Beiträge von Becca

    Die Schuld bei der ‚lieblosen‘ Ehefrau suchen ist ja leider ein alter Hut. Lass das nicht an dich ran (macht man doch - weiß ich, aber lass dir da mal von uns deine Wahrnehmung stärken!).
    Du hast also einen konkreten Plan zu gehen und es hängt nur an der Wohnungssuche?

    Warum dann noch mit ihm diskutieren? Trinken tut er eh und das kann er dann bald alleine tun. Hast du schon mal über sowas wie eine Übergangslösung gedacht? Bei Freunden oder Familie unter kommen oder vorübergehend in eine günstige Ferienwohnung ziehen? Was du beschreibst klingt wirklich unerträglich. Rette dich!

    Ja das habe ich hier im Forum auch schon oft gelesen, dass die lieblose Frau Schuld daran trägt. Bisher konnte ich mich auch gut abgrenzen... leider ist mein "Fell" momentan nicht sehr dick.

    Ich bin am überlegen ob ich vorübergehend zu meiner Familie gehe, habe aber Sorge, dass wir da länger fest sitzen. Hier hab ich meine Routine ( mal von den Aussetzern abgesehen)

    Hallo Becca,


    ich bin hierüber gestolpert:

    Was bedeutet der letzte Satz? Dass er dein Nein nicht akzeptiert? Das wäre sexuelle Gewalt! Bitte hol dir in dem Fall ganz dringend Hilfe!

    Hallo Mathilda,

    hier habe ich mich wohl etwas falsch ausgedrückt. Ich meine damit die Beschimpfungen. Die wohl auch daher kommen, weil ich keine Nähe zulasse

    Ja sie haben mir auch gesagt, dass ich es ihm sagen kann aber sie kennen ja die andere Seite nicht und wie reagiert wird. Das würde hier nicht funktionieren. Vor ein paar Wochen hatten wir ein Gespräch in dem ich ihm gesagt habe, dass ich nicht weiß ob eine Beziehung weiterhin Sinn macht und das ich mich hab beraten lassen (aber er weiß nicht wo und nähere Details).

    Die Trennung kann ich erst aussprechen wenn final alles geklärt ist damit es zu keiner extremen Eskalation kommt. Ich habe aber momentan das Gefühl, dass ich nicht weiter komme und ich wieder am Anfang stehe. Meine Wahrnehmung wird wieder abgetan (ich kontrolliere nicht mehr was und wie viel er trinkt) und auch Situationen und Worte werden verdreht.

    Zur Zeit geht es mir psychisch wieder nicht so gut und somit bin ich auch anfälliger leider für die Manipulationen und Beschimpfungen etc.

    Nein, das weiß er nicht, denn dann wäre hier richtig Terror. Ich soll gar nichts nach außen tragen. Weder Familie noch meinen Freunden etwas erzählen, das würde niemanden etwas angehen....hab ich auch lange so gemacht, jedoch konnte ich irgendwann nicht mehr

    Guten Morgen Sonnenschein,

    weil ich auf Abstand gehe und keine Nähe zulasse. Wäre ich nicht so ein Eisklotz müsse er nicht trinken (alles schon vor Monaten ausgetestet, er trinkt trotzdem). In der Suchtberatung wurde mir auch geraten auf Abstand zu gehen, dies gestaltet sich echt schwierig wenn ich sage er soll aufhören und er noch weiter macht. Heute sieht es besser bei mir aus, gestern ging es mir echt nicht gut.

    Guten Abend Zusammen,

    ich habe hier schon lange nichts mehr geschrieben weil ich dachte, ich sei auf einem guten Weg, habe aber noch fast täglich im Forum gelesen. Wohnungssuche läuft überhaupt nicht gut und das Zusammenleben wird wieder schlimmer. Ich bin weiterhin auf Abstand und habe ihm zwischendurch immer wieder daran erinnert,dass ich auf Abstand bin wegen dem vielen Alkohol.....und ich nicht weiß ob es eine Zukunft für uns gibt ( eine Trennung habe ich noch nicht ausgesprochen um es eskalieren zu lassen).

    Bisher war das Zusammenleben auch soweit OK nur heute ist es wieder eskaliert. Schon morgens wurde angefangen zu trinken und die Beschimpfungen und Beleidigungen waren den ganzen Tag am sprühen. An allem war natürlich ich schuld und er müsse ja trinken bei so einer Frau.....

    Natürlich hat er bisher täglich abends weiter getrunken, war aber eher ruhig.

