Beiträge von Barthell

    Hallo Jacqueline,

    willkommen im Forum,

    es ist erfreulich, dass er/ihr es so offensiv angeht!

    wegen der Kinder: die verstehen es vielleicht nicht aber sie bekommen es 100%ig mit, die haben super feine Antennen.

    Die beiden Wohnungen verstehe ich, sehe ich aber auch kritisch.

    Selbst wenn er das durchzieht (im Zweifel ab in die Notaufnahme zur Entgiftung, der rein körperliche Teil) kann es durchaus sein, dass er nicht wie "vorher" ist.

    Kontrolle kannst du machen, bringt aber nix außer Stress für dich, ja es ist hart und gemein und schwer daneben zu stehen mit 2 Kindern und nichts tun zu können... du hast schon verdammt viel getan!

    Er soll seine Entgiftung durchziehen, anschließend Reha/Therapie.

    Aber (so meine Meinung) DU solltest nicht in der Angst vor Enttäuschung leben sondern ein Leben dass DIR gefällt in dem Du und deine Kinder im Mittelpunkt stehen. Das sollte das Wichtigste sein, wenn er "durch" ist und sein Leben bereit ist nüchtern zu leben kann man sich noch einmal hinsetzen und die Karten neu sortieren, das kann in 7-10 Monaten sein, das kann in 10-15 Jahren sein oder auch "nie" es lohnt sich nicht darauf zu warten finde ich ... die Zeit ist besser genutzt wenn du Dinge tust die dir Spass machen und die dich zufrieden Stellen.

    Wenn du dich weiter austauschen willst kannst du unter:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    für die offenen Forenbereiche Freigeschaltet werden.

    Grüße

    Barthell

    Danke Alex,

    Kenne ich noch nicht, aber wir haben ähnliche "Bilder" in der Arbeitssicherheit ...

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    ab 3:10... leider auf Englisch...

    auch da passt einer nicht auf und es trifft eine komplett unbeteiligte... hat mich damals sehr mitgenommen hatte nix mit Alkohol zu tun aber damit "Ich habe nix falsch gemacht und muss dafür bezahlen"

    Grüß' dich... oder willkommen zurück...

    Du beschreibst einen recht typischen Verlauf "nicht Trocken - Trinkpause" ...

    Entzug in den ersten 48h ... sicher!

    ... was änderst du denn im Vergleich zum Letzten Mal?

    das wirkt alles etwas Planlos und unkoordiniert.

    Hast du mal versucht den Weg über die Suchtberatung zu gehen?

    Grade Stimmungsschwankungen/Traurigkeit sind ein normales "wegbleiben der künstlichen Freude" also typisches Entzugssyndrom was darauf hinweist da mal wen drauf schaun zu lassen der Ahnung hat ...

    Motivation ist schön aber bei weitem nicht alles.

    Grüße

    Barthell

    Kontakt zur Suchtberatung aufnehmen.

    Das wäre auch meine Anlaufstelle, die kennen in der Regel Ärzte in der Gegend ....

    Wobei auch da nicht immer alle "gut" sind aber zumindest wird man ernst genommen so meine Erfahrung.

    Ich musste zu einem Benannten Arzt zur Blutwertkontrolle, die Ärztin war gut, nur Blutabnehmen könnten sie nicht bzw. Die Betreuung danach.

    Daraufhin hat mir die Suchtberatung einen Andern Arzt zugewiesen der "kompletter" war

    [...] Kannst du mir von deinem Rückfall erzählen?

    was möchtest du denn wissen...

    rückblickend hat er sich schon recht lange vorher angekündigt, dann kam ein Stressauslöser und ich bin aufm Heimweg zur Tanke, habe ne Pulle mitgenommen reingekippt und bin danach in die Notaufnahme und habe mich in die Entgiftung bringen lassen.

    Dann 10 Tage Stationär entgiftet und dann zurück in die Therapie.

    das war zu einer Zeit als ich noch in der Ambulanten Therapie war und etwa ein Jahr nüchtern zu dem Zeitpunkt ...

    Das haben wir dann auch in der Therapie angesprochen und eben rückblickend einige Dinge gesehen die zum Rückfall geführt haben die mir da noch nicht so bewusst waren.

    Grüße

    Barthell

    Hallo JasmineJ

    Willkommen im Forum.

    Es kann schon so einfach sein, hört man immer mal wieder ... und dann nach 3-4-12- Monaten hört man garnix mehr.

