Beiträge von Zabeth

    Linde66

    Findest du, dass ich mich hier im Forum unangemessen verhalte? Das würde ich gerne kläern, bevor ich hier weiter schreibe.

    Ich habe das Forum als Selbsthilfe verstanden, was für mich bedeutet, dass man sich aktiv selbst hilft, indem man sich gegenseitig ausstauscht und unterstützt. Ich bin hier nicht als Patientin reingegangen, sondern um an mir zu arbeiten und zu lernen und mich mitzuteilen. Fremdwörter gehören nun einmal zu meinem aktiven Wortschatz. Ich bin neugeirig auf die Welt, freue mich über Erkenntnisse und lese Fachliteratur. Ich fänd ees schade, wenn ic hhier fehl am Platz bin.

    Liebe Cadda,

    ich sehe da eigentlich kaum eine Gefahr, denn ich gehe viermal die Woche zur Analyse :) Da sagen die Leute einer eher, dass man mal aufhören soll, immer um sich selbst zu kreisen. Zusätzlich dazu hatte ich hier eben eine Frage, von der ich dachte, dass die langjäigen Expert:innen hier im Forum sie mir beantworten können - und freilich ist mir bewußt, dass noch lange nicht über den Berg bin.

    Ich hoffe, dass jetzt eventuelle Mißverständnisse ausgeräumt sind, und wir uns jetzt besser verstehen :)

    Liebe Linde,

    ich bin im nun im zehnten Jahr analytischer Psychotherapie. Ich gluabe ich kenne mich inzwischen ganz gut. Mit "das" meinte ich, warum ich ein paar extra Runden drehen musste und meinen Ex nicht früher verlassen konnte. Zu der Liste der Gründe, über die ich hier im ungeschützten Bereich nicht eingehend schreiben möchte, kann ich noch Parentifizierung, Armut und Wohnungsnot hinzufügen. Man kann das sicher alles unter co-abhängig subsumieren, mir ist das jedoch zu ungenau und oberflächlich.

    Liebe Cadda,

    so bin ich nun mal, eine wissensdurstige, denksüchtige Intellektuelle, die den Dingen und den Menschen gerne auf den Grund geht.

    Lanananana und Carl Friedrich

    Lanananana kommt dieser Ansatz aus der Verhaltentherapie? Was ich oben sehr knapp umrissen habe kommt aus der psychoanalytischen Bindungsforschung. Oben habe ich dazu auch Quellen angegeben, u.a. einen sehr hörswerten Podcast. Vielleicht findest du da auch etwas für dich Nützliches, lieber Carl Friedrich. Ich wünschte, es gäbe so eine fundierte, forschungsgestütze Aufarbeitung auch für die Frage, warum Angehörige bleiben.

    Soweit ich bisher weiß, war das bei mir eine Kombination aus Kindheitserfahrungen, PBTS und ein fehlendes unterstützendes Umfeld. Auf Grund seiner anderen diagnostizierten und medikamentös behandelten Erkrankung waren vieles, was mein Ex gesagt hat, glaubhaft für mich und ich denke immernoch, dass nicht immer Alkohol der Auslöser für seine Symptome war. Draüberhinaus bin ich überzeugt, dass ich vieles verdrängt habe und würde gerne mehr darüber herausbekommen, wie das im Zusammenspiel mit ihm gelaufen ist.

    Hartmut

    Da habe ich dich wohl mißverstanden, ich dachte du bist an Literatur interessiert.

    Morgenrot

    Danke für die Buchempfehlungen. Was meinst du damit, dass es lange gedauert hätte, Alkoholismus als Krankheit anzuerkennen? Alkoholismus ist in der Medizingeschichte seit Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt, also sogar etwas länger als bakterielle Infektionskrankheiten.

    Bitte überlest nicht, dass ich mich getrennt habe. Ich will nicht gegen die Sucht angekommen. Ich möchte verarbeiten, was da in der Vergangenheit mit mir passiert ist.

    Was ich höre, nämlich, dass die Beziehung zum Alk primär ist, dass man sich nicht als lebendiges Wesen fühlt, und die Reaktionen, die ich bekommen: herzlichen Dank dafür. Das verschafft mir Klarheit.

