und wenn ich das nicht kann, weil einer blockt, fällt es mir so schwer, das zu verschieben. Also z.B. mir zu sagen "ach, das wird sich alles noch klären, morgen ist auch noch ein Tag"
    Dieses "keine Geduld" belastet mich ungemein. Einfach loslassen....es passiert doch nichts, wenn man es nicht gleich aus der Welt schaffen kann...das ist in allen meinen Bereichen so.


    ...kenne ich zu genau!!! Wirklich, das ist etwas, was mir damals in meiner Alki-Beziehung auch immer und immer wieder aufgefallen ist:
    Ich konnte es nicht ertragen, wenn mal keine Harmonie herrschte.
    Dazu musste nicht mal Streit gewesen sein. Ein kleines bißchen schlechte Laune bei meinem Ex hat schon gereicht, um meine Denkmaschine anzuwerfen. Ich hab dann auch immer nachgebohrt, was er denn nun hat, wie es ihm geht usw usw.
    Und wenn es dann wirklich Streit gab, wollte ich das immer ausdiskutieren, und zwar sofort. Alles bereinigen, damit bloß schnell alles wieder gut wird.

    Tendenzen in die Richtung habe ich heute immer noch, aber ich glaube, ich bewege mich da in einem Rahmen, in dem das durchaus ok ist. Es ist ja nichts schlechtes, wenn man sich nicht im Streit trennen will bzw. den Streit oder das Problem schnell aus der Welt schaffen will. Und Gewitter reinigen ja bekanntlich auch die Luft, aber in meiner kranken Ex-Beziehung war ich da regelrecht besessen und habe meinen Ex damit wohl auch ein Stück gequält.
    Heute weiß ich, woher dieses Verhalten kam:
    Ich war unsicher. Ganz schrecklich unsicher. Ich habe unbewusst und manchmal auch bewusst befürchtet, dass er mich nicht genug liebt, um diesen Streit zu überwinden. Ich habe immer befürchtet, dass er durch den Streit erstrecht saufen wird und fremdgehen oder was auch immer.
    Deswegen wollte ich das alles schnell aus der Welt schaffen. Ihm quasi wieder ein gutes Frauchen sein. Ausserdem hatte ich gehofft, durch ausgiebiges Diskutieren auch ein paar MEINER Interessen durchsetzen zu können. Ich habe dann versucht, zu manipulieren.

    Gebracht hat es nichts: Je mehr ich reden wollte, umso mehr hat er gesoffen und sich rumgetrieben und sich dann auch sehr sehr oft im Ton vergriffen. Er wollte mich dann verletzen, damit ich endlich Ruhe gebe.

    Ich glaube, diese harmoniesucht hat was mit unserer tiefen Unsicherheit zu tun.
    In meiner jetzigen Beziehung ist das wie gesagt bei mir nicht mehr sonderlich ausgeprägt. Klar, ich habe ungern Streit und versuche, den schnell beizulegen, aber ich habe es mittlerweile sogar geschafft, mal einfach die Situation zu verlassen und nach Hause zu fahren (100km).
    Kein Diskutieren, kein Gerede, einfach mal nur gegangen, mich beruhigt und ein paar Stunden später am Telefon alles in Ruhe klären.
    Das hätte ich früher nicht gekonnt, wobei mein jetziger Partner aber auch eine ganz andere (ruhigere, NÜCHTERNE, sachlichere) Art zu streiten hat und mir niemals das Gefühl gibt, dass unsere Liebe diesen Streit nicht aushalten könnte.
    Und auch in mir selbst ist da ein Gefühl, dass mir einfach sagt, dass es ok ist, auch mal zu streiten und nicht gleich den Boden unter den Füßen zu verlieren.

    Ich glaube, dass mir damals meine innere STimme gesagt hat, dass ich diesem Kerl nicht trauen darf, und das hat sich in der Besessenheit, alles SOFORT klären zu müssen, geäußert. Im Grunde lag meine innere Stimme also damals richtig...

    [

    Zitat

    quote]Nein, das meine ich nicht. Ich meine, dass Du durch dein jetziges Verhalten verhinderst, dass er irgendwelche negativen Konsequenzen durch das Saufen spürt. Siehe oben.

    Das verstehe ich nicht so ganz, sorry, was genau meinst du damit? *schäm*[/quote]
    Ok, dann nochmal. :D
    Alkoholiker hören erst auf zu saufen, wenn sie ganz unten sind. Das klingt schlimm, ist aber irgendwie auch logisch.
    Denn solange sie noch keine Konsequenzen ausser vielleicht einem Kater und einer "zickigen" Partnerin spüren, haben sie keinen Grund, aufzuhören.
    Wenn sie aber dann nach und nach alles verlieren (Arbeit, Frau usw...), dann sind die Chancen viel höher, dass sie endlich wach werden.
    (Wobei auch da die Chance eher gering ist. Die meisten, und das ist meine Erfahrung, schaffen es nie, egal, was sie alles verloren haben).

