Herzlichen Glückwunsch zu 6 nüchternen Monaten.
So langsam bekommst du ein Gespür dafür, was Freiheit bedeutet.
Ich lese dich gerne, du bist so schön ehrlich mit dir, nimmst dich(wieder) absolut ernst und kannst trotzdem so herrlich über dich selbst lachen. Mir gefällt diese Art.
Beiträge von Stern
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Ich trinke nicht (mehr), doch bleibt das Umfeld ein nasses, leider. Das kann ich nicht ändern.
Das ist so. Die Welt wird nicht trockener, nur, weil ich nicht mehr saufe. Auch nicht, wenn du nicht mehr trinkst. Das ist so.
Kannst du das als Fakt akzeptieren?
Mir hat das gerade am Anfang sehr geholfen, mir über das, was andere trinken, keine Gedanken zu machen. Ich bemerke das. Das ist so. Und dann bin ich gedanklich auch schon wieder woanders.Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit habe ich x offizielle Termine wahrzunehmen; ja, und da wird ausgeschenkt; es ist jedes Mal ein Kampf, muss ich sagen. Mich hiervon zu distanzieren, ist nicht so einfach, eben weil so viel "dranhängt". Da geht es nicht nur um mich; ich muss auch auf mein Unternehmen schauen - hier geht es um so vieles.
Was ist das, was dich so kämpfen lässt?
Ein Bedauern, nicht mittrinken zu können? Das Drängen der Anderen? Angst, als Alkoholiker erkannt zu werden?
Es mag viel an solchen offiziellen Terminen dranhängen. Und sicher geht es dann auch nicht nur um dich, sondern auch um das Unternehmen. Aber dein Unternehmen ist nur soviel wert wie du dir wert bist.Alkohol gehört in der Gesellschaft dazu. Das ist so. Und ich denke schon, dass es Situationen gibt, da kann das auch nicht umgangen werden.
Hilft es, wenn da nicht nur ein Tablett mit Sekt da steht, sondern eins gemischt mit Sekt und mit Orangensaft. Ich bin mir sicher, dass es immer welche geben wird, die dann auch zum O-Saft greifen. -
Wirklich schwierig wird es halt aber erst später, wenn es auch darum geht, sein Lebensumfeld und seine Lebensweise nachhaltig zu verändern. Das hätte ich mir auch bei mir einfacher vorgestellt, als es letzten Endes ist. Eben weil so viele Rädchen ineinander greifen...
Darf ich fragen, was genau das schwierige für dich war (oder noch ist) und wie du dir das einfacher vorgestellt hast?
Bei mir war das nämlich so ganz anders: Ich war oft zurückhaltend in meiner Freude, hatte immer im Kopf die Vorstellung, dass jetzt eine ganz schwere Zeit auf mich zukommt, dass ich unheimlich stark sein muss, um dem Alkohol widerstehen zu können.
Ich musste ja den Tag neu lernen, das Leben …. und das alles komplett ohne Alkohol. Das habe ich mir so sehr gewünscht und doch konnte ich mir ein alkoholfreien Leben gar nicht mehr vorstellen.
Und dann war alles so leicht. Das war mir so unheimlich, dass ich richtig auf den ‚großen Knall‘ gewartet habe. Sehr lange sogar. Er kam bis heute nicht.
Heute denke ich, dass es so einfach war, weil ich aufgehört habe zu kämpfen.
Ich habe akzeptiert, dass ich Alkoholiker geworden bin und dass ich das auch für immer bleiben bleibe. Und als solcher bleibt mir nur, absolut abstinent zu leben. Immer. Egal, was in meinem Leben passiert.
Es gibt keinen Sieg über die Alkoholsucht. Es gibt aber ein Leben mit der Alkoholsucht. -
Hallo Shawn,
danke für deine ausführliche Vorstellung und die Beiträge zu deinem Rückfall.
Ich lerne gern aus solchen Erfahrungen. Und diese zeigt mir, wie wichtig es ist, dass mein Haushalt absolut alkoholfrei ist.
Ich bin seit Juni 2021 hier und genauso lange nüchtern.
Ich wünsche dir einen guten und hilfreichen Austausch. -
Vielleicht also hat mein geändertes (nüchternes) Verhalten doch etwas gebracht. Vielleicht merkt man das auch nach außen hin. Dass mir da, wenn ich so etwas lese (und das gibt es normalerweise überhaupt nicht), die Augen feucht geworden sind, ja, das war eine für mich vollkommen neue Erfahrung.
