Beiträge von Bibitor 66

    Ist es wirklich so, dass jemand eine so falsche Wahrnehmung bekommen kann??
    Oder verändere ich mich wirklich dadurch, dass ich keinen Alkohol trinke??

    Ich behaupte beides trifft zu. Da ich beides an mir erlebt habe. Saufend war meine Wahrnehmung sehr verschroben. Jetzt nüchtern bin ich ein komplett anderer Mensch. Ich nehme alles anders wahr und handle auch ganz anders als in meinem nassen Zustand.

    Ich denke das es Deinem Partner stinkt das Du nichts mehr säufst und er sucht Streit um von sich und seiner Trinkerei abzulenken oder evtl. sogar um Dich so zu stressen, in der Hoffnung das Du wieder zur Flasche greifst.

    Gibt es in Eurer Partnerschaft denn noch Gemeinsamkeiten jetzt wo Du nicht mehr trinkst?

    LG

    Bibi

    Auf der einen Seite denke ich mir: Nutze die Energie jetzt! Geh die Baustelle an, um diesen riesigen Trigger Schichtdienst loszuwerden. Die neuen Herausforderungen in der Praxis könnten mir auch eine richtig tolle, positive Ablenkung und eine neue Struktur geben.

    Guten Morgen Hannah und herzlich Willkommen hier,

    ich würde alles langsam angehen. Du weißt ja das der Schichtdienst Dich stresst. Würde es an Deiner jetzigen Stelle die Möglichkeit geben den Schichtdienst zu verkürzen oder für Dich passend zu gestalten? Immerhin bist Du Mutter von 3 Kindern. Oder Du könntest mal ein paar Tage bei Deiner Freundin in der Arztpraxis hospitieren? Da könntest Du Dir die Arbeitsabläufe mal anschauen.

    Versuche Dich nicht unter Stress zu setzen und Deiner Abstinenz Prio 1 einzuräumen. Es wird sich mit der Zeit sicher alles normalisieren und Dir den Druck nehmen.

    LG + schön das Du hier bist

    Bibi

    Ich habe mir vorgenommen, mich zum 1. Geburtstag mit etwas Schönem als dauerhafte Erinnerung zu beschenken.
    Hast du da auch was geplant?

    Hallo Kyra,

    tatsächlich habe ich schon über ein Tatoo nachgedacht oder ich lasse einen besonderen Kettenanhänger auf der Rückseite mit meinem Startdatum in mein neues Leben gravieren. Aber eine erste Belohnung habe ich mir schon gegönnt. ;) Ich habe mir ein paar schöne neue weiße Sneaker gegönnt.

    LG

    Bibi

    Liebe Bibi,

    wie gehst du damit um, dass dein Sohn Alkoholiker ist.

    Hat er mitbekommen wie tapfer und kosequent du den Weg in die Abstinenz gehst.

    Hallo Olli,

    ich komme mit Deiner Frage mal zu Dir.

    Mein Sohn ist 36 und begann mit 15/16 nach dem Fußball- und Handballtraining mit seinen Sportsfreunden zu trinken. Ich fand nichts dabei da ich selbst trank. Wir haben als er dann volljährig war auch gemeinsam Bier gekübelt.

    Um mich kurz zu fassen. Ich habe den Kontakt mit ihm auf ein Minimum eingeschränkt. Ich unterstütze ihn nicht mehr finanziell. Er weiß das er jederzeit hier auftauchen kann (er hat einen Schlüssel) wenn er nüchtern ist. Wir telefonieren und schreiben uns via Whattsapp wenn er nüchtern ist.

    Er kennt meinen Weg! Deshalb auch der Abstand. Er sagt mir immer wie stolz er auf mich ist. Ich habe noch Hoffnung, dass er aufwacht und sich vom Alkohol verabschiedet. Aber das kann nur er tun! Ich kann es für ihn nicht erledigen.

    LG

    Bibi

    Wir sind fast zeitgleich aufgeschlagen somit liegt mir deine Geschichte besonders am Herzen.

    Liebe Lebensmut,

    mir liegt Deine Geschichte auch sehr am Herzen. Du bist hier und Du bist stark! Am 28.07. trinken wir zusammen einen Eiskaffee. :whistling:

    wünschte meine Tochter würde hier im Forum landen und deine tolle Erfolgsgeschichte lesen.

    Hallo Olli57,

    Danke für Deine Gratulation. Ich wünsche Dir und Deiner Tochter das BESTE. Deine Tochter muss es selbst wollen und kapieren, was bei ihr schief läuft. Ich spreche aus Erfahrung, einer meiner Söhne ist Alkoholkrank.

    Ich empfand es als das Schwerste, überhaupt den Anfang machen, sich neu zu orientieren, sich mit der Sucht auseinander zu setzen.

    Hallo Tabsi,

    absolut. Der Anfang war steinig und schwer. Aber es hat sich mehr als gelohnt, den Anfang zu starten. Danke Dir!

    Dein Weg zeigt, dass es möglich ist, mit der Sucht zu leben, wenn man aufhört, dagegen anzukämpfen.

    Genau so ist es und so habe ich es auch empfunden. Es war zu Beginn etwas holprig, aber einen Kampf hätte ich nie gewinnen können. Erst als ich entgültig kapituliert hatte, wurde es sehr leicht.

    LG

    Bibi

    Und schon wieder ist ein Monat rum.....