    Wenn Du immer weiter mitspielst, wird Dein XY auch weitersaufen.
    Und glaub mir, die meisten Konsequenzen bekommt ein Alki gar nicht richtig mit.
    Ich habe meinem Ex damals durch mein Verhalten in der Beziehung das Leben recht schwer gemacht, hundertmal die Trennung angedroht usw., aber das hat ihn dennnoch nicht davon abgehalten, weiter zu saufen.
    Als ich dann gegangen bin, hat er (nach 4 Wochen dauerbreit sein mit alkoholbedingten Psychosen und Aufenthalt auf der Geschlossenen) tatsächlich eine LZT angefangen. Natürlich hat er sie dann trotzdem nach 2 Wochen abgebrochen, aber zumindest ist er mal kurz in Richtung Trockenheit gestolpert, weil er wohl gemerkt hat, dass seine Sauferei ihn sehr einsam macht. Wäre ich geblieben und hätte weiter mitgemacht, hätte er sich weiter in Ruhe totsaufen können, und ich wäre mit draufgegangen. Ich bin aber gegangen, und jetzt kann er sich in Ruhe das Leben nehmen. Mich stört das nicht mehr, denn ich sitze nicht mehr daneben und gucke zu.


    Zitat


    Wenn ich mich innerlich davon mehr lösen könnte, dann ist es ok. Nur treffen, wenn er nüchtern ist.
    Kann sich aber auch alles noch ändern. Ich muss darüber noch etwas mehr nachdenken.


    Ok, dann denk da mal drüber nach. Das würde mich sehr interessieren.
    Ich glaube nämlich fast nicht, dass Du mit dem Leben, das Ihr jetzt führt, auf Dauer glücklich sein würdest.
    Mir hat es damals sehr geholfen, mal alle meine Wünsche und Ziele aufzuschreiben.
    Sprich: Wünsche und Ziele für mich und mein Leben und insbesondere in der Partnerschaft, und dann musst Du darüber nachdenken, ob das mit diesem Mann, wie er JETZT ist, überhaupt machbar ist, und wenn ja, wie es wohl sein würde.

    Ein kleines Beispiel:
    Ich wollte immer mal wieder nach Dresden, weil ich gerne Kultur und Architektur bestaune und die Stadt wunderschön finde.
    Ich hatte mir alles so schön ausgemalt:
    Altstadtbummel, Museen, Kaffeetrinken...

    Als ich dann mit meinem Ex tatsächlich da war, war es ganz anders. Und da hatte ich das allererste mal das ganz starke Gefühl, dass wir nicht zusammen passten.
    Ich weiß es noch wie heute: Ich lief durch diese tolle Stadt, ihn neben mir und dachte:
    Das ist wie diese Suchbilder in der Zeitung. Was passt nicht in dieses Bild?
    Alles war perfekt! Nur der Mann an meiner Seite nicht. Der passte da nicht rein.
    Er hatte zwar grobes Interesse, aber als ich mir nachmittags um 3 einen Kaffee bestellte, gabs für ihn ein Bier.
    Ich sehe seine roten Augen am Abend danach jetzt noch vor mir.
    Er hatte keine Kneipe ausgelassen und als wir dann zurück im Hotel waren, war er voll.

    Das wars dann mit Dresden, aber ich habe mir fest vorgenommen, nochmal hinzufahren.
    :)

    Zitat

    Wegen dem Job, ich habe eine mündliche Zusage. Es ist ein toller Job und habe 6 Monate Probezeit.


    Meinen HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!
    Das ist wirklich super! Arbeit hilft in solchen Situationen unglaublich.
    Ich hatte Anfang des letzten Jahres eine Zeit, in der ich nicht arbeiten konnte, weil ich Angst hatte, meinen Ex alleine zu lassen. Schrecklich, oder?
    Ich habe mich oft krankschreiben lassen, nur weil ich "auf ihn aufpassen" wollte.
    Dazu muss ich erwähnen, dass er in dieser Zeit anfing, auch tagsüber zu trinken und alle paar Tage ab morgens mit einem "Kumpel"in die Kneipen oder sonstwohin ging.

    Zitat

    Und da ist sie wieder...die liebe Konsequenz!!! Das ist ein Punkt, den ich unbedingt einhalten muss!!!!!


    Die einzige, die dich davon abhalten kann, bist du selbst. Halte Dir das immer wieder vor augen, schreibs Dir meinetwegen auf einen Zettel, den du immer bei Dir trägst, aber in den Momenten, in denen du kurz davor bist, doch wieder inkonsequent zu werden, ruf Dir das ins Gedächtnis.
    Du schaffst das. Ich habs auch geschafft, und wie Du ja inzwischen weißt, war ich in ziemlich genau der selben Situation.

    Zitat

    Ich habe immernoch innerlich eine Rücksichtnahme und versuche immer um den Brei herumzureden. Bloß die Harmonie wahren, niemanden verletzen....ich will auch nicht mit Vorwürfen kommen etc. Das bringt ja bekanntlich auch nix. Ich muss immer 3x nachdenken, was ich wie sage und das strengt mich extrem an!!!!!
    Ich muss da selbst viel direkter werden!!!!!


    Da gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, ganz ehrlich nicht.
    Ich würde (heute) sagen:
    "Ich habe ein Problem damit, dass Du säufst, aber du bist ja erwachsen und es ist Dein gutes Recht. Du bist ja ein mündiger Bürger, und ich würde mir niemals erlauben, Dir aufzudiktieren, was Du zu tun oder zu lassen hast, aber ich habe für mich erkannt, dass ich damit ein Problem habe, und deshalb gehe ich jetzt in eine SHG."
    (denn das ist EBENSO Dein gutes Recht, Maggy!!)

