Beiträge von Alex_aufdemweg

    Da sieht man doch genau, dass er absolut nichts verstanden hat.

    Ich weiß nicht, was "man" da sieht. Ich sehe da, dass er eben uneinsichtiger Alkoholiker ist.

    Davon gibt es viel mehr, als die nüchternen hier. Das ist leider nichts Ungewöhnliches.

    Ich verstehe es nicht.

    Als nicht süchtige Person, ist das schwer zu verstehen. Es hat nichts mit seinem Verstand zu tun. Er muss trinken und will es sich selbst nicht eingestehen.

    Ich kann das so gut nachvollziehen, weil es bei mir ebenso war. Und zwar sehr viele Jahre.

    als noch frischer Abstinenzler

    Und ab wann darf ich dann darüber lachen? ^^ Denn es ist ja noch immer so:

    wo ich doch weiss wohin mich Wein und Sekt gebracht haben.

    Bei mir wars hauptsächlich Bier. Aber der Geschmack ist ja egal.

    Denke es ist individuell. So wie Bono59 sagt. Wenn es mir heute noch mächtig was ausmachen würde, wäre das ja eher nicht so gut. Es zeigt mir doch, dass ich mich soweit davon gelöst habe, dass mich das nicht mehr stört und ich auch den Witz darin erkennen kann.

    Soll ich mich schuldig, oder gar ertappt fühlen?

    Nö. In meiner Pulle ist Sprudel drin. Ohne Kohlensäure wäre es besser fürs Training. Schmeckt mir aber so besser. 8)

    Wurde zu Saufzeiten ja so angewandt um nicht aufzufallen oder Selbstbewusstsein zu demonstrieren.

    Ja, das kenne ich gut. Besonders morgens. Einen "Guten Morgen" gab es bei mir schon lange nicht mehr.

    Da es Dir selbst auffällt, wird sich das mit der Zeit von selbst erledigen. :thumbup:

    Wie reagiert Ihr innerlich und äußerlich darauf?

    Bei etwas ähnlichem, habe ich gestern auch gelacht. Habe mich dann auch ein bisschen gewundert. Aber wenn ich es witzig finde und es sonst nichts bei mir auslöst... was solls?

    Bei den Alkoholikern hier mag das öfters vorgekommen sein. Hier tummeln sich auch die nüchternen Alkoholiker. Auch jahrelang trockene, wie zum Beispiel Hera. Oder meine Wenigkeit. ;)

    Bei mir wurde es z. B. nicht wieder gut. Es ist auch so, dass ich mich durch die Abstinenz verändert habe. Ich bin praktisch der Mensch geworden, der ich eigentlich bin. Und das hat nicht mehr gepasst.

    Soweit ich das bisher gesehen habe, ist die Quote doch sehr gering. Wenn du darauf hoffst, wirst du wahrscheinlich enttäuscht werden.

    Von Außen betrachtet, wäre es sinnvoller, sie erstmal machen zu lassen und ggfs. später mal zu sehen, ob es noch eine Chance gibt. Wenn Du, oder sie das dann noch möchten.

    Die Ärztin (meine Hausärztin), die ich wegen meiner Alkoholsucht aufgesucht habe, hat Ahnung,

    Mein Hausarzt hatte nicht die Bohne einer Ahnung. Er hat mich beim kalten Entzug auch nicht unterstützt und felsenfest behauptet, dass es da auch kein Medikament gibt, dass ich daheim nehmen könne.

    Ich habe ihm später den Artikel zum kalten Entzug von hier, in ausgedruckter Form, mitgebracht. Immerhin hat er ihn direkt vor mir gelesen.

    Er ist aber, wie die meisten Hausärzte, nicht in Sucht ausgebildet.

    Er war dann sehr bemüht und hat mir jede Unterstützung zugesichert. Da war ich jedoch bereits ein paar Monate trocken.

    Heute würde ich mir einen anderen Arzt suchen. Aber ohne Forum wusste ich es nicht besser und bin eben zu meinem Hausarzt gegangen.

    Aber wenn die Narkose einsetzt ist es wirklich wie beim runterfahren von Windows 95

    Damals bin ich zwar schnell eingeschlafen, aber es war nur eine Betäubung, keine richtige Narkose. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das hier schon erwähnt habe, aber das Mittel hat bei mir nicht ausgereicht. Offenbar habe ich mich wild hin- und hergeworfen, fast wie in einem Kampf, und dabei den venösen Zugang herausgerissen.

