Beiträge von Schmidtty

    Liebe Cocotac,

    Lange habe ich überlegt, ob ich dazu etwas schreiben soll.
    Erstmal….es zeugt von sehr großer Empathie, dass Du Dir solche Sorgen um Deine Freundin machst. Es war absolut richtig, dass Du Deine Sorge zum Ausdruck gebracht hast. Ins Handeln kommen muss sie jetzt aber aus eigenem Antrieb.

    Möglicherweise hat sie sich im Augenblick aus für Dich nicht ersichtlichen Gründen dafür entschieden, an der Beziehung festzuhalten und befürchtet, dass Du das missbilligst/nicht verstehst. Vielleicht möchte sie ihre Handlungsweise gerade nicht rechtfertigen oder diskutieren und zieht sich deshalb zurück. Ich denke, sie weiß, dass Du für sie da bist, wenn sie Dich braucht. Ich würde es erstmal dabei belassen und einfach abwarten, was passiert, auch wenn das für Dich schmerzhaft ist.

    LG,

    Schmidtty

    Hi Dalida,

    Wenn ich mich da mal einklinken darf….es gibt ja auch die Möglichkeit, bei der offiziellen Zeremonie dabei zu sein und sich dann zu verabschieden. Natürlich ist es grundsätzlich schön, Verwandtschaft und Freunde zu treffen, aber bei Dir ist das ja im Augenblick durch die Trennung von Deinem Partner eher emotional schwierig. Das und die Tatsache, dass auf solchen Festen meist viel Alkohol konsumiert wird, ist aus meiner Sicht für Dich gerade keine gute Mischung.

    Ich war ja auch in einer Reha und habe da Vorträge zu Alkohol im Essen gehört. Im Grunde muss man halt vor allem bei hochverarbeiteten Lebensmitteln (Fertiggerichte, Fertigbackwaren, Speiseeis usw.) aufpassen. Da ist oft Alkohol drin, ohne dass man es vermuten würde.

    Essig benutze ich trotzdem im Salat oder auch im Linseneintopf. Essiggurken esse ich auch. Das ist in meinem Gehirn absolut nicht mit Alkohol verknüpft.

    Auch von mir Glückwunsch zu 3 Monaten Freiheit! Du siehst, es lohnt sich und es wird im Laufe der Zeit immer besser. Am besten ist es, wenn irgendwann das Kämpfen gegen die Hartnäckigkeit des Suchthirns aufhört und einfach nur Zufriedenheit bleibt.

    Kathrin Antje Erstmal ist es doch toll, dass man wieder so viel Zeit hat, sinnvolle schöne Dinge zu tun. Das war Zeit, in der man vorher irgendwie mit dem Alkohol als Gesellschaft herumvegetiert hat. Es gibt viele Dinge, die man machen kann, um neue Leute kennenzulernen….ein Ehrenamt, ein Verein, ein Kurs an der Volkshochschule….irgendwas Neues lernen.

    Aber auch einfach Ruhe und Stille mal bewusst genießen. Das kann auch mal schön sein.

    Hi Tiffy, aus eigener leidiger Erfahrung mit solchen Medikamenten kann ich nur sagen, dass bei mir nach jahrelangem Leid und wahrscheinlich auch einer Medikation, die ich nicht gut vertragen habe, ein Arztwechsel geholfen hat. Wie Elly schon sagte, nicht alle Medikamente dieser Art wirken bei jedem gleich und viele bewirken auch keine Gewichtszunahme. Und nur mal am Rande: Mittlerweile hat sich meine Stimmung unter anderem durch die Abstinenz so stabilisiert, dass ich keine Medis mehr brauche.