    Immer weiter in die Richtige Richtung, das ist das einzige, was zählt.

    Liebe Nici, vielen herzlichen Dank!!!

    Die vergangene Woche war ein absoluter Graus. Magen-Darm-Virus, Stress auf der Arbeit, ein kaputtes Auto, und dann ist auch noch einer meiner Kater überfahren worden.
    Ich bin so furchtbar traurig!
    Auch, wenn es "nur" ein Tier ist: Ich habe sehr an dem Tier gehangen, und es tut mir furchtbar weh, dass er nicht mehr da ist.

    Ich weine jeden Tag, halte mich aber trotzdem recht tapfer. Mich tröstet, dass er ein schönes Leben hatte. Vielen anderen Tieren geht es nicht so.


    Ich habe heute beim Lesen etwas sehr schönes gefunden, das unglaublich gut zu uns Cos passt:

    Deshalb ist es so wichtig, bestimmte Dinge gehen zu lassen. Loszulassen. Sich zu lösen. Niemand spielt in diesem Leben mit gezinkten Karten. Manchmal gewinnen wir, manchmal verlieren wir auch. Erwarte nicht, etwas zurückzubekommen, erwarte nicht, dass man Deine Bemühungen anerkennt, dein Genie entdeckt, Deine Liebe begreift. Zyklen beenden. Nicht aus Stolz, Unfähigkeit oder Hochmut, sondern einfach nur, weil sie nicht mehr in Dein Leben passen. Schließe die Tür, lege eine andere Platte auf, räum Dein Haus auf, schüttele Staub aus. Höre auf zu sein, der Du warst und werde der, der Du bist.
    Aus "Der Zahir" von Paolo Coelho.

    Ich finde, das passt unglaublich gut und macht Mut.

    Ich hoffe, die nächste Woche wird wieder besser.
    Dass es nicht nur Sonnenschein geben kann, ist mir klar. Aber es wäre schon schön, wenn mir noch mehr Ärger und Trauer erspart bliebe.

    Liebe Maggy!

    Jetzt hast Du so viel geschrieben, bist aber nur ganz ganz wenig auf unsere Postings eingegangen. Das finde ich schade, denn dieses Forum ist ja dazu da, um sich auszutauschen, einander zum Nachdenken anzuregen.
    Stattdessen schreibst Du wieder sehr viel von ihm.
    Aber nun gut, ich weiß ja selber, wie das für Dich ist, und auch ich sehe heute wieder unglaublich viele Parallelen zwischen Deiner Beziehung und meiner Ex-Beziehung.

    Ich gebe Dir mal ein schnelles Feedback:

    Code
    ich war heute in einer Selbsthilfegruppe für CO´s. 
    Ich weiß noch nicht, was ich so richtig davon halten soll, weil Tips werden da eher nicht gegeben, sondern es wird sich nur alles von der Seele gesprochen.
    
    
    Ich glaube, das kannn ich hier auch letztendlich.....


    Genauso funktioniert selbsthilfe. Man spricht über das Problem, das viele andere auch haben. Durch darüber sprechen und bei den anderen ZUHÖREN lernt man unglaublich viel. Ich würde Dir raten, bleib da noch etwas am Ball. Du musst Dich ja erst eingewöhnen, und im Moment kannst Du jede Hilfe gebrauchen, die Du kriegen kannst!

    Mit wem redest Du eigentlich sonst noch über Deinen XY und die Sauferei? Nur mit der Therapeutin, oder auch mit Freunden oder Familie?
    Ich habe es lange vermieden, über meinen Ex und die Sauferei zu reden, obwohl eigentlich alle Bescheid wussten, auch darüber, dass er mich geschlagen hat. Ich hatte immer gedacht, ich müsste das verheimlichen, denn falls dann doch alles gut werden würde, wäre die anderen ja vielleicht voreingenommen oder sowas...


    Zitat

    Ich weiss nicht, so im Nachhinein denke ich, ich hätte von Anfang an ne andere nehmen sollen. Aber sie ist bei mir um die ecke und ich hatte nen Job und Therapieplätze haben so ihre Wartezeiten, deshalb hab ich sie genommen. Soviele Stunden habe ich auch nicht mehr und sie kennt mein Leben jetzt.


    Das ist prinzipiell schlecht. Man muss sich beim Therapeuten 100%ig gut fühlen und vertrauen können. Aber auch ich kenne diese wahnsinnig langen Wartelisten. Hier in der Kleinstadt ist ein halbes Jahr Warteliste Standard. Die Frage, ob Du ihr von Deiner Beziehung alles erzählst, hast DU aber leider nicht beantwortet. Weiß sie genau über alles Bescheid?

    Zitat

    Mein XY war jetzt 5 Tage trocken.....ich war 2 Tage bei ihm und es war wirklich toll! Er sah gut aus...als ob er in einen Jungbrunnen gefallen wär.


    Dein XY war nicht TROCKEN, er hat einfach nur nichts getrunken. Das ist ein wahnsinnig großer Unterschied.

