Fra80 Aus meiner Sicht (und meiner Erfahrung) ist eine Änderung im Mindset viel wichtiger und wirkungsvoller als ein Klinikaufenthalt. Der Aufenthalt macht Dich nicht dauerhaft abstinent, eine dauerhafte Veränderung Deiner Sicht auf Alkohol aber schon. Deine Probleme lassen sich vermutlich ohne Alkohol wesentlich effektiver lösen und lösen wirst Du sie nach dem Klinikaufenthalt müssen.
Beiträge von Schmidtty
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Hi Mattie !
Das liest sich sehr schön! Mögen noch viele schöne gechillte und vor allem gesunde Jahre folgen!
LG,
Schmidtty
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Hi JEB
weiterleben wie bisher ohne jegliche Änderung, außer Alkohol wegzulassen, das funktioniert aus meiner Sicht nicht. Die Sucht, eine schwere chronische Krankheit, hat sich für immer im Gehirn verankert. Einem Rückfall kann man nur durch Achtsamkeit (vor allem bezüglich der eigenen Bedürfnisse) vorbeugen und Achtsamkeit bedeutet auch, sich nicht unüberlegt in kritische Situationen hineinzustürzen bzw. sich bewusst einem nassen Umfeld auszusetzen. Solche „Mutproben“ sind definitiv nicht angezeigt, erst recht nicht, wenn man noch nicht lange trocken ist.
LG, Schmidtty -
Liebe Cocotac,
Lange habe ich überlegt, ob ich dazu etwas schreiben soll.
Erstmal….es zeugt von sehr großer Empathie, dass Du Dir solche Sorgen um Deine Freundin machst. Es war absolut richtig, dass Du Deine Sorge zum Ausdruck gebracht hast. Ins Handeln kommen muss sie jetzt aber aus eigenem Antrieb.
Möglicherweise hat sie sich im Augenblick aus für Dich nicht ersichtlichen Gründen dafür entschieden, an der Beziehung festzuhalten und befürchtet, dass Du das missbilligst/nicht verstehst. Vielleicht möchte sie ihre Handlungsweise gerade nicht rechtfertigen oder diskutieren und zieht sich deshalb zurück. Ich denke, sie weiß, dass Du für sie da bist, wenn sie Dich braucht. Ich würde es erstmal dabei belassen und einfach abwarten, was passiert, auch wenn das für Dich schmerzhaft ist.LG,
Schmidtty
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Liebe Rennschnecke!
Herzlichen Glückwunsch zu 2.5 Jahren ohne Alkohol! Ich lese Dich sehr gerne hier im Forum.LG, Schmidtty
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Alles Gute für den Termin 🍀!
Lg,
Schmidtty
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Gut, dann halte ich es erst recht für keine gute Idee, da zum jetzigen Zeitpunkt hinzugehen. Du hast einen sehr validen Grund, es nicht zu tun.
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Hi Dalida,
Wenn ich mich da mal einklinken darf….es gibt ja auch die Möglichkeit, bei der offiziellen Zeremonie dabei zu sein und sich dann zu verabschieden. Natürlich ist es grundsätzlich schön, Verwandtschaft und Freunde zu treffen, aber bei Dir ist das ja im Augenblick durch die Trennung von Deinem Partner eher emotional schwierig. Das und die Tatsache, dass auf solchen Festen meist viel Alkohol konsumiert wird, ist aus meiner Sicht für Dich gerade keine gute Mischung.
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Auch von mir Glückwunsch zum Halbjährigen! 🍀
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Herzlichen Glückwunsch zu 17 trockenen Jahren! Ich nehme mir ein Beispiel daran!
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Ich war ja auch in einer Reha und habe da Vorträge zu Alkohol im Essen gehört. Im Grunde muss man halt vor allem bei hochverarbeiteten Lebensmitteln (Fertiggerichte, Fertigbackwaren, Speiseeis usw.) aufpassen. Da ist oft Alkohol drin, ohne dass man es vermuten würde.
Essig benutze ich trotzdem im Salat oder auch im Linseneintopf. Essiggurken esse ich auch. Das ist in meinem Gehirn absolut nicht mit Alkohol verknüpft.
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Auch von mir Glückwunsch zu 3 Monaten Freiheit! Du siehst, es lohnt sich und es wird im Laufe der Zeit immer besser. Am besten ist es, wenn irgendwann das Kämpfen gegen die Hartnäckigkeit des Suchthirns aufhört und einfach nur Zufriedenheit bleibt.
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Kathrin Antje Erstmal ist es doch toll, dass man wieder so viel Zeit hat, sinnvolle schöne Dinge zu tun. Das war Zeit, in der man vorher irgendwie mit dem Alkohol als Gesellschaft herumvegetiert hat. Es gibt viele Dinge, die man machen kann, um neue Leute kennenzulernen….ein Ehrenamt, ein Verein, ein Kurs an der Volkshochschule….irgendwas Neues lernen.
Aber auch einfach Ruhe und Stille mal bewusst genießen. Das kann auch mal schön sein.
