Was hier auffällt, dass gewisse User, die erfolgreich unterwegs sind, meinen, dass nur ihre eigene Vorgehensweise erfolgversprechend sei und recht geringe Abweichungen von diesem Kurs abgetan werden.
Ich glaube, da herrscht ein Missverständnis. Trocken bleiben hängt, wie du auch immer wieder betonst, von der größtmögliche Risikominimierung ab. Je größer diese ist, umso sicherer kann ich meinen Weg bestreiten.
Da ist ein offener Umgang ein Grund-Baustein. Je mehr außen von meiner Krankheit wissen, umso mehr schützt es mich selbst. Ich komme bei brenzligen Situationen nicht in Erklärungsnot. Oder mir wird aktiv in den verheimlichten Kreisen Alkohol angeboten. Rückfall bedeutet ungestoppt für einige den Tod.
Mit der Stigmatisierung muss ich leben oder sie für mich benutzen.
Ich bin auch ans Ziel gelangt, auch wenn' s bei mir erst mehr als 7 1/2 J. sind.
Gratulation.
Ich bin mit 15 Jahre noch nicht angelangt. Ziel kann ja nur lebenslange Abstinenz heißen.
Wohl gemerkt: So großartig unterscheiden sich unsere Kurse nicht. Es handelt sich letztlich um Feinjustierungen, mehr auch nicht.
Stimmt. Die Feinjustierung liegt in der Verantwortung des Trocken werdenden. Du kannst die Unterschiede nach 7,5 Jahren sehen. Diejenigen, die am Anfang stehen, schauen meist noch aus der nassen Brille.