    Ich merke nur gerade, dass es heute wieder viel mit mir gemacht hat. Ich bin noch in der Sucht - und Familienberatung aber irgendwie merke ich das ich nicht weiter komme und ich einfach nicht mehr weiter weiß.

    Liebe Grüße Becca

    Ich möchte hier nur kurz mal anmerken wie entspannt und sorgenfrei ich heute Abend TV schauen kann ohne Angst zu haben, dass es wieder eskaliert. Mein Partner ist heute Abend nicht zu Hause und ich brauche keine Angst zu haben, dass es wieder zu Streit und Beschimpfungen kommt. Das bestärkt mich wieder die Trennung durch zu ziehen. Es ist sooo traurig sich zu Hause nicht mehr zu Hause zu fühlen wenn der Partner da ist

    Guten Abend Zusammen,

    ich habe hier schon ewig nicht mehr selbst geschrieben sondern sehr viel gelesen.

    Wie ich geschrieben habe, plane ich meinen Auszug. Leider hat es mit einer Wohnung nicht geklappt, so dass ich hier weiter "ausharre". Die Trennung habe ich bisher noch nicht ausgesprochen, damit es hier nicht eskaliert.

    Ich war bisher zweimal bei einer Suchtberatung und Mitte März habe ich einen Termin bei einer Familienberatung.

    Die Suchtberatung hat mir geraten auf Abstand zu gehen und mich abzugrenzen, was ich eh die letzten Monate getan habe und auch ihm gegenüber kundgetan.

    Leider ist es wohl das Gegenteil was er möchte was er auch kommuniziert und mich in letzter Zeit spüren lässt mit Worten.

    In den letzten zwei Wochen trinkt er sogar schon morgens wenn er frei hat und sieht überhaupt nicht warum ich sauer bin. Ich unterstütze ihn nicht, denn dann müsste er nicht trinken. Was er eigentlich damit meint ist körperliche Nähe (was ich nicht kann und will).

    Ich möchte es nicht weil dieser Mann nur noch abstoßend für mich ist und ich seine Ausdünstungen nicht ertragen kann.

    Er interpretiert daraus das ich eine Affäre habe und eh nur lüge, betrüge und ein böser Mensch bin.

    Entschuldigt den langen Text, ich musste mir gerade einfach alles von der Seele schreiben. Denn ich möchte nicht explodieren sondern ruhig bleiben.

    Hallo Laura,

    ich bin noch in einer sehr ähnlichen Situation wie du. Diese Psychospiele gehen immer mehr an die Substanz und machen einen richtig irre im Kopf. Habe diese Spielchen lange genug mitgemacht und auch immer gehofft es wird besser.....

    Ich durfte mir auch immer anhören, dass ich mir einen besseren suchen soll, dass es jemanden anderen gibt oder auch das er alleine nicht klar kommt usw. Im Endeffekt ist es nur Manipulation, dass man da bleiben soll.

    Leider ist es so, wenn der Partner nicht einsieht ein Problem zu haben, man gegen die Wand läuft. Mein Arzt hat mir sehr sehr deutlich klar gemacht (ich hab da eine Stunde gesessen und nur geweint), dass es nur zwei Optionen gibt.

    1. Trennung

    2. Der Partner sieht ein, dass er ein Problem hat und wirklich was ändern will

    Wenn Punkt 2 nicht eintrifft kommt ja nur noch Punkt 1 in Frage. Laut meinen Arzt geht eine Salami-Taktik nicht .

    Am meisten "weh" getan hat mir seine Aussage, dass die Kinder am meisten drunter leiden. Es kann sein, dass sie sich selbst toxische Partner aussuchen oder selbst in die Abhängigkeit rutschen.....das wusste ich durch Mitteilungen und viel Lesen hier im Forum auch, nur mit hat es geholfen, dass er mir das mitten ins Gesicht gesagt hat.

    Das hat mir die Augen geöffnet und ich habe nochmals eine Suchtberatung in Anspruch genommen und bin nunmehr in der Familienberatung bzgl. Trennung und weiterer Vorgehensweise.

    Vielleicht hilft dir ja auch eine Beratung vor Ort, oder einfach eine Person, die nicht sagt " dann trenn dich doch einfach".

    Liebe Grüße Becca

    Hallo wieweitsollmangehen,

    ich war die letzten Wochen hier nur stille Mit Leserin, da es mir nicht so gut geht/ging. Kann sein, dass mein Leidensdruck noch nicht groß genug ist aber im November bin ich mit den Kindern für drei Tage zu meiner Familie gegangen weil es ausgeartet ist.

