Beiträge von Matrix

    Hallo Tiger

    Also zusammenfassend war meine Kindheit weniger schön. Wie schon kurz in meiner anderen Nachricht geschrieben, waren beide Alkoholabhängig. Meine Mutti hat mich irgendwie alleine großgezogen, obwohl sie bis zu meiner Jugendzeit getrunken hatte und dann endlich mal aufhören konnte.. mein Papa war leider in meiner Kindheit auch nicht viel anwesend, also fast dauerhaft betrunken.. Ich hatte meinen Papa irgendwie echt lieber als meine Mama, ich weiß bis heute noch nicht warum. Vielleicht weil er der liebere von beiden war..

    Aber ich musste ja leider als kleines Kind halt noch mit meinen Eltern mit, auch wenn es zu den saufkumpels ging, was ein paar mal war, oder ich habe sie beide oder auch nur meine Mutter Zuhause besoffen oder ausnüchternd erlebt.. meine Mutter war die unangenehme im Suff, mein Papa war viel unterwegs, auch weil er nicht nach Hause oder zu Hause sein wollte, wenn wir wussten, dass meine Mutter (seine Ehefrau) besoffen war.. das heißt, ich habe immer erstmal abgecheckt, wie sie so drauf ist... Um mich dann ihrer Laune anzupassen... War nicht schön alles..

    Also ich hatte mich wegen der Alkohol Sucht meines Vaters als Kind auch kaum näher an ihn ran getraut, also zum kuscheln oder so..

    Jetzt bin ich vielleicht ein bisschen zu viel ausgeschwiffen und es ist bisschen wirr glaube ich, aber irgendwie wollte ich es gerne mal hier aufschreiben. Ich hoffe doch, dass es dir irgendwie weiterhelfen kann..

    Alles Gute

    Matrix

    Das Zusammenspiel von Alkoholikern und ihren Partner hat immer wieder ganz ähnliche Muster. Bei dir kommt noch dazu, dass du mit Alkoholikern großgeworden bist und gewissermaßen in seinem Verhalten eine Art Sicherheit hast. Es dich anzieht weil du es kennst. Weil es vertrautes Verhalten ist. Und du hast dadurch gewisse Muster entwickelt, damit umzugehen.

    Das trifft leider auch sehr auf mich zu, daher kann ich deine Sorgen so gut verstehen!

    Du kannst ja mal meinen Faden lesen, wenn du möchtest, da habe ich meine aktuelle Situation aufgeschrieben und dass ich höchstwahrscheinlich auch genau wegen diesen Mustern meine Trennung nicht "gelöst" bekomme.. naja und leider auch aus Angst vor meinem XY bzw. der Reaktion von ihm..

    Aber ich beginne Ende Januar eine neue ambulante Verhaltenstherapie um genau aus diesem Mustern rauszufinden und ein "freies" und am liebsten auch leichteres und besseres leben führen zu können.

    Hallo Tiger, so ähnlich wie koda geht es mir leider auch, vorallem mit dem dass ich aus heutiger Sicht sage, dass sich meine Eltern hätten trennen sollen( waren beide alkoholkrank, keine schläge, aber trotzdem schlimm genug) und nicht, wie meine Mutter irgendwann sagte, dass sie wegen mir mit ihm zusammen geblieben ist.. weil sie bei meiner anderen Halbschwester Alleinerziehend war und das nicht als gut empfand..

    Mehr zu meiner Geschichte gerne heute Abend, wenn du möchtest.

    Liebe Grüße Matrix

    Liebe Myla

    Wir meinen es alle NUR GUT und sehen aber die ABSOLUTE GEFAHR an deiner Situation und das du so gut wie nur damit beschäftigt bist über ihn und wann es wieder eskaliert nachzudenken! Wer weiß ob du die nächste Eskalation überlebst? Wir wollen dir nur VERSUCHEN BEWUSST ZU MACHEN, WIE ERNST DEINE SITUATION IST!! Und das du da so schnell wie möglich raus musst, egal ob er jetzt eine Weile "ruhig und nett" ist, das ist das schlimme an der Sache und hält dich leider an ihm fest.. ich kann das leider auch aus meiner Erfahrung berichten, weil ich leider in einer ähnlichen Situation stecke wie du und ich immer wieder merke, wie es mir Kraft zieht, obwohl es Kraft geben müsste.