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Hi Tiffy, aus eigener leidiger Erfahrung mit solchen Medikamenten kann ich nur sagen, dass bei mir nach jahrelangem Leid und wahrscheinlich auch einer Medikation, die ich nicht gut vertragen habe, ein Arztwechsel geholfen hat. Wie Elly schon sagte, nicht alle Medikamente dieser Art wirken bei jedem gleich und viele bewirken auch keine Gewichtszunahme. Und nur mal am Rande: Mittlerweile hat sich meine Stimmung unter anderem durch die Abstinenz so stabilisiert, dass ich keine Medis mehr brauche.
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Glückwunsch auch von mir! Sehr schön geschrieben 👍🏻!
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Hallo Berry,
ich bin zwar keine Expertin, aber Alkohol am Abend beschäftigt die Leber je nach Menge die ganze Nacht. Fett, dass Du dann in Form von Erdnüssen zu Dir nimmst, wird nicht verstoffwechselt, sondern eingelagert (ggf. auch in der Leber). Bis sich der Stoffwechsel normalisiert, kann es durchaus dauern. Kommt auch darauf an, ob Du jetzt vielleicht eher mehr Lust auf Süßes hast und einen Teil der Alkoholkalorien so „kompensierst“? Wichtig ist doch nicht die Gewichtsabnahme, sondern dass es Dir viel besser geht ohne Alkohol!
LG,
Schmidtty
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Ich habe neulich ein Flugzeugessen verspeist, bei dem auf der Folie die Inhaltsstoffe standen. Ich habe sie aber einfach abgerupft, ohne draufzuschauen. Mein Sitznachbar, der von meiner Sucht weiß, hat mich dann nach dem Essen darauf hingewiesen, dass da Alkohol verarbeitet war. Erst habe ich einen Schreck bekommen, aber mir dann gedacht, dass ich es ja nichtmal gemerkt hätte, wenn ich alleine gereist wäre. Es hat auch im Nachhinein nichts bei mir ausgelöst. Zum Glück….hätte ich es vorher gewusst, hätte ich es wohl nicht gegessen.
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Stimmt schon, aber ich habe auf Konzerten nie Alkohol getrunken. Insofern ist die Verknüpfung bei mir gar nicht da. Aber wie gesagt, das muss jeder selbst wissen.
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Also, ich bin eine zeitlang noch Risiken eingegangen, indem ich mich in eine Umgebung begeben habe, in der alle außer mir alkoholische Getränke konsumierten. Ich habe zu dem Zeitpunkt zwar geglaubt, dass es mir nichts ausmacht, aber mein Suchtgedächtnis ist dann doch angesprungen und ich bin rückfällig geworden.
Jetzt bin ich da wesentlich fürsorglicher zu mir selbst. Ich gehe nicht in Bars, auf Karnevalparties oder auf Weinproben. Auch das monatliche Auswärts-Lunch mit den Kollegen meide ich, da dort immer auch Wein zum Essen konsumiert wird. Den Urlaub verbringe ich nicht in All-in Hotels/Clubs, sondern in Ferienwohnungen.
Auf Konzerte gehe ich aber trotzdem, da der Alkoholkonsum anderer mich da nicht stört. Mich interessiert nur die Musik. Am Ende muss es jeder für sich selbst wissen, aber Risikominimierung finde ich hilfreich. -
Hallo Absti,
es tut mir leid, dass Du rückfällig geworden bist. Umso wichtiger ist es jetzt, wieder aufzustehen und nüchtern weiterzumachen.
Auch ich bin trotz meines festen Entschlusses (oder vielleicht doch nur als Reaktion auf den Druck meiner Familie) Ende 2022, von nun an abstinent zu leben, mehrfach rückfällig geworden und das dann auch nicht nur für ein paar Tage. Und es ging mir körperlich und seelisch total schlecht, ich habe auf der Arbeit und auch im Privatleben nicht mehr funktioniert, aber dennoch habe ich wieder getrunken.
Natürlich habe ich mich gefragt, warum das passiert ist. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich wohl unterbewusst mit dem Thema Alkohol noch nicht abgeschlossen hatte. Irgendwie haben die orangefarbenen Getränke, die die Menschen in Straßencafés konsumiert haben, immer noch einen positiven Reiz auf mich ausgeübt und ich dachte mir „Schade, das darfst Du nie mehr.“ Ich hatte ein Verlustgefühl. Die Tage meiner Nüchternheit habe ich buchstäblich mit der Faust in der Tasche und zusammengebissenen Zähnen gezählt.
Und dann kam irgendwann der Moment, in dem mein Hirn umgeschaltet hat. Ich mag kein Gift mehr in mich reinschütten, ich möchte noch möglichst lange und so gesund wie möglich leben. Alkoholische Getränke üben keinen Reiz mehr auf mich aus, weil ihre Wirkung nüchtern betrachtet niemals schön war (Kontrollverlust, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen usw.). Die nüchternen Tage zähle ich jetzt nicht mehr. Warum auch? Ich habe ja nicht vor, das irgendwann wieder zu ändern. Die Hintertür ist zu.Ich drücke Dir die Daumen, dass Du auch an den Punkt kommst, an dem Du zufrieden und ohne ständigen Kampf trocken bist und bleibst.