Beiträge von Boss

    Upss... Gerade erst gesehen, dass ihr geschrieben habt. Im Moment kann ich ehrlich gesagt gar nicht so viel berichten, deswegen meld ich mich auch nich so oft.

    Mir geht’s mit der Nüchternheit echt gut. Abends fühlt sich das inzwischen völlig normal an. Cravings hab ich eigentlich keine mehr, höchstens ganz selten mal ’nen kurzen Gedanken an Alkohol.

    Vor zwei Tagen hatte ich allerdings mal ’nen Alkoholtraum. Warum, weiß ich bis heute nich. War weder auf irgendeinem Event noch gab’s vorher irgendwas Besonderes. Im Traum hatte ich voll das schlechte Gewissen und der Alk wurde mir irgendwie "reingezwungen". Komische Nummer.

    Aber unterm Strich: Mir geht’s wirklich ziemlich gut. Ich hab gerade selber keinen Plan, wie viele Tage oder Wochen ich jetzt schon trocken bin, aber ich glaub, die drei Monate knack ich die Tage. 😊

    LG

    Moin,

    grad meinen Alkoholiker Nachbarn mit Bier in der Hand getroffen. Triggeralarm!! Dachte mal wieder der darf Saufen ich nicht.Der hat Spaß. Ich könnte wenn ich wollte- will aber nicht. Ob der Spaß hat weiß ich nicht, wer weiß welche Krankheiten und wie es innerlich aussieht. Selbst wenn er Spaß hat. Ich hab ihn nicht wenn ich Saufe- ganz im Gegenteil mir gehts elendig, räudig, beschissen. Dat war das Suchtgedächntnis... Nein danke, nö,gibts nicht, Nein, Nein, Nein. Gehe nicht mehr zurück!! Schon verrückt, kurz im Keller 1 Typ getroffen und Saufgedanken, so schnell gehts...

    Naja,mir gehts super, wunschlos glücklich. Nachher Sport, war schön mit Hund draussen, gleich lecker essen, dann noch chillan, was will man mehr???

    Komisch das dich das immer triggert. Ich sehe auch ständig irgendwelche Alkis auf der Straße und ich fühle Mitleid und mache drei Kreuze, dass ich nicht mehr saufen muss. Spaß habe ich ohne Alkohol mehr.

    LG

    Danke dir für deine Einschätzung.

    Ich verstehe deinen Punkt und nehme ihn ernst. Für dich ist Abstand die einzig stabile Position, und das ist absolut legitim. Bei mir ist die Lage aktuell eine andere – nicht besser, nicht schlechter, nur anders.

    Ich bewerte die Situation nicht, um sie mir schönzureden, sondern um sie für mich einzuordnen. Ich gehe bewusst nicht auf Events, bei denen Alkohol im Mittelpunkt steht. In dem beschriebenen Rahmen war für mich kein innerer Kampf da. Als sich die Stimmung verändert hat, bin ich gegangen. Genau das ist mein Sicherheitsmechanismus.

    Stress ist mein Trigger, ja, aber nicht jede soziale Situation mit Alkohol erzeugt bei mir Stress. Der Stress entsteht bei mir eher durch Kontrollverlust, Druck oder Überforderung. Das war dort nicht der Fall.

    Mir ist völlig bewusst, dass Überheblichkeit gefährlich ist. Deshalb behaupte ich auch nicht, „über dem Alkohol zu stehen“. Ich sage nur, dass er mich aktuell nicht interessiert und ich aufmerksam bleibe. Sollte sich das ändern, ziehe ich die Konsequenzen.

    Ich mache mir nichts vor und ich teste keine Grenzen, um etwas zu beweisen. Ich beobachte mich nüchtern, reagiere früh und halte meine Linie. Mehr kann und will ich im Moment nicht tun.

    Trotzdem danke für deinen Blickwinkel, solche Rückmeldungen helfen, wach zu bleiben.

    Naja, jedenfalls liebe ich mein neues nüchternes leben und will da nie wieder zurück. :)

    Ich kann Dir mal zeigen, wie man es schafft gleich zwei auf einmal durchbrennen zu lassen. ^^

    Das habe ich geschafft, als ich vor genau 30 Jahren meinte, ich schließe mal einen Herd an.

    Übrigens spüre ich auch nach vier Jahren, dass es sich nicht gut anfühlt wenn da gebechert wird. Und das ist auch gut so.

