rion1337 - Erkenntnis Alkoholsucht

  • Hallo Rion,

    Dann ist es vlt. gut deine Euphorie zu nutzen.
    Wie sieht es bei dir mit einem alkoholfreien Zuhause aus? Dein Zuhause sollte deine sichere, alkoholfreie Burg sein. Warum das wichtig ist, dafür lasse ich dir mal einen Artikel über die Grundbausteine der Abstinenz da.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Viele Grüße
    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Unsere Familie ist keine Trinker Familie.
    Zu Anlässen wird ein Glas Sekt oder Wein getrunken, derartigen Alkohol habe ich schon immer verabscheut, alleine vom Geschmack.

    Deswegen habe ich zuhause auch keine Situationen die irgendwas auslösen könnten.


    Am Wochenende war ich zum Beispiel bei einem Verein in dem ich sehr aktiv bin wo auch gerne mal Bier getrunken wird, aber da habe ich mich dann für Cola und Wasser entschieden. Haben auch alle akzeptiert, obwohl ich immer der jenige war der als erstes die Bierflasche auf hatte.

  • Hallo Rion,

    herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    ‚Erkenntnis Alkoholsucht‘ ….diesen Titel hast du hier gewählt.
    Die Erkenntnis, alkoholsüchtig geworden zu sein, ist eine sehr wichtige Erkenntnis. Um jedoch meinen nüchternen Weg bisher ohne zu stolpern gehen zu können, musste ich das auch für mich akzeptieren.
    Alleine die Erkenntnis, dass ich Alkoholiker geworden bin, hat bei mir nicht gereicht, um mich auf den nüchternen Weg machen zu können. Es wird nie wieder Alkohol geben können. Das ist eine Tatsache, die ich für mich verinnerlicht habe. Weil mich nämlich das nächste Glas Alkohol direkt wieder in die Suchtspirale hineinzieht.

    Die Alkoholsucht ist eine Krankheit, die nicht zu heilen geht. Aber sie geht mir absoluter Abstinenz zum Stillstand zu bringen und ein Leben ohne Alkohol ist wirklich so wunderbar.

    Hier findest du eine große Sammlung von Erfahrungsberichten derer, die ihren nüchternen Weg gehen, einige erst seit kurzem, andere schon viele Jahre.
    Ich habe hier anfangs ganz viel gelesen. Es gibt so viel zu lesen. Hier zu lesen, dass es möglich ist, mir der Alkoholsucht leben zu lernen, hat mir Mut gemacht, das auch zu schaffen. Anfangs war mein Denken tatsächlich ‚es zu schaffen‘ …. aber es ist gar kein ‚es zu schaffen‘, es ist: Die Nüchternheit leben.
    Natürlich bedarf es eine besondere Achtsamkeit. Anfangs um so mehr. Je weniger Riskiken eingegangen werden, desto weniger Gelegenheit wird dem Suchtgedächtnis geboten.
    Meine absolute Risikominimierung ist mein alkoholfreies Zuhause. Mein Zuhause ist der einzige Ort, an dem ich es in der Hand habe, dass es auch wirklich keinen Alkohol gibt. Da fühle ich mich geschützt. Ist dein Zuhause alkoholfrei?

    Hilfe zur Selbsthilfe, so habe ich diese Selbsthilfegruppe verstanden.
    Freue dich auf dein nüchternes Leben.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Am Wochenende war ich zum Beispiel bei einem Verein in dem ich sehr aktiv bin wo auch gerne mal Bier getrunken wird

    Ein feucht-fröhliches Umfeld ist nicht der richtige Ort für einen frisch Abstinenten, weil er zu nahe am Alkohol dran ist und der Anblick der übrigen Biertrinker durchaus Suchtdruck auslösen kann.

    mich dann für Cola und Wasser entschieden. Haben auch alle akzeptiert

    Gab es denn Nachfragen?

    Hast Du denn vor, Dich regelmäßig unter die trinkenden Leute zu begeben?

  • Hallo Rion,

    Ich habe am Anfang auch erst mal nicht wirklich verstanden, dass es eben nicht reicht, immer noch auf die gleichen Veranstaltungen zu gehen und eben Nix zu trinken.

    Ich habe mich dadurch in ziemlich gefährliche Situationen gebracht, die nicht schön und im Nachhinein vermeidbar waren.