    Zitat

    Er sagte, dass kommt daher, da er nicht getrunken hat! Also er weiss es selbst

    .
    Natürlich weiß er es selbst. Der Verstand ist ja bei ihm (noch) nicht ausgeschaltet. Allerdings, wie Du sehr richtig bemerkst:
    Das reicht noch lange nicht.
    Mein Ex hat mir nach Sauforgien mit Prügel immer hoch und heilig und unter bitteren Tränen erzählt, wie sehr ihn diese scheiß Sauferei ankotzt, und dass er jetzt aufhören/kürzertreten/reduzieren/nur noch 2 Flaschen am Abend......usw.... trinken will.
    (Anfangs wollte er immer ganz aufhören, nach einem Jahr kam das "Reduzieren" und am Ende hat er mir mitgeteilt, dass der Alk über mir steht, er aber so kulant sei, weniger zu trinken.)
    Saufpausen haben nichts mit Trockenheit zu tun. Diese Pausen können sogar sehr lange andauern. Bei meinem Ex fast ein halbes Jahr. Doch die Trockenheit findet im Kopf statt, und ohne Therapie schaffen es die allerwenigsten.

    Während ich in der SHG war, rief mich mein XY an. Ich habe ihn 2 Std. später zurückgerufen und er war mal wieder bei seinem Freund.....mit dem ganz schlimmen Kumpanen....und war wieder betrunken.

    Zitat

    Ich wär ja zu naiv gewesen, wenn ich geglaubt hätte, der Zustand hält an.
    Hätte ich das gewusst, hätte ich erst gar nicht zurückgerufen, weil ich MICH dann nicht geärgert hätte....
    Das ist der Punkt....mich KO** es an, dass ICH MICH noch so aufrege...weil nur ICH etwas daran ändern kann, dass es MICH nicht aufregt!!!


    Das kann ich sehr sehr gut verstehen. Meine erste Ansätze, mich aus dieser Beziehung zu lösen, sahen auch so aus. Der Mann von der Suchtberatung meinte: "Sie trennen sich auf Raten". Dagegen ist eigentlich auch nichts zu sagen, wenn es denn wirklich Raten sind, und keine "Einmalzahlungen". Jeden Tag ein kleiner Schritt, und der könnte bei Dir zb. so aussehen, dass du nicht JEDES MAL, wenn er Dich (an-)ruft springst.
    Sei nicht ständig verfügbar und lerne, dem Druck, ihn anzurufen, standzuhalten.

    Zitat

    Er hat wohl gemerkt, dass es mich bedrückt hat und gemeint, ich soll nicht so eine Laune verbreiten, es ist alles ok....
    Und ich seh ja alles falsch...


    Wie unglaublich bekannt mir das vorkommt. Wirklich, eben dieses Gespräch hatte ich letztes Jahr im August noch. Ich erinnere mich ganz genau. Mein Ex hat damals gemeint, ich soll doch "das alles nicht so eng sehen und das Leben genießen!".
    Maggy, Dir fällt sicher auf, wie unfassbar machtlos Du gegen all das bist.
    Der Alk steht über allem, und wenn dann gesoffen wird, ist alles sch...egal.
    Das ist ein ganz schlimmes Gefühl, an das ich mich am liebsten gar nicht mehr erinnern mag, aber ich glaube, dass man es nicht verdrängen sollte.


    Zitat

    Wir wollten eigentlich am Sa. in den Kletterpark....ja, wird auch nix drauf, er hat es auf So. verschoben, weil morgen auch wieder Vereins-saufen angesagt ist. Also haben wir es auf So. verschoben und da bin ich mal gespannt, wie aufrecht er dann noch ist.


    "Vereins-Saufen". Das ist ein tolles Wort. :D Musste wirklich laut losprusten, als ich das gelesen habe. Ist das mit seinem Saufkumpel nicht auch irgendwie ein Verein? :D
    Sorry, aber ein bißchen Sarkasmus gehört dazu, damit man nicht total verbittert.

    Bei der Sache mit dem Kletterpark machst Du einen ganz großen Fehler!
    Du nimmst Rücksicht auf seine Sauferei, das ist pure Co-Abhängigkeit.
    Wie wäre es, wenn Du stattdessen am SAMSTAG mit einer Freundin (oder auch alleine, wenn das geht, denn Aktivitäten, die man ganz alleine macht, helfen Dir, Dein Selbstbewusstsein zu stärken!) in den Kletterpark gehst?
    Zeig ihm, dass sein Saufen Dich nicht davon abhält, etwas zu tun, und dass Du keine Rücksicht auf seine trinkaktionen nimmst. Er nimmt ja auch keine Rücksicht auf Dich!

    Und wenn es überhaupt eine Chance gibt, ihn irgendwie davon zu überzeugen, dass er mal irgendwann eine Therapie macht und trocken wird, dann nur so:
    Er muss merken, dass das Trinken Konsequenzen hat.
    So wie es jetzt bei Euch abläuft, weiß er ganz genau, dass er Dir nur ein paar nüchterne Tage bieten muss, damit Du bei ihm bleibst. Sogar das Klettern verschiebst Du, damit er in Ruhe saufen kann.
    (Kommt mir übrigens auch sehr bekannt vor. Ich hab sogar mal meinen Geburtstag verschoben, weil der auf einen Samstag fiel und XY am Fr. saufen musste. Verschoben ist hier aber das falsche Wort, denn ich hab ihn dann ganz ausfallen lassen... Ob Dein XY am So. fit fürs Klettern ist, steht ja auch noch in Frage, aber das weißt Du ja alles.)