    Was für eine Sauerei.

    Deshalb ist dieses Thema für mich besonders wichtig, und ich fühle mich stark davon angesprochen.

    seit dem 1.1. Also ich würde mir meinen Teil denken....darum meinte ich das ich ein anderes Datum nehme z.B. den 17.2 oder so.

    Ich weiß nicht, was Du Dir dabei denken würdest. Aber tatsächlich ist es gar nicht wichtig, seit wann Du trocken, oder nüchtern bist. Du kannst genauso gut auch noch nass sein.

    Durch den dauerhaften Konsum, baut der Körper das Mittel schneller ab, als beim Otto normal Trinker.

    Das ist mit Sicherheit sehr individuell. Sie muss halt, wie Doro gesagt hat, bestimmte Parameter besser im Blick behalten. Das wird sie auch gemacht haben.

    Wenn ich mal wieder eine OP habe - Es steht auch noch eine Untersuchung mit Narkose an - werde ich direkt fragen, ob sich dadurch jetzt etwas an der Dosierung ändert. Sollen sie es mir doch erklären. Dadurch weiß ich dann auch, dass sie mir richtig zugehört haben.

    Das sie mich nach der Menge fragt oder so, um die Dosis zu bestimmen...

    Das hätte ich jetzt auch erwartet. Muss ich ganz ehrlich sagen. Kenne mich da ja auch nicht aus.

    Nicht, dass sie das am Ende verpeilt und ich dann schreiend aufwache.

    Bei meiner letzten Augen-OP hat die örtliche Betäubung gerade mal ca. 3 Minuten nach der OP aufgehört zu wirken. Das fand ich auch schon recht knapp.

    Und bei einer OP hätte ich genug Bammel, um das notfalls dreimal zu sagen.

    Habe mein Leben lang schlechte Erfahrungen beim Zahnarzt gemacht, weil die Betäubungen immer erst gewirkt haben, als schon alles vorbei war. Hätte mir da so viel sparen können.

    sondern es dem Suchtdruck nur sehr leicht machten

    Wieso hatte ich nie Suchtdruck? Nach 30 Jahren Alkohol?

    Weil ich nie mehr trinken werde und es keinen Grund zum Saufen gibt.

    Darum keine Gründe, keine Rechtfertigungen, keine Diskussion, mit der Stimme.
    Total unnötig und kraftraubend.

    Die Stimme innerlich rund machen geht. Das befreit ungemein. 🤗

    Suchtstimme nicht so subtil und komplex

    Da die Suchtstimme ein Teil von mir ist, denkt sie so komplex wie ich es zulasse.

    Und wenn ich mir so eine komplizierte Begründung ausdenke, dann nimmt die Stimme das dankend an.
    Wenn ich mir keine ausdenke, kommt eben nur ein dummes „Ich will saufen“.

    Das ist leichter abzubügeln.

    Ich würde es mal mit einem klaren Satz probieren. Ggfs. als Mantra.

    „Es gibt keinen Grund zum Saufen!“

    Mir geht es verwunderlicher weise richtig gut

    Ach ja. Dazu wollte ich noch was schreiben. Das ist nicht wunderlicherweise. Das ist ganz normal.
    Ich kenne das als die rosa Brille. Hatte ich auch. Sie hält drei Monate und im Idealfall ein halbes Jahr.
    Dann kommt die Ernüchterung. Ha ha, Wortspiel.
    Denn dann wird die Nüchternheit zum Normalfall und ist nicht mehr so besonders.
    Und schon ist die Motivation nicht mehr bei 150 %. ;)

    Nicht das man zu 2 mit nem Freund schwimmen geht und man holt sich ne Pommes und man muss sich erklären warum man sich ne Pommes holt wenn dort ein Kühlschrank mit Bier steht

    Weil du Alkoholiker bist und nie wieder Alkohol trinken wirst. Wenn er damit nicht zurecht kommt, dann ist es kein richtiger Freund.
    Besser gleich klären. Hab ich auch so gemacht.

    Du willst ja nicht dein ganzes Leben lang lügen

    Jeder schätzt mich als Freund, kumpel usw

    Dann wirst du mal sehen, was übrig bleibt.

    Bei mir sind von meinen geschätzten Freunden von zehn einer übrig geblieben.
    Aber das ist ein richtiger Freund.