Beiträge von Nayouk24

    Gut, von Tag zu Tag.
    Heute trinke ich nicht. Das ist ein erreichbares Ziel.
    Morgen hast du einen Termin, es geht weiter.

    Für die kommende Zeit stehen Veränderungen an.
    Kennst du schon die Grundbausteine?
    Es sind grundlegende Verhaltensempfehlungen, die dir helfen werden, deine Abstinenz abzusichern und zu stabilisieren.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Ich denke immer, was ich schreibe interessiert glaub keinen.

    Wer ist keiner? Bestimmt nicht alle.
    Das ist auch egal, du schreibst hier für dich. Andere lesen es und der ein oder andere fühlt sich angesprochen und antwortet darauf.
    Hier sind viele erfahrene Langzeittrockene, die spüren schon, dass sich was Ungutes anbahnt, bevor ich überhaupt daran gedacht habe. Wenn ich das dann in dem Moment aufnehmen kann und für mich umsetzen kann, ist alles erreicht.
    Es sind oft die Kleinigkeiten, die du vielleicht als belanglos erachtest, die in Summe ein Risiko bedeuten können.

    Ich will jetzt nichts herbeireden, aber das meinte ich mit der Kraft des Forums.
    Ich habe mich am Anfang gefragt, wie werde ich achtsam, was ist Nachsorge und Selbstfürsorge.
    Hier habe ich es gelernt und verinnerlicht.

    Herzlichen Glückwunsch zu 5️⃣ Monaten Abstinenz, darauf darfst du stolz sein.

    Ja, da hast du den früheren Trinkort heute den ganzen Tag nett hergerichtet und dann meldet sich das Suchthirn recht hinterhältig. Hattest du auf dem Schirm, dass das passieren könnte? und einen Plan wie du reagierst?
    Vlt. Hast du auch heute zu wenig getrunken oder warst am Schluss hungrig und müde.

    Auf alle Fälle hast du die Stimme des Suchthirns sofort erkannt und gehandelt.

    Ich kann nicht alles weglassen, was früher mit Alkohol verbunden war. Da müsste ich unseren Esstisch in ein anderes Zimmer stellen, denn an dem Tisch habe ich beim Abendessen immer mein Bier getrunken.

    Die Verknüpfung „schöner Ort“ & „Alkohol“ muss neu und anders erlebt werden. Das Neue muss das Alte überschreiben. Das ist ja gerade im ersten Jahr unsere ständige Aufgabe.
    Wie könntest du die Verknüpfung neu beschreiben? „schöner Ort“ & Freunde, „schöner Ort“ & Eisbecher……

    heute ist mein 10. Abend ohne Alk. Und ich feiere mich dafür.

    Das darfst du auch.
    Am Anfang habe ich jeden Tag gefeiert und noch heute stimmt mich jeder neue Monat froh.

    Das Lesen war gerade am Anfang der Zugang zu eigenen Erkenntnissen. Diese habe ich hier niedergeschrieben und bekam Rückmeldungen. Und wen wunderts, die waren nicht immer so, wie ich erwartet hatte.
    Dann noch mal dem nachgehen und den eingeschlagenen Weg korrigieren, das hat mich nach vorne gebracht und meine Abstinenz Schritt für Schritt stabilisiert. Voraussetzung dafür ist, dass ich mich mitteile, was ich fühle, was ich denke, was mich irritiert und verunsichert und was ich mache.

    Ich möchte dich ermutigen, die Kraft dieses Forums für dich zu nutzen. Du bestimmst mit Aktion die Reaktion.
    Wenn du den Stein ins Wasser wirfst, wird es Wellen geben, die etwas in Bewegung bringen. Wirfst du keinen Stein, wird es keine neue Bewegung geben.

    Also, werfe den Stein, auch ganz viele.

    Viele Grüße
    Nayouk

    Meine Tochter kommt am Sa. mit dem Zug aus Berlin. Wo hole ich sie am besten ab?

    Alex07 super, dass du für Grillgut sorgst, da beteilige ich mich gerne dran.
    Brötchen würde ich vor Ort bestellen.
    Gibt es am Platz auch einen Tante Emma Laden?

