Beiträge von Hartmut

    Ich fragte mich auch immer, warum Fußball und Alkohol zusammengehören? Warum ist das beim Handball oder Synchronschwimmen nicht so?

    Selbst beim Frauenfußball wird kaum getrunken...

    Selbst beim Frauenfußball wird kaum getrunken..

    Also ich war damals Fußballer und habe mit dem Handballer ebenso gesoffen. Wie viel Zuschauer sind denn beim Synchronschwimmen und wie viel bei Handball zum Vergleich Fußball? Fußball ist eben traditioneller Volkssport. Das zieht Millionen Menschen an. Ich kenne kein Public Viewing beim Synchronschwimmen. ;) Wenn da mal 100 Zuschauer sind, davon 10 trinken, fällt es nicht so auf. Wenn beim Fußballer 100000 Zuschauer sind und davon 10000 Saufen fällt das auf.

    In der Masse wird eben mehr gesoffen, ist ja Party Time. Auf dem Oktoberfest sind auch bis zu 5, 7 Millionen Besucher. Aber es werden eben die Bierzelte gezeigt, wo gesoffen wird. Das ist jedoch die Minderheit, aber Medienwirksam.

    Ist das Publikum beim Fußball womöglich einfacher strukturiert? :lol:

    Weitergedacht müsste dann jeder Alkoholiker auch einfach strukturiert sein. ⁣ ⁣Da saufen viele sich sogar ohne Sport in die Abhängigkeit. :mrgreen:

    Selbst beim Frauenfußball wird kaum getrunken..

    Weiß ich nicht, jedoch hat Frauenfußball auch keinen großen Stellenwert.

    Hallo annelui,


    Ich kenne nicht deinen Thread, aber das Muster eines abservierten, zudem nassen Alkoholikers ist ähnlich.

    Ich schätze mal, du hast ihn abserviert, er ist in seiner Männlichkeit verletzt, konnte dich nicht überzeugen, dass du bei ihm bleibst, also zeigt er dir auf diesem kranken Weg, was für ein toller Hecht er doch ist. Anscheint weiß er ja, wie er dich nur verletzen kann.

    Ja mit komplett getrennt meine ich getrennte Wohnung nicht mehr bewusst gesehen. Ich habe seine Nummer eben gelöscht und auch alle Kontakte seiner Familie.

    Richtig gemacht.

    Ich besuche meine Schwester am WE. Auch wenn mein Schwager täglich mehrere Bier trinkt, wird das für mich kein Problem sein. Dort konnte ich schon immer "nein" sagen.

    nun Becko00 , es mag das es aus deiner Sicht aus kein Problem ist, aber es kann eines werden.

    Wir empfehlen erstmal sich von trinkenden Menschen so weit wie möglich eine Zeit lang fernzuhalten. Auch wenn du da früher Nein gesagt hast und eventuell es auch dort kannst, nimmst du die Eindrücke mit nach Hause. Zumindest, wenn dein Schwager in deinem Beisein sauft und anscheinend selbst ein massives Problem hat.

    Weiß deine Schwester, dass du jetzt nichts mehr trinkst, dass du Alkoholiker bist? Weiß sie, wenn neben dir gesoffen wird, es dir Probleme bereiten kann?

    Wir haben halt befreundete Paare, da telefoniere ich öfter mit der Frau und habe dann mit ihr auch darüber gesprochen. Er spricht öfter mit seinem Freund. Er hat von sich aus einigen Freunden erzählt, dass er ein großes Alkoholproblem hat. Mit den Frauen spricht er quasi nie alleine, ebenso wie ich eher selten mit den Männern.

    Na ja, ich spreche mehr mit den Frauen von Freunden, als mit den Freunden, aber das ist eine andere Geschichte. ;)

    Bei meinem Weg war mir nur wichtig, dass ich mir das Heft trocken sein, nicht aus der Hand nehmen ließ. Oder anders geschrieben, die Eigenverantwortung übertrug. Natürlich sind Gespräche über die Krankheit bei Freunden auch ganz normal.

    Nun sind CO, wenn noch Kinder dabei sind, in den meisten Fällen auch das „Oberhaupt“ der Familie und übernehmen die Verantwortung. Das ist auch dem nassen Alkoholiker recht. Er muss sich nur um das Saufen kümmern und alles abnicken, was die Frau so sagt. Ein bisschen jammern, mal den „Mann“ raushängen lassen, um dann wieder in die Rolle des Verstehenden zu gehen.

