Hallo Schratte,
jetzt ist also der Knoten geplatzt, wie man so schön sagt.
Du hast dieses Gespräch lange vor Dir hergeschoben. Nun steht es im Raum.
Ganz zu Anfang hast Du geschrieben, dass Deine Frau im Gegensatz zu Dir eine Nachteule ist.
Sie ist 10 Jahre jünger und hat einen gänzlich anderen Lebensrhythmus als Du. Und das war die ganzen Jahre so.
Der Alkohol hat alles nur noch verschärft. Denn der Konsum steigt bei jedem, der regelmäßig trinkt, kontinuierlich an.
Und Du hast die letzten 8 Jahre hervorgehoben, dass sich da etwas bei ihr verändert hat. Bei Dir auch. Du trinkst
seit 4 Jahren keinen Alkohol mehr, bist im Ruhestand, davon gehe ich mal aus.
Die Erkenntnis, dass im Grunde jeder von Euch beiden Bescheid weiß, es aber unter den Teppich gekehrt wurde,
ist ganz frisch.
Jetzt liegt es an Deiner Frau, ob sie mit dem Saufen wirklich aufhören will. Vielleicht wurde ihr jetzt bewusst,
wie weit sie in der Sucht steckt.
Vor 4 Jahren hast Du den Weg aus der Sucht gefunden. Das gelingt nicht vielen.
Du hast es jetzt bei ihr angesprochen. Mehr kannst Du nicht tun.
Lies nicht so viel im Netz, sondern höre auf Dein Bauchgefühl! Zusätzlich wirst Du merken, ob es Deine Frau ernst meint
und mit dem Saufen wirklich aufhören will. Dann wird sie wissen, wo sie Unterstützung findet, nämlich beim Hausarzt.
Den Gedanken von Lütte finde ich wichtig, was tust Du für Dich, wie verbringst Du Deine Zeit? Hast Du spezielle
Interessen oder Hobbys?
Gibt es zusätzlich gemeinsame Interesse, die völlig auf der Strecke geblieben sind im Laufe der Zeit, oder war da nie etwas?