    Ich bin mir nicht ganz sicher, was für einen Entzug du gerade machst. Ein kalter Entzug kann lebensgefährlich für dich sein.

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Was mich etwas verunsichert ist das mein Entscheid hauptsächlich durch meine Familie entstanden ist das macht mir etwas Angst vorm durchhalten

    Die Angst ist berechtigt.

    Der Wille aufzuhören und zwar für immer muss aus mir selber kommen.
    Es ist mein Leben, meine Gesundheit wofür ich Verantwortung übernehmen will.
    Wenn ich es schaffe, dann hat meine Familie auch etwas davon, so rum wird ein Schuh draus.

    Wohin weitertrinken führt, hast du ja bereits erfahren und der weitere Weg zeigt immer nur nach unten.

    Morgen hab ich wieder ein Auto das hab ich Angst das ich die Gelegenheit nutze und mir was hole

    Wie ernst ist es dir?
    Du könntest aber auch dafür sorgen, dass du keinen Zugang zum Auto hast.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Herzlich willkommen Long Jing,

    Gut das du den Absprung geschafft hast und nun schon 6 oder 7 Monate abstinent bist.
    In diesem Forum tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die ein dauerhaft abstinentes Leben führen wollen.
    Kannst du dich in beidem wiederfinden ?
    Was waren deine Beweggründe für eine Anmeldung hier?

    Viele Grüße
    Nayouk

    Im Moment habe ich das Problem dass ich auf den weg nach Hause von der Arbeit als an mein suchtmittel Bier denken muss,

    Ich wage mal zu behaupten, dass sich deine Suchtstimme meldet. Die hat ganz unterschiedliche Strategien auf Lager.
    Je mehr Raum ich ihr gebe, desto präsenter wird sie.
    Wie gehst du mit Gedanken an ein Bier um ?

    Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich den richtigen Umgang gefunden hatte.
    Ganz einfach: abwürgen, keine Diskussionen, die Stimme zusammenfalten auch mit Kraftausdrücken, wenn es hilft und den Gedanken unterbrechen. Wie ? Z.B. kannst du dir eine übergroße Hand, die dir STOP signalisiert, vorstellen.
    Versuche die Hand in deinem Gedankenbild zu halten. Mir hat es am Anfang geholfen.
    Auch Atemtechniken, die du dir aneignen kannst, helfen, gerade wenn du Unruhe verspürst, so wie von dir geschildert.

    sondern weil wir in den Sommermonaten auch Bier und Radler verkaufen

    Das lässt vermuten, dass du beruflich mit Alkohol konfrontiert bist.

    Ich habe immer darauf geachtet, dass ich eine für mich unangenehme Situation bzgl. Konfrontation mit Alkohol sofort verlassen kann, ohne auf andere oder auf mögliche Erwartungshaltungen mir gegenüber Rücksicht nehmen zu müssen.
    Das setzt voraus, dass ich immer autark bin und von niemanden abhängig bin um mich selbst schützen zu können.
    Z.B. bin ich immer eigenständig mobil.

    In einem beruflichen Umfeld, in dem Alkohol dazu gehört, stelle ich mir das sehr schwierig bis unmöglich vor.
    Ich wäre u.U. gezwungen bestimmte Situationen aushalten zu müssen.
    Könnte das bei dir der Fall werden?

    Er fragte mich auch, ob er mich am Wochenende anrufen darf, eine Art "Kontrolle" und um zu hören wie es mir geht. Aus seiner Erfahrung können Wochenenden für süchtige Menschen ein Risiko oder Trigger sein und er möchte mich unterstützen.

    Der Arzt hat Wissen über die Alkoholkrankheit, da kannst du dich glücklich schätzen, dass du ihn hast.

    Auf der Suche nach einer realen SHG bin ich auf dieses Forum gestoßen. Ich hatte es mir offen gelassen, ob ich parallel eine Gruppe vor Ort aufsuche. Bis heute hat sich daran nichts geändert.