    Das ist doch so auch kein Leben, das solltest du dir Ernsthaft mal durch den Kopf gehen lassen, was wir dir hier alle schreiben bzw. dir deinen Faden unbedingt nochmal durchlesen.

    ja wahrscheinlich ist es so, ich rede es mir schön.

    Jedoch ist er eben nicht die meiste Zeit betrunken, sondern "nur" 1 x die Woche für einen Tag/Abend.

    Dass er sich jetzt Hilfe holt, lässt mich wieder hoffen.

    1.) Du redest es dir 1000% schön ! Das ist es aber überhaupt nicht! Es ist nur immer wieder die Ruhe vor dem erneuten unberechenbaren Ausraster!!

    2.) Aber du hast immer wieder vor jedem mal Angst, weil du schon weißt, was kommen kann, lebst also in STÄNDIGER ANGST wann es wieder eskaliert und er dich eventuell zu Tode würgt!

    3.) die Hoffnung ist glaube ich leider nur dein Strohhalm, an dem du dich mit letzter Kraft festhältst! Mehr nicht!

    Guten Morgen, vorallem weißt du ja nie wann er wieder durchdreht, das zieht dir auch die Kraft, die du jetzt brauchst, um dich aus dieser Lebensgefährlichen Situation zu befreien, so unauffällig und schnell wie möglich! Die BIG Hotline wäre auch eine Möglichkeit, wo du dich melden könntest.

    Melde dich doch gerne, wenn es was neues gibt.

    Eins noch zur Wiederholung meiner vorschreiberinnen: Du bist nicht an seinem Verhalten Schuld oder sonstiges!

    Ich habe es auch tatsächlich im Gefühl, dass er dies tut.

    Allerdings was dann folgt, Therapie usw. bin ich der Meinung, findet er wieder Ausreden, aber wir werden sehen.

    Liebe Myla, es gibt her so einge, denen es ähnlich geht wie Dir! Auch mir geht es ähnlich wie Dir, nur dass ich noch ein Kind mit meinem XY habe und es somit leider irgendwie noch schwieriger für mich ist, obwohl mein Kind mein Antrieb sein sollte.X/

    Bei mir ist die emotionale Erpressung so groß, dass ich leider jetzt ein Jahr nach einem zum Glück nur leichten körperlichen Gewalt Vorfall, (aber getan ist getan und kann ich ihm auch nicht verzeihen) mit ihm zusammen in meiner Wohnung lebe..

    Suche dir bitte so schnell wie möglich professionelle Hilfe, egal wo, sie könnten dich auch weiterleiten oder vermitteln

    LG Matrix

    Auch von mir herzliches Beileid zum Tod deines Vaters, ich habe meinen Vater leider auch erst letztes Jahr durch seine Alkoholsucht verloren - Einsicht war bei ihm leider Fehlanzeige, obwohl er schon durch eine Unterschenkel Abnahme selbst "mitbekommen" hatte, das es ja einen Grund geben musste.. aber leider auch da zumindest keine kommunizierte Einsicht, wie oder was er dachte, weiß ich leider nicht.. ich denke eher, dass er sich einfach aufgegeben hatte, weil meine Mutti sich nach ihrer zum Glück dauerhaften Abstinenz räumlich getrennt hatte..

    Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit.

    Hast du denn, wenn du ehrlich bist Zeit dich richtig um dein Kind zu kümmern? Oder ist dein Gehirn vernebelt von allen Eventualitäten, die dein Partner eventuell von sich gibt oder die durch seine Handlungen eintreten?