    Ich bin nicht hier, damit ihr mir irgendwas erzählt, das ich hören möchte. Ich möchte euch hören, authentisch.

    Hartmut

    Ein guter Einstieg in diese Thematik ist:

    Roland Voigtel: "Sucht". Psychosozialverlag

    Rätsel des Unbewußten, Ein Podcast zur Psychoanalyse und Psychotherapie: Folge 59: Zur Psychoanalyse der Suchterkrankungen

    Ich bin immer noch auf der Suche nach wissenschaftlichen Publikationen oder Fachliteratur zum Konzept der Co-Abhängigkeit. Bislang habe ich nur Selbsthilfeliteratur dazu gefunden. Wenn ihr was wisst, bitte her damit :)



    Cadda

    Hallo Cadda,

    ich habe mich getrennt.

    Mir ist jetzt hier im Forum in den letzten Tagen klar geworden, dass ich dazu mehrere Anläufe gebraucht habe, weil mein Ex eben keine Flüssigkeit in einer Flasche, sondern ein lebendiges Wesen ist. Wenn man süchtig ist, führt man eine Beziehung mit dem Alkohol. Die Beziehung zum Alkohol ist berechenbar und verlässlich. Wenn ich trinke, stellt sich genau der Effekt oder das Gefühl ein, das ich suche. Beziehungen zu Menschen sind schwieriger. Menschen sind einzigartige, lebendige Wesen. Wenn man mit einem Menschen in ein eine echte Beziehung tritt, dann weiß man eben nicht, was dabei herauskommt, wie man sich fühlen wird und wie man reagieren wird. Das ist ein offener, mitunter schmerzhafter und wiedersprüchlicher Prozeß. Genau aus diesem Grund wählen Süchtige die Beziehung zum Suchtmittel, weil sie mit dieser Unberechenbarkeit nicht klar kommen.

    Die Trennung vom Alkohol ist leicht, sie ist in ein paar Tagen Entgiftung in einer Klinik geschafft. Was dann kommt, ist der schwierige Part: Die Beziehung zum Alkohol muss durch Beziehungen zu echten lebendigen Menschen ersetzt werden. Selbsthilfegruppen sind wichtig, weil man dort lernen kann, Beziehungen zu Menschen zu führen.

    Ich finde es furchtbar, wie hier mitunter so vehement von Ex/Alkoholiker:innen darauf bestanden wird, man möge sie als Angehörige doch bitteschön genauso behandeln als wären sie ein Suchtmittel, sie fallen lassen und sich nicht mehr gedanklich mit ihnen befassen.

    Kannst du, liebe Cadda, dich selbst und andere als ein menschliche Wesen mit all dem Schlamassel, den ein lebendiges seelisches Leben mit sich bringt, annehmen?

    Danke Hera und alle :)

    Wenn ihr schreibt, dass ihr bewußt heimlich gehandelt habt, war euch dann auch bewußt, vor wem ihr den Alk verheimlicht und dass diese andere Person das als "Lügen" oder "Betrügen" auffassen und sich daher verletzt fühlen oder wütend werden kann?

    Mein Ex hat kein Verständnis dafür gezeigt, wenn ich auf Grund seines heimlichen Trinkes wütend oder auch nur ärgerlich wurde, sondern hat mir versuscht einzureden, dass mit mir was nicht stimmt, wenn ich "so ausflippe".

    Elly

    Mein Ex hatte mehrere Entzüge und Rehamaßnahmen. Was sich für mich geändert hätte, wenn er mir gesagt hätte, dass er nicht trocken ist? Ich hätte mich getrennt, denn so geht man in einer Bezeihung miteinander um. Man spricht offen und ehrlich miteinander und trennt sich, wenn es nicht mehr passt. Er hat jedoch nicht nur den Konsum vor mir verborgen, sondern mir auch für mich glaubhaft versichert, dass er trocken sei und die Symptome von seiner anderen ärztlich diagnostizierten Erkrankung und der medikamentösen Behandlung herrühren. Ich frage mich nun, warum das für mich glaubhaft war, was da bei mir in Bezug auf ihn und bei ihm in Bezug auf mich abgelaufen ist.

