Schratte, trau` Dich einfach Mal.
Beiträge von achelias
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du gibst Schratte eine Anleitung zum Coabhängigsein.
Tu` ich das?
Hallo Aurora,
ist es denn verkehrt, wenn Schratte das erste (?) Gespräch vorsichtig beginnt? Alles weitere ergibt sich sowieso.
Ist es denn schräg, wenn er anstatt mit Vorwürfen und Hilfsangeboten zu arbeiten, versucht seine Hilflosigkeit zum Ausdruck zu bringen?
Ich glaube Schratte ist schon groß und weiß, selbst, was absurd ist und was nicht.
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... mich selbst zu kasteien und mich gedanklich viel mit meiner Abhängigkeit zu beschäftigen. Es in mein Hirn reinzuprügeln bis es weh tut,
Du bist abhängig?
Genau das solltest du aus deinem Kopf verbannen - Du kannst ohne Alkohol leben, das kannst du schon seit über 30 Tagen.
Es ist noch ein bisschen holperig, du traust dir noch nicht so ganz.
Ich verglich es immer mit dem Laufenlernen, da verging auch einige Zeit bis ich es konnte.
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Ich sehe hier, dass meine Frau aus dem Alkohol herauskommen kann. Ich sehe aber auch eine leider riesengroße Wahrscheinlichkeit, ...
Hallo Schratte,
deine Angst kann ich verstehen, du hast die Wahl zwischen dem „kleineren Übel“, dem jetzigen Zustand und dem „totalen Krieg“ (wenn`s ganz schlimm kommt)… nachdem du es angesprochen hast, ist nichts mehr wie es war, es eskaliert und wird zu täglichen Kampf/ Krampf.
Das Risiko ist zu groß, du hast weder Lust alles zu riskieren, noch dir die letzte Zeit völlig zu verderben.
Da helfen kluge Ratschläge und die Erfahrungen der Anderen wenig – Du bist du, und eben nicht mehr 40 oder 50.
Ich würde mich auch fragen, was nützt es, wenn ich Recht habe (oder die anderen) und alles sooo vernünftig ist und am Ende/ unterm Strich, ich alles verliere und mein Leben zur Hölle wird?
Frage deine Frau, was du tun sollst, ob du dir zu unrecht Gedanken machst und alles nur übertreibst, sage ihr, wie wichtig sie dir ist und daß du sie auf keinen Fall verlieren willst. Vermeide jeden Vorwurf, jede Verurteilung, jede Forderung, alles was sie verärgern/ trotzig machen könnte.
Du hast (bestimmt ?) ein Ziel, eure Beziehung zu erhalten. Das hat oberste Priorität.
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Bin versucht ihm eine wütende E-Mail zurückzuschreiben. Dies ist jedoch wahrscheinlich erneut einfach nur verschwendete Energie. Er weiß natürlich welche Knöpfe er drücken muss.
Wenn du immer wieder darauf reagierst, wird es nie ein Ende nehmen!
Selbst wenn deinem Erzeuger etwas passieren sollte, bist nicht du verantwortlich, weder vorher noch hinterher.
Nun kannst du alle Möglichkeiten gedanklich durchspielen, es wird nicht das geringste ändern.
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Ja, so in etwa...
So unterschiedlich kann`s sein …
Ich trank einfach, machte mir überhaupt keine Gedanken darüber, ich litt nicht (nüchtern vielleicht), wollte nicht aufhören und begriff auch gar nicht, daß ich völlig daneben war. Für mich, verhielt ich mich normal. War es eine Psychose oder nur Größenwahn? Ich wollte mich betäuben, freiwillig.
Ich hatte keine Krankeneinsicht. Ich hatte irgendwann die Nase voll, von mir, ich hatte keine Angst krank zu werden oder zu sterben.
Ich wollte (einfach) nicht mehr trinken.
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Oder ist das eine nur naive Hoffnung?
Ja.
Einsicht setzt Bewusstsein voraus. Wenn man die Augen vor der Realität verschließt, wird schnell aus der Wahrheit eine Lüge und aus der Lüge die Wahrheit.
Hast du es einmal mit einem Brief versucht? Die direkte, persönliche Konfrontation vermieden.
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Ich weiß es nicht, weshalb ich so an mir zweifel..... Doch.....genau das ist es......ich sehe mich als schwach an. Ich traue es mir selbst nicht zu. Fürchte mich vor mir selbst.
Warum?.....da muss ich mal schauen.
Das ist völlig normal, schwach sein, Zweifel haben, sich Sorgen machen. Das ist ein Teil von uns. Man wird auch nicht einfach so stark, außer man hat den Zaubertrank des Druiden Miraculix.
Stark sein/ werden, sicherer werden, das benötigt Zeit und Training und (!) man muß an sich glauben, überzeugt sein von sich.
Ich habe mir immer gesagt: ich schaffe das, es geht nur um Alkohol und nicht um die Qualifikation für Olympia.