Ja, wie man in den Wald rein ruft, so schallt es auch wieder heraus.
Ein ganz tolles Kompliment hast du da bekommen. Da werden mir ja schon beim Lesen hier bei dir die Augen feucht.
Genieße diese Erfahrung und habe eine gute Auszeit. -
Herzlichen Glückwunsch zum 1. nüchternen Jahrestag. 🏆
Der 1. Jahrestag ist ja ein ganz wichtiger Meilenstein. Alle ‚Jahreszeiten‘ einmal komplett ohne Alkohol erlebt….gelebt. So jedenfalls habe ich den Tag empfunden.
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Herzlichen Glückwunsch zum 3. nüchternen Jahrestag.
aber ich habe mich daran erinnert dass ich vor drei Jahren viel in diesem Forum unterwegs war und dass mir das geholfen hat und deswegen dachte ich ich lass mal meine "dreijahresmarke" hier.
Hier ist deine Selbsthilfegruppe. Wann und wie intensiv du die für dich nutzen möchtest, ist deine Entscheidung.
Jeder so, wie er es für sich braucht.
Ich brauche diese Gruppe täglich (auch, wenn ch nicht täglich schreibe), weil ich hier meine Sucht in meinen ganz persönlichen Mittelpunkt stellen kann, den sie im Alltag so nicht hat….ich aber für meine Abstinenz absolut notwendig empfinde.Ich freue mich, wenn ich dich hier öfter lesen würde.
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Ich wünsche dir ein ganz schönes neues Jahr, in dem du weiterhin so fröhlich und aufgeschlossen durchs Leben gehst und in dem sich deine kleinen und großen Wünsche erfüllen mögen.
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Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und alles Gute für dein neues Lebensjahr 💐
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5 Monate auf den Tag genau
Herzlichen Glückwunsch 💐
Ich bin so dermaßen zufrieden wie schon Jahre nicht mehr. Glücklich muss ich gar nicht haben. Glück ist für mich eine Momentaufnahme. Also wenn man stolpert aber nicht auf die Fresse fliegt z. B. Aber diese innere Zufriedenheit ist mit nichts aufzuwiegen.
Damit hast du genau die Worte gefunden, nach denen ich schon so lange suche.
Die Frage: ‚Bin ich glücklich oder bin ich zufrieden‘ … ‚wo genau ist der Unterschied , wenn ich beides fühle?‘ beschäftigt mich immer mal, wenn ich dankbar auf meinem Tag zurückblicke.
Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben, jeden Tag, auch wenn er mal nicht so gut war, weil ich den Tag nüchtern erleben durfte. Und diese Zufriedenheit wird bereichert durch die vielen Glücksmomente.
Genieße deinen besonderen Tag und werde nicht müde, hier von deinem Tag zu schreiben.
Ich lese dich sehr gerne und ich freue mich jeden Tag über die Zahl in der Überschrift zu deinem Beitrag. 😀 -
Mein Rückfall liegt nun fast schon wieder ein Jahr zurück. Es ärgert mich immer noch aber es ist passiert. Es hat mir damals nochmal den Ernst der Lage gezeigt und wo ich nie mehr hin möchte.
Dann war dein Rückfall vielleicht genau dieser ‚Knall‘, den du für dich gebraucht hast.
Ärgerlich hin oder her, der Rückfall ist passiert, du bist wieder aufgestanden und das allerwichtigste: Du hast daraus gelernt.Ich denke auch noch manchmal: Da möchte ich nie wieder hin….. Inzwischen habe ich aber auch gelernt, im ‚Jetzt‘ zu bleiben (ohne das Vergangene zu verdrängen). So wie es jetzt ist, ist es gut. Ich konzentriere mich auf das Schöne und Wertvolle, was ich heute habe und passe gut darauf auf, dass das morgen auch noch so ist.
Manchmal muss ich heulen, da ich mittlerweile echtes Mitgefühl für mich entwickelt habe. Was ich mir angetan habe die letzten Jahre. Wie sehr mein Körper und meine Psyche gelitten haben. Aber hey, ich hab s erkannt und hab mich auf die Reise der Heilung und Abstinenz begeben.
Das habe ich auch so erlebt. Und genau mit diesem Gefühl im Herzen konnte ich mir verzeihen.
Meine Vergangenheit wird dadurch nicht besser und sie wird auch immer zu mir gehören. Aber genau dieses Mitgefühl mit mir und meiner Vergangenheit hat mich versöhnt….mit mir.
