Und dann kommt natürlich noch die Frage dazu wie ehrlich man gegenüber dem Arzt war bzw. ob man wirklich das gesamte Ausmaß geschildert hat, aber das weiß nur jeder selbst.
Beiträge von Schmidtty
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So, ich war jetzt beim Gesundheits-Check. Dem Anschein nach bin ich völlig gesund und körperlich überdurchschnittlich fit für mein Alter mit super Blutwerten. Ich bin so erleichtert. Da ich bei derselben Untersuchung vor 2.5 Jahren ziemlich schlecht abgeschnitten hatte, freut es mich umso mehr.

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Tiffy Nach schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit ist mein Notfallkoffer jetzt gut gepackt, ja. Das ist auch wirklich wichtig. Nochmal möchte ich keine Runde in der Alkoholspirale drehen und drücke Dir die Daumen, dass Du auch die richtigen Dinge in Deinem Koffer hast, um dauerhaft stabil zu bleiben!
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Ja, so sehe ich das auch. Ich habe mich jetzt in einer früher brenzligen Situation komplett anders verhalten und somit hoffentlich den neuen Pfad breiter ausgetreten.
Nein, ich darf und werde nicht mehr in alte Muster zurückfallen. Erst im Laufe des letzten halben Jahres ist mir sukzessive klar geworden, wie lebensgefährlich und selbstzerstörerisch mein Verhalten jahrelang war. Wie krass auch für meine Familie, das mit anzusehen.😧 -
Guten Morgen,
Irgendwie muss ich jetzt doch mal meine Gedanken mitteilen….Gestern war so ein Tag, der mich unfassbar an meine nasse Zeit erinnert hat. Ich war im Home Office und alleine zu Hause und es bestand auch nicht die Möglichkeit, dass am selben Tag noch jemand heimkommt. Termine außerhalb hatte ich auch nur am frühen Morgen. Früher war das genau das Szenario, in dem ich losgestiefelt wäre, um mir Alkohol zu kaufen und den dann auch schon während der Arbeit zu trinken. Bis zum Abend wäre ich vielleicht auch noch ein zweites Mal losgegangen, um Nachschub zu holen. Das habe ich gestern natürlich nicht gemacht, aber allein schon diese komischen Gedanken haben mich extrem beunruhigt. Ich bin dann Abends auch zur Sicherheit nichtmal Zahnpasta einkaufen gegangen, obwohl meine leer war. Krass!
Zum Glück fühle ich mich heute wieder stabil, aber das hat mir deutlich vor Augen geführt, wie fragil die ganze Abstinenz doch auch sein kann. Kann das jemand nachvollziehen?
LG,Schmidtty
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Ich habe neulich ein Flugzeugessen verspeist, bei dem auf der Folie die Inhaltsstoffe standen. Ich habe sie aber einfach abgerupft, ohne draufzuschauen. Mein Sitznachbar, der von meiner Sucht weiß, hat mich dann nach dem Essen darauf hingewiesen, dass da Alkohol verarbeitet war. Erst habe ich einen Schreck bekommen, aber mir dann gedacht, dass ich es ja nichtmal gemerkt hätte, wenn ich alleine gereist wäre. Es hat auch im Nachhinein nichts bei mir ausgelöst. Zum Glück….hätte ich es vorher gewusst, hätte ich es wohl nicht gegessen.
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Danke Euch, das beruhigt mich etwas. Ich bin, wie gesagt, mal gespannt, was der Arzt kommende Woche sagt….wenn es so sein soll, dass ich wieder so viel/wenig wiege wie zu der Zeit, bevor mich die Sucht überrollt hat, ist ja alles gut. Es muss nur gesund sein.
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Hartmut es geht für mich auch nicht um einen Gruß aus der Vergangenheit, sondern einfach um meine Beruhigung, dass das mit dem Gewichtsverlust plausibel sein kann. Ich sorge mich gerade etwas um meine Gesundheit und gehe deswegen jetzt auch zum Arzt. Sorry, das hat jetzt wirklich nichts damit zutun, dass ich dem Alkohol irgendeine überhöhte Bedeutung beimesse.
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Rennschnecke Ging mir ähnlich. Nach der Reha war ich enttäuscht, weil ich trotz viel Bewegung und ohne die Alkoholkalorien quasi nichts abgenommen hatte. Ich habe aber auch erstmal viel mit Süßkram kompensiert.