    Bei mir ist das einfach so passiert. Der Elektriker meinte, dass vermutlich zu viel Last auf einer Phase lag und man das bei Gelegenheit mal umlegen sollte, falls es öfter vorkommt.
    Ich wohne seit fünf Jahren hier – das war jetzt das erste Mal. Schauen wir mal. ^^

    zuerst mal Entschuldigung das ich meinen kleinen "Bro" so vernachlässigt habe ist sonst nicht meine Art und das finde ich selbst blöd wie ich jetzt merke.

    Kein Thema. Bei mir ist gerade selbst nicht viel los. Der Suchtteufel hält sich – abgesehen von einem kurzen Aufploppen gestern Abend – komplett zurück. Entsprechend habe ich aktuell auch kein großes Bedürfnis, viel zu schreiben. Ist für mich eher ein gutes Zeichen. 🙂

    Aber mal im Ernst was bringt es Dir zwischen lauter angetrunkenen Freunden zu sitzen und wahrscheinlich krampfhaft die Contenance zu wahren. Du hast ja selber geschrieben das viel getrunken, wahrscheinlich gesoffen, wurde. Die Freundin hat sich ja auch entschuldigt und mal Hand aufs Herz, so nebenbei würde ich meine Suchterkrankung nicht mitteilen, an Silvester war mir zum Beispiel ja schon der Konsum meiner Frau und unseren zwei Freunden zuviel und ich hab mich zurück gezogen, zum Glück hatte ich Husten.

    Es sind Freunde, keine klassischen Saufkumpels. Wir treffen uns auch unabhängig von Partys und Alkohol. Contenance musste ich nicht wahren – nichts zu trinken fällt mir aktuell leicht. Ich habe viel Freude an meinem nüchternen Leben und habe null Interesse, dahin zurückzugehen, wo ich herkomme. Alkohol interessiert mich im Moment schlicht nicht.

    Ich habe nicht mal mitbekommen, wie viel die anderen getrunken haben, weil es mir egal war. Als es in Richtung „besoffen“ ging, bin ich gegangen – ganz selbstverständlich, weil ich da einfach fehl am Platz bin. Davor war alles entspannt: gut gegessen, viel gelacht. Ich brauche keinen Alkohol, um locker oder gut gelaunt zu sein.

    Meine Trigger sind eher Stress und das Bedürfnis, runterzukommen. Dafür habe ich inzwischen funktionierende Strategien. Essen hilft mir enorm – das war schon früher so, ich habe nie auf vollen Magen getrunken.

    Dass ich mein Problem erwähnt habe, war beiläufig, weil gefragt wurde, warum ich nichts trinke. Antwort: Es war zu viel, ich habe ein Problem damit. Punkt. Thema erledigt.

    Was macht deine Selbstständigkeit BTW? Ich hoffe alles läuft gut für Dich.

    Die Selbstständigkeit läuft bewusst langsam an. Ich weiß, dass Stress ein Trigger für mich ist, deshalb gehe ich es entspannt an. Aktuell blocke ich eher 50–60 % meiner Zeit, nicht 120 %. Das fühlt sich richtig an – und genau so mache ich weiter.

    Das kann auch gut die Nachwirkung Deines Besuches dieser Party sein. Das Suchthirn vergisst nicht so schnell, wenn es etwas für sich gebrauchen kann.

    Nee, das kann ich ausschließen. Das war ein klassischer Standard-Trigger bei mir: Stress.

    Ich hatte einen Stromausfall in der Wohnung. Eine Phase war tot, auf dem Neutralleiter habe ich Phantomspannung gemessen, und ich dachte erst an eine Neutralleiterunterbrechung – was lebens- und brandgefährlich sein kann. Ich bin aber Laie und musste auf den Elektriker warten.

    Am Ende war es „nur“ eine verkokelte Leitung im Keller. Thema erledigt. Hat mich trotzdem extrem gestresst.

    Moin Bossi,

    also ich werde mir diese Nähe zum Alk nicht geben. Weiterhin 0 Kontakt und den größtmöglichen Abstand. Sicher ist sicher, zu riskant und garkein Bock drauf

    Verstehe ich. Von Events, bei denen es von vornherein nur um Alkohol geht, halte ich mich ebenfalls fern. Davon gibt es ja genug.

