Beiträge von Hartmut

    warum ist dieses eine Wort "Alkoholiker" so wichtig? Es scheint ja für die Krankheitsbezeichnung nicht zeitlos zu sein.

    Ich persönlich kann mit "alkoholabhängig" genauso viel anfangen oder mit "suchtkrank" obwohl das ja eigentlich doppelt gemoppelt ist.

    Wenn sich jemand als alkoholabhängig outet, (obwohl ich das Wort outen auch nicht für richtig erachte) ist er doch Alkoholiker und doppelt gemoppelt. Das ist richtig, aber warum sagt er dann nicht gleich Alkoholiker? Es verbindet doch das eine mit dem anderen unweigerlich. Ich kenne niemanden, der das nicht verbindet.

    Gerade Alkoholiker, die jahrelang Leid für sich und andere angetan haben, und nicht gerade sensibel damit umgegangen sind, setzen nun ein Maßstab wie sie sich nennen wollen? Zumindest für mich nicht nachvollziehbar.

    Hallo Croissy

    ich frage mich, warum echauffierst du dich als CO denn so? Das geht doch nur den Alkoholiker erstmal was an. Es mag dir gegen den Strich gehen, wie Alkoholiker sich dazu äußern, aber was hat das denn mit dir zu tun?

    Auch wenn ich aus dem Angehörigenbereich komme ,kann ich für mich trotzdem beurteilen

    Natürlich kannst du das für dich beurteilen, jedoch ist es was anderes, wenn es den Alkoholiker betrifft.

    Es geht hier erstmal um die Anmeldung, das Eingestehen Alkoholiker zu sein, nicht mehr und nicht weniger. Aus der Co Sicht erscheint vieles anders.

    Es geht auch nicht um den weiteren Weg. Es geht nicht um schwarz oder weiß. Deine Interpretation ist deswegen verkehrt.

    Das Forum ist voll mit andern Begrifflichkeiten und User die andere Wege gehen. Ich finde es unnötig und daneben so ein Fass aufzumachen und alles infrage zu stellen, was das Forum jeden Einzelnen auch CO für Hilfe gegeben hat.

    Nach dieser Diskussion hier ist mir klar geworden, dass ich mich hier abmelden möchte.

    Wenn es heute noch dein Wunsch ist, melde dich einfach nochmal. Wir haben hier auch die 24-Stunden-Regel. Darüber nachdenken, alles noch mal in Ruhe durchlesen, sacken lassen, dann sieht es eventuell anders aus. Wenn nicht, einfach melden.

    Off Topic

    es gibt Alkoholiker, die es anders machen, wir werden auch nie alle erreichen. Das ist auch nicht das Ziel. Wir haben uns seit Anbeginn des Forums und einer Rückfallquote von mehr als 95 % auf die Fahne geschrieben, die größtmögliche Risikominimierung anzubieten. Die der Grundbausteine. Wer was daraus macht, ist seins.

    So einfach ist es eben nicht.

    Doch es ist so einfach. Wer kein Alkoholiker ist, der tauscht sich hier nicht aus. Wer sich nicht als Alkoholiker sieht, auch nicht. Wenn die Erkenntnis nicht da ist, dann ist das Forum eben nicht für ihn geeignet. Es gibt ja nicht nur uns, die sich diesem Thema widmen.

    Und keine Sorge. Wenn jemand hier für sich zu den Ergebnis kommt, kein Alkoholiker zu sein, wird er, wie hier schon geschehen, gerne wieder gehen.

    Wo ist denn bitte das Problem

    Es geht nicht um Sorgen, sondern um die Ernsthaftigkeit des Themas.

    Im Vorstellungsbereich kommen ja erstmal alle an und da stellt sich heraus, wer für den weiteren Austausch geeignet ist. Dass da für den einen oder anderen grenzwertige Entscheidungen dabei sind, ist auch normal. Aber solche Entscheidungen treffen wir im Team und gleichen es auch nach Erfahrung jeweils ab.

    Warum werden diese Unterschiede hier gemacht??

    Ganz Einfach. Weil das ein Alkoholiker Forum ist. Wenn jemand hin und wieder säuft, aber noch kein Alkoholiker ist, ist hier verkehrt.

    Der Alkoholiker kann nie wieder saufen. Ein anderer Ausgangspunkt, als ein Missbräuchler der nur eine Pause macht, um seinen Alkoholkonsum Herr zu werden oder zu drosseln.

    Wir zeigen hier Wege auf, die zu einer lebenslangen Abstinenz führen kann, und zwar mit der größtmöglichen Risikominimierung.

    Ich denke, wer die führt, sollte sich ernsthaft fragen, ob er schon so weit ist.

    So seh ich es auch.

    Wer sich hinter Begrifflichkeiten versteckt oder versucht sie auszudiskutieren oder mit anderen Begrifflichkeiten ersetzt, weil sie angenehmer klingen, ist eventuell noch gar nicht so weit, sich dem Thema eigener Sucht zu stellen.