Ich bin jetzt seit dem letzten Rückfall über ein halbes Jahr abstinent. Diesen Zeitraum hatte ich vorher allerdings auch schon mehr als erreicht.
Und jetzt muss sich irgendwas geändert haben. Plötzlich sind die Pfunde gepurzelt. Ok, klar, ich mache Sport und klar ernähre ich mich gesünder. Also, was ist jetzt anders, frage ich mich? Kommende Woche lasse ich mich komplett durchchecken. Drückt mir die Daumen, dass da keine andere Ursache gefunden wird! -
Hallo zusammen,
Ein schönes, geruhsames Osterfest wünsche ich Euch.
Mir geht es soweit gut, dh. die Abstinenz ist immer noch stabil. Keinerlei Gedanken daran, wie es sein könnte, mal wieder Alkohol zu trinken. Allerdings bin ich gesundheitlich etwas angeschlagen. Irgendwie macht mir mein (mittlerweile gestoppter) Gewichtsverlust Sorge und ich frage mich, inwiefern das (unter anderem auch) auf die fehlenden Alkoholkalorien zurückzuführen ist. Habt ihr abgenommen als ihr keinen Alkohol mehr getrunken habt?
LG,
Schmidtty
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Stimmt schon, aber ich habe auf Konzerten nie Alkohol getrunken. Insofern ist die Verknüpfung bei mir gar nicht da. Aber wie gesagt, das muss jeder selbst wissen.
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Also, ich bin eine zeitlang noch Risiken eingegangen, indem ich mich in eine Umgebung begeben habe, in der alle außer mir alkoholische Getränke konsumierten. Ich habe zu dem Zeitpunkt zwar geglaubt, dass es mir nichts ausmacht, aber mein Suchtgedächtnis ist dann doch angesprungen und ich bin rückfällig geworden.
Jetzt bin ich da wesentlich fürsorglicher zu mir selbst. Ich gehe nicht in Bars, auf Karnevalparties oder auf Weinproben. Auch das monatliche Auswärts-Lunch mit den Kollegen meide ich, da dort immer auch Wein zum Essen konsumiert wird. Den Urlaub verbringe ich nicht in All-in Hotels/Clubs, sondern in Ferienwohnungen.
Auf Konzerte gehe ich aber trotzdem, da der Alkoholkonsum anderer mich da nicht stört. Mich interessiert nur die Musik. Am Ende muss es jeder für sich selbst wissen, aber Risikominimierung finde ich hilfreich. -
Hi, mal wieder ein Update von mir:
Mir geht’s sehr gut, obwohl so einiges schiefläuft. Den geplanten Urlaub kann ich jetzt zum Beispiel wegen des Krieges nicht antreten, weil die Flüge nicht gehen. Ärgerlich, aber zum Glück ist das Wetter auch hier sehr schön. Früher wäre ich wahrscheinlich komplett ausgerastet und hätte mich mit Alkohol zugeschüttet , aber hey, ich kann‘s ja nicht ändern.
Seit einiger Zeit macht mir tatsächlich auch meine Arbeit wieder Spaß und ich kann wieder in komplexen Zusammenhängen denken. Lange Zeit ging da gar nichts mehr. Irgendwie wundere ich mich über mich selbst. Das bestärkt mich aber auch zusätzlich in meiner Abstinenz. So soll es bleiben.LG,
Schmidtty
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Hallo Absti,
es tut mir leid, dass Du rückfällig geworden bist. Umso wichtiger ist es jetzt, wieder aufzustehen und nüchtern weiterzumachen.
Auch ich bin trotz meines festen Entschlusses (oder vielleicht doch nur als Reaktion auf den Druck meiner Familie) Ende 2022, von nun an abstinent zu leben, mehrfach rückfällig geworden und das dann auch nicht nur für ein paar Tage. Und es ging mir körperlich und seelisch total schlecht, ich habe auf der Arbeit und auch im Privatleben nicht mehr funktioniert, aber dennoch habe ich wieder getrunken.
Natürlich habe ich mich gefragt, warum das passiert ist. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich wohl unterbewusst mit dem Thema Alkohol noch nicht abgeschlossen hatte. Irgendwie haben die orangefarbenen Getränke, die die Menschen in Straßencafés konsumiert haben, immer noch einen positiven Reiz auf mich ausgeübt und ich dachte mir „Schade, das darfst Du nie mehr.“ Ich hatte ein Verlustgefühl. Die Tage meiner Nüchternheit habe ich buchstäblich mit der Faust in der Tasche und zusammengebissenen Zähnen gezählt.