    Ansonsten macht es mir nichts aus, wenn andere trinken. Der Geruch ist für mich mittlerweile eher ekelhaft. Früher habe ich das gar nicht wahrgenommen.
    Gestern habe ich sogar gerochen, dass der Elektriker schon ein Bier intus hatte. 😄

    LG

    Hey,

    ich dachte, ich melde mich mal wieder. Die 8 Wochen habe ich bereits rum, und die 2 Monate knacke ich heute oder morgen oder so – ist aber eigentlich auch gar nicht so wichtig.

    Silvester habe ich ruhig verbracht, und seitdem ist auch nicht viel passiert. Der Suchtteufel war komplett still, und ich merke, wie die alten Routinen langsam verschwinden. Abends habe ich zum Beispiel gar kein Bedürfnis mehr.
    Außer … heute.

    Ziemlich stressiger Tag. Jetzt, wo ich runterkomme, merke ich, wie die Sucht es nochmal probiert. Aber dat wird nix. Habe mir gerade fett Gyros bestellt und werde mich gleich ordentlich vollfressen.

    Ansonsten ist auch nicht viel passiert. Letzte Woche war ich auf einem Geburtstag von einem Freund. Viele haben natürlich getrunken, es gab reichlich Wein – war nie mein Getränk. Ich hatte auch überhaupt kein Bedürfnis, etwas zu trinken. Mir macht es mittlerweile viel mehr Spaß, nüchtern zu sein. Als die meisten dann anfingen, „voll“ zu werden, bin ich gegangen und habe lieber noch zwei Runden gezockt.

    Nebenbei habe ich mich dort sogar als Alki geoutet. Kam bei allen gut an, aber einen Spruch gab’s dann doch. Als ich sagte, dass ich jetzt gehe, kam prompt:
    „Man, könnt ihr nicht alle mal wieder anfangen zu trinken.“

    Kam von einer Freundin – sie hat’s selbst schnell gemerkt und sich entschuldigt. Das „ihr“ bezog sich auch auf einen anderen Kollegen, den ich hier schon mal erwähnt habe. Er trinkt ja auch gar nicht mehr. Naja, halb so wild.

    So, jetzt ist gerade der Gyros da.
    Ich wünsche euch noch einen schönen Abend.

    Liebe Grüße

    Er ist an Lungenkrebs gestorben, nachdem er wieder mit dem Rauchen angefangen hatte.

    Wie kommst du zu der Annahme, dass er wieder mit dem Rauchen angefangen hat?

    Nach allem, was öffentlich bekannt ist, ist das nicht belegt.

    Mein Vater ist ebenfalls an Lungenkrebs gestorben, obwohl er zu diesem Zeitpunkt bereits seit über 20 Jahren Nichtraucher war.

    Haabe mir Carrs Buch „Endlich ohne Alkohol“ bei Audible angehört. Seine Metaphern und Bilder finde ich sehr gelungen – für mich in vielerlei Hinsicht ein echter Augenöffner, unabhängig davon, wie man einzelne Biografiedetails bewertet.

    Bin auch froh, wenn das Jahr rum ist. Gestern und vorgestern kamen wieder so dämliche Gedanken wie: „Ach, kannst ja an Silvester mal was trinken.“

    Nee nee – ich bin Alkoholiker. Ich trinke nie wieder.

    Schon heftig, wie man an Silvester de facto gar nicht am Alkohol vorbeikommt. Bin froh, dass ich alleine bin.


    Wenn was ist melde dich. Pass auf dich auf.

    Liebe Leute,

    ich wünsche euch allen einen guten und trockenen Rutsch ins neue Jahr. Auf dass eure Wünsche und Ziele in Erfüllung gehen.

    Ich musste gerade rechnen, weil ich mir nicht gemerkt habe, wann mein Datum des Aufhörens war. Deshalb schreibe ich es hier mal nieder: 16.11.2025.

    Hätte mir jemals jemand gesagt, ich würde bald keinen Alkohol mehr trinken – tja, den hätte ich für verrückt gehalten. Und jetzt? Jetzt wechsle ich ins neue Jahr: nüchtern!

    Bei mir ist heute gar nicht viel los. Ich werde gleich mit meinem Stöpsel ein paar Raketen in die Luft jagen. Er freut sich schon sehr. Klar, ich erinnere mich auch noch gut daran, wie mich die Knaller als Kleinkind angezogen haben 😬.