    Zitat

    Ich bin an einem Punkt angelangt, wo es mich mittlerweile nur noch anwidert. Das gab es bis jetzt auch noch nicht...dieses Gefühl.


    Das wird noch schlimmer. Vielleicht triffst Du mit Dir selbst mal eine Abmachung: Keinen Kontakt, wenn er gesoffen hat oder säuft.
    Sobald die erste Falsche geköpft wird, ab nach Hause und für Dich selbst da sein.
    Mir hat das sehr geholfen, und so hab ich auch viel Abstand gewinnen können, denn: Oft hab ich ihn dadurch nicht mehr gesehen. :D

    Code
    Momentan zieht mich mein Verhalten mehr runter, als diese Beziehung.


    Und was bringt Dich dazu, dich so zu verhalten???

    Zitat

    Es ist letztendlich so, dass egal, welcher Mann käme, ich immer das selbe Problem hätte. Wenn es ein Fußballspieler wär und der 4x die Woche zum Training ginge, würde mich das genauso aufregen, wie ein Spielsüchtiger etc. Den hatte ich nämlich auch mal und irgendwann hab ich mein Ding gemacht und es war mir egal.


    Und was diese Männer alle gemeinsam haben, bist DU.
    Schon mal drüber nachgedacht?

    Zitat

    Ich muss prinzipiell etwas an meinem loslassen können ändern! Ich rutsche immer in das selbe Muster und ich sehe es momentan als Übung an. Ja, die Emotionen sind auch noch da....
    Ich will mich emotional lösen.


    Dann nicht mehr üben, sondern loslegen! Auch, wenn es nur kleine Schritte sind (s. oben): Hauptsache, es geht nach vorn!

    Zitat

    Ich habe jetzt schon vieles unterbunden wie z.B Wäsche waschen, Haushalt aufräumen, Geld zu geben, etc. falls du das meinst.


    Nein, das meine ich nicht. Ich meine, dass Du durch dein jetziges Verhalten verhinderst, dass er irgendwelche negativen Konsequenzen durch das Saufen spürt. Siehe oben. ;)

    Code
    Verändern will ich ihn nicht, ich hab ihn "trocken" im Büro kennen gelernt. Und so hat er mir gefallen....ich will ihn nüchtern, aber nicht betrunken.


    Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen:
    Was ist, wenn er jetzt für immer so bleibt, wie er jetzt ist???

    Zitat

    Ich habe ja eine Kur beantragt, aber die muss ich jetzt wg. evtl. Job auch absagen....was mich traurig macht, aber ich muss meine Rechnungen bezahlen können. Sieht sonst echt schlecht aus für mich.


    Wie siehts denn aus mit dem Job? Gibts da schon was Neues?
    Vielleicht kannst Du die Kur ja trotzdem irgendwie einschieben?

    Zitat

    Ich würd ihm gern alles so mitteilen, was ich euch auch sage, aber weiss nicht, wie ich das machen soll...
    Ihr habt doch euren Partner doch auch schon eure Meinung gesagt?
    Es bringt nix, ich hab es ja eingesehen. Aber ich will es für MICH loswerden und ihm das alles sagen. Ich will mir nie den Vorwurf machen, ich habe ihn nie darauf hingewiesen.


    Schreib ihm doch einen Brief. Da kannst du alles sortieren.
    Aber ganz ehrlich:
    Reden hilft gar nichts. Du kannst vielleicht ankündigen, dass du jetzt etwas verändern wirst, aber dann musst du es auch tun. Sei konsequent, sonst nimmt er dich nicht mehr ernst.

    Zitat

    Ich denke, beim nächsten mal kann ich ihm eine Andeutung machen, dass ich eine SHG besuche. Er will ja immer, dass ich ehrlich bin.


    Wieso Andeutung? Was ist so schwer daran, ihm zu sagen:
    "Ich hab ein Problem mit Deiner Sauferei (denn ER hat ja kein Problem damit, oder?!), deshalb suche ich eine SHG für Angehörige auf."
    Ist doch in Ordnung. ER muss ja nichts tun.

    Hi Cidra!
    Ja, sowas in der Art kenne ich auch. Nicht, dass ich hinter meinem Chef "sauber machen" muss, aber das Gefühl (oder die Gewissheit), dass ich den Laden am laufen halte.
    Ich rette meine Kolleginnen aus brenzligen Situationen und biege alles gerade, was krumm war.

    Obwohl ich noch recht neu bin in meinem Team, merke ich schon jetzt, dass eben dieses Verhalten von den Kolleginnen ausgenutzt wird.
    Allerdings habe ich einen gewaltigen Schritt nach vorn gemacht, indem ich nicht mehr alles auf mir sitzen lasse und direkt anspreche, wenn mir was nicht passt.
    Zeitweise komme ich dadurch etwas mürrisch rüber, aber das schert mich nicht.

    Liebe Joanne!
    Ich wünsche Dir viel Spaß im geschlossenen Bereich.
    Allerdings würde ich mich freuen, auch ab und an hier im offenen von Dir zu hören.
    Ich verfolge Deine Geschichte ja nun schon über ein Jahr, und es wäre schade, wenn ich ncihts mehr von Dir hören würde. :(

    Und das besonders, wo ich mich schon so auf Deine Postings aus dem neuen Leben gefreut habe! :)

    Hallo Chrissy,

    ich habe mal ein paar Fragen an Dich. Die stelle ich ohne Wertung ganz ehrlich und hoffe, dass Du auch ehrlich antwortest:

    Hast Du den Eindruck/ die Befürchtung/ den Glauben, dass Du keinen besseren Partner als Deinen jetzigen finden könntest?