    Hallo Berry,

    ich bin zwar keine Expertin, aber Alkohol am Abend beschäftigt die Leber je nach Menge die ganze Nacht. Fett, dass Du dann in Form von Erdnüssen zu Dir nimmst, wird nicht verstoffwechselt, sondern eingelagert (ggf. auch in der Leber). Bis sich der Stoffwechsel normalisiert, kann es durchaus dauern. Kommt auch darauf an, ob Du jetzt vielleicht eher mehr Lust auf Süßes hast und einen Teil der Alkoholkalorien so „kompensierst“? Wichtig ist doch nicht die Gewichtsabnahme, sondern dass es Dir viel besser geht ohne Alkohol!

    LG,

    Schmidtty

    So, ich war jetzt beim Gesundheits-Check. Dem Anschein nach bin ich völlig gesund und körperlich überdurchschnittlich fit für mein Alter mit super Blutwerten. Ich bin so erleichtert. Da ich bei derselben Untersuchung vor 2.5 Jahren ziemlich schlecht abgeschnitten hatte, freut es mich umso mehr. 8)

    Tiffy Nach schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit ist mein Notfallkoffer jetzt gut gepackt, ja. Das ist auch wirklich wichtig. Nochmal möchte ich keine Runde in der Alkoholspirale drehen und drücke Dir die Daumen, dass Du auch die richtigen Dinge in Deinem Koffer hast, um dauerhaft stabil zu bleiben!

    Ja, so sehe ich das auch. Ich habe mich jetzt in einer früher brenzligen Situation komplett anders verhalten und somit hoffentlich den neuen Pfad breiter ausgetreten.
    Nein, ich darf und werde nicht mehr in alte Muster zurückfallen. Erst im Laufe des letzten halben Jahres ist mir sukzessive klar geworden, wie lebensgefährlich und selbstzerstörerisch mein Verhalten jahrelang war. Wie krass auch für meine Familie, das mit anzusehen.😧

    Guten Morgen,

    Irgendwie muss ich jetzt doch mal meine Gedanken mitteilen….Gestern war so ein Tag, der mich unfassbar an meine nasse Zeit erinnert hat. Ich war im Home Office und alleine zu Hause und es bestand auch nicht die Möglichkeit, dass am selben Tag noch jemand heimkommt. Termine außerhalb hatte ich auch nur am frühen Morgen. Früher war das genau das Szenario, in dem ich losgestiefelt wäre, um mir Alkohol zu kaufen und den dann auch schon während der Arbeit zu trinken. Bis zum Abend wäre ich vielleicht auch noch ein zweites Mal losgegangen, um Nachschub zu holen. Das habe ich gestern natürlich nicht gemacht, aber allein schon diese komischen Gedanken haben mich extrem beunruhigt. Ich bin dann Abends auch zur Sicherheit nichtmal Zahnpasta einkaufen gegangen, obwohl meine leer war. Krass!
    Zum Glück fühle ich mich heute wieder stabil, aber das hat mir deutlich vor Augen geführt, wie fragil die ganze Abstinenz doch auch sein kann. Kann das jemand nachvollziehen?

    LG,

    Schmidtty

    Ich habe neulich ein Flugzeugessen verspeist, bei dem auf der Folie die Inhaltsstoffe standen. Ich habe sie aber einfach abgerupft, ohne draufzuschauen. Mein Sitznachbar, der von meiner Sucht weiß, hat mich dann nach dem Essen darauf hingewiesen, dass da Alkohol verarbeitet war. Erst habe ich einen Schreck bekommen, aber mir dann gedacht, dass ich es ja nichtmal gemerkt hätte, wenn ich alleine gereist wäre. Es hat auch im Nachhinein nichts bei mir ausgelöst. Zum Glück….hätte ich es vorher gewusst, hätte ich es wohl nicht gegessen.

    Hartmut es geht für mich auch nicht um einen Gruß aus der Vergangenheit, sondern einfach um meine Beruhigung, dass das mit dem Gewichtsverlust plausibel sein kann. Ich sorge mich gerade etwas um meine Gesundheit und gehe deswegen jetzt auch zum Arzt. Sorry, das hat jetzt wirklich nichts damit zutun, dass ich dem Alkohol irgendeine überhöhte Bedeutung beimesse.