Beiträge von Stern

    Hallo Luzi,

    Auch von mir ein herzliches Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Alles klar ich hatte ja schon mal eine trinkpause von 7Jahren das habe ich nichts gemachthab damals noch gearbeitet un hatte mehrer Pferde musste mein leben nicht viel neu strukturieren


    Wann war denn deine Trinkpause?

    Hast du die 7 Jahren bewusst als Trinkpause erlebt oder war dir da schon klar, dass du Alkoholiker bist und aus diesem Grund keinen Alkohol mehr trinken kannst….und dann kam ein Rückfall?

    Danke, Doro, das darf ich genauso zurückgeben. 💐
    Danke auch an alle anderen, es war wirklich sehr schön und ich habe mich überhaupt nicht fremd gefühlt. Da hatte ich ja so meine Bedenken, weil ich nie irgendwo ‚neu’ sein mag …. da mischt sich immer bei mir ganz viel Unbehagen in die Magengegend. Hier war nicht eine Sekunde dieses Unbehagen.

    Wir sehen uns bestimmt im nächsten Jahr.

    heute vor 18 Jahren habe ich mich hier angemeldet.

    Das war der Beginn für wirkliche Veränderungen, der Anfang deines Weges in die Freiheit.
    Freiheit bedeutet ja nicht, dass das Leben immer leicht ist. Aber Freiheit bedeutet, etwas in seinem Leben ändern zu können, sich von Belastendem zu lösen und selbstbewusst seinen eigenen zufriedenen Weg gehen zu können.

    Voll entschlossen, endlich was für mich zu tun.

    Ich bin sicher, dass genau das der Schlüssel war: Endlich was für dich tun.

    Für deinen 1. Mann, der Alkoholiker war, konntest du nichts tun. Und das lag gar nicht an dir.
    Es ist unmöglich, einem uneinsichtigen Alkoholiker dauerhaft nüchtern zu bekommen, genauso wenig, wie es unmöglich ist, dem uneinsichtigen Co-Abhängigen aus seinem Leid rauszuziehen.
    Alle Veränderung muss aus dem eigenen Inneren kommen.

    Ich bin noch immer hier weil ich weiß wie gut es ist, verstanden zu werden. Zu sehen, dass Menschen genauso empfunden haben wie ich, dass sie wussten, wovon ich hier schrieb. Es war gut, Anregungen zu bekommen, Mut zu schöpfen, Wege zu sehen.

    Ich finde das so klasse, dass du genau das auch noch nach so vielen Jahren mit deiner warmen einfühlsamen Art weitergibst.

    Ich lese hier immer wieder davon, wie mühsam versucht wird, den Alkoholiker vom Trinken abhalten zu wollen, ihn als den tollsten Menschen zu sehen, wenn er denn mal nüchtern ist und dass das Sich-selbst-verlieren gar nicht bemerkt wird.
    Dann hier zu lesen, wie du deinen Weg daraus gefunden hast, macht ganz sicher vielen Mut, auch auf sich selbst zu schauen. Denn nur da kann Veränderung stattfinden.

    9 Monate sind erst der Anfang.

    Und was für einer. 👍🏻


    Herzlichen Glückwunsch zu 9 nüchternen Monaten 💐

    Aber ich bin auch stolz auf mich selbst. Die äusseren Umstände waren und sind wirklich nicht einfach.


    Sei ruhig stolz auf jeden einzelnen Tag, denn du selbst hast dir jeden einzelnen nüchternen Tag geschenkt.

    Die äußeren Umstände sind ganz sicher bei niemanden immer nur einfach.
    Deshalb mache ich meinen nüchternen Tag nicht davon abhängig, welche äußeren Umstände meinem Alltag bestimmen. Meine Nüchternheit habe ich ganz fest in meinem Kopf verankert.

