Beiträge von Alex_aufdemweg

    Wir schaffen das tägliche aufpäppeln von ihr nicht mehr.

    Vielleicht hat dieses tägliche aufpäppeln unterbunden, dass sie ihren persönlichen Tiefpunkt erreicht? So eine Nacht neben dem Bett könnte schon ihr eigenes Nachdenken anregen.

    Hast Du Dich schon ein wenig bei den anderen Angehörigen eingelesen?

    Es geht dort hauptsächlich darum, dass auf sich selbst geschaut wird. Und damit fängst Du ja gerade an. Das ist gut.

    ihr Shirt

    Das ist nicht das Problem. Da hat sich gewaltig etwas aufgestaut.

    Wahrscheinlich kommt ihr beide nicht auf das eigentliche Problem. Den Kern des Ganzen. Das ist oft nicht so einfach. Und sollte man es wissen, ist es wieder nicht so einfach es anzusprechen.

    Im Prinzip bräuchte es wohl eine Mediation. Aber wer macht das schon?

    Es gibt auch mehr als das gesprochene Wort. Du sagst sehr viel durch Körpersprache. Wie heißt es. Man kann nicht nicht kommunizieren.

    Die ist Irre geworden, schade.

    Diese Meinung sieht sie dir wahrscheinlich an. Und sie fühlt sich nicht verstanden. Das ist sie ja auch nicht.

    Ihr versteht euch nicht. Der Satz kommt nicht von ungefähr.

    Sich zu entschuldigen ist meistens ein guter Start. (Das ist übrigens ein Zeichen von Stärke) Und wenn es nur für das Shirt ist. Und ohne eine Rechtfertigung hinten dran. Dann mal schauen was kommt.

    Streits sind generell sehr schlimm für mich, weil ich keinen wirklich gesunden Umgang damit gelernt hab

    Das ist ja aber schon mal schön reflektiert. Hast du schon Therapie gemacht?

    Mir sind die Trinkimpulse anfangs auch sehr aufgefallen. Davor habe ich ihnen einfach nachgegeben. Die Suchtstimme musste nicht groß reden, ich habe einfach getrunken.

    Also war der erste Schritt sie kennen zu lernen. Lernen damit umzugehen. Und dann wurde sie mit der Zeit immer weniger. Auch weil das Leben ohne Alkohol zur Normalität wird.

    Es ist also gut, dass du diesen Impuls erstmal wahrnimmst.

    Dank den tollen Therapeuten bin ich seit zwei Wochen trocken

    Erstmal "dank Dir"! :thumbup:

    Das wollte ich gleich mal klar stellen. Die stehen nämlich nicht ständig neben dir und nehmen dir das Glas aus der Hand.

    Glückwunsch zu zwei Wochen. 🍀

    Das andauernde Stresslevel macht mich sehr nervös.

    Stress ist immer schlecht. Besonders wenn das Suchthirn ggfs. Alk als Lösung anbietet. Was anderes kann es ja auch gar nicht.

    Ich fühle mich schlecht, weil ich ständig denke, dass meine Ehrlichkeit, ich bin ein Alkoholiker, mich abwertet.

    Bin jetzt kein Therapeut. Aber dieses Gefühl strahlst du wahrscheinlich auch aus.

    Mir hat da auch die Zeit geholfen. Mit jedem Tag Trockenheit wurde ich stolzer. Denn ich bin trockener Alkoholiker. Habe das Ruder rum gerissen und muss heute nicht, bei dieser Affenhitze, Alkohol in mich hinein schütten.

    Dieser elitäre Club hier hat mit sehr dabei geholfen. ;) Ich habe wirklich alles, was mich bewegt hat, hier rein geschrieben. Es ist beruhigend für mich zu wissen, dass ich nicht alleine bin.

    Ja, es mag fanatisch klingen. Aber Ethanol ist ein Lösungsmittel, das Zellwände auflöst. Und zwar von jeder Zelle, die lebt. Darum eignet es sich auch so hervorragend als Reinigungsmittel. Weil es sämtliche Bakterien abtötet.

    Und da ist es eigentlich egal, in was der Alkohol hinein gemischt wird. Ob das jetzt Bier oder Wein heißt. Das Ethanol ist das gleiche.
    Trinke ich weniger davon, kann mein Körper das besser ertragen. Also etwa so, als würde ich mir nur ganz leicht mit dem Hammer auf den Zeh schlagen. Hau ich etwas fester zu nutze ich den Hammer dysfunktional?