    Jedoch ist es bei einem trocken werden Alkoholiker kontraproduktiv, wenn die Frau weiter die Verantwortung für ihn übernimmt.

    Und schwups, da bin ich. ;)

    Und mit diesen Freunden treffen wir uns auch weiter. Jetzt komplett ohne Alkohol. Und mit denen haben wir schon darüber gesprochen, was es bedeutet, alkohlkrank zu sein. Dass man es eben nicht schafft, nur ein Glas zu trinken. Oder man mal einen Abend 3-5 Gläser trinkt und dann die nächsten Tage gar nichts. Ich finde schon, dass man mit den besten Freunden darüber reden kann und die auch aufklären kann.

    Nun habe ich auch Freunde, die ich treffe, aber mit denen hatte ich nicht gesoffen. Da war auch keine Erklärung notwendig, denn die haben kein Problem damit. Wenn sie zu uns kamen, gab es kein Alkohol und es hat einander eingespielt.

    Treffe ich heute alte Freunde (bin über 15 Jahre trocken), mit denen ich gesoffen hatte, kommen Erinnerungen an diese Zeiten hoch. Da müssen sie nicht einmal ein Glas in der Hand haben oder selbst nichts mehr saufen. Es sind auch Erinnerungen dabei, die bei dem einen oder anderen Alkoholiker (meist am Anfang stehend) Saufdruck auslösen können. Es reicht bei einigen schon am Biergarten, an der Lieblingskneipe oder am Lieblingsgetränk vorbeizulaufen. Aber ich schweife ab.

    Ganz wichtig ist jedoch, dass der Alkoholiker es für sich bestimmt, welche Aktivitäten er sich zutraut. Wenn damals meine Partnerin vorgeprescht wäre und anderen erklärt hätte, wie sie sich gegenüber mir zu verhalten haben, hätte ich sie, sagen wir mal, aus der Partnerschaft entlassen :mrgreen:

    Nicht zu vergessen, dass Alkoholiker in weiten Teilen stigmatisiert werden. Was das Outen und erklären auch schwieriger macht. Ich habe ja auch in den nassen Jahren so gedacht. Und nun soll ich als Loser dastehen. Und dann noch von einem Co meine Verantwortung dafür abnehmen lassen?

    Ich habe mal vor Jahren hier einen Thread eröffnet. Kannst ja mal hineinschauen!

    Hartmut
    15. Januar 2018 um 23:18

    Wir haben zB auch richtig gute Freunde, die wir jahrzehntelang kennen. Ja, mit denen haben wir auch öfter getrunken und gefeiert. Aber mit denen haben wir immer auch schon was ohne Alkohol gemacht.

    Nun, die Sicht eines CO ist komplett etwas anderes als die Sicht eines Alkoholikers. Das Denken ist etwas anders. Du schreibst zum Beispiel in WIR Form. Der Alkoholiker, der trocken werden möchte, kennt das nicht. Er kann nur für sich trocken werden! Er muss entscheiden, was er machen kann, nicht was von einem Co von ihm erwartet wird oder der CO für kritische Situationen für ihn einspringt.

    Lassen wir diesen Thread aber mal den Alkoholikern. Becko ist erst am Anfang und nach einer Woche auch noch nicht trocken, sondern auf dem Weg dahin. ;)

    Panama , wir können uns aber gerne mal in deinem Thread darüber, wenn du weiteren Bedarf hast, darüber austauschen. Ich bin jedoch noch etwas in „Urlaub“ und bin im Moment nur sporadisch hier.

    Ich denke auch, dass man da ein wenig Aufklärungsarbeit leisten muss.

    Da bin ich anderer Meinung. Ich muss mich nicht für eine Krankheit bei anderen, die es nicht verstehen wollen oder können, rechtfertigen, erklären oder plausibel machen. Es reicht, zu sagen, ich bin Alkoholiker.

    Gerade am Anfang ist es wichtig, es erstmal für sich zu verstehen, was es bedeutet, was es mit einem selbst macht. Ich muss es für mich akzeptieren. Sonst wird da kein Schuh draus. Gerade die Anfangsphase ist es wichtig sich mit „Profis“, sprich langjährige trockenen Alkoholiker sich auszutauschen und nicht mit halb wissenden Mitsäufer. Nach dem Wegstellen des Glases ist meist noch keine Stabilität da, um sich Diskussionen zu stellen.

    Panama , es ist für dich als CO eventuell etwas anderes, hinter die Kulissen zu schauen.