    Jedenfalls bin ich stolz auf mich. Letzte Woche gab es zwei Situationen. In einer geselligen Online-Runde bekam ich plötzlich Saufdruck. Den hatte ich bis dato nur einmal. Jedenfalls habe ich natürlich nicht getrunken, und am nächsten Tag war die Erleichterung sehr groß. Keine Ahnung, was meine Birne da wieder für einen Film gefahren hat.

    Und dann fragte mich am Wochenende ein Freund, ob ich mit auf eine Party will. Meine Antwort war, dass ich noch nicht so lange ohne Alkohol bin und nicht rückfällig werden möchte. Der Kollege weiß nicht, dass ich Alkoholiker bin, aber er bekommt mit, dass ich nichts mehr trinke. Das war auch kein Problem – kein Überreden oder sonst was. In der Nacht bekam ich dann noch zwei, drei Nachrichten von einer Bekannten, ich solle doch auch vorbeikommen usw., aber ich habe es ignoriert.

    Ich bin super stolz auf mich, weil es das erste Mal war, dass ich mich aktiv gegen etwas entschieden habe, um mich und meine Abstinenz zu schützen. So soll es weitergehen.

    Passt auf euch auf und bleibt sauber.

    Wir lesen uns im nächsten Jahr.

    LG

    Mir haben gegen die Schlafprobleme Melatonin geholfen. Das macht mich tatsächlich müde. Man sollte nur aufpassen: Es gibt das wohl auch mit Alkohol. Davon nehme ich abends etwa 4–6 Sprüher und trinke zusätzlich Beruhigungstee.


    Mittlerweile geht es sogar ohne, und ich nehme es nur noch bei Bedarf, wenn ich merke, dass ich nicht müde werde.

    LG

    Nun geht es hier im Thread ab wann man von „Abstinenz“ spricht und ab wann man als „trocken“ gilt. In den Trinkpausen habe ich auch die Tage gezählt, und am Anfang hier ebenfalls, weil es jeder gemacht hat. Heute steht nur noch ein Datum im Raum.

    Also ich zähle die Tage seit Anbeginn nicht. Ich weiß nur, dass ich jeden Sonntag runde. Vom Prinzip her ist mir das aber egal. Auch wenn ich die Tage nicht zähle, sehe ich mich selbst noch nicht als trocken. Ich denke, den Zustand „trocken“ habe ich dann erreicht, wenn auch die letzten Gedanken an das Trinken ausgetrocknet sind. Hin und wieder meldet sich aber noch das Suchtgedächtnis – nicht täglich, aber wöchentlich.

    Ich habe zwar keine „Saufkumpels“, merke aber allgemein in der Gesellschaft – auch im Kontakt mit Menschen, die ich nicht kenne –, dass sehr viel über Alkohol geredet wird. Komisch, oder? Früher habe ich das nie wahrgenommen.

    Heute höre ich selbst dann davon, wenn Menschen beim Bäcker über irgendwelche Hochprozentigen sprechen, die es zu Weihnachten oder Silvester gab oder gibt. Das triggert mich dann auch – allerdings erst, wenn ich selbst in die Gespräche involviert werde.

    Selbst wenn ich sage, dass ich trocken bin, wird danach oft trotzdem weiter darüber gequatscht. Nervig. Aber gut, vielleicht bringe ich es noch nicht überzeugend genug rüber.

    Tag 37

    Langsam macht mir das Tage zählen und Wochen zählen sogar Spaß. Am Anfang war noch diese Haltung da: ist egal, jeder Tag zählt. Heute merke ich, je mehr Tage ins Land ziehen, desto entspannter wird das Ganze.

    Ich glaube auch, dass es deshalb entspannter wird, weil die Entscheidung nicht mehr zu trinken aus tiefer Überzeugung kam. Ich brauchte in den letzten Wochen wirklich nur sehr selten Willenskraft. Und dieses bisschen Willenskraft habe ich genutzt, um mich abzulenken. Hätte ich all die Zeit ausschließlich mit Willenskraft gegen den Alkohol gearbeitet, wäre ich vermutlich längst wieder am Saufen. So ehrlich muss man sein.

    Aber es war eben nicht Willenskraft. Es war die klare innere Entscheidung: Es reicht. Genug gesoffen. Nie wieder Alkohol.

    Und dieses „nie wieder“ triggert mich nicht. Im Gegenteil. Ich kenne das vom Rauchen. Ich habe schon öfter für Tage oder Wochen aufgehört und weiß genau: Eine Zigarette reicht und man ist sofort wieder drin. Beim Alkohol ist es exakt das Gleiche. Ein Bier würde reichen und ich wäre wieder im Game. Und da will ich nicht mehr hin. Punkt.