    Wenn ich hier die Antworten und andere Beiträge lese, dann erscheint es mir jedoch so zu sein, dass Abhängige und Angehörige sich nicht in Bezeihung setzen, sondern auf eine vor allem für die Angehörigen tragische Weise verfehlen.

    Die/der Alkoholabhängige hat ausschließlich oder primär eine Beziehung zum Alkohol, während die/der Anghörige aber davon ausgeht, dass er oder sie in einer Beziehung mit ihrem/seinem Partner lebt und daher auch so mit ihr/ihm interagiert: Fragen stellt, fürsorglich und interessiert ist und vertraut, weil das eben das ist, was mensch in einer Partnerschaft tut. Dazu gehört auch, dass man dem oder der Anderen erstmal glaubt und das Thema Alkohol aus den Gesprächen raushält und eben nicht ständig wachsam ist und nach Indizien sucht, gerade wiel es ja ausschließlich ein Problem des/der Alkoholabhängigen ist, um das sie sich selbst kümmern müssen. An dieser Haltung ist erstmal nichts Krankes oder Co-Abhängiges, sondern das ist gesundes Beziehungs- und Bindungsverhalten. Es ist halt ein langer Prozeß zu verstehen, dass der oder die Andere, weil süchtig, zu so einem Beziehungsverhalten mit einem anderen Menschen nicht in der Lage ist, allzumal wenn der oder die Andere alles daran setzt, so zu tun, als wäre er oder sie es odre als gäbe es andere Gründe für die mangelnde Beziehungsfähigkeit, um in Ruhe weiterkonsumieren zu können, während die Angehörigen sich nicht erklären können, warum sie sich allein und einsam fühlen.

    Mir geht es nicht darum, meinen Ex vom Alkohiol abzuhalten, sondern ausschließlich um mich. Ich möchte Antworten darauf, was da bei mir los war.

    Liebe Elly ,

    du hast mir auf meine Frage eine sterotype Antwort gegeben. Auch da feht mir der Resonanzraum, das Mit-Einander-In-Beziehung-Sein, das sich unterhalten, das Schwingen, das gemeinsame Sprechen. Das hinterläßt bei mir Frust, denn ich bin ja hier, um mich auszutauschen und nicht um mir Sprechblasen aus einem Kaugummiautomaten zu ziehen.

    Liebe Elly,

    ja das ist sicher die gesündere Variante, zu der dein Mann offenbar fähig war, doch um die geht es hier ja nicht, sondern um die gegeseitige Verstrickung in Abwehr und Verdrängung.

    Wenn dein Mann dich gefragt hätte, ob und wieviel du trinkst, was hättest du dann geantwortet?

    Liebe Coco,

    ich kenne das schreckliche Gefühl, wenn der Partner in der Klinik ist, und man keine oder wenig Infos bekommt. Furchtbar. Ich habe vor fast einem Jahr meinen damals noch Ehemann sturzbetrunken selbst in einer Klinik abgegeben, ja so hat sich das angefühlt, nicht "eingeliefert", sondern "abgegeben" und ihm keine Kleidung, kein Geld gar nichts gebracht, mich nicht gemeldet und dem Sozialdienst gesagt, dass ich komplett raus bin - und dann habe ich ihm nach einer Woche doch selbst ein Handy vorbeigebracht, weil ich es nicht ausgehalten habe, was dazu geführt hat, dass wir trotz Scheidung und räumlicher Trennung immer noch nicht wirklich getrennt sind/waren..... ich arbeite daran.

    Jetzt, nachdem ich ihn auf einer Reise betrunken zurückgelassen habe, merke ich, dass es mich runter zieht, sobald ich auch nur an einen Kontakt denke, denn dann springen gleich Vorstellungen darüber wieder an, wie das Ganze vielleicht doch gemeinsam zu bewältigen wäre, ich werde traurig und fühle mich schuldig etc. Wenn ich dann aber daran denke, dass ich ja gar nicht mehr in den Kontakt gehen muss, dass ich ja eine Freundin bitte kann, zwischen ihm und mir die Dinge zu vermitteln, die noch besprochen werden müssen, dann fühle ich mich gleich so erleichtert. Ich fühle Ordnung, Struktur und so etwas wie Freude auf die Zukunft. Vielleicht müssen wir Angehörigen durch einen Trauerprozeß gehen, als ob unsere Liebsten verstorben wären und vielleicht macht es die Sache halt so schwer, dass sie eben nicht verstorben sind und wir sie ja auch gerne davor bewahren würden. Das Nicht-Trauern-Können hält sie in uns untot und sie suchen uns heim wie Gespenster.