    Jetzt schmeißt mich mein Sohn hochkant aus der Wohnung raus. Meine Anwesenheit sei toxisch, da könne er nicht für sein Abi lernen und ich sei schuld, wenn er durchfällt. Mit übelsten Beschimpfungen werde ich tituliert. Verschwinden muss ich. Nichts kann ich richtig. Ich habe mir alle Gehirnzellen, die ich jemals besessen habe, weggesoffen, sagt er. Ich sei zu verlangsamt. Zu fett noch dazu.

    Ehrlich? Das alles sind Dinge, die er gerne in seiner eigenen Wohnung veranstalten kann.

    Wenn ihm deine Anwesenheit toxisch ist, er wegen dir nicht für sein Abi lernen kann und durch die Prüfungen rasselt, dann ist das erstmal überhaupt nicht dein Problem, deine Schuld schon mal gar nicht.

    Und wieviele Gehirnzellen du weggesoffen hast, wie langsam du unterwegs bist und wie deine Figur ist, geht dem jungen Mann ja mal gar nüscht an.
    Ehrlich, ich habe das gelesen und bin fassungslos.

    Schmidtty, ganz ehrlich, du leistest so großartiges, dass du nüchtern geworden bist und das so super auch lebst. Niemand hat das Recht, dich so zu behandeln.

    Du wirst deinen Sohn nicht ändern.
    Und je mehr du dir gefallen lässt, desto mehr eskaliert das. Da sind Grenzen überschritten worden und das wird nicht aufhören, wenn du dir das weiter gefallen lässt.


    Und wenn es nicht mehr zusammen geht, geht es getrennt weiter. Das tut natürlich genauso weh, gibt dir aber die Chance auf inneren Frieden. Die Nüchterheit braucht inneren Frieden.

    Du sollst ausziehen? Heißt, er will nicht ausziehen….
    Ich wäre da völlig schmerzfrei….neue Wohnung suchen, alte Wohnung kündigen, ausziehen. Unterhalt überweisen. Fertig.
    Du hast ihm das Leben geschenkt, das verpflichtet dich aber zu nichts.

    Und wir sind doch hier in einer Selbsthilfergruppe wo jeder auf jeden aufpasst. Starallüren finde ich da unangebracht.

    Das sind wir nicht.
    Hier passt nicht jeder auf jeden auf. Ich passe auf niemanden auf und auf mich passt auch niemand auf. Und auf dich passt sicher auch niemand auf, dass musst du schon ganz alleine hinkriegen.

    Wir sind eine Selbsthilfegruppe, in der sich bekennende Alkoholiker über ihren nüchternes Weg austauschen.
    Eine Selbsthilfegruppe ist lediglich eine Anlaufstelle, um sich Hilfe zur Selbsthilfe zu nehmen.

    Hilf dir selbst….so verstehe ich diese Selbsthilfegruppe.
    Im Austausch untereinander zeigen sich Wege der anderen. Die müssen nicht mein Weg werden. Dennoch kann ich mir aus dem reichem Erfahrungsschatz hier viel für mich mitnehmen. Aber das muss ich schon selbst tun.

    Ich von mir wusste ziemlich bald, dass ich nach meinem Tiefpunkt die Schnauze absolut voll hatte, bei mir war das wirklich kein Kampf. Ich war absolut überzeugt und massivst motiviert.

    Vielleicht macht gerade das den Unterschied aus.
    Mit ging es ähnlich. Ab dem 1. nüchternen Tag wusste ich, dass ich nicht mehr saufen werde. Mit einer Arroganz, die vermutlich nicht jedem hilfreich ist, war ich absolut überzeugt davon, dass mein weiteres Leben nüchtern sein wird.

    Es gab keinen Kampf mehr. Es kehrte eine Ruhe bei mir ein, die es mir ermöglichte, meinen Weg zu gehen. Ich wusste nicht, wie der Weg sein wird, aber ich wusste, dass ich ihn nüchtern gehen werde.

    Herzlichen Glückwunsch zu 15 nüchternen Monaten. 🏆

    Freiheit. Das ist es, was das nüchterne Leben sehr gut in einem Wort beschreibt.

