Beiträge von Hartmut

    Und so ist auch Sucht individuell und dass, was einem raus hilft oder eben nicht

    Nö, die Sucht ist nicht individuell, nur die Wege daraus. Sucht ist Sucht. Die immer wieder betonte Individualität oder der Weg daraus dient nur als Rechtfertigung für seinen Weg. Ich vermenschliche nicht die Sucht oder schreibe ihr Individualität zu.

    Wie weit siehst du dich schon vor einem Rückfall? Wie nahe warst du schon am Glas? Kennt mich ja mittlerweile, dass ich nicht lange herumrede. Ist auch nicht provokativ gemeint, sondern rein aus meinen Erfahrungen heraus.

    Nun hatte ich das im letzten Oktober schon gefragt. Ja Abi Treffen, dann war irgendwas mit deinem Geburtstag mit Anstoßen der Kollegen. Verheimlichen, alkoholkrank zu sein. Irgendwas mit Urlaub? Mit Menschen die um dich herum gesoffen/ getrunken haben.

    Es summiert sich eben bis das Fass überläuft. Mir kann auch kein Alkoholiker erzählen, dass er in der Anfangszeit nicht ans Saufen gedacht hat, wenn er trinkende Menschen um sich hatte. Oder in ihm keine Verzichts-Gedanken hochkamen, weil man nicht mehr überall hin gegangen ist.

    Schon gar nicht jemand, der schon 20 Jahre Alkoholiker war.

    Aber bevor jetzt wieder eine Welle der Empörung kommt. Es ist normal. Es ist Sucht. Es kommt jedoch darauf an, wie nehme ich es für mich an und was kann ich dazu beitragen, dass es in Zukunft eben abgeschwächt auftaucht. Dazu ist die Basic Arbeit wichtig. Im ersten Jahr Ersatz für sich zu finden um sich dadurch zu stabilisieren.

    Hallo Hanseat,

    Meine größte Sorge ist, daß der ganze Zirkus jetzt wieder von vorne losgeht. Ich habe aber die Hoffnung, daß ich im letzten Jahr viel gelernt habe und daß ich das Gelernte jetzt anwenden kann.

    Wenn du die Basic kennst, warum machst du dir dann Sorgen?

    Nach einem Jahr wieder zu saufen, ist auch nichts Ungewöhnliches, zumindest in der Statistik nicht. Aber auch das hat ja Gründe.

    Ich glaube dir, wenn du schreibst, dass du ein unweigerliches Verlangen hattest, um es durchzuziehen. Jedoch kenne ich keinen Rückfälligen, der es nicht schon mal im Laufe seines Weges vorab im Kopf durchgespielt hatte. Oder an sich zweifelte oder eben es noch nicht ganz akzeptiert hatte. Sein Verhalten wieder an die nasse Zeit anpasste.

    Am meisten interessiert mich jetzt natürlich, was ich vielleicht in der Zukunft noch etwas besser machen kann. Ich war ja gut und habe schon einiges richtig gemacht, aber ich hatte diesem Saufdruck irgendwann am Ende einfach nichts mehr entgegenzusetzen. Ich

    Es zeichnet sich bei den Rückfälligen größtenteils dasselbe Muster ab. Ich empfehle dir mal in deinen Thread die Warnungen zu lesen. Was wir im ersten Jahr empfohlen haben und was mit eigenen Argumente dann abgeschmettert wurde.

    Sehe es mal nicht als Vorwurf. Sondern als Hilfestellung.

    Ich bitte, um Nachsicht, daß ich mich zu dieser unsinnigen Diskussion hinreißen ließ, Alkohol -ich bin abhängig.

    Jede Diskussion, egal welche Schlüsse daraus für sich gezogen werden, hilft immer. Wenn mal nicht für sich selbst, dann für jemand anderes. Alles gut. Du bist für dich da, und nur du, kannst für dich trocken bleiben.

    Ist ein trockener Alkoholiker abhängig? Braucht er seine Droge?

    Ein trockener Alkoholiker ist abhängig, sonst wäre er nicht trocken. Dieser Ausdruck gibt es nur bei Abhängigen.

    So fern man, den Ursprung des Satzes `in vino veritas` kennt, ist deine letzte Frage nicht gerade sehr intelligent.

    Ist das so? Nun löst der Wein die Zunge, die das Lügen schwer machen würde.(Zitat Ursprung-Kontext zur Sucht- nasses Denken) Bei Alkoholiker gibt der Rückfall die Antwort.