    Vielleicht kannst du ja auch nur mittels des Sozialdienstes mit ihm kommunizieren? Du darfst ihn auch nicht besuchen und einfach die Türe schließen. Er kommt nicht mehr rein und du brauchst ihn nie wieder zu sehen und dir nie wieder den Kopf zu zerbrechen, wie es ihm geht, ob er Geld, Unterkunft, Gesundheit etc. hat. Diese letzen Sätze schreibe ich auch an mich selbst, jetzt wo mein Partner wahrscheinlich auch auf dem Weg zurück ist und demnächst hier vor Ort ankommen wird.

    Es ist wahnsinnig hart. Wir schaffen das!

    P.S. Ich glaube nicht daran, dass jemand tief fallen muss - ethisch und auch logisch, denn der Tiefe Fall wird ja nur in der nachträglichen Erzählung ein solcher gewesen sein. Außerdem nimmt dich die Hausärztin mit dem, was sie da sagt, ja auch nur wieder in die Pflicht: du sollt etwas tun oder nicht tun, damit er .... Das ist doch nichts weiter als wieder nur eine Abhängigkeitsbeziehung, die da aufgebaut wird und du kommst nie raus zu überlegen, was du am Besten tust oder unterlässt, damit er ....

    Du bist selbstständig. Vielleicht kannst du dir ja auch ein wenig - besser mehr - Urlaub geben und einfach wegfahren, wandern, unterwegs sein und das Problem denen überlassen, die es jetzt haben: der Klinik und den Sozialdiensten.

    Hallo,

    ich habe bin Angehörige und habe eine Frage an die trockenen Alkhoholiker:innen. Wenn ihr euren Konsum vor euren Angehörigen verborgen habt, war euch das bewußt oder habt ihr auch nicht wahr haben wollen, dass ihr das Trinken vor euren Angehörigen verbergt, und hattet daher auch gar kein Bewußtsein darüber, dass eure Angehörigen das als "Lügen" und "Hintergehen" empfinden? Ich vermute mal, dass das bei JedeR durchaus unterschiedlich sein kann, dass aber der Mechanismus der Abwehr bei allen Betroffenen gegriffen hat.

    Ich kenne es von mir, dass ich die Tatsache, dass mein Partner, alkoholabhängig ist, oft zumindest weitgehend verdränge und dann jedes Mal wieder aus den Wolken falle, wenn ich ihn erwische - und ich frage mich, was für ein Spiel wir da eigentlich miteinander aufführen? Er schafft es nicht, mir davon zu erzählen, dass er Suchtdruck hat oder wieder am Trinken ist, und auch in meinem Bewußtsein ist es so, als gäbe es überhaupt kein Problem mit Alkohol und wenn ich ihn dann erwische - oder er sich erwischen läßt - bezichtige ich ihn der Lüge, dabei habe ich mich doch auch die ganze Zeit über genauso selbst angelogen. Ich frage mich, wieviel läuft hier unbewußt und unter der Verbalisierungsschwelle ab und würde das Ganze sehr gerne einmal von der anderen Seite her und von Leuten, die da offenbar rausgekommen sind, erklärt bekommen.

    Liebe Grüße <3

    Möglicherweise irre ich mich da auch. Ich habe bei Bekannten und Freunden mitbekommen, dass das Sozialamt auch bei eheähnlichen Gemeinschaften mitunter sogar bei WGs Unterhaltspflicht geltend macht. Manche Einrichtungen für Obdachlose und/oder Alkoholiker finanzieren sich gewissermaßen durch die Sozialhilfe der Bewohner und sind daher daran interessiert, dass diese einen Antrag stellen. Ich will das jetzt gar nicht bewerten, sondern nur den Hinweis geben. Am Besten du erkundigst dich mal, wie das bei euch gehandhabt wird. Wahrscheinlich wissen auch Leute hier im Forum darüber besser Bescheid.

