Ich denke, dass ist eine Verknüpfungssache. Anfangs kam mir bei allem der Gedanke an ein Bier. Besonders bei positiven Dingen.
Die Grundbausteine waren mir eine gute Anleitung, wie ich diese Verknüpfungen durch andere Dinge ersetze. Sehr wichtig, besonders am Anfang.
Mit der Zeit traten die alten Verbindungen immer mehr in den Hintergrund. Wenn mir jetzt etwas postitives oder negatives passiert, fällt mir alles Mögliche ein, aber kein Alkohol.
Mein Leben hat sich aber auch stark verändert. Es kommt praktisch kein Alkohol mehr darin vor. Ich werde nie mehr eine Hausbrauerei betreten, o. ä. Angetrunkene Menschen kann ich nicht mehr ertragen. Wahrscheinlich weil sie mein früheres Ich spiegeln. Und ich habe mein Leben an sich stark verbessert.
Aus diesem Grund kann ich jetzt nicht sagen wie es sich verhalten würde, wenn ich jetzt über einen sehr langen Zeitraum unzufrieden sein würde. Ich denke, ich würde mit allen Mitteln versuchen das zu ändern. Außer mit Alkohol. Denn damit geht es nicht und das weiß ich ja schon.
Ich persönlich sehe auch Unzufriedenheit als "Ausrede" für das Suchthirn. Wenn man ihm jetzt, besonders am Anfang, diese Ausrede nimmt, hat man ja gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Keine Trigger und ein zufriedeneres Leben.
Die Trigger-Verknüpfungen treten immer mehr in den Hintergrund, aber das zufriedenere Leben bleibt. 
So war es jedenfalls bei mir - die letzten vier Jahre.