    Worauf ich hinaus will, ein Hammer ist nicht zum auf den Zeh schlagen und Alkohol gehört nicht in den Körper.

    Um auf diese Weisheit zu kommen, musste ich leider auch erst 30 Jahre saufen.

    Mein Arzt weiss das ich Alkoholikerin bin, ihm habe ich es als erstes anvertraut zudem wissen es alle meine Bekannten, mein Freund und meine kinder sowie meine eltern.

    Herzlich Willkommen ADw2.0,

    wenn ich Deinen Namen ausschreibe denke ich noch ich schreibe mir selbst. Nur eben 2.0.

    Als ich mich hier angemeldet habe, war der Name meine erste Idee. Und auch heute, 4 1/2 Jahre später, sehe ich das genauso. Es ist ein Weg.

    Denn das Ziel ist ja die lebenslange Abstinenz. Das möchte ich tatsächlich nicht so schnell erreichen. Denn dann bin ich ja tot. ;)

    Aber ich will einen guten Weg gehen. Und dieser hat sich sehr verändert seit ich trocken wurde. Es ist ein guter Weg geworden. Vom glitschigen Schlammpfad in einen guten, festen Weg. Es gab viele Steine und auch jetzt passe ich natürlich weiter auf, damit ich nicht stolpere.

    So. Nun zur Dir. Ich finde es super, dass Du reinen Tisch mit allen in Deinem Privatleben gemacht hast. Bei mir ist das auch so und es erleichtert mir mein Leben ungemein. Keine Lügen oder Ausreden mehr nötig und ich kann offen dazu stehen Alkoholiker zu sein. Es ist gut, dass das bei dir möglich war/ist.

    Eine gute SHG ist auch wichtig. Ich war im ersten Jahr auch in der realen. Hier bin ich aber täglich am Thema und das reicht mir vollkommen. Das Leben ohne Alkohol wird zur Normalität.

    Du möchtest noch in Therapie habe ich gelesen?

    Bei mir hat die Betäubung immer nicht, oder viel zu spät gewirkt. Schon alleine deswegen hatte ich immer mächtig Angst.

    Dann habe ich hier erfahren, dass das bei Alkoholikern oft der Fall ist.

    Aus dem Grund ist es wichtig, dass der Arzt davon weiß. Dann kann er ggfs. nachjustieren. Außerdem sprüht er dir dann nicht etwas mit Alkohol in den Mund oder so.

    Von der Jammerei mal abgesehen.

    Du hast eine sehr große Menge an Erfahrungen und Ratschlägen hier erhalten.

    Diese werden von dir abgeblockt, nichts davon umgesetzt. Ich lese nur Rechtfertigungen. Aus dem Grund schreibe ich hier nicht mehr. Das stresst dich ja nur.

    Aber eine Frage habe ich jetzt doch. Was erwartest du dir hier von diesem Forum? Was nur?
    Aus welchem Grund bist du hier?

    Ich habe angefangen zu verzeihen.

    Da bist du mir dann wohl voraus.
    Mit der Trockenheit hängt das bei mir aber nicht zusammen. Gegebenenfalls war die Chance, Alkoholiker zu werden, auf diese Weise größer.
    Aber das Kind ist ja sowieso schon in den Brunnen gefallen.
    Glückwunsch zu acht Wochen.

    Nicht trinken wird ganz sicher irgendwann so Normalität. Bei mir ist es schon so.

    Und dann war es einfach zu spät dafür.

    Mein leiblicher Vater ist auch tot. Am Alkohol gestorben. Väter allgemein sind eine längere, besch...eidene Geschichte bei mir. Pauschal kann ich sagen, ich hatte zwei und doch keinen.

    Meine Mutter ist nass und hat uns Kinder nicht geschützt. Wäre ich nicht Alkoholiker, könnte ich im EKA-Bereich einziehen.

    Ich hätte mir das anders gewünscht. Aber jetzt ist es so. Und es wird sich nicht mehr verändern. Dennoch kam als sich abstinent wurde alles hoch. Ich kann dir nur raten, es nicht unnötig fest zu halten. Dann geht es irgendwann weitgehend wieder.

    Kann gut damit leben. Ein bisschen Bedauern bleibt eben. Eigentlich schade drum. Denn es ist vorbei.

    Mit der Zeit habe ich besser gelernt mein Hirn einzubremsen. Das ist anfangs ungewohnt und braucht Zeit. Daran, dass eben mehr im Oberstübchen los ist, konnte ich mich gewöhnen. Tatsächlich möchte ich es nicht mehr anders haben.