    Liebe SummerSun!

    Tatsächlich ist das auch ein Punkt, der auch in das ganze mit rein spielt, es ist mir so, also mit seinem Papa bzw. mit den ganzen scheiß Gedanken usw. um ihn nicht 100% möglich auf meinen Sohn einzugehen, aber mein Kind sollte an 1. Stelle kommen..

    Vorallem weil ich für Sohnemann ja auch meine Probleme nochmal therapeutisch ab Ende Januar angehen möchte..

    Und das war mein Absprung. Mein Kind. Es soll das beste Leben haben. Kann es das mit einer unglücklichen Mutter? Nein! Und diese Partnerschaft aus Sucht und Toxik hat fast ausschließlich unglücklich gemacht.

    Genau, einmal wäre das 1 riesen Grund und dann noch, dass ich nicht möchte, dass er ähnlich aufwächst wie ich, also das wäre jetzt "nur" ein Alkohol kranker Papa, aber ich hätte als Kind, mit jetziger Sicht, nicht bei meinen Eltern aufwachsen wollen, nur hat man ja leider als Kind nicht die Wahl... Ich staune sowieso, dass das Jugendamt in meiner Kindheit nicht zu uns nach Hause kam, wäre mir mittlerweile glaube lieber gewesen.. obwohl ich nicht mal geschlagen wurde, aber eben anderweitig vernachlässigt wurde, was auch echt nicht gut war...

    Man hält sich nur gerne an den schönen raren Momenten fest.

    Ja, das muss ich leider auch immer wieder feststellen, aber es sind ja mehr unangenehme Situationen als schöne.. und alleine schon das ausgerichtet darauf sein, ob oder wann er wieder trinkt, kifft oder auch wieder Zeugs ballert, weil er auf irgendwas nicht klar kommt, wie gestern z.B. auch.. und ob er nicht wieder irgendwann sauer ist...

    Dabei arbeitet nichts in ihnen, was damit zu tun hat, mit dem Trinken aufhören zu wollen. Meistens wollen sie nur daraufhin arbeiten, weniger zu trinken, was auf Dauer eh nicht funktioniert. Oft merken Alkoholiker aber, dass es in den Angehörigen arbeitet und um diese nicht zu verlieren, arbeiten sie selbst gegenan, indem sie sich ja plötzlich zugänglicher zeigen (Selbsthilfegruppe, Beratungstermin.... ach was gibt es nicht alles, um den Eindruck zu vermitteln, man würde etwas ändern wollen...).

    Genau das ist bei mir auch gerade seit einem Jahr ungefähr der Fall, sogar schon etwas länger.. und ich möchte so gerne aus diesem Karussell aussteigen, habe nur irgendwie das Gefühl, dass ich es nicht hinbekommen kann.. ich weiß irgendwie leider nicht, was ich dafür brauche um meinen Schritt zu gehen! Ich überlege aber weiter und gebe nicht auf.

    Es wird nur nie enden.

    Ja und das möchte ich so einfach nicht mehr, dieses ständige "auf und ab" nervt mich einfach nur noch und man kann sich ja auf nichts verlassen oder einstellen, das ist so nicht mehr gut für mich, das merke ich.

    Ich weiß nur nicht, wie ich ihn vor die Tür setzen soll, also vorallem eher, danach nicht einzuknicken wenn er auf mich einreden sollte... Wie waren deine letzten Wochen, bzw. wie hast du es hinbekommen, SummerSun?

    Verstehe ich das richtig, er hat dich mit Kind alleine bei seinen Eltern sitzen lassen???

    Ich weiß nicht mal, ob ich das so als sitzen lassen sehe, wenn du weißt, was ich meine?! , weil ihm das Gespräch mit seiner Mutti zu viel war und er eh schon wieder extremen saufdruck hatte, hatte nur eine Situation, die für ihn zu viel ist gereicht, dass er gehen "musste"

    Ich denke, dass er eh gestern Abend weder spätestens getrunken hätte, wenn ich mit Sohnemann im Bett bin.. so kenne ich das ja auch schon..