    Natürlich habe ich mich wieder bequatschen lassen und bin zurück gegangen, da versprochen wurde sich Hilfe zu holen (war ein Termin um mich wieder in die Spur zu bekommen).

    Naja Stand jetzt ist, dass ich mich Anfang der Woche meinem Arzt anvertraut habe und er mir auch sehr deutlich klar gemacht hat, dass es nur zwei Optionen gibt:

    Trennung oder Entzug mit Langzeittherapie meines Partners (was er nicht machen wird, da ja kein Problem da ist)

    Ich bin zur Zeit krank geschrieben und plane meinen Auszug, da ich psychisch nicht mehr kann.

    Wie sich hier einfach viele Geschichten ähneln....das viele Lesen hat mich bestärkt nicht mehr weiter zu machen, denn ich und meine Kinder haben ein glückliches Leben verdient.

    Ich hoffe du findest auch bald heraus wie weit du noch gehen magst.

    Liebe Grüße

    Guten Morgen Cadda,

    du hast mit deinen Zeilen Recht. Ich werde das mal auf mich wirken lassen.

    Habt alle einen schönen Sonntag 😊

    Mein Vater ist auch daran gestorben.

    Mein Stiefvater ist auch Alkoholiker. Er war gewalttätig und ich habe eine Kindheit voller Schmerz und Angst erlebt. Weil meine Mutter nicht gegangen ist.

    Und? Ich bin Alkoholiker geworden. So sieht's aus.

    Ich wünsche Dir, dass das bei Dir anders läuft und Deine Kinder mal nicht so über Dich denken, wie ich über meine Mutter.

    Hallo Alex,

    ich weiß gar nicht was ich schreiben soll. Eine Kindheit voller Angst und Schmerz muss schrecklich sein und genau das möchte ich meinen ersparen. Ich möchte nicht, dass ihre Kinderseelen leiden.

    Dieser Austausch tut mir unglaublich gut und rückt mich wieder etwas gerade.

    Es ist gerade nur alles unheimlich schwer. Ich glaube am meisten habe ich Angst vor seiner Reaktion und das er dann noch die Kinder manipuliert.

    Genauso ist das leider oft. Eltern sind Vorbilder für ihre Kinder, egal ob gute oder schlechte. Sie lernen von ihren Eltern und gucken sich das Verhalten ab.

    Ja Kinder lernen von ihren Eltern. Da hast du vollkommen Recht.

    Ich denke auch, dass mein Partner so geworden ist, weil er es anders nicht kennt. Er hätte wirklich eine miserable Kindheit aber er ist seines Glückes selber Schmied oder wie sagt man noch so schön?

    Hallo Whitewolf,

    der Termin findet jetzt leider erst kommende Woche statt.

    Du hast recht, er würde das Glas nehmen, so traurig es auch ist. Wie schön gesagt, sagt dann der Engel: Gib diese Familie noch nicht auf. Das ist meine Probe momentan. Ich habe echt Angst davor noch richtig lange festzustecken. Rational weiß ich das ich mit den Kindern gehen muss....

    Hi becca, dein beratungstermin kommt noch oder? Tut mir leid zu lesen, daß du gestern solch einen schlimmen tag hattest. Ich wollte dir dazu noch folgendes mitgeben, meine eltern haben es nicht geschafft sich zu trennen, bzw. Was ich als kind als schlimm empfunden habe, sie wollten es nicht. Mein vater war funktionierender alkoholiker. Er wurde nie gewalttätig oder beleidigend, aber meine mutter hat wahnsinnig unter seiner trinkerei gelitten. Den alkoholkonsum haben beide vor uns gut kaschiert, ich hab erst als erwachsene begriffen, wie problematisch das eigentlich war und das es nicht normal ist, wenn papa abends literweise alkohol trinkt. Aber die auseinandersetzungen zwischen meinen eltern die habe ich sehr wohl mitbekommen. Beide eltern haben sich zudem trost bei mir gesucht. Meine mutter wurde es nicht müde zu sagen, daß sie längst gegangen wäre, wenn nicht wir kinder wären. Die ohnmacht und wut, die ich damals empfunden habe, werde ich nie vergessen.

    Ich wünsche dir kraft und klarheit, und mut auf deine und die bedürfnisse deiner kinder zu achten. Pass auf dich auf!

    Guten Abend Mini,

    den Beratungstermin habe ich kommende Woche und erhoffe mir dadurch nochmal zusätzlich Klarheit. Dieses Forum hilft mir auch schon sehr viel dabei, noch mehr Abstand zu nehmen. Es ist wie ein Teufel und der Engel auf der anderen Seite. Richtig anstrengend.

