Hallo O_Z,
nachdem mir klar geworden war, dass ich Alkoholiker bin, habe ich mich auf den Weg gemacht. Zufriedene Trockenheit war das Ziel.
Hatte mir einen Termin gesetzt. Und als er dann gekommen war, war ich tatsächlich sogar froh, dass es endlich so weit ist.
Da war so viel Neues. Allem voran erstmal ich selbst. Wie fühlt denn der nüchterne Alex. Wie ist es, wenn ich diese ständigen Gedanken um die Beschaffung des Alkohols aus dem Kopf habe. Das ständige "Wie spät ist es und kann ich schon?".
Mein Leben veränderte sich so sehr und ich war mit mir beschäftigt und damit, es in die richtigen Bahnen zu lenken.
fühle ich mich ein bisschen wehmütig...
Ging es euch auch so?
Ich persönlich nicht. Es kam ja alles auf mich zu. Lag vor mir. Ich hatte keine Zeit, großartig zurückzublicken. Wollte ja auf meinem neuen Weg nicht stolpern. Da musste ich nach vorne blicken. Ich glaube, mein erster Thread hieß sogar "Mein neuer Weg".
Ja, ich habe viele Leute, mit denen ich nur getrunken habe, nicht wieder gesehen. Inzwischen über drei Jahre. Aber da sehe ich doch, dass es keine wirklichen Freunde waren. Wenn gesoffen werden muss, um beisammen zu sein. Kein Interesse da ist, wie es jemandem denn wirklich geht. Und na ja. Mich hat es ja auch nicht wirklich interessiert, wie es ihnen geht. Denn darum ging es ja nie. Sie und ich waren nur Beiwerk zum Trinken.
OK. Das war jetzt etwas ausführlich. 
Kurzum. Schau nach vorne und nicht zu viel zurück. Es heißt ja, das Leben wird nach vorne gelebt und nach hinten verstanden.
obwohl das jetzt zum Ende nicht mehr mit positivem zu verbinden war!
Das hast Du z. B. verstanden. Und es wäre immer schlechter geworden.