    Was wäre, wenn Du die Beziehung bis zum Abschluss der LZT mal auf Eis legst?
    Vorher kann das mit Euch beiden doch sowieso nichts werden, und wenn er tatsächlich Liebe für Dich empfindet, müsste er dafür doch Verständnis haben, oder?

    Hallo Maggy!

    Auch ich nehme seit ein paar Jahren Antidepressiva wegen einer Depression, und verschiedene Ärzte sind der Meinung, dass das auch mein ganzes Leben lang der Fall sein wird.
    Was Deine Therapeutin da erzählt, kommt mir doch sehr spanisch vor. Nach allem, was ich hier von Dir gelesen habe, gibt es derzeit nichts, das dich so sehr beschäftigt wie diese kranke Beziehung (denn gesund ist diese Beziehung auf keinen Fall, aber das wirst Du schon selbst bemerkt haben).
    Eine Trennung würde Dich zu sehr runterziehen?
    Zieht dich nicht gerade die BEZIEHUNG runter???
    Du sagst, Du kannst Dich nicht trennen, weil:

    1) Du liebst diesen Mann

    -> Genauso, wie er JETZT ist? Oder doch eher so, wie Du ihn gerne hättest?
    Geh da mal ganz tief in Dich hinein, denn das ist ein gewaltiger Unterschied und spielt eine wichtige Rolle bei der Wahl des nächsten Schrittes

    2) Du musst erst andere Dinge verarbeiten

    --> Und wann hast Du Zeit dafür, wenn Du doch den ganzen Tag über Deinen XY grübeln musst und Dir SEINEN Kopf zerbrichst?

    3) Deine Depression hindert Dich, wie ein "normaler" Mensch zu handeln.

    --> Lies Dich mal im Internet schlau und finde heraus, was eine Co-Abhängigkeit alles an Folgeerkrankungen mit sich bringt.
    Eine Depression ist da nicht selten, und glaub mir, irgendwann bringt Dich das um. Im Übrigen: Du hast eine Depression und keine wie auch immer geartete Form von Demenz oder Schwachsinn. Du bist erwachsen, mündig und durchaus fähig, auf Dich aufzupassen. Daran hindert Dich auch keine Depression.
    Hier wäre es vielleicht auch interessant, mal die Symptome der Co-Abhängigkeit zu studieren. Vielleicht fällt Dir da auch eine Parallele zum Alkoholismus auf: Das Finden immer neuer Gründe, warum man etwas gerade nicht kann...
    Eins noch zum Thema "normale Menschen": Wie ein ganz "normaler Mensch" ist Dir aber schon aufgegangen, dass Dir die Beziehung nicht guttut. Denn glaub mir, jeder "normale Mensch" findet es schlimm, mit einem Alki zusammenzuleben. Gesunde, nicht co-abhängige Menschen gehen dann. Kranke bleiben.

    4) Du hast im Moment genug Schmerz.
    Das ist auch völlig in Ordnung. Aber glaub mir, es wird nicht besser, wenn Du dazu einen "Partner" an Deiner Seite hast, der Dich nur runterzieht.

    Hast Du Dir schonmal überlegt, dass Du es Deinem XY noch viel schwerer machst, mit dem Saufen aufzuhören, wenn Du ihn durch Deine Co-Abhängigkeit noch dabei unterstützt?
    Ich weiß, das zu begreifen dauert sehr lange, und vermutlich bist Du noch nciht so weit, aber vielleicht denkst Du mal drüber nach?!

    Zu guter Letzt noch ein hartes, aber nicht böse gemeintes Wort:
    Du MUSST Dich nicht trennen. Wenn Du möchtest, bleibt alles so, wie es jetzt ist. (Was ja offensichtlich für Dich eher negativ ist)
    Wenn Du willst, dass sich was ändert, dann TU ETWAS! Wir Cos können jammern auf höchstem Niveau, aber wenn wir dann aufgefordert werden, endlich unser Glück selbst in die Hand zu nehmen, fallen uns 1000 Gründe ein, weshalb wir es nicht tun können. Und sei es auch nur der viel genutzte Satz: "Wenn er nüchtern ist, ist er der tollste Mensch der Welt!"
    Wie auch immer: Triff Deine Entscheidung, aber dann steh auch dazu!

    Vom Nichtstun ändert sich nichts. Wenn Du damit leben kannst, ist alles in Ordnung.

    Hallo Joanne!

    Na, dann mal los!!! Ab zum Anwalt, alles regeln, und zwar PRONTO!!! :)
    Ich bin ganz furchtbar stolz auf Dich und freue mich schon auf Deine Postings, wenn das alles durchgestanden ist und Du zur Ruhe kommst. Das wird eine ganz wunderbare Zeit, DU wirst schon sehen!!