    Diese Erfahrungswerte haben sich hier im Forum seit über 18 Jahre bewährt.

    warum ist dieses eine Wort "Alkoholiker" so wichtig? Es scheint ja für die Krankheitsbezeichnung nicht zeitlos zu sein.

    Ich persönlich kann mit "alkoholabhängig" genauso viel anfangen oder mit "suchtkrank" obwohl das ja eigentlich doppelt gemoppelt ist. Weil Sucht ja schon für sich Krankheit bedeutet.

    Wie du beschreiben hast, es „scheint“ nicht zeitlos zu sein. Es scheint nur so. ;) Mit Alkoholiker kann jeder sofort was anfangen. „Man“ sieht es an dem Aufschrei. Das andere hat sich mit meiner obigen Post überschnitten.

    Doch in jedem Forum gilt: der Hausherr hat das Sagen.

    Es geht nicht um den Hausherrn. Es geht um die jahrelange Erfahrung mit dem Begriff.

    Jeder, der rhetorisch bewandert ist, kann sein für und wieder so ausdrücken, dass es schlüssig für den einen oder anderen erklärt wird.

    Was ist denn an dem Begriff Alkoholiker so schlimm? Warum wird hier schon versucht, etwas Anrüchiges daran zu finden? Es geht hier nur mal um die Anmeldung und sein Sortieren zu wem er gehört.

    Welches Wort wäre denn das Richtige dafür? Wir sind hier nicht da um jeden, der ankommt zu erraten, was er ist. Es ist seine Sache, sich zu erklären, warum er hier bei uns seine Hilfe sucht.

    Hallo Croissy

    Wie gut ,dass es Meinungsfreiheit gibt.

    Es geht nicht um Meinungsfreiheit. Alkoholiker sein ist keine Meinung, es ist ein Eingestehen erkrankt zu sein. Endet eben ungestoppt tödlich, egal wie, wer oder was darüber denkt. Ich kenne keine Krankheit, die unter Meinungsfreiheit geschlüsselt ist.

    Mich stört es ,dass sich jeder erst einmal als Alkoholiker bezeichnen muss,um „anerkannt " zu werden.

    Das darf dich stören, aber es sind die Regularien des Forums. Wie ich gelesen habe, bist du Angehörige, was es schwerer macht, sich in den Alkoholiker reinzuversetzen.

    Vielmehr kommt es doch auf die innere Haltung an und weniger auf einen Begriff.

    Natürlich kommt es darauf an, aber der Begriff sagt es aber erst aus, um was es geht. Warum herumdrucksen, was offensichtlich, mich hier hertreibt? Hier sind sie doch, die Alkoholiker in gesammelter Form. Hier kommen doch die wenigsten an, die „nur“ ein Problem, mit Alkohol haben.

    Aber wie erwähnt. Co und Angehörigen sind eine andere Schublade.

    Hallo zusammen,

    Wenn ich mich hier um schaue, welche Anstrengungen unternommen wird, um Umschreibungen für das böse Wort Alkoholiker zu finden, sehe ich mich in die tiefsten nassen Zeiten zurück. Am Stammtisch war keiner Alkoholiker, da wurde gelogen, betrogen, sich selbst verarscht, obwohl der Großteil es längst für sich wusste.

    Dann möchte man trocken werden, sucht sich eine gleichgesinnte SHG und es geht weiter. Anstatt da wo alle Alkoholiker sind, wird weiter herumgedruckst. Wenn nicht da, wo dann?

    ´Der Satz „ich bin Alkoholiker“ steckt voller Missverständnisse. Es kommt nicht darauf an, ein Schild um sich zu hängen und durch die Straße zu marschieren. Das ist Blödsinn. Es kommt eben darauf an wie ich mich sehe, ob ich es verstanden habe, und wenn ich es in der Gruppe wo eh alle ex Säufer sind sage , ist das wie eine Unterschrift unter einem Vertrag. Ich stehe dazu.

    Vorteil, aus der Nummer komme ich nur noch nüchtern raus.

    Meine Frau hat ein Alkoholproblem. Zweimal habe ich sie "trocken" gelegt --> im Krankenhaus.

    Leider hatte sie anschließend das Gefühl, sie könne kontrolliert weitertrinken.

    Da siehst du doch das Ergebnis. Sie hatte es nicht eingesehen, sonst wäre sie nicht den Versuch erlegen kontrolliert zu trinken. Was soll denn beim nächsten Mal anders sein?

    Ich weiß, wie schwer gerade Angehörige darum kämpfen, dass der Gegenüber aufhört zu saufen. Nur ist da der eigne Wunsch größerer als die Einsicht des Trinkenden.

    Bei uns hat sich etwas getan: Meine Frau ist so zittrig geworden, das sie Angst hat, die Treppen zu laufen. Jetzt sitzt sie oben und packt sich einen Koffer für das Krankenhaus. Oder die Rheinhessenfachklinik.

