Ich lese dich so gerne.
Du strahlst immer so eine schöne Zufriedenheit aus und gerade denke ich: Auch, wenn nicht alles immer nur schön und einfach ist, so ist das Leben ohne Alkohol doch so schön und so einfach.
Ich lese dich so gerne.
Du strahlst immer so eine schöne Zufriedenheit aus und gerade denke ich: Auch, wenn nicht alles immer nur schön und einfach ist, so ist das Leben ohne Alkohol doch so schön und so einfach.
Mich in die Sonne setzen und wie "Alle Anderen" gemütlich einen Aperitiv trinken.
Ist das wirklich gemütlich?
Was genau beweinst du gerade?
Ich weiss, ich muss mir vor Augen halten wohin das bei mir führen würde.. aber die Gedanken kann ich grad nicht abschalten - so nach: würd ja keiner mitbekommen..
Müssen tust du gar nüscht.
Vor Augen halten, wohin der Alkohol dich führt, finde ich schon eine echte Herausforderung.
Ich denke zwar auch manchmal: Da will ich nie wieder hin….aber viel entspannter finde ich, dass ‚jetzt‘ zu genießen, mich in meinem nüchternen Leben zurechtzufinden und dafür zu sorgen, dass das auch so bleibt.
Die Vernunftstimme sagt natürlich das Gegenteil: Beweg dich lieber und zerstör dich nicht..
Wenn die Vernunftsstimme zu dir spricht, frage doch mal die Notwendigkeitsstimme.
Für einen Alkoholiker kann es keinen Alkohol geben. Nicht hin und wieder, nicht eine Ausnahme, kein gemütlich in der Sonne dem Aperitif zulächeln…..wenn der Alkoholiker denn leben will.
Leben ist für einen Alkoholiker nun mal nur absolut nüchtern möglich, eine Alternative gibt es nicht.
Der erste Schritt ist die Erkenntnis, Alkoholiker zu sein, davon wird aber niemand zufrieden nüchtern. Ich wusste schon sehr viele Jahre, dass ich Alkoholiker geworden bin.
Ich konnte erst zufrieden nüchtern werden, als ich das auch akzeptiert habe.
Ich habe hier anfangs ganz viel gelesen und ganz viel geschrieben, der Gedanke, gemütlich mit einem Aperitif in der Sonne zu sitzen, kam mir noch kein einziges Mal.
Herzlichen Glückwunsch zu einem viertel Jahr ohne Alkohol. 👍
Drei nüchterne Monate sind ein guter Anfang für den Rest von ‚für immer‘.
Herzlichen Glückwunsch zu 2 nüchternen Jahren 💐
Dein Titel ist Programm: ‚Auf geht‘s‘.
Mehr Freizeit - weniger Arbeiten klingt super.
Und weiss nun aber auch, Minimierung ist alle Male besser wie die beste Vorbereitung.
Ich finde es total klasse, dass du dich auf die Beiträge hier bei dir einlassen kannst und so wertvolle Erkenntnisse für dich gewinnen konntest.
Hallo M3i,
auch von mir ein herzliches Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
Ich wünsche dir einen guten und hilfreichen Austausch.
Auch das schämen ist so gross geworden. Schämen dafür dass ich so lange soff.
Wenn das wieder weg geht, zumindest sich minimiert, dass ist super.
Das ist, so habe ich es hier ganz oft gelesen, ein ganz großes Thema, bei Frauen noch viel mehr als bei Männern.
Ich habe mich so geschämt, als ich noch gesoffen habe, dass ich mich nicht mal getraut habe, das irgendwo auszusprechen. Ich habe nix schön geredet, ich habe komplett geschwiegen und immer heimlich gesoffen. Das war ganz ganz schlimm.
Auch heute, obwohl ich für mich meinen Frieden mit meiner Alkoholsucht gefunden habe, denke ich, dass ich diese Scham noch nicht ganz ablegen konnte. Sie belastet mich nicht mehr im Alltag. Und für mich reicht es, dass ich mir gegenüber absolut ehrlich bin und so mit der Vergangenheit meinen Frieden geschlossen habe. Ich will nix verdrängen, aber ich muss auch nicht alles bis ins kleinste Detail ‚aufarbeiten‘. Mich irgendwo erklären muss ich schon mal gar nicht. Vermutlich hat das auch mit der Stigmatisierung der Alkoholsucht zu tun. Die Menschheit wird aber offener, das merke ich schon auch außerhalb dieses Forums. Und vielleicht werde ich es auch irgendwann.
Die Vergangenheit kann ich nicht ändern, das Jetzt kann ich gestalten und auf das Morgen kann ich mich nüchtern freuen.