    Mir ist es wenn ich mich recht entsinne am Anfang auch recht leicht gefallen trotzdem nach einem Jahr der Rückfall.

    In der Regel ist "einfach nur nix mehr trinken" nicht erfolgreich sondern braucht eingriffe ins "normale" Leben, ein Umstellen der Gewohnheiten die sich über teilweise Jahrzehnte eingeschliffen haben.

    Vielleicht wird der Saufdruck irgendwann kommen ... Ja (ich denke sogar ziemlich sicher)

    Hast du ausser nix trinken sonst noch etwas geändert :)?

    Grüße

    Barthell

    Hallo Ladyinred,

    willkommen im Forum.

    eine harte Geschichte!.

    Ja je nach nach Abhängigkeitsgrad kann Alkoholenzug zum Tode führen (anders als einige illegale harten Drogen).

    Ich würde, wenn er nach Geld für Essen fragt an eine der Tafeln verweisen oder im Zweifel 112 anrufen oder 110, dass dort eine Person ist die nicht mehr in der Lage ist für sich selbst zu sorgen.

    Wäre die Situation anders würde ich ihm wohl 3-4 Dosen Ravioli und ein paar Äpfel/Birnen/Möhren für die Tür stellen aber im Zuge einer Co-Abhängigkeit würde ich davon abraten.

    Er ist alt genug, du musst dich nicht um ihn kümmern, ganz besonders wenn dich das so mitnimmt, dafür gibt es entsprechende Stellen.

    Soooo schnell verhungert man nicht ... und wenn jemand wirklich hungert (und nicht einfach mal ohne Abendessen ins Bett geht und dabei Hunger hat) dann gibt es genug Angebote auch ohne Geld legal an Nahrung zu kommen (Containern wäre nicht legal aber sozial vertretbar).

    Also: lass dich da nicht reinziehen!

    Grüße

    Barthell

    Hallo Sandra,

    Willkommen im Forum.

    Das klingt irgendwie bekannt, Teufelskreis.

    Ich lese da raus dass du noch trinkst?

    Dann wäre (auch bei Krankheitsangst) der Gang zum Arzt sinnvoll, kälter Entzug kann tötlich enden.

    Im Anschluss dann die darunter liegenden Probleme angehen...

    Es gibt leider keine "Musterlösung".


    Grüße

    Barthell

    Ich habe selbst da keine Erfahrungen gemacht da ich ja keinen "Druck von aussen" hatte sondern nur den Druck den ich mir selbst gemacht habe.

    wenn ich mir allerdings anschaue welche Lügenkonstrukte ich aufgebaut hatte um sichtbare Folgen, Misstritte, Aktionen etc. zu rechtfertigen bin ich mir zu 100% sicher, dass ich alle Punkte die von aussen gekommen wären abgeleitet oder abgeblockt hätte.

    Ebenso habe ich in der Therapie (und beim Rückfall in der Entgiftung) gesehen, dass eigentlich alle die "von aussen" dazu gezwungen wurden, meist wegen Führerscheinentzug oder gerichtlicher Anordnung, schon mit dem Gedanken angekommen sind: ich ziehe das jetzt durch weil ich muss, aber wenn ich dann wieder "darf" nehme ich meinen Stoff wieder.

    Daher kann ich nur berichten welche Beobachtungen ich gemacht habe, einzige Ausnahme: eine Dame in der Therapie die sich selbst nicht als Alkoholikerin gesehen hat, der die Kinder weg genommen wurden und beim Amt waren, hat sich in der Therapie dann wirklich angefangen über 2 Jahre hinweg zu ändern und es wirklich "für sich zu tun" ... die wäre wohl ohne äußere Einflüsse erst sehr viel später in der Therapie gelandet, wobei Kindesenzug denke ich schon eine der extremsten Formen von "Auffordern" ist.

    Ich denke es kann passieren, dass man wegen dem "nachtragen" seine Therapie anfängt und dann erkennt, dass man es für sich selbst macht aber rein mit Nachtragen kann ich mir nicht vorstellen dass es auf Dauer funktioniert weil einfach die innere Motivation fehlt ...

    Grüße

    Barthell

    Hallo Mimose,


    Ich bin auch etwa in dem Alter aber "von der Andern Seite"

    Willkommen im Forum.

    Mitbetroffene gibts hier eine ganze Menge daher denke ich dass du guten Austausch finden wirst!

    mir fallen 2 Sätze ins Auge:

    [...]

    Man merkt so sehr, sowohl im nüchternen als auch im betrunkenen Zustand, wie sehnsüchtig er gerne nicht krank wäre.

