Beiträge von Dante

    Hallo Anina;
    ich weiß nicht, wie eng dein Leben mit dem deiner Schwester verbunden war.
    Schreib doch öfter, dann können wir auch besser auf deine Probleme eingehen.

    Hast du schon professionelle Hilfe in Anspruch genommen?

    Hallo Reiner & Willkommen im Forum! :D

    Die Erfahrung mit einer professionellen Betreuung solltest du machen. Viel mehr als es zunächst den Anschein macht, geht es dabei nämlich auch um dich!
    Einen guten Spruch habe ich erst kürzlich irgendwo aufgenommen: Bevor der Suchtkranke am Ende ist, ist es sein ganzes Umfeld.
    Die Erkrankung deiner Frau ist offensichtlich sehr komplex. Aber was ist mit dir? Ich finde, du solltest dir auch professionelle Hilfe gönnen. Das halte ich für sehr wichtig.

    Die Frage wäre, liebe Prusselliese, was für eine Freundin das ist. Wenn man sich nur via Facebook austauscht, kann ich mir vorstellen, dass der Abstand einfach zu groß ist, um sich in Themen anderer einzufühlen, die nicht die eigenen sind.
    Ein anderer Grund für diese Nichtreaktion kann eine ablehnende Position zum Thema Alkoholismus sein, sei es wegen unangenehmer Erfahrungen im eigenen Umfeld oder sei es aus moralischen Gründen.
    Zum dritten ist es durchaus denkbar, dass solche Offenbarung anderer dazu führt, das eigene Trinkverhalten zu überdenken - mit unangenehmem Ergebnis. Solche Selbstreflektion habe ich schon ziemlich oft beobachten können.

    Wie dem auch sei, ich würde das Thema bei dieser Freundschaft nicht mehr ansprechen, aber meine Haltung dazu unterstreichen, wenn es unumgänglich ist. Das ist schon aus Selbstschutz unbedingt nötig.

    Hallo Prussel & Willkommen im Forum! :D

    Wenn du dich in dieser SHG wohl fühlst & in diesem aklfreien Café, dann ist das auch in Ordnung. Ich habe das kürzlich im Vorstellungsthread etwas anders verstanden.

    Allerdings die Ärztin! Die wurde dir von den Guttemplern "empfohlen"? Sei bitte, bitte so gut & ruf da noch mal an. Ich weiß nämlich, dass sich die Guttempler für Empfehlungen dieser Art Listen bereithalten. Diese Ärztin muss da unbedingt gelöscht werden, sonst schicken Guttemplers blauäugig den nächsten Klienten dorthin!

    Was den offenen Umgang mit der Krankheit angeht: In aller Regel macht es wesentlich mehr Mühe, seine Krankheit geheim zu halten. Man muss Ausreden erfinden, weil man nicht trinken will, man wird leicht in eine gefährdende Situation gebracht, weil andere sich das Problem nicht vorstellen können etc. pipapo.
    Bei deiner Berufstätigkeit allerdings kann ich sehr gut verstehen, wenn du da den Deckel drauf hältst. Auch deiner Mutter & deiner Schwester würde ich nichts erzählen - du trinkst eben nicht, warum, geht denen nichts an (& im Falle deiner Mutter will das auch nicht gewusst werden).

    Zur Sache mit der Entgiftung:
    eine einfache, körperliche Entgiftung dauert bei Alkohol meistens ca. 7 Tage, je nach Auftreten der Entzugserscheinungen. Das gilt nicht für sog. qualifizierte Entgiftungen, wo ein kleines therapeutisches Programm mit ein Bestandteil ist. Es ist sehr stark anzunehmen, dass du im Falle einer einfachen Entgiftung schon wieder auf freiem Fuß wärst. Ein Restrisiko bleibt natürlich, aber umgekehrt wüsste ich nicht, wie man das mindern könnte. Würdest du jetzt ins Krankenhaus gehen, würden sie dich mit Sicherheit nicht aufnehmen. Du giltst nicht als Akutfall.

    Hallo, liebe SophieRose & Willkommen im Forum! :D

    Dass dein Freund sich einst mit allen möglichen Substanzen vollpumpte, nennt man multiplen Substanzmissbrauch (Polytoxikomanie). Alkohol hat gegenüber anderen Drogen den "Vorteil", legal zu sein. Sein Konsum hat sogar einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert. Das ändert allerdings nichts daran, dass er wie Heroin oder Kokain oder Ecstasy eine Droge ist.

    Der legale Status von Alkohol mag ein Grund für deinen Freund sein, nicht auch dort loszulassen. Die Reaktion seiner Eltern auf deine Forderung zeigt auf, dass hoher Alkoholkonsum nicht kritisch betrachtet wird. Sonst wären acht Flaschen nicht "die Paar Bierchen".

    Die Therapeutin/Beraterin hat im Grunde recht. Ein so heftiger Substanzmissbrauch wie von dir beschrieben hat tiefe Ursachen, die einer umfassenden Behandlung bedürfen. Darüber hinaus ist eine eigenständige Absetzung von Alkohol, ein sog. kalter Entzug, nicht immer unproblematisch, er kann im Gegenteil sogar lebensbedrohlich sein. Schon aus diesem Grund muss ein ärztlich überwachter Entzug stattfinden, erst recht bei der Drogenvorgeschichte deines Freundes.