    Die Einsicht in die Notwendigkeit und die Akzeptanz der eigenen Alkoholsucht ist auch mein Weg. Es ist für uns (Alkoholiker) nicht mehr möglich, Alkohol zu trinken. Weil ein Alkoholiker seinen Alkoholkonsum nicht mehr kontrollieren kann, nie wieder.

    Es war nicht ganz so einfach , aber ich habe es geschafft.

    Das klingt für mich, ehrlich gesagt, überhaupt nicht nach:

    Zum glück habe ich ja durch meine Klinikaufenthalte und meinem guten Therapeuten gelernt, wie man sich abgrenzen und achtsam auf sich selber sein kann.

    Du bist schon eine ganze Woche nüchtern, aber eben auch erst eine Woche.

    Wenn ich etwas nicht einfach finde und müsste hinterher sogar sagen, dass das eine Herausforderung war und ich das geschafft habe, wüsste ich: Das kann so nicht gut sein.

    Ich will mich wohl fühlen in meinem nüchternen Leben. Da will ich das Nüchternsein nicht schaffen, sonders es leben.

    Wo es anstrengend wird, läuft irgendwas nicht gut.

    Hast du dir schon die Grundbausteine hier angeschaut?
    Da findest du eine Sammlung von Erfahrungen derjenigen, die mit größtmöglicher Risikominimierung nüchtern geworden und vor allem geblieben sind.
    Vielleicht findest du da auch was für dich?

    Es war ein Fehler das ich das Tiramisu thematisiert habe, genauso war es ein Fehler es zu essen

    Das war absolut kein Fehler.
    Wir sind ja ein Alkoholikerforum und natürlich springen da direkt mehr Leute im Viereck, wenn sie Tiramisu lesen als wenn du von deinem Gartenhäuschen schreibst.
    Das ist ja auch erstmal gut, finde ich. Gibt viel Stoff zum Nachdenken.

    Was ich persönlich nicht gut finde, sind diese ganzen ‚vielleicht‘, ‚wahrscheinlich‘, ‚vermutlich‘….. hilft ja keinem, was vielleicht, wahrscheinlich oder vermutlich war.
    Wichtig ist doch, dass du direkt eingesehen hast, dass das echt blöd war, dieses Tiramisu zu essen.

    Ein paar klasse Sätze sind mir auch aufgefallen. Ich habe sie mal rausgepickt, weil ich einfach finde, dass da ganz viel drin steckt, wo es sich lohnt, mal etwas genauer hinzugucken.

    Für mich sieht das so aus als ob Du da bald eine Entscheidung treffen musst.

    Deine Abstinenz sollte nicht verhandelbar sein, da gibt es keine Kompromisse.

    Kein Alkoholiker sollte seine Abstinenz von anderen Menschen oder Lebensumständen abhängig machen.


    Zu den 3 Wochen, in denen du alleine zu Hause bist, habe ich eine Frage: Verbindest du Alleinsein mit einsam sein?

    Ich mag gern alleine sein und ich fühle mich da überhaupt nicht einsam. Klar sind die Menschen unterschiedlich, aber klingt es nicht auch so ein bisschen nach Freiheit, mal ganz alleine mit sich selbst sein zu können, nur für sich zu sein, niemand will was, niemand erwartet was….Zeit für all das, was sonst so oft liegen bleiben muss, weil immer irgendwas oder irgendwer gerade wichtiger ist… .?
    Ich verbinde dabei gar nix mit Alkohol….obwohl ich ausschließlich alleine zu Hause gesoffen habe.
    Ich möchte dich ermutigen, dich auf die Zeit mit dir einzulassen.

    Herzlichen Glückwunsch zu einer ganzen nüchternen Woche. 💐

    und etwas Stolz bin ich auch..

    Obwohl ich mich heute irgendwie gar nicht gut fühle.