    Weihnachten wird für mich entspannt. Mein Sohn ist an Heiligabend bei der Familie seiner Mama. Ich bin zwar wie jedes Jahr eingeladen, sage aber wie jedes Jahr ab. Nicht wegen der Familie, im Gegenteil, super Verhältnis zu allen. Es wäre einfach irgendwann seltsam, wenn ich mit am Tisch sitze und sie einen neuen Mann mitbringt. Nicht für mich, sondern eher für den potenziellen Dude. Erster und zweiter Weihnachtstag ist mein Sohn dann bei mir. Ein paar Geschenke, Zeit zusammen, das war’s. Meine eigene Familie lebt nicht in der Region und wir schaffen es dieses Jahr leider nicht zusammenzukommen.

    Silvester skippe ich ebenfalls. Mein Sohn ist da auch bei mir. Ich hätte die Option, mit Freunden und deren Kindern zu feiern, aber ich habe für mich entschieden: Alle Events, bei denen es früher im Kern nur ums Trinken ging, lasse ich weg. Und Silvester ist für mich genau so ein Termin. Gleiches gilt für Geburtstage, Diskotheken und ähnliches. Alles, wo der eigentliche Zweck früher das Saufen war.

    Andere Sachen funktionieren für mich. Fußball im Stadion zum Beispiel. Ich kenne das Risiko, aber da war Alkohol nie der Hauptgrund vor, während oder nach dem Event. Deshalb klappt das bisher auch gut.

    Nächstes Jahr steht ein Festival an, Ende Juli. Die Karten habe ich schon. Ob ich das mache, weiß ich noch nicht. Das Campen macht das Ganze zu einem Sauf-Event und das lehne ich kategorisch ab. Entscheiden muss ich das heute nicht. Das mache ich ein oder zwei Monate vorher.

    Ansonsten gibt es gerade nichts Spektakuläres zu berichten. Mir geht es gut, ruhig, stabil.

    Ich wünsche euch allen entspannte Weihnachtsfeiertage.

    Bleibt sauber.

    LG Boss

    Hi zusammen,

    ich bin wieder da 😄
    Kurzfassung vorweg: weiterhin nüchtern, keinerlei Ambitionen das zu ändern. Heute endet Woche 5.

    Ich hatte den Faden damals bewusst erstmal schließen lassen. Nicht aus Drama, sondern weil ich gemerkt habe, dass ich gedanklich und im Austausch stellenweise vom Kern weggerutscht bin. Übersteuerung trifft es ganz gut. Mit den paar Leuten, bei denen noch was offen war, habe ich kurz per PN gesprochen. Thema erledigt.

    Die Zeit ohne offenen Faden ist ehrlich gesagt ziemlich schnell vergangen. Und: keine Cravings.
    Trotzdem mache ich den Faden wieder auf. Nicht, weil ich hier Dauerparker sein will, sondern aus einem ganz einfachen Grund: Ich will das Thema nie vergessen. Ich muss das Forum nicht ständig brauchen, aber ich darf nie vergessen, dass ich Alkoholiker bin.

    Gerade weil es mir aktuell so gut geht, liegt darin die größte Gefahr. Nicht im Druck, nicht im Verlangen, sondern im Vergessen. In diesem einen dummen „Ach-komm“-Moment.
    Das hier ist also keine Krise, sondern Prophylaxe. Und ja, inzwischen verstehe ich sehr gut, warum manche Menschen jahrzehntelang in eine SHG gehen.

    Für mich selbst einmal die letzten fünf Wochen, als Erinnerung:

    – Der Druck im Kiefer zu Beginn: komplett weg.
    – Cravings in den ersten drei Wochen, meist abends: erledigt.
    – Abends kein Gedanke mehr an Bier. Trigger aktuell praktisch stumm.
    – Arbeit, Alltag, Verantwortung: lösen nichts aus.
    – Schlaf: Anfangs schwierig, heute absurd gut. Einschlafen in fünf Minuten, Durchschlafen inklusive.
    – Kopf wird klarer, Wortfindungsstörungen fast weg.
    – Morgendliches Würgen („nervöser Husten“): komplett verschwunden.
    – Alte Konditionierungen wie „abends nichts essen“: aufgelöst. Dafür gelegentlich Schoko-Cravings 😅 geschenkt.
    – Jahrelanges Zucken hier und da: zu 90 % weg.