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Ich habe das Tief ohne zu trinken verlassen können.
Zu dem Satz wurde schon einiges geschrieben.Mir ist der auch direkt ins Auge gestochen.
Ich habe mir ganz klar gemacht, dass ich für den Rest meines nüchtern sein werde. Klar, dass ist jetzt mal irgendwie wie Wunschdenken und dennoch ist das seit meinem 1. nüchternes Tag meine absolute Überzeugung. Weil ich Alkoholiker bin und mich der nächste Schluck Alkohol direkt wieder in die Suchtspirale zieht. Kein ‚es könnte mein Untergang sein‘… Der nächste Schluck Alkohol ist mein Untergang.
Die ‚Option‘ zu trinken, stellt sich mir gar nicht. Es gibt keinen Alkohol mehr für mich. Weil ich leben will. Fertig.
Und auch, wenn nicht jeder Tag immer nur schön ist, es ist mein Tag und es ist ein gelebter Tag …von mir gelebt.
Ich finde es klasse, dass du dich mit unseren Beiträgen auseinandersetzt. Das hier zu lassen, ist mir gerade sehr wichtig.
Hallo Dennis,
schön, dass du nach 3 Jahren hier mitlesen nun endlich deinen nüchternen Weg gehen willst.
Das wichtigste für mich ist es gewesen, dass ich akzeptiert habe, dass ich Alkoholiker bin …und dass ich das auch für immer bleiben werde. Die Alkoholsucht ist nicht heilbar, sie geht lediglich zu stoppen. Eine dauerhafte Abstinenz macht das möglich. Und dauerhaft ist immer. Ohne Ausnahme.
Vor einer Woche hast du den Ausgang aus der Suchtspirale gefunden. Das ist so viel wert und das Eis, auf dem du deinen nüchternen Weg gehst, ist noch so dünn….so zerbrechlich.
Urlaube sind für mich der größte Trigger.
Wenn ich mich schon im Vorfeld unsicher fühle, bleibe ich zu Hause.
Maximale Risikominimierung….so steht es in unseren Grundbausteinen.
Und wenn du irgendwo schon im Vorfeld ein Risiko für deine Nüchterheit siehst, ist die Minimierung dessen die größte Chance, die du haben kannst.
Du wirst dann 3 Wochen nüchtern sein, das Eis noch nicht wesentlich dicker.
Ja, bin frustriert. Ja und dann hörte ich Depriemucke. Darf ich ja nun auch nicht mehr.
Du darfst alles.
Nee, die Welt ist nicht schöner weil ich nicht mehr saufe.
Nee, das wird sie nicht.
Aber das, was schön ist, kannst du sehen und erleben, weil du nüchtern bist.
Er schmiss mir an die Ohren : Ja dann sauf doch wieder und hat dann das Gespräch mit den Worten : Ruf mich nie wieder an beendet.
Ohne das Gespräch und euch zu kennen, bin ich gedanklich gerade bei Alex_aufdemweg . Einfach, weil ich dich hier so erlebe…geht nicht, passt nicht, will ich nicht, ist für mich nicht möglich …
Ich möchte dich ermuntern, hinzuschauen. Auf dich. Denn du bist es, mir der du dein weiteres Leben verbringen wirst. Alle anderen Menschen um dich herum sind ja irgendwie beliebig austauschbar. Einigen wirst du nachweinen, andere nicht mehr dabei zu haben, wird sehr bereichernd sein.
Hast du heute schon etwas schönes bemerkt?
Keine Sorge, bevor ich etwas dummes mache melde ich mich auf jedenfall hier, normalerweise hätte ich jetzt schon einen sitzen, ich musste auch ans Trinken denken aber zum Glück hat eine andere Stimme in mir mir sofort klar gemacht das es so nur noch schlimmer werden würde als es schon ist.
Ist Alkohol trinken für einen Alkoholiker etwas dummes?
Ich empfinde das als etwas sehr lebensbedrohliches. Weil es nämlich direkt wieder zurück in die Suchtspirale geht und um da noch mal (gerade noch rechtzeitig…..wobei ich mit ‚gerade noch rechtzeitig‘ halbwegs lebendig meine) rauszukommen, stehen die Chancen nicht wirklich gut. Ganz davon abgesehen, dass im Rausch ja gar nix gelöst wird und zusätzliche Probleme das Leben noch schwerer machen.
Ich habe für mich ganz fest verinnerlicht, dass der nächste Schluck Alkohol der 1. Spatenstich zu meinem Grab ist.