    Sich jedoch mit ehemaligen „Stammtisch Brüder“, die selbst noch saufen zu unterhalten, das kann ich mir sparen. Sie wollen es doch gar nicht wissen. Sie haben nur eines im Sinn, sie wollen selbst nicht auffliegen.

    Sie legen dasselbe Verhalten an den Tag wie bei ihren CO. Verheimlichen, beschönigen und „Ich doch nicht“ du übertreibst und vieles mehr.

    Das wird ein schwieriger Fall. Ich traue mich noch nicht so ganz - aber es ist der zentrale Baustein - ja quasi das Grundgerüst - sonst funktioniert es nicht.

    Nun wird das erfahrungsgemäß nicht ganz so einfach werden. Es wird sich auch die Spreu vom Weizen trennen. Zumindest war das bei mir so.

    Da hatten die sogenannten Freunde erstmal nach meinem „Outing“ Ihr eigenes Trinkverhalten überprüft. Und da stört so ein „Aussteiger“. Andere wussten es (angeblich) schon lange oder vermuteten es, andere wollten mich wieder zurück ins Boot ziehen. Es ist sehr wichtig bei seinem Weg egoistisch zu werden und sich immer vor Augen halten, wo ich nicht mehr hin will. Geschweige denn überhaupt kann ;) .

    Ziehe es durch und du hast eine reelle Chance

    Die Grundbausteine habe ich mir schon mehrfach durchgelesen. So einen richtigen Plan habe ich noch nicht erarbeitet. Das liegt einfach daran, dass ich am WE zu sehr mit dem Entgiften beschäftigt war.

    Ich schreibe mal, wie ich es gemacht hatte. Als allererstes bin ich offen und ehrlich mit der Krankheit umgegangen. Danach musste ich mich selbst schützen, also machte ich die Bude alkoholfrei. Ich hielt mich von trinkendem Umfeld, sei es Kneipe, Biergarten oder Orte, außerhalb der Wohnung gesoffen hatte, fern.

    Diese freie Zeit nutzte ich dann für andere Tätigkeiten, die mir vor dem Saufen Spaß gemacht hatten. Teilweise Sport, teilweise lang Spaziergänge usw.

    Wenn ich aber meine Erfahrungen teile, dann heißt es ich sende falsche Signale

    Um es mal in meinen Worten zu fassen, du hast noch keine Erfahrung was es heißt trocken zu werden / bleiben. ;)

    Aber für mich ist das nicht relevant aufgrund meiner Lebenssituation - näheres dazu kann ich im Vertrauen per PM erläutern

    zu dem noch kurz, dann darf es auch gut sein. Wir tauschen uns hier nicht über PN aus und es gibt keinen Grund, keine Lebenssituation, die es nicht zulässt, von einem Arzt eine Entgiftung überwachen zu lassen. Wenn, dann sich es vorgeschoben Gründe. Wenn, wir darauf pochen hat es eben den Grund da tagtäglich Menschen daran verrecken.

    Jetzt muss es nur noch trocken bleiben

    Ja, solltest du. Wie sieht dein weiteres Vorgehen aus?

    Hast die Grundbausteine, die Elly dir geschickt hat, schon mal durchgelesen? Da stehen hilfreiche Tipps drinnen, um dir das nüchtern bleiben zu erleichtern.

    Danke Carl-Friedrich,

    für mich ist in dieser Zeit der „Gruppenzwang“ ein wichtiger Faktor. Ähnlich wie Carl Friedrich geschrieben hat Rudelbildung. Gerade wenn der Alkoholiker als einzelner, sich gezwungen fühlt etwas zu machen, was er später bereut. Ist nicht zu unterschätzen und ist mir zwar nicht in dieser Zeit, aber in den Anfängen bei einer Reha passiert.

    Wichtig ist, zuvor schon mal Strategien zu entwickeln.


    Hallo Becko00

    du bist mehrmals darauf hingewiesen worden, dass der Arzt der nächste Ansprechpartner ist. Wir begleiten hier im Vorstellungsbereich keinen, der einen kalten Entzug macht. Es ist eventuell aus deiner Sichtweise kleinkariert oder unverständlich, aus unserer Sicht unverantwortlich.

    Gerade der Nachahmungseffekt kann für den einen oder anderen zu Schäden oder zum Tod führen. Lese es dir nochmals durch.