    Und je klarer der Kopf wird, desto absurder wirkt rückblickend dieses abendliche Biertrinken. Nüchtern präsent zu sein fühlt sich inzwischen schlicht besser an.

    Warum diese Auflistung?
    Als Gedächtnisstütze für mich. Man vergisst erschreckend schnell, dass der Anfang eben nicht leicht war vor allem dann, wenn es sich plötzlich leicht anfühlt.

    Aktuell bin ich sehr dankbar für diesen Zustand. Und gleichzeitig weiß ich: Wachsam bleiben gehört jetzt dazu.

    Nebenbei: Ich bin seit ein paar Tagen erkältet. Früher hätte mich das nicht interessiert, ich hätte trotzdem gesoffen.
    Heute denke ich nur noch: Wie dumm war das eigentlich? Krank sein und dem Körper dann auch noch Alkohol reindrücken. Komplett ferngesteuert.

    LG


    Ich habe kurz gebraucht, um zu verstehen, worauf du hinauswillst. Im Kern sagst du, dass meine Beiträge als Frischling nicht in euren vertrauten Ton passen und dass „Mitlesende“ dadurch in die falsche Richtung laufen könnten. Weil ich angeblich „lachend in eine Kreissäge“ laufe. Hm. Fühlt sich für mich nicht so an, aber vielleicht sehe ich das in ein paar Jahren tatsächlich anders.

    Was ich aber klar merke: Ich reagiere momentan viel zu impulsiv auf jeden einzelnen Beitrag und rutsche sofort in Rechtfertigung. Das tut mir nicht gut, und es bringt mich in meiner Abstinenz keinen Schritt weiter. Insofern funktioniert die Idee der Hilfe zur Selbsthilfe hier für mich gerade nicht.

    Deshalb:

    Bitte den Thread schließen und mich zurückstufen.

    LG

    Du kannst Regeln festlegen, wie du möchtest. Wenn sie zu unseren Regeln passen, ist alles gut. Wenn nicht, wirst du es erfahren.

    Warum hast du den Satz nicht mit zitiert, der genau das aussagt, was ich selber geschrieben habe.

    „Solange es ins Forum passt“ ist für mich gleichzusetzen mit „wenn es zu den Regeln passt“. Ich kenne die Forenregeln im Detail nicht, deshalb habe ich es bewusst so formuliert.

    Dass du dich auch mit Soapstar verstehst (nur als Beispiel, weil er ebenfalls am Anfang steht), ist völlig normal. Überall dort, wo etwas geschrieben wird, das dem eigenen Denken entspricht, saugt der "nasse" Kopf automatisch an. Und das ist genauso normal, besonders am Anfang des Weges.

    Warum „verstehe“ ich mich mit Soapstar.

    Es hätte jeder andere diese Sätze schreiben können und ich wäre genauso darauf eingegangen. Dass er noch ein Frischling ist, wusste ich nicht. Seinen Faden kenne ich, wenn überhaupt, nur am Rande.

    Und weshalb ist das jetzt „nasses Denken“.

    Unter nassem Denken verstehe ich, dass die Sucht in mir nach Bestätigung sucht. Das sehe ich in dem Fall nicht. Ich habe nur eine Ist Situation beschrieben und meine Entscheidung daraus abgeleitet. Mehr war da nicht.

    Egal, du hast es ja drauf, also mach mal.

    Das schlägt für mich in eine ähnliche Kerbe wie der Frontalangriff von Stef. Nur du brauchst einen Satz anstatt einen Auflauf.

    Wenn ich hier den Eindruck erwecke, ich wüsste alles besser, wäre der große Bitcoin Schnösel (Spoiler: ich halte keine Bitcoins), dann habe ich das komplett anders gemeint.

    Ich schreibe ausführlich, weil ich dachte, es gehört dazu und weil es mir hilft, die Gedanken zu sortieren. Offensichtlich triggert das bei manchen aber irgendetwas.

    Ich habe keine Lust, das endlos zu diskutieren, weil es mir nichts bringt. Macht mich ehr wütend. Aber du sagst es richtig, ich bin hier mich mich. Und sowas bringt mir gar nichts. Dann lass ich es mit dem Schreiben halt. Dann ist es halt so.

    LG