Beiträge von Kintsugi

    Liebe orangeblau,

    selbst wenn sein Konsum "normal" wäre, es stört dich doch, dass er trinkt. Er scheint von Einsicht weit entfernt zu sein. Im Prinzip bleibt dir nichts anderes übrig, als ihn saufen zu lassen. Es ist ja auch sein gutes recht. Aber du hast auch ein Recht auf ein Zuhause ohne Alkohol und die Kinder erst recht.

    irgendwie hört sich seine Sicht schon auch plausibel an

    Naja...also wenn er tatsächlich kein Problem hat, dann kann er es doch einfach lassen, oder?

    Die Frage ist, was kannst du für dich tun, damit es dir gut geht? Schau nach dir!

    Bist du noch mit ihm zusammen oder nicht?

    Ich habe mich getrennt und mir eine Wohnung genommen. Alles reden hat nichts gebracht, erst der Auszug hat ihn mit der Realität konfrontiert. Diese Familie gibt es nicht mit Alkohol. Leider kann einem niemand sagen, wie der Betroffene damit umgeht. Es liegt nicht in deiner Hand.

    Meine Geschichte findest du im Forum unter "Ich bin Anni und suche Hilfe"

    Trennung ist nicht so einfach.

    Wäre das ein Wunsch von dir?

    Auch das kann ich sehr gut verstehen. Meine Kinder sind 2 Jahre und 7 Monate alt. Meine Kredite belaufen sich bis zum Mond...puh.

    Aber du bist nicht allein! Mir hat es geholfen, auf mich und die Kinder zu schauen. Was tut uns gut. Zusätzlich habe ich die Suchtberatung für Angehörige genutzt und bei Frauenberatungsstellen Informationen eingeholt. Es gibt viel Hilfe! Den ersten Schritt hast du hier schon gemacht.

    Er bestreitet jedoch alles. Greift mich verbal an und schiebt mir die Schuld für alle unsere Probleme in die Schuhe.

    Zieh dir den Schuh nicht an! Er allein ist verantwortlich für sein Trinkverhalten.

    Liebe orangeblau,

    Willkommen im Forum! Ohje...da bist du in einer blöden Situation und ich kann vieles nur zu gut verstehen.

    und ich weiß nicht ob ich Recht habe oder mir wirklich nur alles einbilde und dramatisiere...

    Mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit, täuscht du dich nicht und auch ich dachte lange Zeit, ich würde "spinnen". Wenn du im Forum liest, dann findest du viele ähnliche Berichte.

    Wie geht es dir denn damit? Wie geht es den Kindern?

    LG,

    Anni

    Liebe Gisa,

    deine Erzählungen machen mich sehr betroffen und ich finde es schlimm, dass du kein sicheres zuhause hast.

    Dieses Mal habe nicht ich die Wohnung verlassen.

    Was, wenn du bei einer nächsten Runde die Wohnung mit dem Rettungsdienst verlässt? Weil er dich im Suff grün und blau schlägt...oder was ist der Grund, dass die Polizei vorbei kommt? Es ist nicht normal, dass man zuhause um sein Leben fürchten muss.

    Ich würde ihn auf keinen Fall zurück lassen. Er kann ja gerne für dich und euren Sohn da sein wenn er nüchtern ist. Aber einen sicheren Rückzugsort würde ich nicht aufgeben.

    Bei Alkoholikern, die einen Rückfall hatten, würde man jetzt fragen: Was willst du diesmal anders machen?

    Hast du auf dich geschaut? Gut auf dich geachtet?

    LG,

    Anni

    Dein Bild, wie ein Alkoholiker auszusehen hat, stimmt nicht.

    Ich stimme zu! Achtung, du begibst dich in die Co Falle. So schlimm ist es bei euch nicht? Eventuell doch kein Problem?

    Schau dir die Reaktion an! Kontaktabbruch wegen etwas, wo es kein Problem geben sollte? Wo Rauch ist, ist Feuer. Traue deinen Wahrnehmungen.

    Ganz fiese emotionale Erpressung. Habe ich selbst erlebt. Mache dich frei davon! Du bestimmst über dein Leben und das der Kinder. Es haben sich Familien schon wegen etlicher Kleinigkeiten zerstritten. Das ist KEINE Kleinigkeit!

    Halte durch! Grenz dich ab. Du hast alles richtig gemacht.

    LG,

    Anni

    (eine super unauffällige, harmlos aussehende trockene Alkoholikerin und Co)

    Ich bin jetzt fast 46 Jahre alt. Wieder von vorne bei Null anfangen? Schaffe ich das?

    Ja aber sicher!

    Ich habe gerade bei traumgeplatzt deinen Beitrag gelesen...

    Pueppchen, das willst du jetzt vermutlich nicht hören, aber was bei euch abgeht ist krank! Geh! Lauf! Sofort!

    Über die ganzen warums kannst du dir dann Gedanken machen, wenn du Ruhe gefunden hast. Das ist doch kein Leben.

    Sorry für die drastischen Worte, aber das bestürzt mich richtig. Das hat niemand verdient!

    Wenn er dich schon nicht liebt, dann fange an dich selbst zu lieben. In dieser Beziehung zerstörst du dich selbst.

    Huhu Du,

    ich habe mal das von einem anderen Fäden hergeholt

    Komme ganz schwer mit dieser Abwärtsspirale klar

    Und auch die letzten Beiträge hier bei dir machen mir Sorge. Hast du Hilfe und Unterstützung? Hattest du nach der Mutter-Kind Kur weiter Anlaufstellen? Kann es sein, dass du in eine Depression gerutscht bist?

