Schmidtty - Endlich weg vom Alkohol

  • Guten Morgen!

    Den Jahreswechsel habe ich gut überstanden. Es war sogar sehr schön. Allerdings hatte ich am 31.12. noch ein Gespräch der dritten Art mit meiner Mutter. Aber ich habe es endlich kapiert. Von ihr werde ich niemals mehr etwas anderes bekommen als Vorwürfe, ob berechtigt oder unberechtigt. Ich bin und bleibe in ihren Augen einfach krank und daher unzuverlässig, bin ihr keine Stütze usw. usw. und die Töchter/Söhne ihrer Nachbarn sind ja viel besser. Auf die können ihre Eltern stolz sein. Sie ist auf mich nicht stolz. Nie gewesen.
    Da ich mir das nicht mehr anhören wollte, habe ich dann mit guten Wünschen fürs Neue Jahr einfach aufgelegt und es ging mir gut damit. In der Vergangenheit hätte mich das total getriggert, aber auch das habe ich kapiert….das Leben ist einfach schöner ohne Alkohol. Da lassen sich selbst unangenehme Dinge besser ertragen.

    In diesem Sinne….

    LG,

    Schmidtty

  • die Töchter/Söhne ihrer Nachbarn sind ja viel besser. Auf die können ihre Eltern stolz sein.

    Guten Morgen Schmitty, das kenne ich sehr gut, bei mir ist das jetzt schon Jahrzehnte her aber es ist immer noch im Kopf wie eingebrannt obwohl mein Vater schon tot ist. Darum will ich das irgendwann mal aufschreiben, ich hab gehört manchmal soll das helfen, so hab ich nur die Akten vom Jugendamt mit ihren Briefen im Kopf. Vielleicht geht es Dir ja ähnlich, mir ist es klar dass das was früher war ein riesengroßer Stein ist der da irgendwo in mir falsch liegt oder drückt...weiß nicht wie ich es beschreiben soll.

    Viel Glück und lass dich nicht runterziehen

    Gruß R/no

  • Hallo Schmidtty, bei mir war es früher ähnlich mit meiner Mutter, ich rufe sie an, aus Respekt. Wir plaudern schön über dies und das und ganz langsam fängt sie dann mit irgendwelchen vergleichen an, was der und der geschafft hat und bei mir hätte besser laufen können oder die Kinder von dem und dem und meine Kinder und so weiter….

    Ich habe ihr dann irgendwann gesagt, Mama, hör mal, wir können uns wunderbar über alles unterhalten, aber bitte hör auf mich oder meine Kinder mit irgendjemand zu vergleichen. Ich mag das nicht! egal wer was gemacht hat. Ich rufe dich nicht an, um mir solche Vergleiche anzuhören…..

    Das habe ich in einem etwas strengeren Ton zu ihr gesagt und anscheinend hat sie es verstanden. Wenn ich sie nun hin und wieder anrufe, muss ich mir zumindest keine Vergleiche mehr anhören. Lg

    Ich bin (M/geb. 71)und "lebe" glücklich, abstinent seit 05./24.

  • Hi Zwieback ,

    Genau diese Vergleiche möchte ich absolut nicht mehr hören. Vor allem, wenn die Anderen angeblich immer besser sind. Zeitweise kommt dann tatsächlich auch noch so ein Kommentar wie „Du nimmst es mir doch nicht übel, wenn ich das sage…aber…. Wie soll ich das denn bitte toll finden?!

    Ich werde es ihr auch nochmal explizit sagen. Vielleicht hilft das ja…

  • Vor allem, wenn die Anderen angeblich immer besser sind.

    Man könnte auch sage die und die Mutter ist besser oder hat die und die Fehler nicht etc. Irgendjemand ist immer besser. Sollte man ja auch nicht machen. Das würde mich auch verletzen. Haben meine Eltern früher auch teilweise gemacht bis ich gesagt habe im strengen Ton lasst das das macht mich kaputt- seitdem war Ruhe

    Heute trinke ich nicht

  • Hallo zusammen,

    nach meinem langen Klinikaufenthalt hat mich seit einem Monat der Alltag wieder. Meine Abstinenz ist weiter stabil. Mittlerweile sehe ich auch so richtig, was sich alles dadurch verändert hat. Ich bin wieder voll konzentriert, wach, organisiert und gehe ganz anders auf Menschen zu.
    Darüber hinaus sehe ich auch körperlich starke Veränderungen, bin wieder auf Normalgewicht. Die Haut ist nicht mehr rot und schuppig. Das Haar ist nicht mehr strohig. Klar, das hat alles gedauert, aber ich möchte es nie mehr missen. Es gibt unendlich viele Gründe, keinen Alkohol zu trinken, aber gar keinen Grund, sich das Gift reinzuschütten. Alkohol ist kein „Medikament“ (er hilft gegen gar nichts) und auch kein „Fröhlichmacher“ (eher das Gegenteil). Insofern hat sich eine Zufriedenheit mit der Abstinenz bei mir breitgemacht.