    Gerade am Anfang ist es wichtig, Anlässe auf denen getrunken wird zu vermeiden und stattdessen die Freizeit mit Dingen zu verbringen, bei denen einfach nicht getrunken wird.

    Wenn du aktiv im Training bist, einfach die ‚dritte Halbzeit‘ auslassen und dir für danach was schönes anderes gönnen (Sauna, Kino…). So überschreibt man Muster und hat auch nicht mehr so das Gefühl verzichten zu müssen.

    Denn im Wirklichkeit ist es kein Verzicht, sondern der Rückgewinn der Freiheit nicht trinken zu müssen. Diese Freiheit muss aber unterstützt werden durch Risikominimierung.

  • Nach einigen Monaten und nachdem Weihnachten vorbei ist, wollte ich nur nochmal schreiben das ich seit der Eröffnung des Posts ohne Ausnahme abstinent bin!


    Allen anderen weiterhin viel Erfolg auf ihrer Reise aus dem Sumpf.

  • Nach einigen Monaten und nachdem Weihnachten vorbei ist, wollte ich nur nochmal schreiben das ich seit der Eröffnung des Posts ohne Ausnahme abstinent bin!


    Allen anderen weiterhin viel Erfolg auf ihrer Reise aus dem Sumpf.

    Glückwunsch :). Wie geht es dir denn? Wie sind die Monate für dich verlaufen?


    LG

  • Sag Deinen Freunden, dass Du nie wieder etwas trinkst und sich die Fragen damit in Zukunft erledigt haben.

    Anscheinend scheinen sie das nicht zu wissen?

    Freunde können das ja gerne wissen. Sonst sind es ja keine.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Schön von dir zu hören und das es dir gut geht, Rion.

    Was tust du denn im Alltag um deinen Abstinenz zu stabilisieren?
    Gehst du in eine reale SHG?

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Mir geht’s sehr gut.


    Das einzige was nervt ist die Frage von Freunden wann ich denn wieder mal einen trinke.

    Wenn das Gute Freunde sind, dann musst und kannst du es gerade aus rausblasen, dass du nicht mehr trinkst.

    Wenn es nicht allzu nahe Bekannte sind, hab ich verneint. Wenn mir mein gegenüber zu offensiv wurde antworte ich meistens mit: Weil ich es nicht brauche.
    Das regt meist zum nachdenken an und ich wurde in Ruhe gelassen.

    Sollte es doch triggern, würde ich die Situation sofort verlassen.

    Einmal editiert, zuletzt von Sonnenmensch (31. Dezember 2025 um 16:52)

  • Schön von dir zu hören und das es dir gut geht, Rion.

    Was tust du denn im Alltag um deinen Abstinenz zu stabilisieren?
    Gehst du in eine reale SHG?

    Habe ein neues, zeitintensives Hobby/Berufung.


    In eine SHG gehe ich nicht.

    Ich habe kurz nachdem ich hier geschrieben habe, sehr offen mit Familie, Freunden und Bekannten darüber gesprochen.
    Ehrlichweise war ich dann doch überrascht wieviele von den o.g. mein Trinkverhalten kritisch fanden. Aber allesamt haben mich von Anfang an unterstützt.
    Teilweise wird penibel auf Feiern und Veranstaltungen darauf geachtet das für mich was passendes alkoholfreies zu trinken da ist. (Obwohl Kaffee Tee oder Wasser reicht)

    Ansonsten wie oben geschrieben habe ich mir eine neue Berufung/Hobby angelacht, was sehr viel Zeit und Geld verschlingt, wo es nicht von Vorteil ist Trinker zu sein.


    Was ich noch an die Leute weitergeben kann welche sich noch in dem Teufelskreis befinden.


    Nach 9 Monaten keinen Alkohol, was in etwa 270 Tage sind, konnte ich mich immer wieder davor retten, mit dem Gedanken „**** wenn du jetzt was trinkst, weißt du ganz genau wie es dir morgen früh geht“ und das ist Strafe genug.
    Die Erinnerung an die Morgende nach dem Trinken sind für mich so Abschreckend das ich in den 270 Tagen es nicht einmal gewagt habe zu trinken.

    Lieber 365 Tage nichts trinken, als wieder 1 Tag versoffen, antriebslos, beschämend aufm Sofa zu liegen und nicht klarzukommen.

    Einmal editiert, zuletzt von rion1337 (8. Januar 2026 um 00:57) aus folgendem Grund: Absatz vergessen.

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