    Grundsätzlich schließe ich nichts aus.

    Dann noch viel Spaß bei deinem Hobby.

    Also doch abhängig. Sonst würde ja das wieder anfangen zu trinken nichts ausmachen.

    Für mich befindest du dich noch im Kampf und hast anscheinend noch nicht akzeptiert, Alkoholiker zu sein. Wer will denn schon als Säufer gelten, da wird dann schon mal für das eigene schlechte Gewissen etwas schön gemalt. Zumindest ist das meine Erfahrung aus dem jahrelangen Austausch mit Alkoholiker.

    Aber mal zu deiner Grundlage Forschung. Wenn du alles verstanden hast, schließt du dann einen Suchtdruck aus? Schließt du einen Rückfall aus?

    Liegt nun im Wein oder im Rückfall die Wahrheit?

    In einer realen SHG, fiel mir auf, daß daran kaum Interesse besteht ... alles zu kompliziert, zu weit hergeholt, nicht nachvollziehbar

    Kann ich nachvollziehen.

    Viel lieber wird über Suchtdruck geredet und wie man ihn bekämpfen kann, nicht wie man die Ursachen beseitigt, es zumindest versucht.

    Das beste Wissen / Verständnis/ Zusammenhänge nutzen mir nichts, wenn ich nicht weiß, wie ich mich bei Saufdruck verhalten muss.

    Was meinst du mit Ursachen beseitigen? Ursache ist die Sucht, die kann nur eingedämmt werden aber nicht beseitigt. Sie ruht nur in irgendwelche Hirnregionen.

    Doch bei einer Vielzahl vergeht es eben nicht, die kämpfen, wenn nicht täglich, zumindest wöchentlich und kommen sie in eine brenzliche (konfliktreiche) Situation, kündigt sich besagter Saufdruck an, als scheinbare Lösung.

    Was hat das mit dir zu tun?

    Wollte nur kurz Meldung geben, daß der Rückfall jetzt nach zwei erfolglosen Versuchen endlich gestoppt ist. Vier Tage nüchtern.

    Wie sieht es heute aus? Rückfälle sind das eine, wie es dazu gekommen ist, wäre das andere. Ich habe immer, so traurig es auch ist, davon profitiert, wenn jemand kurz beschrieben hat, wie es zum Rückfall kam.

    Es geht nicht um irgendwelche Schuldzuweisungen, sei es von einem selbst oder von anderen.

    also meinst Du……der Prinz auf dem weißen Pferd kommt noch 🤩

    Wenn es nicht der richtige Prinz ist, kannst Du immer noch das Pferd nehmen und wegreiten, das immer noch besser ist, als in einer toxischen Beziehung dahinzusiechen.

    Ich stelle mir immer wieder mal die Frage, was mehr Kraft kostet. So weiterzuleben oder ein neues Leben aufzubauen. Natürlich ist es nicht leicht, vielleicht gibt es noch Hoffnung. Aber diese ist wirklich nur zu verwirklichen, wenn man aus Abstand die Situation betrachtet.

    Ich habe mal einen Film gesehen. Lauf, Forrest, lauf. Namen und Personen können beliebig verändert werden.

    - ich bin ja nicht ganz blöd…

    Nein, sonst hättest du dich hier nicht angemeldet. Es ist eine Eigenschaft der Abhängigkeit, trotz besseren Wissens, an der Abhängigkeit festzuhalten. Nun unterstelle ich mal das du längst im Kopf die Trennung schon durchgespielt hast.

    Und wenn eine Frau mal einen Trennungsplan im Kopf hat, wird so lange dran gefeilt, bis er umgesetzt wird. Zumindest aus meiner eigenen Erfahrung raus.

    Nun ist es auch nicht verboten sich im Vorfeld genau zu informieren, was alles auf einen zukommt. Informieren heißt zwar noch nicht umsetzen. Aber es kann schon mal Sorgen aus dem Weg räumen.

    Was mit dem Materiellen, mit dem Unterhalt usw. ist. Du bist gerade mal zarte 50zig Jahre alt. Das frühere 30. Habe ich in der Bravo gelesen. :mrgreen: Mache ein wertvolles Leben draus. ;)

    Hallo Haseundigel

    ich weiß nicht, ob du Co abhängig bist oder mehr von ihm abhängig.

