In den ersten Monaten wurde ich immer wieder von meinem Suchtgedächtnis gequält, meistens dezent, ab- und an auch mal brachial. Da musste ich einfach durch.
Du lebst erst seit ein paar Wochen alkoholfrei, da ist es für mich keine Überraschung, dass es zu solchen Trinkgedanken kommt. Auch der Gedanke des KT schoss mir in den ersten Monaten häufig durch den Kopf.
Ich bin damals mit der 1-Tagesstrategie gut gefahren. Jeden morgen nach dem Erwachen habe ich mir fest vorgenommen: "Heute trinke ich nicht." So bin ich Schritt für Schritt gegangen.
Auch habe ich mir damals eine Strategie gegen Suchtgedanken zurecht gelegt. Vor allem gehörte dazu, viel Wasser mit "Blubber" zu trinken. War der Bauch erst mal gefüllt, hatte ich zumnindest keinen Durst mehr, was das Trinkverlangen rapide abfallen ließ.
Bei mir kamen die Gedanken auf, als ich in Situationen geriet, die damals mit dem Konsum von Alk verknüpft waren. Klassisches Beispiel war der Freitag nach Dienstschluss. Da habe ich mich damals für das WE eingedeckt. Anfangs wurde ich daher am Freitag immer unruhig, mein Suchtgedächtbnis wollte mich wohl abkochen und zum Aufsuchen des Getränkemarktes zwecks Beschaffung animieren.
Später habe ich mir im Vorfeld diese rein persönlichen Schlüsselreize mal vor Augen gehalten, damit ich erkennen konnte, warum ich gerade ruckelig unterwegs war.
Vielleicht kannst Du hier etwas für Dich gewinnen.