    In diesem Sinne,

    LG, Schmidtty

  • Insofern hat sich eine Zufriedenheit mit der Abstinenz bei mir breitgemacht.

    Das liest sich toll.

    Eine Zufriedenheit mit der Abstinenz ist ein sehr schönes Gefühl, so empfinde ich das auch.
    Zufrieden nüchtern sein bedeutet ja nicht, dass jetzt alles immer total schön und einfach ist. Das Leben hat ja nun mal auch Alltag, und der findet nicht (immer) auf der rosa Wolke statt. Sich dabei aber körperlich und geistig gut zu fühlen, macht doch alles einfacher.
    Schön, dass es dir so gut geht.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hi, mal wieder ein Update von mir:

    Mir geht’s sehr gut, obwohl so einiges schiefläuft. Den geplanten Urlaub kann ich jetzt zum Beispiel wegen des Krieges nicht antreten, weil die Flüge nicht gehen. Ärgerlich, aber zum Glück ist das Wetter auch hier sehr schön. Früher wäre ich wahrscheinlich komplett ausgerastet und hätte mich mit Alkohol zugeschüttet , aber hey, ich kann‘s ja nicht ändern.
    Seit einiger Zeit macht mir tatsächlich auch meine Arbeit wieder Spaß und ich kann wieder in komplexen Zusammenhängen denken. Lange Zeit ging da gar nichts mehr. Irgendwie wundere ich mich über mich selbst. Das bestärkt mich aber auch zusätzlich in meiner Abstinenz. So soll es bleiben.

    LG,

    Schmidtty

  • Hallo zusammen,

    Ein schönes, geruhsames Osterfest wünsche ich Euch.

    Mir geht es soweit gut, dh. die Abstinenz ist immer noch stabil. Keinerlei Gedanken daran, wie es sein könnte, mal wieder Alkohol zu trinken. Allerdings bin ich gesundheitlich etwas angeschlagen. Irgendwie macht mir mein (mittlerweile gestoppter) Gewichtsverlust Sorge und ich frage mich, inwiefern das (unter anderem auch) auf die fehlenden Alkoholkalorien zurückzuführen ist. Habt ihr abgenommen als ihr keinen Alkohol mehr getrunken habt?

    LG,

    Schmidtty

  • Hallo Schmidtty,

    hab gerade nicht auf dem Schirm, wie lange Du jetzt abstinent bist.

    In den ersten 2,5 Monaten nach Entzug habe ich (am Ende meiner Saufzeit adipös) trotz ziemlich geregelter Ernährung und Bewegung in der Reha gerade mal 5 kg abgenommen, war schon enttäuscht.

    Durch den "Nachbrenneffekt" sind in den nächsten 3- 4 Monaten ohne großes Zutun von mir weitere 8 kg gepurzelt (von denen inzwischen 3 kg wieder drauf sind). Seitdem ist mehr oder weniger Stillstand.

    Wenn Du Dir Sorgen machst, besprich das am besten mit Deinen Ärzten. Gehst du denn zu allen angebotenen Vorsorgeuntersuchungen?

  • Rennschnecke Ging mir ähnlich. Nach der Reha war ich enttäuscht, weil ich trotz viel Bewegung und ohne die Alkoholkalorien quasi nichts abgenommen hatte. Ich habe aber auch erstmal viel mit Süßkram kompensiert.

    Ich bin jetzt seit dem letzten Rückfall über ein halbes Jahr abstinent. Diesen Zeitraum hatte ich vorher allerdings auch schon mehr als erreicht.
    Und jetzt muss sich irgendwas geändert haben. Plötzlich sind die Pfunde gepurzelt. Ok, klar, ich mache Sport und klar ernähre ich mich gesünder. Also, was ist jetzt anders, frage ich mich? Kommende Woche lasse ich mich komplett durchchecken. Drückt mir die Daumen, dass da keine andere Ursache gefunden wird!

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