    Wenn es dir nicht gut geht, dann zögere nicht und spreche mit deiner Hausärztin oder suche dir eine Beratungsstelle in deiner Nähe. Irgendwas, wo du zusätzlich Halt findest (hier ist eh immer geöffnet).

    Du hast es verdient glücklich zu sein. Genauso wie jede/r andere auch! Das ist keine Strafe und es trifft niemanden die Schuld. Schau, dass du wieder Licht siehst. Hol dir Hilfe!

    "echten Person" die sich mit der Problematik und solchen Schicksalen auskennt

    Tztztz, ich bin sowas von echt 😉 und obendrein hab ich echte Erfahrung gesammelt 😂

    Spaß beiseite, mit hat die Suchtberaterin sehr geholfen. Dort ist man nicht so anonym und kann die Gesamtsituation besser schildern. Aber eins kann ich dir sagen, die Lösung sieht für alle gleich aus...egal wie die Umstände sind. Schau auf dich! Alles Gute für den Termin. Gib gerne Rückmeldung, wie es war.

    LG,

    Anni

    Liebe kaffeetante,

    dass ich quasi irgendwas nicht gemacht habe und somit eine Teilschuld haben könnte quasi "Schuld durch Unterlassen"

    Niemand hat Schuld daran, dass dein Schwiegervater krank ist. Die Verantwortung für sein Leben liegt bei ihm. Was in deinem Einflussbereich liegt, ist die Sicherheit deiner Kinder. Das ist deine Verantwortung.

    Ich wünsche dir ganz viel Mut für das Gespräch. Mir hat es geholfen mir immer wieder zu sagen: du musst dich nicht rechtfertigen! Traue deinen Wahrnehmungen und treffe die für dich und deine Familie beste Entscheidung. Euch muss es damit gut gehen!

    LG,

    Anni

    Liebe MaBee,

    ich bin auch ziemlich überrascht über das Ergebnis deines Termins. Bevor ich für mich Hilfe gesucht habe, war ich mit meinem Ex bei einer Paartherapeutin, die auf Sucht spezialisiert war. Toll, dachte ich. Die kann uns helfen. Ihm die Augen öffnen und dann wird alles gut. Pustekuchen. Natürlich hat er vor der Therapeutin eine unglaublich überzeugende Show abgeliefert. Reden. Ja es war eben nur Gerede. Einsicht gezeigt. Super. Und dann? Nix. Keine Handlung. Weder von ihm, noch von mir. Mir hat die Paartherapie verdeutlicht, dass es mit Alkohol in der Beziehung nicht geht. Und das die Paartherapie so lange keinen Sinn ergibt, so lange er nicht von selbst eine Änderung in seinem Leben möchte. Und ich für mich selbst Entscheidungen konsequent treffe.

    Dann bin ich also alleine zur Suchtberaterin für Angehörige. Richtig und falsch. Diese Bewertung habe ich dort noch nie gehört. Eher, dass es kein richtig und falsch gibt. Aber es ist schwer das einzuschätzen, ohne zu wissen worauf sich das "richtig gemacht" bezieht. Wenn es darauf abzielt, dass du auf dich schaust...ja dann würde das Sinn ergeben. Im gleichen Zuge deinen Ex miteinzuladen? Hä? Schade, dass dich das eher verwirrt hat als weitergebracht. Ich würde an deiner Stelle auch eine Zweitmeinung einholen.

    LG,

    Anni

    Darüber habe ich auch viel nachgedacht und mir Fotos angesehen... die lügen nicht.

    In our family portrait we look pretty happy
    Let's play pretend, act like it goes naturally (Pink, family portrait)

    ... MaBee, lies doch noch mal deinen Abschiedsbrief. Und zwar jedesmal wenn du dich in die Dauerschleife hängst.

    ständig nur an das vermeintlich Gute zu denken, sondern mir immer und immer wieder die Realität vor Augen geführt

    Ja, das ist ein guter Tipp! Denk an die Zukunft mit Inkontinenzmatratzen, nicht an die schöne Musik...es gibt da draußen bestimmt jemand mit dem du die Musik genießen kannst UND du keine Angst vor abstürzen haben musst.

    aber der Umgang und der Ausdruck darüber zu trauern sollte schon gestattet sein ohne zu Bewerten.

    Ich habe mich auch schon ab und zu angegriffen gefühlt auf meinem Weg. Aber das tolle bei der Erfahrung der alten Hasen ist, sie haben einen klaren Blick auf die Situation. Ich selbst steh manchmal im Wald und da hilft diese "Korrektur" den Blickwinkel zu schärfen. Und die Erfahrung sagt: schau auf dich und was dir gut tut. Und nein, der nasse Partner tut es nicht.

    Gestern wollte ich eigentlich schon antworten und sagen: Ja, Träume zu begraben tut weh. Aber sie sind ja im Kopf, sie haben nie existiert. Die schöne, unbeschwerte Partnerschaft gab es nie.

    Um Manipulativ zu sein

    ...muss man gar nix sein, das kann jede/r. Ist uns quasi in die Wiege gelegt 😜 diese Muster passieren auch eher unbewusst. Deswegen haben mir z.B. Paartherapie und die Suchtberaterin und das Forum geholfen klarer zu sehen.

    Muss ich dafür einen liebenswerten, wertvollen Menschen gleich aufgeben?

    Nein, du solltest nur deine Grenzen und Bedürfnisse im Blick haben. Ihr habt ja getrennte Wohnungen, du kannst mit ihm klare Regeln aufstellen. Wenn ihr euch seht, nur nüchtern. Du solltest dich halt auf den Fall einstellen, dass es nicht klappt und du daran nichts ändern kannst. Es gibt bestimmt Mittel und Wege. Aber sind sie dir genug?

    Bleib dran! Irgendwann siehst du wo es für dich lang gehen kann.