    DAS:

    Zitat von Joanne

    >wenn du es so willst ,dann trennen wir uns,also immer ich bin die,die alles kaputt macht,und fast bin ich darauf reingefallen,doch dann hat meine Wut von letzte Woche gesiegt......


    habe ich auch 1000 mal gehört. Das ist ein ganz blöder Manipulationsversuch.
    1.: Er hätte 1000 mal die Chance gehabt, etwas zu ändern. Hat er aber nicht, also muss er mit den Konsequenzen klarkommen
    2.: Ja, du WILLST Dich trennen. Das passiert am Tag tausenden von anderen Paaren auch, und da muss nicht mal Alkohol dran beteiligt sein.
    Na und? Du willst nun mal keine Beziehung mehr mit ihm. Das ist Dein gutes Recht, und da muss er durch wie jeder andere Mensch auch.

    Ich habe von meinem Ex dann am Ende immer gehört, dass ich ihn ja nur belogen und niemals geliebt hätte, denn sonst würde ich die Beziehung ja nicht "einfach wegwerfen".
    Also, mach Dich gefasst, dass Du sowas auch noch hören wirst.
    Und schenke dem kein Gehör!
    Du hast getan, was Du konntest, und jetzt willst Du eben nicht mehr.

    ENDE! :D

    Hallo Maggy!

    Zitat

    Ich bin noch nie ein Typ gewesen, der von heute auf morgen Dinge verändert, sondern Schrittweise sich ablöst. Ich bin momentan auf meiner eigenen "Fehlersuche" um mein Verhalten besser einzuordnen.


    Wieso musst Du Dein Verhalten überhaupt einordnen?
    Zweifelst Du an Deinem Verstand?
    Ich habe in meiner ehemaligen Beziehung häufiger an mir selbst gezweifelt. Nach dem Motto "Vielleicht ist es gar nicht so schlimm und ich tue ihm Unrecht".
    Das ist Quatsch. Du hast ein Problem damit, dass Dein XY Alkoholiker ist. Das ist vollkommen in Ordnung und natürlich.

    Zu Deinem Verhalten:
    Ich helfe Dir gerne, es zu analysieren. ;)
    Du hast Dich an diesem Wochenende verhalten wie eine typische Co-Abhängige. Glaub mir, ich habe das auch alles hinter mir.

    Das, was Du gerade machst, bringt Dich nur leider nicht weiter.
    Du kontrollierst Deinen XY, guckst ihm beim Saufen zu und suchst in jeder seiner Taten und Äußerungen einen Hinweis darauf, dass er es endlich begriffen hat und aufhört zu saufen.
    Ich habe damals auch gern mal die Tatsachen verdreht.
    Statt zu denken: "Er säuft mit seinem Kumpel eine Kiste Bier" habe ich gedacht: "Immerhin hat er heute nur eine Kiste Bier gesoffen und ist nicht ausgegangen".
    Das ist ganz typisch für uns Cos.


    Zitat

    Ich brauche dieses "abschreckende Beispiel" und muss es mit eigenen Augen sehen.


    Was gibt es denn da zu sehen? Du hattest das richtige Bauchgefühl und wusstest doch ohnehin, was laufen würde:
    Er säuft. Punkt.
    Da musst Du nicht zusehen. Da hindert Dich nur daran, Dich um DICH SELBST zu kümmern.

    Zitat

    Es waren auch schöne Momente dabei an diesem Wocheende, die MIR gut getan haben. Er hat mich z.B.bekocht.


    Und das macht Dich glücklich?
    Kannst Du nur glücklich sein, wenn ER etwas tut?
    Liebe Maggy, genau das ist der Fehler: Das eigene Wohlbefinden von jemand anderem abhängig machen.
    Abhängig, das ist das Stichwort.
    Du bist sehr sehr stark von Deinem XY abhängig, das tritt in Deinen Postings sehr stark hervor.
    Was genau hast DU an diesem Wochenende dafür getan, dass es Dir gutgeht?
    Dem Partner beim Saufen zuzusehen zählt ja nicht gerade zu den schönen Dingen des Lebens, oder?


    Zitat

    Jetzt habe ich wieder eine Situation erlebt und kann daraus lernen, da ich die Woche wieder Abstand gewinnen werde.


    Und wie nutzt Du diese Zeit des Abstandes?
    Verbingst Du die Zeit mit Warten auf ein (Lebens-)zeichen per SMS oder Anruf? Hoffst Du, dass er sich möglichst bald meldet und sagt, dass Du doch bitte ganz schnell wiederkommen sollst?
    Was hast Du vor in den nächsten Tagen?

    Zitat

    Ich merke auch, dass ich verstärkt träume....speziell jetzt, dass wir uns trennen....mein Unterbewusstsein arbeitet.


    Das kenne ich. Wie fühlen sich solche Träume an?
    Wachst Du auf und bist traurig?

    Ich habe mal kurz vor der Trennung geträumt, mein Ex hätte unser Haus angezündet.
    Heute kann ich diesen Traum glasklar deuten:
    Ich hatte unbewusst gemerkt, dass diese Beziehung eine tatsächliche, reale Bedrohung für mich ist.

    Zitat

    Sie meinte, die Entziehung ist das beste, was ihr passiert ist, sie hat so viele Jahre an den Alkohol verschwendet.


    Du verschwendest leider gerade auch eine Menge Zeit an den Alkohol.

    Zitat

    Ich befasse mich viel mit dem Thema, lese hier viel und informiere mich. Ich denke, dass ich schon ein guter Schritt von mir.


