Hallo, den Freund hab ich das letzte mal vor ca. 10 Jahren gesehen, er wohnt auch gut 80 km entfernt, was in meinem Fall auch gut so ist. Fast alle die den Absprung aus der Kleinstadt nicht geschafft haben sind abgestürzt, Drogen, Alkohol etc.
Er ist ein Freund aus meiner nassen hochzeit und es würde mir absolut nichts bringen diese Freundschaft wieder zu reaktivieren, eher das Gegenteil. Ich hatte ihm am Samstag auch vorgeschlagen ihn mit meiner Familie zu besuchen, er wohnt in einer schönen bewaldeten Gegend, bin aber schnell wieder davon abgekommen. Es würde nur zu peinlichen Lagerfeuer Sitzungen kommen, mit dem ganzen Rest der alten Kumpels die den Absprung nicht geschafft haben. Alte Saufgeschichten, Versuche mich wieder zum saufen zu animieren, solche Dinge halt, und alles in den Gedanken an die gute alte Zeit verpackt. Wenn ich das machen würde wäre ich ein Trottel.
Besser ich lasse ihn da wo er ist, nämlich in der nassen Vergangenheit, ich muss nach vorne schauen, dort ist die positive Energie. Vor Jahren war ich zum letzten Mal in dieser Stadt, ein Freund von uns ist an seinem Lebensstil gestorben. Das war genau gesehen auch das Ende meiner Alkoholpause die ich an diesem Tag dann nach drei Wochen für eine Nacht beendet habe, nach einer halben Stunde Trauerfeier mit der ganzen Gang war ich wieder voll auf Linie und mein Vorhaben war wiedermal beendet...
Mich machen die Gedanken an diese Phase meines lebens inzwischen auch traurig und nachdenklich, der Kollege der gestorben ist hat es nie aus dieser Kleinstadt raus geschafft, wie auch der Freund jetzt und einige andere. Ich kann da nur noch wehmütig zurück schauen, leider.