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29


    Was du machst, ist natürlich deine Entscheidung. Melde dich einfach erst wieder, wenn du mit dem Arzt gesprochen hast oder wenn deine Entgiftung durch ist. Es ist der Vorstellungsbereich und dient nur für die ersten Schritte. Der eigentliche Austausch findet dann erst in einem anderen Bereich statt.

    Etwas provokativ : Ich tauf' mich um in BIER. Weil es bedeutet für mich "Bin ICH Eine Rakete", da ich seitdem ich nimmer trinke voll durchstarte?

    Das braucht es nicht. Provokation, da bin ich auch ganz gut. ;) Denn Avalon ist auch ein Cocktail. Zudem wir schon einen Nickname haben, der mit Bier anfängt.

    Wenn ich Alex lese (Kitchen Bar) , denke ich an die Happy Hour Cocktails dort. Wenn ich Mexiko lese, fallen mir Margaritas ein.

    @ all, wir haben hier im Forum einige NickName, da kann man auch alles hereininterpretieren.

    Lasst VSOP erstmal ankommen.

    Ich werde heute nach der Arbeit einkaufen - ich habe mein Leergut im Kofferraum und ich werde KEINEN Alkohol kaufen - das verspreche ich hier - und ich werde diese positive Nachricht hier verkünden.

    Hallo Becko00 uns musst du nichts versprechen. Es ist alleine deins, ob du dich selbst belügst. Wir sind hier alle schon trocken oder haben uns auf den Weg gemacht.

    Du befindest dich in einem kalten Entzug und dieser kann auch nur ein Arzt beurteilen, inwieweit er gefährlich ist.

    Das ist auch nur der Vorstellungsbereich, bei dem die ersten Schritte mitgeteilt, werden. Der weitere Austausch findet auch erst nach der Entgiftung oder einer überwachten Entgiftung statt. Wann hast du das letzte mal was getrunken?

    Hallo Becko00

    willkommen hier im Forum,

    nun mal Tacheles. Erschrecke mal nicht, ich sortiere es mal.

    Seit Jahren, wie ich gelesen habe, versuchst du immer wieder, mit dem Saufen aufzuhören und es klappt nicht. Jetzt hast du dich hier angemeldet und versuchst es weiter auf eigene Tour? Warum sollte es jetzt anders werden? Der Vorsatz ist derselbe, oder? Und du planst wieder in Eigenregie?

    Für mich leere Worthülsen. Mal kurz die Bude alkoholfrei machen und es läuft? Neee,, so wird das nichts.

    Was war denn der Grund deines Anmeldens? Um selbst wieder was zusammenzustricken und uns es wissen lassen oder suchst du ernsthafte Hilfe aus der Nummer herauszukommen?

    Die Ausrede nicht zum Arzt zu gehen zählt nicht. Alkoholismus ist eine ernsthafte Krankheit. Hättest du einen Beinbruch, wartest doch auch nicht, bis die Schmerzen stärker werden. Oder?

    Mein Vorschlag wäre.

    Gehe morgen zum Arzt, unabhängig der Symptome, bespreche mit ihm offen und ehrlich, was mit dir los ist. Frage ihn, ob eine Entgiftung notwendig ist und wenn ja, wie diese aussieht. Danach berichte uns, wir werden dich bei deinem weiteren Weg unterstützen.

    Hier noch ein Artikel zum Nachlesen

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Hallo VSPO

    nimm bitte unsere Vorsichtsmaßnahmen nicht persönlich. Wir führen dieses Forum seit Jahren und haben einiges schon erlebt. Über die Sensibilität dieses Themas bedarf es sicherlich keine Erklärung. ;)

    Hallo VSOP,

    danke für dein ausführliches Vorstellen.

    Nun sind wir eine unabhängige Selbsthilfegruppe, die nicht mit irgendwelchen Programmen andere Gruppen, ich sage es mal so „missioniert“ werden wollen. Es beruht hier zum Hauptteil aus Selbsthilfe und den selbstgemachten Erfahrungen. Darüber tauschen wir uns aus und es soll auch nicht zu einer Beratung mutieren.

    Ich selbst kann nichts mit Achtsamkeit, Selbstliebe und Demut anfangen und habe es auch nicht bei meinem Weg benutzt. Übrigens bin ich über 15 Jahre trocken. Mein Weg war pragmatisch, mit den Grundbausteinen, die durch jahrelange Erfahrungen trockener Alkoholiker zusammen getragen wurde, trocken geworden und geblieben.

    Hier mal die Grundbausteine

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40