    [...]

    Das ist ein recht typisches Verhalten für jemanden der Sein Problem erkannt hat, auch etwas tun will, aber noch nicht begriffen hat (nicht im Kopf sondern im Herzen und Bauch) dass er lebenslang krank sein wird, dass es keine Heilung gibt. Wenn man da aufgibt Sehnsüchtig zu sein und dafür die Chancen sieht die vor einem liegen, dann hat man viel Lebensqualität gewonnen.

    und:

    [...]

    Er hat alles was ich eigentlich möchte.

    [...]

    Und "uneigendlich" noch soviel mehr das du nicht willst? es fehlt "eigendlich" doch was?

    Positives?

    Du kannst dich um DICH kümmern und DEIN Leben gestalten! das ist eine Freiheit die dir (hier in Deutschland aktuell) kaum jemand nehmen kann, nutze sie, über deinem Leben steht das Schild "Mimose"

    und nicht "Alkohol", "Partner", "Abhängige" ... DU bist das was in deinem Leben wichtig ist, denn mit dir musst du den Rest deines Lebens verbringen also: sorge dafür dass es DIR gut geht ...

    Grüße

    Barthell

    Hallo Franzi.


    Willkommen im Forum,

    grade als Mutter(oder Vater) ist es unglaublich schwer die Kinder gehen zu lassen.

    DU hast ihr alles mitgegeben um erfolgreich im Leben zu sein.

    DU kannst ihr (leider) nicht helfen, das muss sie ganz allein tun, tut weh sie gehen zu lassen aber so ist es leider...

    was du tun kannst ist für DICH Grenzen zu setzen, mit 32 ist sie in der Lage alle staatlichen Hilfen in Anspruch zu nehmen, alle Betreuungsangebote wahr zu nehmen, wenn sie nicht will: ist das wie damals mit 16 ... nurt dass DU jetzt nichtmehr für sie verantwortlich bist! lebe DEIN Leben, tanke Kraft für DICH.

    Der Objektive Rat wäre sie vor die Tür zu setzen und sich ab zu schotten ... aber als Mutter denke ich... Unmöglich ....

    Aber einfach für dich: dein Alkoholiker säuft wenn er kann und irgendwann weil er MUSS... und er tut viel (incl. Androhung von Suizid) um weiter zu trinken ... wenn sie sich was antun will ist das ein Fall für 110/112 Akute selbstgefährdung dann MÜSSEN Rettungsdienst/Polizei sie in Gewahrsam nehmen(und du bist raus) und Sie ist sich des Drucks den sie auf dich ausübt sehr wohl bewusst oder nutzt ihn ...

    Wunderrezeptur gibts keine... ausser Lebenslang anketten und dann landest du in den Medien, sie ist alt genug, DEINE Verantwortung ist vorbei egal wie sehr sie dich unter Druck setzt.

    Ich kann leider keine "schöne" Darstellung wählen :( sondern dir nur ganz viel Kraft wünschen.

    Grüße

    Barthell

    Hallo Steffi,

    Willkommen im Forum,

    Es ist vollkommen egal was er denkt oder sagt: DICH stört es und DU willst es nicht akzeptieren und das ist vollkommen okay und richtig.

    Zum andern ist die Intuition meist richtig.

    Ausreden zum trinken (ehhh Alkohliker lieben es das "Gründe" zu nennen) gibt es immer, wenn er nicht ohne kann soll er zum Arzt und sich was gegen die Schmerzen geben lassen, dann ist's halt der Stress oder "weil halt".

    Das was du am ehesten tun kannst ist eine klare Linie ziehen, konkrete Ansage machen und dann durchziehen und ihn vor die Tür setzen. (Wichtig, dass du es auch tust, nichts Ansagen wenn du es nicht durchziehst sonst landest du in seiner Abwärtsspirale).

    Wir haben hier im Forum auch einen offenen Bericht zum Austausch von CoAbhängigen und Angehörigen da kannst du dich oben über "Bewerben" melden mit dem Hinweis auf deine Vorstellung hier und wirst dann freigeschaltet.


    Grüße

    Barthell

    Hallo Stern,

    Natürlich darfst du dich hier zu Wort melden und auch Gedanken formulieren, ihr könnt euch ja nach der Bewerbung in euren Fäden im Offenen Bereich weiter so austauschen wie hier so wächst das kleine Netzwerk über den eigenen Faden hinaus.


    Grüße

    Barthell