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Und jetzt tief durchatmen, Kopf hoch, nicht reinsteigern in die wirren Gedanke und weitermachen

Ähnliches frage ich mich auch oft ... warum sollte ich mich da hineinsteigern, ich weiß doch genau, was passiert, wenn ich wieder trinke - es ist eben nicht die Erlösung, die Erfüllung all meiner Wünsche, Linderung all meiner Qualen und Zweifel.
Mit dem Alkohol fing die ganze Schei**e ja an, ich müsste schon selten blöd sein, wenn ich wieder damit beginne.
Jetzt bin ich schon so weit gekommen und das riskieren, wegen einer Flüssigkeit namens Alkohol?
Nee, nee, nee ...
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Ich würde mich erstmal als längerer Trockener fragen. ...
Wie nahe sehe ich mich vor einem Rückfall stehen. Ist es, weil andere rückfällig geworden sind oder spielen da schon eine längere Zeit Gedanken eine vorherrschende Rolle, mal wieder saufen zu können.
Ich frage mich oft, warum sollte ich überhaupt rückfällig werden?
Was verändere ich damit? Geht es mir dann besser, schlechter?
Warum sollte ich wieder saufen "können" , was bringt es mir?
Die Antwort finde ich immer recht schnell.
Ich bin doch ein vernunftbegabtes Tier, ich weiß doch genau, was passiert, wenn ...
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Mein Vater ist ebenfalls ein intelligenter Mensch, jedoch hat sich auch seine komplette Persönlichkeit durch den Alkohol verändert. Ich bin mir leider nur nicht sicher, ob es ausreicht ihm eine Betreuung aufzuzwingen. Die Aussichten sind nicht gerade rosig, meinte die Frau der Betreuungsbehörde.
Das mit den Belästigungen und makabren „Scherzen“ kenne ich auch, auch meine Mama wurde oft belästigt, obwohl schon längst geschieden.
Da kann man nur dicht machen und alles ignorieren und wenn er in seinem eigenen Müll versinkt oder im Suff stürzt (bei meinem Vater oft vorgekommen), dann ist das eben so!
Hart? Nein, selbst gewollt.
Du kannst deinem Vater nichts aufzwingen. Versuche es, du hast dann alles getan, was in deiner Macht steht, wenn sich jemand zu Tode saufen will, soll es es tun, er hat sogar das Recht dazu.
Traurig, aber wahr.
Dieses Gefühl, Wissen, der Machtlosigkeit war nicht einfach zu ertragen, für mich, da mußte ich aber durch!
Als er dann starb, war ich nicht traurig, wir, die Exfamilie, bezahlten die Beisetzung, mehr konnten wir nicht tun.
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Doch noch etwas positives auf der Habenseite des Alkohols. Man war so schön lustig und überschwänglich. Aber das war eben auch Illusion. Und man macht dann blödsinnige Dinge. ...
Das war am Anfang (!) bei mir auch so, doch ich verlor schnell die Kontrolle, dann war ich nur noch „überschwänglich“ und überhaupt nicht mehr lustig.
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Hallo Lara,
ich war 36 als ich den Kontakt mit meinem Vater abbrach. Ca. 10 Jahre hegte ich auch die Hoffnung ihm helfen zu können, alles vergebene Liebesmüh!
Ich kaufte ein, werkelte auf seinem Grundstück/ Haus, leistete Gesellschaft, gab ihm Geld und er soff fröhlich weiter, wurde mit zunehmenden Alkoholisierungsgrad immer beleidigender – kurz um, es wurde immer unerträglicher, er soff und ich litt.
Ich hielt es nicht mehr aus, konnte das Elend nicht mehr ertragen, es wurde zusehends schlimmer, endlose Gespräche gipfelten im Chaos, in Beleidigungen, immer wieder.
Ich begriff, ihn kann kann ich nicht retten, mich aber.
Ich besuchte ihn nicht mehr, reagierte auf keine Telefonate, war nicht mehr erreichbar.
Natürlich war es nicht einfach, besonders in der ersten Zeit, auch wenn er ein Ars**loch war, er war mein Vater, ehemals ein intelligenter Mann, nun zum hoffnungslosen Säufer verkommen.
Auch ich könnte unzählige unrühmliche Geschichten erzählen.
Mein Vater soff dann noch ca. 14 Jahre weiter, für mich unverständlich wie lange ein Körper diesem täglichen Mißbrauch standhält … er starb mit 74.
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Hallo Veru,
leider spielt es im Job oft keine Rolle, ob irgendetwas fair ist oder nicht, so meine Erfahrung. Auch bei Krankheiten, wie Depressionen, Alkoholismus kann man selten auf Verständnis hoffen, schnell wird da einem etwas unterstellt, da ziehen „richtige Krankheiten“ besser, Magen-Darm, ein Virus o.ä. . Doch, das weißt du am besten, wie dein Chef, Arbeitsklima drauf ist.
Da sind Ideen gefragt, wie du dir eine Auszeit verschaffen kannst.