Und dann kam irgendwann der Moment, in dem mein Hirn umgeschaltet hat. Ich mag kein Gift mehr in mich reinschütten, ich möchte noch möglichst lange und so gesund wie möglich leben. Alkoholische Getränke üben keinen Reiz mehr auf mich aus, weil ihre Wirkung nüchtern betrachtet niemals schön war (Kontrollverlust, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen usw.). Die nüchternen Tage zähle ich jetzt nicht mehr. Warum auch? Ich habe ja nicht vor, das irgendwann wieder zu ändern. Die Hintertür ist zu.Ich drücke Dir die Daumen, dass Du auch an den Punkt kommst, an dem Du zufrieden und ohne ständigen Kampf trocken bist und bleibst.
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Stern Ja, genau. Natürlich gibt es immer wieder Herausforderungen. Es ist nicht immer alles schön, aber nüchtern ist man lösungsorientierter und suhlt sich nicht so schnell in Selbstmitleid. Zumindest sehe ich das bei mir.
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Hallo zusammen,
nach meinem langen Klinikaufenthalt hat mich seit einem Monat der Alltag wieder. Meine Abstinenz ist weiter stabil. Mittlerweile sehe ich auch so richtig, was sich alles dadurch verändert hat. Ich bin wieder voll konzentriert, wach, organisiert und gehe ganz anders auf Menschen zu.
Darüber hinaus sehe ich auch körperlich starke Veränderungen, bin wieder auf Normalgewicht. Die Haut ist nicht mehr rot und schuppig. Das Haar ist nicht mehr strohig. Klar, das hat alles gedauert, aber ich möchte es nie mehr missen. Es gibt unendlich viele Gründe, keinen Alkohol zu trinken, aber gar keinen Grund, sich das Gift reinzuschütten. Alkohol ist kein „Medikament“ (er hilft gegen gar nichts) und auch kein „Fröhlichmacher“ (eher das Gegenteil). Insofern hat sich eine Zufriedenheit mit der Abstinenz bei mir breitgemacht.
In diesem Sinne,LG, Schmidtty
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Hi Zwieback ,
Genau diese Vergleiche möchte ich absolut nicht mehr hören. Vor allem, wenn die Anderen angeblich immer besser sind. Zeitweise kommt dann tatsächlich auch noch so ein Kommentar wie „Du nimmst es mir doch nicht übel, wenn ich das sage…aber…. Wie soll ich das denn bitte toll finden?!
Ich werde es ihr auch nochmal explizit sagen. Vielleicht hilft das ja…
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Abstinenzler Naja, als ich noch gesoffen habe, habe ich oft Dinge vergessen oder Verabredungen abgesagt, weil ich nicht in der Lage war, mich zu treffen. Jetzt ist das natürlich nicht mehr so, aber das bleibt so im Kopf meiner Mutter.
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Guten Morgen!
Den Jahreswechsel habe ich gut überstanden. Es war sogar sehr schön. Allerdings hatte ich am 31.12. noch ein Gespräch der dritten Art mit meiner Mutter. Aber ich habe es endlich kapiert. Von ihr werde ich niemals mehr etwas anderes bekommen als Vorwürfe, ob berechtigt oder unberechtigt. Ich bin und bleibe in ihren Augen einfach krank und daher unzuverlässig, bin ihr keine Stütze usw. usw. und die Töchter/Söhne ihrer Nachbarn sind ja viel besser. Auf die können ihre Eltern stolz sein. Sie ist auf mich nicht stolz. Nie gewesen.
Da ich mir das nicht mehr anhören wollte, habe ich dann mit guten Wünschen fürs Neue Jahr einfach aufgelegt und es ging mir gut damit. In der Vergangenheit hätte mich das total getriggert, aber auch das habe ich kapiert….das Leben ist einfach schöner ohne Alkohol. Da lassen sich selbst unangenehme Dinge besser ertragen.In diesem Sinne….
LG,
Schmidtty
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Ja, klar, natürlich werde ich mich Triggern nicht bewusst aussetzen. Sylvester ist komplett alkoholfrei. Sollte ich dann um Mitternacht dennoch draußen trinkenden Menschen begegnen, dann ist das halt so. Ich bin froh, dass ich nicht mehr trinken und mich mit schwerem Kopf durch den nächsten Tag schleppen muss. Keine Ahnung, was daran toll sein soll.