    Versuch doch erst einmal, dass deinem Freund zu vermitteln. Die alles entscheidende Frage ist letztlich die, ob er mit dir eine Zukunft aufbauen oder lieber seine "Paar Bierchen" stressfrei trinken will.

    mh, so langsam kommen die Puzzleteile zusammen, lieber Karl.

    Da haben wir eine Alkoholikerin, die sich nicht als solche sieht, da sie keinen unbändigen Drang nach Alkohol hat & sich nicht erklären kann, warum sie tagelang durchsaufen MUSS; die aber danach wieder aufsteht & IHRE PFLICHT ERFÜLLT.
    Leben tut sie vielleicht auch noch ein wenig? Als Nichtalkoholikerin wäre das ja ohne Weiteres möglich.

    Was ist das eigentlich für ein Familienbetrieb? Was macht deine Frau so unentbehrlich?

    & die Kinder? Die erleben eine Hölle, die sich Familie nennt & von einer saufenden Mutter & einem Vater geprägt ist, der neuerdings gewalttätig wird.

    Ich denke mal, bei dir im Hause ist der Alkoholismus deiner Frau zwar das auffälligste, aber nur eines von vielen Problemen, lieber Karl. Wenn du wirklich Veränderung haben willst, musst du tiefer graben.
    Besser wohl graben lassen, denn ein professionelle Hilfe scheint mir dringend geboten.

    Das ist die Frage eines typischen Co's, lieber Karl. :lol:

    1.
    Den Trinker nicht mehr von den Folgen bewahren. Liegt er versoffen morgens im Bett & kann nicht zur Arbeit? Soll ER anrufen, du lügst nicht mehr für ihn am Telefon. Er kann nicht aus der Kneipe weil zu besoffen, Auto zu fahren & kein Geld mehr für die Taxe? Muss er eben in der Hecke pennen, du machst nicht den Spritikutscher.

    2.
    Schon gar nicht die Sucht direkt bedienen, z. B. den Suff besorgen & kalt stellen.

    3.
    Konsequenzen bei Fehlverhalten nicht nur androhen, sondern auch sanktionieren. Sonst machst du dich unglaubwürdig.

    Das fällt mir so als erstes ein. ;)

    Hallo & Willkommen im Forum! :D

    Liebe Ratlos, Auroras Frage ist auch meine. Zumal ja der nächste dicke Hund schon vor der Türe steht:
    Die Therapie ist schon gescheitert (einen aktiv Süchtigen kann man nicht richtig therapieren), & in näherer Zeit wird der Therapeut deines xy genau dieses zu ihm sagen, vielleicht noch mit dem Angebot einer vollstationären Fortsetzung. Ein Ende des Säuferelends ist also vorerst nicht zu erwarten.

    Bons hat da etwas sehr wichtiges eingebracht. So ein Adaptionshaus wäre eine Möglichkeit für die Zeit nach der Therapie. Da wärest du weg von dieser Wohnung mit all den scheußlichen Erinnerungen & hättest gleichzeitig Betreuung & Umgang mit anderen Betroffenen.

    Hallo Yuna & Willkommen im Forum! :D

    Sa schleppst du aber einen gehörigen Packen mit dir herum, finde ich. Aber ich lese heraus, dass du dich deinen Problemen stellen willst, & das ist fast schon die halbe Miete.

    Wie lange bleibst du noch in der Therapie? Ich kann mir vorstellen, dass sie bei dir noch etwas länger geht.

    Zum Anfang rate ich dir, dich hier einzulesen. Du wirst bestimmt in den Geschichten anderer Forumsteilnehmer etwas finden, was dir aus deiner eigenen bekannt ist.

    Aber: Allein dieses Forum für den Austausch zu nutzen, wird deinem Bedürfnis mit Sicherheit nicht gerecht. Wie wird bei euch in der Therapie das Thema Selbsthilfegruppen behandelt?

    Ich denke da ganz ähnlich wie doro, liebe Fatima.

    Deine Mutter ist ein ganz schwerer Mehrfachabhängigkeitsfall. Gerade in Kombination mit Medikamenten ist das das eine sehr, sehr langwierige Angelegenheit. Schon die Ausschleicherei der Medis kann Monate beanspruchen. Du kannst zu ihrem Fall nichts beitragen.
    Anders als bei dir selbst. ;)

    Hallo Blossom & Willkommen im Forum! :D

    Da du ja erst kurze Zeit nichts mehr trinkst, ist es alles andere als verwunderlich, wenn dein Gefühlshaushalt ein wenig durcheinander geraten erscheint. Sucht ist ja gewissermaßen eine emotionale Behinderung. Wir haben uns den Hormonhaushalt über die Jahre & Jahrzehnte krumm gesoffen, da dauert es entsprechend, bis alles wieder "normal im Kopp" verläuft.

    Vielleicht brauchtest du den Alkohol, um in einem Zustand zu geraten, in dem du es dir selbst erlauben konntest, Emotionen zu empfinden.