Auch nüchtern gibt es wirklich sehr viele Probleme. Aber nüchtern habe ich zumindest eine Chance, sie zu lösen. Sie lösen heißt dabei aber auch nicht unbedingt, dass sich alles direkt so gestaltet, dass es für mich super gut passt. Meine Verantwortung sehe ich dann darin, es für mich passend zu machen. Dabei geht auch schon mal ein Mensch für mich verloren. Das ist dann so.
Enttäuschung, Wut, Zerrissenheit, Angst …..das sind alles Gefühle, die niemand weglächelt…..und die auch niemand wegsaufen kann. Haben wir doch alle schon vergeblich versucht ….mit dem Ergebnis: Jetzt sind wir hier.
Sich hier zurückziehen, haben schon einige gemacht. Andere nicht belasten wollen oder so…..Ging oft genug nach hinten los und endete wieder in der Suchtspirale.
Du bist für dich hier. Es ist egal, ob irgendwem nicht gefällt, was du schreibst. Du schreibst hier für dich.
Und nicht alles, was du hier bei dir liest, muss für dich passen. Du kannst sortieren….passt / passt nicht / passt vielleicht / trete ich in die Tonne.
Ich sortiere beim Schreiben ganz viel. Auch mein Sortieren muss nicht jedem gefallen….ich sortiere das ja für mich.
ich denke nur sie möchte es nicht.
Ich finde es immer schwierig zu denken, was andere möchten.
Da frage ich solange nach, bis ich eine Antwort bekomme, die ich (zumindest inhaltlich) verstehe oder, wenn es mir nicht wichtig genug ist, sage ich mir: Dann ist es eben so….
Das Leben ist zu kurz, um vergeblich darauf zu warten, dass sich andere für meine Zufriedenheit und für mein persönliches Wohlbefinden verantwortlich fühlen. Wenn ich etwas verändert haben möchte, muss ich das tun. Sonst passiert da nix.
Hallo Blendi,
herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
Aus eurem Notfallkoffer hilft mir leider nichts
‚Unser‘ Notfallkoffer ist eine Sammlung von Dingen, die hier irgendwem mal geholfen haben, die Zeit des Saufdrucks nüchtern zu meistern.
Nicht alles passt für jeden.
Denkst du dir, dass dir daraus nix hilft oder hast du es ausprobiert?
Ich habe Familie, Eltern, Geschwister, Neffen, Nichten. Bei denen steht Spass haben immer an erster Stelle. Von denen erwarte ich aber eher so was wie Fürsorge. Vielleicht habe ich da einen Denkfehler.
Inwieweit erwartest du sowas wie Fürsorge?
Was ist denn Fürsorge im Zusammenhang mit der Alkoholsucht?
Ich habe alles schon in meiner nassen Zeit abgecheckt. Da gibt es nix für mich.
Hmm, 🤔 Ich behaupte jetzt einfach mal, dass es niemanden gibt, der schon alles abgecheckt hat.
‚Da gibt es nix für mich.‘ ist meiner nach überhaupt nicht möglich.
Es sollte doch alles besser werden ohne Alkohol. Wird hier doch ständig geschrieben.
Das wird hier so nicht geschrieben.
Die Haut wird schöner, man schläft besser, ist ausgeruht, motiviert. Jeder Tag ist schön.
Bei mir tut sich da nichts
Meine Haut wurde zwar schöner und ich schlafe auch besser, aber es gibt durchaus genügend Tage, an denen ich weder ausgeruht noch motiviert bin.
Niemand auf der ganzen Welt wird behaupten können, dass jeder Tag schön ist.
Was unternimmst du denn, um nicht mehr sagen zu müssen:
hilft mir leider nichts
Da gibt es nix für mich.
Bei mir tut sich da nichts.
Was könnte dir denn helfen?
Was wäre denn was für dich?
Was könnte sich denn bei dir tun sollen?
Weiß ich auch nicht wirklich, habe irgendwie das Gefühl, dass ich nicht schreiben brauch, wenn ich eh nicht vorwärts komme oder eure Tipps nicht umsetzen kann, wie ich es eigentlich gerne möchte.
Wir sind ja eine Selbsthilfegruppe.
Ziel ist es nicht, Tipps zu geben oder solche umzusetzen, sondern sich hier auszutauschen und für sich selbst mitzunehmen, was passt (und auch liegen lassen zu können, was nicht so passt).
Es geht nicht um Erklären oder um Rechtfertigen. Du bist für dich hier.
Obwohl ich auch des öfteren Sachen hätte schreiben wollen, nur um sie "loszuwerden"
Genau das empfinde ich hier als sehr wertvoll.