    1 Jahr ohne Alkohol

    Heute vor einem Jahr startete ich meinen Weg in die Abstinenz. Überzeugt durch das Forum, aber noch sehr unsicher. Nur durch meinen Stützpfeiler (mein Forum) wurde ich immer stabiler, sicherer und zuversichtlicher.

    Es war für mich ein gutes Jahr. So selbstverständlich wie ich mir vor meiner Abstinenz den Alkohol reingekippt habe, so selbstverständlich lebe ich nun mein Leben ohne ihn. Ich vermisse und brauche ihn nicht mehr.

    Jahrelang ließ ich mich von den leeren Versprechungen des Alkohols führen und vorführen. Ich hatte mein Leben und mich komplett verloren. So viel einfacher ist alles geworden. Wenn ich zurückblicke wie ich mit dem Alkohol gelebt habe, kommt mir alles total absurd vor. Alles drehte sich um den Alkohol. Er war ständig da und wollte/musste von mir getrunken werden. Ohne an mögliche Konsequenzen zu denken oder mal Rücksicht auf meine Gesundheit zu nehmen.

    Ich zähle auch keine Tage mehr. Am Anfang war jeder einzelne nüchterne Tag für mich wichtig. Bis zu meinen 6 Monaten ohne Alk zählte ich sie akribisch. Ohne App. Ich habe mich aber verzählt. Heute wäre ich nach meiner Zählung bei 366 Tagen angelangt. Das kann so nicht stimmen. Von jetzt ab zähle ich die Jahre. Da kann ich mich nicht so leicht verzetteln. Denn es soll für immer sein.

    Ein Jahr Abstinenz ist nach 43 Jahren im Rausch nur ein Wimpernschlag an Zeit. Aber ohne das Forum wäre ich nicht da, wo ich jetzt stehe! Deshalb nochmals vielen lieben Dank liebes Forum. Trotz der Zipperlein im Alter habe ich mich schon ewig nicht mehr so gesund gefühlt wie jetzt. Meine Blutwerte bestätigen mein Gefühl.

    Meinen blauen Faden werde ich nun nicht mehr monatlich bedienen, aber lasse ihn gerne so stehen. Bestimmt habe ich mal wieder Lust im "Blauen" was zu schreiben. Bei Gelegenheit eröffne ich auch einen Faden in "Das Leben nach dem Alkohol". Sobald mir danach ist. :)

    Auf jeden Fall bin ich hier und werde bleiben.

    LG

    Bibi

    Fazit : ich hab die emotionalste Hölle meines Lebens gehabt, aber der Alkohol hatte keine Chance. Viel zu wichtig ist mir die Abstinenz und das Wissen darum, dass es noch was Schlimmeres als die Hölle geben wird, wenn ich mich hinreissen lassen würde...NO WAY!

    Sehr stark Dalida:thumbup:Trotz Trennungsschmerz und Feier finde ich Deine Haltung sehr stark. Herzlichen Glückwunsch zu Deinen 4 Monaten in Freiheit.

    LG

    Bibi

    Hi Absti,

    kannst Du Dich mit der Stieftochter nicht mal an einen Tisch setzen und reden? Ohne die Mutti, nur Ihr zwei? Du kannst sie ja mal zum Eis essen einladen und Ihr sprecht Euch aus. Irgendwas muss Ihr ja missfallen, wenn sie Dich immer wieder verbal angreift. Ihr solltet versuchen Euch auszusprechen und Regeln für das Zusammenleben aufstellen. So das es Euch beiden gut geht.

    Bibi beschrieb mal, dass sie erstmal ihren Blutdruck gemessen hatte. Wohl nicht bewusst zur Ablenkung - aber es scheint mir letztlich nebenbei auch eine gewesen zu sein.

    Da musste ich jetzt lachen. Ja das habe ich wirklich gemacht. Mir war es unwohl und ich dachte das mein Blutdruck oben ist. Heute weiß ich, dass ich da Suchtdruck hatte. Kam ja immer wieder mal vor, dass mich die plötzliche innere Unruhe heimgesucht hat. Aber in dem Moment der Blutdruckmessung wollte ich nur Gewissheit, dass ich nicht gleich einen Herzkasper oder Schlaganfall bekomme. Mir war in dem besagten Moment nicht ganz klar, dass es Suchtdruck war.

    Diese Gefühle hatte ich toi toi toi schon lange nicht mehr.

    Mich interessiert es, warum es so schwer ist. „Man“ kennt doch den Weg, den man schon einmal gegangen ist.

    Guten Morgen Tabsi,

    in verschiedenen Büchern habe ich gelesen, dass nach jedem Rückfall der Ausstieg schwieriger wird.

    Ist es die Scham, die dann noch größer ist?

    Und dies hier wird ein großer Grund sein. Denn man fühlt sich sicher wie ein Versager. Weil man eben den Weg kennt und schon mal gegangen ist. Nun wieder den Ausstieg zu schaffen ist sicher schwerer.

    LG

    Bibi

    Ich meinte eigentlich einen Trockenen der sagt Nass zu leben ist besser

    Moin Absti,

    hmmm kann ich mir nicht vorstellen. Ich sehe nur das hier Trockene die wieder nass wurden wieder auftauchen. Die kommen ja wieder, weil sie wieder Trocken werden wollen. Also kann der Ausflug ins Nasse ja nicht prickelnd gewesen sein. ;)

    Ich spüre nur das mein Leben ohne den Alk viel lebenswerter geworden ist und ich möchte nicht ins Nasse zurück. Für mich war und ist dort überhaupt nichts besser.

    LG

    Bibi