Bröckelnde gefestigte Trockenheit … der Gedanke scheint verlockend, doch wie du bereits feststelltest, macht erneutes Trinken alles nur doch schlimmer, dauerhaft.
Versuche dir Freizeit zu verschaffen, damit der Kopf wieder klar wird und du aus dieser Stresssituation herauskommst.
Was tatest du nach deinem burn out?
Kannst du mit mit deinem Partner darüber sprechen, mit deinem Arzt?
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Muss noch mal ganz in Ruhe darüber nachdenken.
Tu` das, überlege und lass dir Zeit.
Als ich den Kontakt gänzlich abbrach, war ich im Ausnahmezustand, doch die Entscheidung stand fest, da ich diesen Zustand nicht mehr ertragen konnte.
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... Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Warum lügt sie so??????
Hallo Chrissi,
auf der einen Seite schämt sie sich, auf der anderen kann sie nicht aufhören zu trinken und will es wohl auch nicht – warum auch?
Alkoholiker sind nun mal so, wie ich bereits schon einmal berichtete, war es bei meinem Vater sehr ähnlich.
Wenn du es nicht mehr ertragen kannst und willst, mußt du den Kontakt abbrechen, kannst ggf. für eine medizinisch Betreuung sorgen.
MfG
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Hallo Erna,
mir half der Gedanke: Was verändere ich, wenn ich jetzt wieder etwas trinke? Wie verändere ich mich?
Mir fiel nichts positives ein, im Gegenteil. Ich rief mir in Erinnerung, wie mich der Alkohol veränderte, das war eben nicht schön, nicht lustig, nicht positiv. Allein der Gedanke daran, erzeugte eine große Scham.
Ich sah nicht, die lustige, entspannte Person, eher die etwas desorientierte, leicht hilflose, wirres Zeug redende Person, die Person, vor der sich die Mitmenschen abwendeten – so will ich nie wieder werden.
In meinem Leben läuft es zur Zeit nicht gerade rosig, ich bin nicht besonders stark, doch seit 1 ½ Jahren bin ich alkoholfrei. Die ersten Wochen meiner Abstinenz waren nicht einfach, daß war ein ständiges Gedanken-auf-und-ab, ich mußte der Versuchung widerstehen, ich wußte, das vergeht mit der Zeit. Es verging!
Ich machte mir gedanklich, eine Liste und stellte positive und negative Erlebnisse, Taten unter Alkoholeinfluss gegenüber. Über die Jahrzehnte war „die Liste“ der Verfehlungen unendlich lang, sofern ich mich noch daran erinnerte, auf der positiven Seite sah es sehr leer aus.
Die Euphorie wieder trinken zu wollen, erlosch gänzlich.
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Hallo Erna,
mach` dich bitte nicht unnötig verrückt, gib` dir etwas Zeit!
Glaube an dich, du kannst es, es ist nur am Anfang schwer, da geisterten auch bei mir allerlei wirre Gedanken im Kopf herum und in meinen Träumen – Rückfallgefährdung, so ein Quatsch, du hast es in der Hand, du bestimmst, das musst du dir immer wieder klar machen, immer wieder sagen.
Du hast ein Ziel und schaffst das.
MfG
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Aber ich muss ja mit ihm reden , wahrscheinlich sollte ich Taten sprechen lassen, vielleicht ist er dann gesprächsbereit.
Keine Ahnung
Hallo Rezi,
hast du dich denn schon ein Mal kundig gemacht, was die rechtliche Seite angeht?
Wie, welche Handhabe du hast, worauf du unbedingt achten solltest, damit deine " kaputte Schüssel " nicht gänzlich zerspringt und du noch mehr verletzt wirst?
Du sagt, du mußt mit ihm reden – natürlich, irgendwann, doch erkundige dich zuvor, bitte.
Wenn es zu Trennung/ Scheidung kommt, nimmt er ja nicht einfach das Auto und ein paar persönliche Sachen und alles ist gut.
Da sollte man mit dem Schlimmsten (Krieg) rechnen und vorbereitet sein, Argumente und Wissen haben … bevor man (vorsichtig) miteinander redet!
Ich will ja niemanden etwas unterstellen, doch ich durfte schon einige Trennungen/ Scheidungen beobachten und da ging es ordentlich (!!!) zu Sache, da achtete niemand auf die Genfer Konventionen.
MfG
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Zum ersten Mal skeptisch wurde ich, als ich von meinem Alkoholismus schrieb. Da wurde ziemlich schnell abgewunken "nun hast du's ja geschafft!" und es war allgemein wenig Interesse da.
Ein Mal Alkoholiker immer Alkoholiker, wird leider oft verwechselt, mit ein Mal Säufer, immer Säufer.
Wer da auf Nummer sicher gehen will, läßt lieber die Finger von einem trockenen Alkoholiker, einem Ex-Drogenabhängigen.
Ich verstehe diese Einstellung.
Wie würdest du das handhaben? Auf Risiko gehen ...