Ich wünsche dir auch eine ruhige und schöne Vorweihnachtszeit. -
gestern Abend bekam ich mal wieder einen Ruckler. Also wieder dieses Unruhegefühl. Es kam wieder aus heiterem Himmel, ohne Trigger-Faktoren.
Heute ist wieder alles ruhig in mir. Keinerlei Verlangen nach Alkohol. Aber dieses Verlangen hatte ich auch gestern nicht.
Als ich vor 4 einhalb Jahren mit dem Saufen aufgehört habe, habe ich mich bei Unruhegefühlen gefragt: Ist das Unruhegefühl wirklich Verlangen nach Alkohol? Ist j erstmal naheliegend. Ich habe sehr aufmerksam in mich reingehorcht und jedesmal kam ich zu der Erkenntnis: Nein, es ist kein Verlangen nach Alkohol. Und dann habe ich mir erlaubt, dass ich auch als abstinent lebender Mensch ein Unruhegefühl haben darf.
Ich werde heute wieder ein Schrankfach in Angriff nehmen und ausmisten.
Ich habe immer ein Lächeln im Gesicht, wenn ich dich hier lese , wie du ein Schrankfach nach dem anderen aufräumst. Das erinnert mich so herrlich an meine Anfangszeit hier. Ich hatte ja auf einmal so viel Zeit. Und die Schränke waren vollgestopft mit allem Möglichen und Unmöglichen. Jeden Tag habe ich hier von einem neu aufgeräumten Schrankfach, einer neu einsortieren Schublade, einem fertig schön ordentlich eingeräumten Schrank geschrieben.
Noch heute denke ich, wenn ich einen Schrank aufmache, an die Zeit, als ich staunend davor saß, alle Türen weit offen und mich einfach nur gefreut habe, dass endlich Ordnung in mein Leben kommt.
Und jeden Tag habe ich meinen Eintrag hier auch mit der Tageszahl meiner nüchternen Tage begonnen.
Und ich war so stolz auf mich. Mit jedem nüchternen Tag und mit jedem aufgeräumten Schränkchen habe ich mir mein Leben zurückgeholt.
Diese Ordnung in den Schränken, in den Räumen hat mir auch eine Ordnung in meinem Kopf geschenkt.
Das wünsche ich dir auch. -
Nee, ich fand Zigaretten cool, mein Umfeld überhaupt nicht, aber Zigaretten sind hier auch nicht das Thema.
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Wow, dann bist du der erste Mensch den ich „kenne“, der unbeeinflusst aus eigenem Antrieb Alkohol und Zigaretten gekauft , dann ja auch alleine zu Hause konsumiert und später dann abhängig geworden ist.
Was den Alkoholkonsum betrifft, ist das tatsächlich so gewesen. Unbeeinflusst aus eigenem Antrieb Alkohol gekauft , alleine zu Hause konsumiert und später dann abhängig geworden.
Zigaretten waren damals, als ich noch ziemlich jung war, einfach cool.
Nichtsdestotrotz fünktioniert Nüchternwerden und -bleiben langfristig natürlich nur mit Eigeninitiative.
Der Preis war mir beim Lieferservice egal, wenn ich 3 oder 4 Pizzen bestellt habe, damit ich 2 Flaschen Wein bekomme. -
es beginnt doch schon in der kindheit, was wird vorgelebt der umgang mit alk zum beispiel, dass rauchen und und und...das wird nicht durch steuern und abgaben reguliert, sondern es wird vorgelebt.
Wow. Wenn das mal nicht zu kurz gedacht ist.
Dann hätte ich niemals geraucht wie‘n Räuchermännchen in der Weihnachtszeit und ich wäre auch nie Alkoholiker geworden. Mir ist das nämlich überhaupt nicht vorgelebt worden…… weder in meiner Kindheit noch später in meinem Umfeld.
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Selbst im Fernsehen, wenn ich trinkende Menschen sehe, bleibt alles ruhig in mir.
Was heute ist, kann morgen schon ganz anders sein.
Ich horche auch heute noch, nach 4 einhalb Jahren, in mich rein, wenn ich irgendwo Alkohol sehe. Nicht ständig und auch nicht bei jedem Glas am Nachbartisch. Aber doch hin und wieder und das schon sehr bewusst. Gar nicht mal, weil ich da irgendwas fürchterlich Schlimmes erwarte, sondern vielmehr, weil ich nicht möchte, dass ich da nicht mehr drauf achte.