    Ach ja, noch kurze Zusammenfassung zu heute: wir waren zusammen bei seinen Eltern, aber schon kurz Zeit nach dem ankommen, also nach dem Mittagessen kam es dann zum 'Gespräch' zwischen seiner Mutti und ihm.. es waren eigentlich wichtige Themen, aber er wollte nicht heute darüber reden, da er eh schon grenzwertig gedanklich unterwegs war,was er aber so nicht seiner Mutti erzählte, aber er mir auf dem Weg zu seinen Eltern mitteilte.. aber es ist ja NIE in letzter Zeit möglich gewesen mit ihm zu reden..

    naja, es hatte damit geendet, dass er dann alleine los ist und ich mit unserem Sohn noch da geblieben bin.. er brauchte Zeit für sich... Hieß so viel wie er ging saufen und ist, außer einmal kurz, bis jetzt noch nicht wieder da.. Wenn ich das mal einfach so machen würde..

    Was möchtest Du denn, Matrix?

    Willst Du überhaupt da hin?

    Also ich möchte schon gerne den Kontakt zu seinen Eltern behalten, aber seitdem ich seinen Eltern gegenüber nicht mehr lüge, was ihren Sohn angeht, ist es nochmal anders geworden, naja und mein xy hat sich durch den fast täglichen Alk und CB (cannabis) Konsum in den letzten Monaten echt so verändert, sodass man mit ihm über NICHTS wichtiges mehr reden kann, ihm werden so schnell selbst einfache und leichte Themen zu viel.. das ist echt soo krass, dass ich mich nicht mehr getraut hatte, was wichtiges anzusprechen.. so zurück zu deinen Fragen

    Was ich möchte ist auch eine gute Frage, die mich schon länger beschäftigt und mich wahrscheinlich auch noch lange begleiten wird.. also ich weiß zumindest wie ich nicht weiter leben möchte und das ist mit einem berauschten oder/und betrunkenen Mann.

    Ich möchte mich nicht verstecken müssen, was den Kontakt zu meinen wenigen noch bekannten Muttis angeht, das muss ich aber machen, weil sonst immer irgendwelche Fragen oder Sprüche kommen, entweder Misstrauen, weil ich kaum was erzähle oder wenn er sie schon gesehen oder vom erzählen "kennt" dann kommen manchmal auch komische Sprüche, naja darauf habe ich auch keine Lust mehr..

    Und entspannter sein und mir nicht ständig einen Kopf machen müssen, ob er irgendwann plötzlich, 'warum auch immer', wieder sauer ist und es mir erstmal mit seinem Verhalten bzw. seiner Mimik zeigt...

    Achso, er kifft und raucht nicht bei mir in der Wohnung, das muss ich noch dazu schreiben, aber trotzdem ist er dann bekifft bei mir und das ist natürlich auch nicht schön, noch weniger aber das trinken..X/

    Zeit der Wünsche: Wie wäre ein schönes Weihnachtsfest für Dich?

    Oh, gute Frage

    naja, auf jeden Fall nüchtern, ein ordentliches und gemütliches, weihnachtlich geschmücktes Zu Hause und eine warme angenehme Atmosphäre, gerecht verteilte Aufgaben und mich nicht vom "Partner" genervt fühlen, weil er soo gerne mehr als nur körperliche Nähe möchte... Ansonsten wären gemeinsame Zeit Zuhause bzw. Unternehmungen noch schön. Mehr fällt mir gerade nicht ein.

    Obwohl ich mich zurzeit eher mal nach Ruhe Sehne.. also am liebsten auch mal mehr als 8 Stunden die mein Sohn in die Kita geht, so ging es mir zumindest kurz vor der weihnachts- und Neujahrsschließung der Kita.. könnten mal ein paar Tage Ruhe sein..