    Hast DU Dir schon mal die Grundbausteine der Cos durchgelesen?
    Falls nicht, solltest Du das nachholen.
    Und anschließend empfehle ich Dir, die Grundbausteine der Alkoholiker zu lesen. Dann wirst Du vielleicht alles viel klarer sehen und verstehen, worauf ich hinaus will.


    Zitat

    Vor 4 Wochen sah das alles noch anders aus. Ich will mich jetzt auch nicht rechtfertigen, aber ich versuche, auch die kleinen Schritte, die ich mache, positiv zu sehen.


    Liebe Maggy, ich verstehe das durchaus. Ich war einmal in genau derselben Situation, und genau deshalb weiß ich, dass Du noch einen sehr langen Leidensweg vor Dir hast.
    Dein Tiefpunkt ist noch lange nicht erreicht, und auch wenn Du es heute noch ganz anders siehst:
    Es geht SEHR tief. Und dann ist es umso schwerer, wieder herauszukommen.
    Mir tut es einfach nur leid um Deine Verschwendete Zeit und die Demütigungen, die Du Dir gefallen lässt, ohne es wirklich selbst zu merken.

    Denk an DICH!!!!!!!!!!!!!!!

    Ihr Lieben,

    vielen herzlichen Dank!

    Leider verlief die Nacht nicht so schön. Ich scheine mir einen Magen-Darm-Virus eingefangen haben. Zumindest verträgt mein Magen keine Nahrung mehr. Vielleicht war es auch ein bißchen zu viel gestern. :)
    Zum Glück habe ich heute Urlaub, aber den hatte ich mir eigentlich auch anders vorgestellt. Jedenfalls nicht mit dem Kopf über dem Eimer. :D

    Naja, so setzt wenigstens kein Fett an. :)

    Liebe Maggy,

    ich verstehe nicht so ganz, wo Du an Dir arbeitest?!
    Du sitzt daneben, während dein XY sich volllaufen lässt und meinst, damit, dass du deinen Senf zu dieser Sauffreundschaft dazugegeben hast, wärst du einen Schritt weiter?
    Versteh mich nicht falsch, ich will Dich nicht angreifen, aber ich verstehe gerade gar nicht, wo du an dir arbeitest.
    Du erwähnst löblich, dass er tatsächlich im Stande war, seine Wäsche zu waschen?
    Wie alt ist er? 5?

    Maggy, so leid es mir tut, dass ich das jetzt schreiben muss, aber ich sehe gerade absolut keinerlei Fortschritt, sondern einfach nur pure Co-Abhängigkeit.
    Oder hast Du doch etwas getan, dass Dich da rausholt, irgendwas für Dich, und hast es nur nicht erzählt?

    Was hattest Du von diesem Wochenende? Wo bleibst DU in dieser Geschichte?

    Hallo zusammen!

    Seit 2 min. ist mein Geburtstag vorbei, und in Anbetracht der Tatsache, dass vor einem Jahr meine Heilung begann, möchte ich Euch doch noch schnell mitteilen:

    ES WAR EIN TOLLER TAG!!!

    Meine Familie war zum Frühstück da, wir haben viel gelacht, es gab tolle Geschenke (auch vom Partner! Dass es sowas gibt?! :D:D:D), niemand saß besoffen in der Ecke, keinen Streit, keine Enttäuschung, nur ein bißchen zu viel zu essen. :D

    Ich freue mich, dass mein Geburtstag endlich mal wieder so ablief, wie ich es mir gewünscht hatte.
    Und im Gegensatz zu früher habe ich es wirklich genossen, dass heute mal nur ICH gefeiert wurde.
    Alle kamen, nur um mir zu gratulieren. Das fand ich toll. Früher kam ich damit nicht so gut klar.

    So, und jetzt geh ich ins Bett - mit einem Lächeln! ;)

    Liebe Chrissy,
    schön, dass Du hier schreibst.

    Dass Du Dich verrückt machst, kann ich verstehen, und es trifft den Nagel auf den kopf:
    DU machst DICH verrückt!

    Meine persönliche Einschätzung zu der jetzigen Situation ist, dass er heute Abend wieder zur Flasche greift. So, wie Du es beschreibst, fing es bei meinem Ex auch immer an, wenn er mal eine kurze Trockenperiode beendet hat.
    Vielleicht vergnügt sich Dein XY wieder mit der Nachbarin, vielleicht auch nicht.

    Die Frage ist doch:
    Was erhoffst Du Dir von diesem ´Mann und dieser Beziehung?

    Er hat gesoffen, bis nichts mehr ging. Dann hat er sich an eine Andere gewandt und weitergesoffen.
    Jetzt ist er seit einiger Zeit "trocken", hat aber immer noch keine Therapie gemacht.
    Glaubst Du, dass Du mit ihm jemals glücklich werden wirst?
    Und glaubst Du, dass Du so ein Hin und Her überhaupt nötig hast?

    Ich habe gerade selbst festgestellt, dass es eine Menge netter Männer gibt, mit denen man solche Probleme gar nicht hat!
    Glaub mir, es gibt ein glückliches Leben. Man braucht nur auch den richtigen Partner dafür, und ich glaube - das sage ich Dir ganz ehrlich, - dass Dein XY nicht der Richtige ist.