Ich kann sowieso nicht mehr verstehen, warum ich mir das jahrelang angetan habe. Der Alkohol konnte mir ja überhaupt nichts mehr geben. Er hat mich nur immer kränker, träger und verwirrter gemacht.
Mir konnte der Alkohol auch nichts mehr geben. Er hat mir noch nicht mal geschmeckt.
Ich habe jahrelang gesoffen, weil ich alkoholabhängig bin. Süchtig nach Alkohol. Alkoholiker. Und weil ich nicht wusste, wie ich aus dieser Suchtspirale rauskommen könnte. Einen anderen Grund gab es nicht. -
In diesem Moment gar keine Gedanken darüber. Erst auf der Heimfahrt dachte ich noch mal kurz drüber nach. Aber das waren Gedanken wie: Zum Glück musst Du dieses Gift nicht mehr trinken. Mein Mann fragte mich etwas und ich war sofort wieder weg von diesem Gedanken. Ich behaupte, es hat mir überhaupt nichts ausgemacht
Dieses ‚Es hat mir überhaupt nichts ausgemacht‘ kann sehr schnell trügerisch sein. Es mag dir in dem Moment nix ausgemacht haben, aber das Suchthirn, und das haben alle Alkoholiker, merkt sich solche Szenen mit Alkohol und kann dir das auch noch viel später um die Ohren krachen. Vielleicht sogar, wenn du die Szene schon wieder vergessen hast. Das zu wissen, hat mir geholfen mein ‚Es hat mir überhaupt nichts ausgemacht‘ immer auch kritisch und aufmerksam zu beobachten.
Was im Moment nichts macht, kann eine Stunde später zum Rückfall führen…..oder noch später.Es freut mich, dass du einen so schönen Tag im Solebad hattest.
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Ich habe mir ja nie eingestanden, wirklich Alkoholikerin zu sein.
Hast du es dir denn jetzt eingestanden?
Für mich war schon ganz lange klar, dass ich mich in die Sucht gesoffen hatte. Das Wort ‚Alkoholiker‘ habe ich für mich gedanklich oft benutzt, ausgesprochen habe ich es nie. Obwohl ich genau wusste, ich bin‘s auch. Alkoholiker. Viel zu sehr geschämt habe ich mich. Auch vor mir selbst.
Erst als ich mich hier angemeldet habe und von den vielen Frauen gelesen habe, die auch Alkoholikerin geworden sind, konnte ich das für mich auch zulassen. Ab da konnte ich die Alkoholsucht als Krankheit sehen, nicht mehr als eine Schwäche von mir. Ich bin nicht labil und schwach, ich bin krank.
Ich konnte in den Spiegel schauen und zu mir sagen: Ich bin Alkoholiker. Und ich werde nie wieder auch nur einen einzigen Schluck Alkohol trinken.
So konnte ich meine Alkoholsucht akzeptieren. Und ich wusste nun ja auch schon, dass die Sucht für immer bleibt, sie aber durch absolute Abstinenz zum Stillstand zu bringen geht. Und so war ich fest entschlossen zu lernen, mit der Sucht zu leben. Sie ist kein Gegner mehr.
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bin ich 1000 Tage trocken

Was für eine wunderschöne Zahl. 🤩
Aber das ist ja nicht einfach nur irgendeine wunderschöne Zahl, sondern das sind deine letzten 1.000 gelebte Tage….nüchtern, in Freiheit.
Herzlichen Glückwunsch. -
Zu deinem 21. Geburtstag gratuliere ich ganz herzlich. 🎈
Mit deiner Hilfe durfte ich meinen nüchternen Weg finden und ihn so gehen, wie er sich für mich richtig anfühlt und so, wie er es mir ermöglicht, mein nüchternes Leben zufrieden und glücklich zu leben.
Die Entscheidung zur Abstinenz musste ich ganz alleine treffen, alles Weitere hast du mir mit deinen vielen hilfreichen Beiträgen gelehrt.
Das alles ist möglich, weil sich hier so viele Menschen mit großem Engagement einbringen, von ihren Erfahrungen berichten und sich so hier austauschen und voneinander lernen können. Vielen Dank euch allen.
Hilfe zur Selbsthilfe, dafür stehst du.
Und ich bin überzeugt davon, dass nur das der richtige Weg ist. Denn das, was mir übergestülpt werden soll, wird nicht zu meiner Überzeugung werden können. Nur das, was ich mir selbst erarbeitet habe, lässt mich meinen nüchternen Weg gehen.