Einfach aufschreiben, was da so wild im Kopf rumschwirrt. Dabei sortiert sich oft schon ganz viel. Und vieles wird noch klarer, wenn ich etwas später meine eigenen Beiträge noch mal lese. Oft kann ich auch erst ein paar Tage später die Antworten einordnen.
Herzlichen Glückwunsch zum 1. nüchternen Jahrestag 💐
Das ist ja schon ein ganz besonderer Tag, finde ich.
Es funktioniert nach wie vor gut, und ich möchte es mir auch nicht mehr anders vorstellen.
Und …..? Gelingt es dir auch?
Oder kreisen deine Gedanken noch hin und wieder um Alkohol?
Hallo Robyn,
von mir auch noch ein herzliches Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
Inzwischen bist du schon 1 einhalb Monate nüchtern. 👍
Konntest du dich hier schon einlesen?
Du kannst hier eine wahre Schatzkiste an Erfahrungen finden, wenn du dich hier umschaust.
Nicht jedem liegt das Schreiben.
Mir hat das Schreiben hier gerade am Anfang meines nüchternen Weges sehr geholfen, meine Gedanken zu sortieren. Und zu sortieren gab es reichlich. Es ändert sich ja so viel, der Tag ist auf einmal ganz schön lang, und diese gewonnen Zeit will gefüllt werden. Hast du das auch schon bemerkt?
Wie geht es dir heute?
Hallo Perdita,
es ist sehr viel Selbstfürsorge dabei, wenn du so auf dich achtest, finde ich.
Was mir Sorge bereitet ist, wie Nahe mir dann die Weinflaschen wieder kommen werden. Und ich weiss nicht, reagiere ich da über?
Alkohol wird es ja immer geben und Alkohol wird es auch immer überall geben. Das ist einfach so. Alkohol wird also immer irgendwie nah sein.
Ich mache mir keine Sorgen, wie nahe die Weinflaschen mir kommen könnten, sondern ich sehe meine Verantwortung darin, achtsam zu sein, wie nahe ich den Weinflaschen komme.
Wenn ich mich unwohl fühle, dass da nebenan Weinflaschen stehen, erinnere ich mich daran, dass ich 2 Füße habe und gehe weg. Die Weinflaschen kommen ganz sicher nicht hinterher gerannt.
Nüchternheit beginnt im Kopf. Ich trinke keinen Alkohol. Fertig. Diskussionen finden in meinem Kopf nicht statt. Weil ich Alkoholiker bin und mich das erste Glas Wein sofort und ohne Umwege zurück in die Suchtspirale zieht, ich dort vermutlich nicht noch mal rauskommen würde und weil mir mein nüchternes Leben so gut gefällt, dass ich kein anderes haben will, ein versoffenes, vor mich hin vegetierendes schon mal gar nicht.
Das versoffene ‚Leben‘ kenne ich. Das war einfach nur ganz ganz schlimm… richtig grausam.
Jetzt will ich das nüchterne Leben, da gibt es jeden Tag so viel Schönes.
" Normale Leben" hat angefangen , keine negativen Momente ......ist vielleicht langsam und eintönig , aber ich mag meine heutigen Leben.
Ich finde so ein normales Leben mit ‚langsam und eintönig‘ auch ganz schön. Etwas anderes würde ich gar nicht wollen.
Für mich hat das was sehr beständiges und schafft auch Sicherheit.
Es ist so schön, dass du deine alten Rezepte an deine Enkelin weitergeben kannst.
Eine schöne Vorstellung, wie deine Enkelin ihren Kinden mal was bäckt und sagt: Das habe ich von Oma. 🤩
Herzlichen Glückwunsch zu 2 nüchternen Jahren 👍🏻
Du schreibst selbst, dass du viel gelernt hast in dieser Zeit. Das finde ich wichtig, um sich trauen zu können.
Und du schreibst auch, dass du noch am Anfang stehst. Das denke ich von mir auch, weil ich ja auch immer vor Augen habe, wie viele Jahre die Sucht von mir Besitz ergriffen hat.
Ich finde es gut, dass du jetzt auch wieder an Urlaub denkst.
Die Nüchternheit ist ja inzwischen in deinem Kopf angekommen, so jedenfalls lese ich dich.
Und da du ja deinen Kopf überall mit hin nimmst, wird deine Nüchternheit auch immer mitkommen.
Achtsam sein und trotzdem leben.
Mein Leben - meine Verantwortung.
So ist mein Weg.
Viel Spaß bei der Urlaubsplanung.
Viele haben mehrere Selbsthilfegruppen. Man nimmt ja dann auch überall was mit.
Ich selbst habe nur dieses Forum als meine SHG gefunden.
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