    Ich breche es mal für mich runter. Da bin ich mal „herzlos“ wie ein nasser Alkoholiker. Ich erinner mich mal für dich zurück.

    Er hat was Neues am Start, will dich jedoch warmhalten. Entweder fürs Bett oder wenn das „Neue“ sich nicht so entwickelt wie er sich das vorstellt. Nimmt den Freundschaftsbonus in Anspruch. Und das alles gesagt, geschrieben von einem nassen Alkoholiker. In welchen Zustand auch immer.

    Es hat aber anscheint funktioniert. Du gibst ihm auch noch eine vierwöchige Aufschub. Genug Zeit, sich neu zu justieren.

    Hallo Pamela

    solange du jammerst, so lange geht es dir noch gut. Dann ist ja alles noch in Ordnung. Oder? Wenn es hier nicht mehr erhört wird, kannst du dich ja noch woanders auslassen. Alles gut.

    Es ändert zwar an deine Situation nichts, aber wenn es das ist, was du willst. Es ist dein Leben. Einfach so weiter machen. Wir nennen das hier das IAS Syndrom. „Ich arme Sau“

    Nun kenne ich mich haargenau mit nassen Alkoholiker aus. Ich war jahrelang ein Profi und wusste auch haargenau das Umfeld zu manipulieren und für mich zu benutzen.

    Ich finde, dass ihr beide ein Dreamteam seid!

    Er kann saufen, dich beleidigen, fertig machen, du machst den Hauptteil der Arbeit, schafft durch deine teilweise Abwesenheit Freiräume, die er zum beruhigten Saufen nutzen kann und muss sich nicht deinen Blicken oder Kommentare ausgesetzt fühlen.

    Liebe oder Zuneigung kann ich mir da auch wenig vorstellen. Zumindest nicht mehr von ihm.


    Die Lösung hast du. Du weißt, was zu tun ist. Und sei mir mal nicht böse wegen meiner folgenden direkten Worte. Wer die Kraft für ein ständiges Jammern aufbringt, der hat, genügt Kraft in sich, um es zu ändern.

    Ich war gestern einigermaßen pikiert aufgrund deiner Antwort, Hartmut.

    Mal darüber nachdenken, hätte da auch gereicht. :mrgreen: Du hast ja mehr oder weniger „Glück“ gehabt. Du wärst rückfällig und der Zwerg hätte wieder ein Besoffenes um sich herum. Es mag sein das ich da pingelig bin, aber die Chance trocken zu bleiben liegt eben nur bei ca 5 %. .

    Wenn ich aus meinen Erfahrungen heraus, deinen ganzen Weg betrachte, zeichnet sich für mich ein Muster auf, was ich als risikoreich ansehe.

    Aber das ist meins. Muss ja nicht deins sein.

    Dagegen steuern, um gut aus dem Saufgedanken herauszukommen, finde ich gut. Aber das reicht nicht für ein „Gefällt mir, Herzchen.“ Für Glück bekommt man kein Schulterklopfen :mrgreen: Aber ich freue mich für dich, das du noch nüchtern bist.

    Aber das sind alles Dinge, die kann man nie ganz genau vorraussehen. Man kann nicht wissen, ob und wann das Suchthirn die Kontrolle übernimmt

    Jetzt werde ich von dem alten Usern erschlagen, wenn ich mit meiner Frage komme. :whistling: Wer ist denn „man“? Nein genau kann ich es auch nicht, aber ich bin ja nicht während meiner nassen Zeit blind herumgelaufen um zu wissen, wo gesoffen wurde, mit wem ich gesoffen habe und welche Umstände dazu führten sich mit Saufen zu belohnen.

    Wenn ich im Vorfeld es nicht ausschließen kann und mir unsicher bin, bleibe ich eben mal weg. Es wird einem nicht umsonst empfohlen, im ersten Jahr sich davon entfernt zu halten, um stabil zu werden und die Zeit dafür zu nutzen, um ein neues, vor allem alkoholfreies Umfeld aufzubauen.

    Wenn ich das immer wieder mal unterlaufe, Ausnahmen für mich mache, dabei gut durchkomme, erhöhe ich automatisch das Risiko und unterschätze das Risiko des Rückfalles.

    „Man“   :mrgreen: sollte auch nicht auf die User, die jetzt dir schreiben. „Ich habe es auch so gemacht“ nicht so viel Gewicht legen geben. Es schreiben nur trockene hier. Die zig hunderte Rückfällige sind ja längst nicht mehr im Forum.