    Ich habe viel gelesen was es auch mit Kindern macht, in Suchtfamilien aufzuwachsen und das sollte mir erst Recht den Anstoß geben zu gehen.

    Mein Partner weiß halt nur genau die richtigen Knöpfe zu drücken.....

    Heute bist du genau 3 Wochen hier angemeldet. Manche Frauen brauchen Jahre, um ihren Startknopf zu drücken. Bei anderen gehts schneller. Aber die meisten brauchen Jahre. Eigentlich schade, denn das sind ja genau die Jahre, in denen die Kinder auf Sucht programmiert werden - einfach durchs Zuschauen.

    Den Startknopf hast du mit Sicherheit schon eingebaut.

    In einem anderen Zusammenhang habe ich mir mal die Frage gestellt: Wann bitte fängt eigentlich MEIN Leben an? Da ist mir bewußt geworden, daß das an mir liegt und nicht an den anderen um mich herum. Es war meine Entscheidung. Ab da ging es im Schneckentempo voran, aber immerhin.

    Liebe Grüße,

    Linde

    Hallo Linde,

    genau das ist meine Angst, dass die Kinder negativ geprägt werden und Schaden nehmen.

    Der Vater von meinem Partner war selbst Alkoholiker und ist daran verstorben. Deswegen ist es für mich kaum vorstellbar, warum mein Partner, der Papa unserer Kinder, in die gleiche Lebenslinie läuft. Durch das Forum konnte ich einiges besser verstehen und auch das die Sucht quasi an erster Stelle steht, jedoch macht es das irgendwie nicht einfacher.

    Die Frage,die du dir gestellt hast, wurde mir so ähnlich vor kurzem von meiner Familie gestellt. Sehr gute Frage und ich sollte definitiv an mich denken. Da ist nur ein durchsichtiger Strick der mich festhält (ich kann es nicht anders erklären).

    Guten Abend,

    ich muss mal wieder einen klaren Kopf bekommen. Nachdem er mir versprochen hat, dass sich einiges ändern wird, hat er gestern wieder über die Strenge geschlagen und ordentlich ins Glas geschaut..... Resultat waren wieder Beleidigungen und keiner würde hinter ihm stehen, erst Recht ich nicht..... Ich kriege diesen Schritt zu gehen einfach nicht hin. Immer wenn ich denke, jetzt ist es soweit macht er mir ein schlechtes Gewissen und Zack steh ich wieder parat 😫

    Habe die letzten Tage hier viel gelesen und viele Erfahrungen ähneln sich extrem, so dass ich eigentlich wissen müsste, dass sch nichts ändern wird und die Spirale eher abwärts geht.

    Sorry, ich brauche einfach einen Knopf: Geh mit den Kindern!

    Dieses Zitat durchlebe ich selbst gerade und komme aus dem Teufelskreis irgendwie noch nicht raus,.. aber es ist so unglaublich anstrengend gerade... Egal ob mit Kind oder dem eigentlichen Erwachsenen.. wie ist dein Dein letzter Satz eigentlich gemeint?

    Liebe Grüße Matrix nicht

    Guten Abend Matrix,

    der letzte Satz ist gemeint, dass er halt immer so weiter gemacht hat und mich weiter so behandelt hat. Er hat heute auch nichts getrunken und bindet sich viel mehr zu Hause ein und sitzt nicht an seinem Rückzugsort.

    Eine so lange Zeit kenne ich es halt nicht und bin positiv überrascht. Dennoch weiß ich nicht ob es so bleibt. Für mich steht nur fest, dass wenn es noch einmal ausartet, ich mit den Kindern gehe.

    Insgeheim habe ich trotzdem die ganze Zeit im Hinterkopf, dass es wieder beim alten landen wird und das ist auch kein schönes Gefühl.

    Hallo Mini,

    ja habe am Donnerstag einen neuen Termin bekommen. Wir hatten letzten Sonntag nochmal ein Gespräch, da hab ich ihm Klipp und klar gesagt, dass wenn sich nichts ändert, ich mit den Kindern gehe...

    Am Montag hat er sich direkt einen Beratungstermin gemacht, wo ich ihn begleiten soll. Seit dem hat er auch keinen Alkohol getrunken und kümmert sich mehr. Ich werde trotzdem am Ball bleiben und die Hoffnung nicht allzu hoch ansetzen. Zur Not kann ich sofort zu meiner Familie.

    Ich werde jetzt noch einmal abwarten ob er es ernst meint und wenn nicht werde ich gehen.

    So eine Drehung hatte er bis jetzt noch nicht. Nach max drei Tagen hat er wieder getrunken.....