    Hallo Hanna,

    das mit dem Wiedererkennen geht mir auch so - und da denkt man immer, man wäre so einzigartig 😂

    Seit meinem letzten großen Trennungsversuch lebt er in einer Unterkunft mit ein wenig Betreuung. Ich vermute er wird dorthin zurück kehren und dann wieder versuchen, mich „zurück zu gewinnen“. Am Sichersten für mich ist es, wenn ich gar keinen Kontakt zulasse. Bislang habe ich das nicht über mich gebracht, weil ich selbst durch den Liebesentzug, komplettes Ignoriertwerden durch meine Mutter einen echten Schaden davon getragen habe und so nicht mit Menschen umgehen möchte. Während ich dies mühsam am Handy zusammen tippe, merke ich dass man das ja nicht unbedingt vergleichen kann, weil Kind und Erwachsener und ich das ja such nicht tun würde, um ihn zi erpressen, sondern um mich zu schützen- also in etwa so sieht der Plan aus. Ich komme morgen von der Reise zurück und fürchte mich ein wenig davor, am alten Ort in alte Muster zurück zu fallen.

    Hallo Coco,

    deine Geschichte hat mich berührt, die ähnelt der meinen.

    ich bewundere, wie du es anpackst. Mein Fall ist auch einige Jahre älter als ich, war von mir fast gänzlich finanziell abhängig, auch immer müde, somnolent, tagelang nichts essen und trinken, dafür Erklärungen u.a. ernste Erkrankungen, drei stationäre Rehas und mir erzählen, dass er nicht mehr trinkt. Ich habe ihm und seinen Erklärungen geglaubt und den Wodka, der das alles ja viel besser erklären würde, komplett ausgeblendet.

    Du bist jetzt in einer guten Ausgangslage, die Trennung durchzuziehen. Als mein Partner für mehrere Wochen in der Psychiatrie war, habe ich mitbekommen, dass es jetzt ein Entlassungsmanagment gibt: niemand darf mehr, ohne dass klar ist, wohin es mit ihr oder ihm geht, entlassen werden. Ich habe damals dem Sozialdienst der Klinik geschrieben, dass er nicht nach Hause kann, woraufhin sie ihm eine Unterkunft besorgt haben.

    Dann habe ich den Fehler gemacht, ihn zu treffen und war schon wieder in der Helferrolle und musste noch die ein oder andere Rund mit ihm drehen. Sei darauf vorbereitet, dass sich evtl das Sozialamt bei dir meldet wegen Unterhalt.

    Ich wünsche dir viel Kraft

    Hallo allerseits,

    ich habe gerade meinen Partner verlassen - im Urlaub. Habe ihn betrunkenen im Bett zurück gelassen und bin woanders hingefahren. Mir geht es gut und ich bin einigermaßen stabil.

    Die erste Nacht bin ich panisch mit dem Nachtgespinst aufgewacht, dass ich - wenn er jetzt stirbt - meines abrupten Aufbruchs wegen sicher verdächtigt würde, ihn umgebracht zu haben 😅 So krass wünsche ich mir offenbar, dass er in mir stirbt und ich freikomme und so enorm sind auch meine Schuldgefühle.

    Ich gehörte in die Kategorie: kann sich nicht trennen, weil was wird dann aus dem armen und doch auch liebenswerten Menschen und plante daher gedanklich auch, ihn wieder nach Hause zu transportieren. Wir leben getrennt, aber er wollte nach der Reise, wieder zurück kommen. Jetzt habe ich seine Nummer blockiert und werde alles so planen, dass ich ihn nicht mehr sprechen oder sehen muss, denn bisher hat er mich dann jedesmal wieder rumgekriegt. Viele seiner Sachen sind noch in der Wohnung.

    Ich bin jetzt am Tag fünf.

    Heute bin ich bislang vor allem traurig und vermisse ihn. So ist das wohl.

    Gerade ein tolles Gespräch mit einer Fremden geführt, jetzt auf der Weiterreise, entspannt, zuversichtlich.

    Es hilft mir, eure Posts zu lesen und ich freue mich auf den Austausch.