Beiträge von Panama

    Was für Hilfe meinst du denn? Hilfe, um ihn trocken zu bekommen? Das ist richtig, dabei kann niemand helfen, wenn er das nicht selbst will.

    Hilfe für dich selbst gibt es.

    Ich war bei einer Angehörigenberatung und mir hat es sehr geholfen, persönlich mit jemandem, der uns nicht kennt, über alles reden zu können.

    Nochmal, Du bekommst da aber keine Tipps oder Ratschläge, wie du deinen Partner trocken legen kannst.

    Ich sehe das so, dass sie die Grenze überschritten hat. Die häusliche Gewalt ging von ihr aus.

    Dass sie betrunken war, ist doch keine Entschuldigung. Es ist auch nicht deine Schuld, weil du die Dose weggenommen hast.

    Dreht das doch mal um. Ist sonst die Frau selbst Schuld, dass sie geschlagen wird, weil ihren betrunkenen Mann provoziert hat?

    Und ist ein Betrunkener Mann unschuldig, wenn er seine Frau schlägt? Er kann ja dann nichts dafür, weil er betrunken war?

    Vielleicht wird dir mit Abstand nach einiger Zeit klar, was und wie ich das meinte. Auch, wenn du dann nochmal deine eigenen Beiträge liest. Ich will dir ja gar nichts Böses, ich will dich auch nicht angreifen , sondern durch überspitzte Beiträge geht dir vielleicht irgendwann was auf, was du jetzt noch nicht siehst.

    Das war natürlich schon provozierend gemeint. Aber andererseits verstehe ich tatsächlich nicht so ganz, was dich an ihrem Konsum stört.

    Dass sie doch mal ernsthaft krank wird? Oder was ist es konkret?

    Denn du schreibst, sie ist gesund, sie kleidet sich toll, sie sieht gut aus, geht arbeiten, jemand anders würde ihr den Konsum nicht anmerken, weil sie sich wohl ziemlich unter Kontrolle hat.

    Also, wenn doch alles so gut läuft und du eine Trennung definitiv ausschließt, dann versuch doch einfach, ihren Konsum zu akzeptieren.

    Du hast es jetzt angesprochen, dass es dich stört. Mehr kannst du eh nicht machen. Sie wird wahrscheinlich dauerhaft nichts ändern wollen, also bist du da eh machtlos.

    Du kannst nur deine eigene Einstellung ändern. Und dann kannst du es eben akzeptieren und froh sein, dass du noch lange nicht so schlimme Dinge erleben musst, wie andere hier jahrelang oder du entscheidest dich, für dich was zu verändern.

    Übrigens kann ja sich zB ja auch erstmal vorübergehend räumlich trennen, damit jeder mal etwas Abstand gewinnen und zur Ruhe kommen kann. Und sich dann Gedanken dazu macht, wie man sich das weitere/ restliche Leben so vorstellt.

    Mercedes - ja, das ist sehr erschreckend. Ist die Frage, ob das weiter eskaliert oder es hoffentlich eine einmalige Sache bleibt.

    Meiner Meinung nach ist trotzdem ein gravierender Unterschied, ob ich angreife oder einen Angriff abwehre.

    Festhalten, damit ich nicht geschlagen werden ist für mich Abwehr und Selbstverteidigung.

    Hey Fernweh,

    hier findest du viele Angehörige, die in ähnlichen Situationen stecken. Du könntest dich auch an eine Suchtberatungsstelle wenden. Die sind auch für Angehörige da und können dir bestimmt weiterhelfen und passende Anlaufstellen nennen.

    Persönliche Gespräche vor Ort können da auch sehr hilfreich sein, einfach, um mal mit jemandem offen über alles reden zu können.

    Bei mir war es so. Bzw bei meinem Mann.

    Hätte ich ihn nicht rausgeschmissen, ich bin sicher, er würde immer noch trinken.

    Erst als ich ihm klar gemacht habe, dass es kein uns mehr gibt, wenn er trinkt, hat er es geschafft aufzuhören.

    Das ist auch eine harte und schwierige Zeit für dich. Das wird auch einige Zeit dauern, das alles zu verarbeiten.

    Wenn du mehr Kraft hast, hast du durch deine Kinder super Chancen Kontakte zu knüpfen, die auch für dich wertvoll werden können. Gerade im

    Kiga Alter hast du durch Kiga Veranstaltungen, Spielverabredungen der Kinder, später vielleicht Kurse, Vereine, Hobbies automatisch viel Kontakt zu anderen Eltern. Und darüber kannst du dir ein tolles Netzwerk aufbauen mit Fahrgemeinschaft, Übernachtungsbesuchen, gemeinsamen Ausflügen etc.

    Ich kenne viele Eltern, die durch die Kiga Zeit Freunde geworden sind und auch heute noch Zeit zusammen verbringen, mit und ohne Kinder (meine sind mittlerweile 9 und 12).

    Weißt du, du kannst anderen am besten helfen, wenn du dich zuerst um dich kümmerst, dafür sorgst, dass es dir gut und, um dann mit voller Kraft für andere da sein zu können.

    Das ist wie im Flugzeug! Man soll im Notfall zuerst selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen und dann anderen helfen. Andernfalls klappt es vielleicht für beide nicht!

    Allerdings gab es dann Montag Abend wieder ne stressige Situation bezüglich ihrer Arbeit, und Zack - war der Alkohol wieder das Mittel der Wahl. :(

    Seitdem jeden Tag getrunken, Flaschen und Packungen Wein überall, Wohnung sieht dementsprechend aus.

    was hat das mit „an sich arbeiten“ zu tun?

    Ich frage mich auch gerade, wieso du es am Job festmachen willst? Ihre Trinkpause hat wieder nur vier Wochen gedauert, da ist ja nicht wirklich ein Fortschritt zu sehen?

    Ist das so, wie diese Behauptung, die viele Frauen aufstellen, so nach dem Motto, wenn er mich schlagen würde/ wenn ich keine Kinder hätte/ ich habe Angst, er tut sich was an, sonst wäre ich längst weg?

    Was aber eigentlich nie stimmt, wenn man ehrlich ist, weil das alles doch irgendwie nur vorgeschobene Gründe sind?

    Das ist bitter für dich. Hat sie denn diesmal was grundlegend anders gemacht, was dich hat hoffen lassen, dass es diesmal besser läuft? Oder war das nur eine Trinkpause, um dich etwas zu besänftigen?

    Du hast bestimmt hier schon den Spruch gelesen, „nur nicht trinken, reicht nicht“.

    Wenn sie das wirklich ernsthaft angehen wollte, wäre wahrscheinlich sowas wie eine stationäre Entgiftung mit anschließender Entwöhnungstherapie, Besuch einer Selbsthilfegruppe etc. sinnvoll.

    Ich wünsche dir viel Kraft und den Willen, selbst aus dem Kreislauf auszusteigen.

    Es ist schade, dass du dir mehr Sorgen um ihn als um deine Kinder machst.

    Er ist erwachsen, er ist für sich selbst verantwortlich.

    Die Kinder sind von euch abhängig. Sie können sich nicht alleine helfen.

    Mir ist aber auch noch nicht so ganz klar, was du dir eigentlich vorstellst und erwartest. Was stört dich denn genau? Dass dein Mann Alkohol trinkt? Dass er am Wochenende nicht aufsteht und dich mit den Kindern hängen lässt? Dass er sich nicht an die vereinbarten drei Tage ohne Alkohol hält?

    Er will offensichtlich nicht aufhören zu trinken. Jetzt musst du dir überlegen, wie du damit umgehst.