Insgeheim habe ich gehofft bzw. gedacht, dass ich doch kontrolliert trinken kann.
Ich habe meinen Führerschein nach bestandendener MPU zurückbekommen
M. E. die Klassiker, die Rückfalldauerbrenner sozusagen. Solange der Trinkvorbehalt im Hirn herumspukt, wird es nichts mit der Abstinenz.
Ich habe selbstverständlich auch anfangs geglaubt, ein paar Monate mal das Saufen links liegen zu lassen und dann sei bei mir alles wieder auf null gestellt und ich könne von vorne loslegen und ab- und an mal was trinken.
Es hat schon ein paar Monate gedauert bis ich diesen Gedanken aus dem Hirn verbannen konnte und sich die Einsicht Platz verschaffte, dass ich niemals kontrolliert trinken kann. Lehrreich waren mir da die insbesondere die Ausführungen von Rückfälligen in meiner Terapie, die genau aus den o.a. Gründen wieder loslegten.
Jetzt gilt es, die Abstinenz abzusichern und zu schauen, nicht wieder gedanklich in das gefährliche Fahrwasser zu geraten. Tausch Dich regelmäßig aus, befasse Dich mit unserer Krankheit und lerne, dass sie niemals weg sein wird. Wir werden nicht geheilt, wir haben die Krankheit nur gestoppt. Wird sie wieder neu "befeuchtet", geht der ganze Mist wieder von vorne los. Letzteres erläuterte mir mal ein Polytox, der sich damit bei aufkommenden Gedanken ans Kiffen selbst Einhalt gebot.
Alles Gute.