    War das ihr eigener Wunsch in die Klinik zu gehen?

    Hallo Bratznack

    willkommen hier bei uns. Wir sind hier eine selbständige, unabhängige Selbsthilfegruppe und haben nichts mit der AA zu tun. Es gibt auch ein ungeschriebenes Gesetz aus den verschiedensten Gruppen. Nichts soll herausgetragen werden.

    Nun mal zu dir. Nur du kannst wissen, ob du ein Alkoholproblem hast. Genauso verhält es sich mit deiner Frau. Deine ganzen Bemühungen sie „trocken“ zu legen werden scheitern so lange sie es nicht möchte. Du kannst nur was für dich tun. Das ganze Forum ist voll mit diesen Geschichten.

    Hast du dich schon mal eingelesen?

    Seit ich hier bin, haben sich aus diesem Grund schon so viele verabschiedet, der letzte hat mir das auch in einem anderen Forum bestätigt). Ich möchte nicht wissen, wieviel dadurch verloren gegangen sind.

    Ich kann deine ganzen Argumente nachvollziehen, aber wir sind hier keine Therapeuten, Berater oder sind alle in einer Wortgewandtheit geschult, um es jeden recht zu machen. Wir tragen auch keine Selbsthilfe nach oder versuchen den anzumeldenden User feinfühlig in die Trockenheit zu streicheln.

    Bevor jemand einen riskanten Weg geht, wird er da abgeholt und die Risiken aufgezeigt, ungeschönt und ist natürlich auch für den einen oder anderen eventuell zu hart. Es sind jedoch auch alle erwachsen Menschen und keine hilflosen Wesen. Jeder kann es selbst entscheiden, inwieweit er sich der Post annimmt.

    Es ist eben auch dem User selbst überlassen, wie er dann seinen Weg geht. Totschlagargument hat den Sinn, dass es eben darüber hinaus nichts mehr zu diskutieren gibt.

    Confuzius , es ist auch nicht neu, dass es da immer wieder Diskussionen darüber gibt. Das flammt auch immer wieder auf. Alles ist besser als einen User Blindlinks in einen risikoreichen Weg zu schicken.

    Jeder, egal wie er schreibt, nimmt sich die Zeit und die Mühe zum Unterstützen.

    Viele von euch können glaube ich diesen Zwiespalt und die enorme mentale Belastung nicht verstehen in der man steckt wenn der andere noch mit im Haus wohnt.

    Ich glaube schon das es viele nachvollziehen können. Es geht auch nicht darum. Vor 8 Monaten hast du hier um Hilfe gebeten und da kann schon mal der Verdacht aufkommen, es auf die lange Bank zu schieben. Sei es aus wirtschaftlicher oder aus krankhafter CO Sicht.

    Versteh mich nicht verkehrt. Du kannst auch mit einem nassen Alkoholiker bis ans Lebensende zusammenbleiben, darum geht es hier nicht. Es geht in erster Linie darum, sich aus der CO Rolle zu befreien, die Verantwortung für sich zu übernehmen.

    Nach Mitternacht habe ich ihn dann bei der Polizei abgeholt. Ganz toll.

    Jetzt bin ich hier am organisieren mit seinem Arbeitgeber (heute ist ja offiziell sein letzter Arbeitstag), mit Abschleppunternehmen und mit dem Arzt. Ich fahre nachher hin und hole die weitere Krankschreibung und werde versuchen mit dem Arzt einen Termin zur Entgiftung mit sofortiger LZT im Anschluss zu organisieren.

    Und das alles nur, weil er das möchte? Ist er unmündig oder steht er unter Betreuungspflicht? Danke für das Beispiel, immer weiter, immer tiefer in die CO Abhängigkeit.

    Mal unter uns, ich als alter Säufer wusste immer was zu tun ist, damit andere für mich springen.

    Hallo Thomsen

    nicht das es zu Missverständnissen kommt.

    Im Vorstellungsbereich werden die ersten Schritte aufgezeigt, damit auch der User weiß, was bei der Erkenntnis Alkoholiker zu sein, zu tun ist. Unabhängig ob er sich nun als alltäglicher Säufer oder Quartalstrinker einreiht, gehört unmittelbar (nicht irgendwann) ein Arztbesuch dazu.

    Damit kein User in den kalten Entzug muss und das überwacht wird . Danach beginnt auch erst der Austausch in anderen Bereichen.

    Du bist nach deiner Erkenntnis Alkoholiker und hast vor 3 Tagen( ?) zuletzt getrunken. Heißt, du befindest dich im kalten Entzug. Davon wollen wir hier nichts lesen, solang dieser nicht mit einem Arzt abgesprochen ist.

    Alles andere folgt dann auch erst. Welche Schritte, welche Wege oder Umsetzungen es gibt, um trocken zu bleiben.