    Du darfst ruhig etwas mehr stolz sein. 😀

    Ich habe aufgehört, mein ‚ganz allgemeines Wohlbefinden‘, was natürlich nicht immer nur super toll ist, immer im direkten Zusammenhang mit meiner Alkoholsucht zu sehen.
    Wenn es mir mal nicht so gut geht, hat das doch erstmal gar nix damit zu tun dass ich Alkoholiker bin. ‚Obwohl‘ hat für ich immer so was häßliches, so was schwammiges, unzufriedenes.
    Auch Menschen, die nie in ihrem Leben Alkohol getrunken haben oder nur ganz selten, fühlen sich mal ,irgendwie gar nicht so gut‘.

    Genieße deinen nüchternen Tag und freue dich auf morgen. Dann wirst du schon über eine nüchtern sein. 😀

    Hallo Carmen,

    auch von mir ein herzliches Willkommen 💐

    Ich finde das total klasse, dass du erkannt hast, dass du Alkoholikerin geworden bist und nun auch nüchtern leben willst.

    Mein Problem ist halt auch nach Hilfe zu fragen, weil ich , wenn es mir richtig schlecht geht, gar nicht weiß was mir gerade gut tut und welche Art von Hilfe ich brauche. Hab es dann immer mit Alkohol versucht ...naja, die Zeiten sollen jetzt vorbei sein!!

    Du hast dich hier angemeldet. Das ist ein ganz großer Schritt. 👍
    Irgendwas mit Alkohol lösen hat ja in der Vergangenheit nicht funktioniert. Warum sollte das im Jetzt und im Morgen funktionieren?

    Wenn du den letzten Satz mal anders formulierst …in etwas so: Die Zeiten sind jetzt vorbei … wie liest sich das für dich?

    Habe so ein schlechtes Gewissen und schäme mich für das was ich alles im Suff gemacht habe. Bekomme das gerade irgendwie nicht hin weg zu räumen... ist wie eine Bremse in mir.

    Mein Gott, was habe ich die letzten Jahre nur gemacht?

    Das kenne ich so gut.
    Mir hat es sehr geholfen, all meine Gedanken aufzuschreiben. Das tat weh und war sehr tränenreich. Aber es hat mir auch immer mehr bewusst gemacht, dass ich krank geworden bin. Alkoholkrank.
    Langsam lernte ich zu akzeptieren, dass ich Alkoholiker geworden bin … und das auch für immer bleiben werde.
    Ich kann nicht ändern, was war. Aber ich kann jetzt dafür sorgen, dass ich alles besser mache.

    Meine Familie weiß das ich mich als alkoholikerin sehe , aber sie wissen nicht das ich mich hier angemeldet habe.

    Ist das denn schlimm?

    Ich habe niemandem von diesem Forum erzählt.
    Das ist meine Selbsthilfegruppe und ich möchte nicht, dass irgendwer aus meiner Familie hier mitliest.
    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass ich zum Thema Alkoholsucht hier besser verstanden werde. Also schreibe ich auch hier. Hier weiß jeder, wovon ich schreibe.
    Auch bin ich sehr vorsichtig, wenn es darum geht ,wem erzähle ich was‘. Nicht jeder muss alles über mich wissen, über meine Krankheiten schon mal gar nicht.

    Ich bin schon manchmal so stolz auf mich und meinen nüchternen Weg, dass ich es so gerne in Welt rausschreien möchte, aber ich finde auch, dass vieles hier, und nur hier, besser aufgehoben ist.

    Bin schon wieder für alles Mögliche rund gemacht worden (nicht die Pfanne gespült, nicht die richtige Wäsche gewaschen usw.) Alles würde ich falsch machen, warum ich nicht Saufen ginge. Das könnte ich wenigstens.

    Krass =O


    Meine Antwort:Noch so ein Spruch und du fliegst raus.Punkt.

    Ich verdiene hier das Geld,meine Pfanne,mein Kühlschrank,meine Wohnung

    Ehrlich, das wäre auch meine Antwort.

    Schmidtty, sei doch mal stolz auf dich und auf deine Nüchternheit.
    Lass deine Wut mal raus, das wirkt sehr befreiend und ich gut fürs Selbstbewusstsein.