Beiträge von Hartmut

    Hallo tstoller,

    bitte keinen neuen Thread aufmachen, du kannst in diesem bleiben. Ich habe deinen Entzug hier eingefügt.

    Ich habe nicht rückwirkend gelesen.

    Siehst du dich als Alkoholiker, wirst du dich auch so bezeichnen, und strebst du eine lebenslange Abstinenz an?

    Denn nur solche tauschen sich hier aus.

    Es ist nicht die Musik , es ist das Suchthirn, das an allem andockt, was früher mit Saufen verknüpft war. Das Gehirn ruft automatisch die alten Muster ab.

    Also muss ich bei mir schauen, was ich dagegen tue. Der Anlass, die Situation, die Musik – das erleben Millionen Menschen auch, ohne ans Saufen zu denken.;)

    Für mich heißt das: gegensteuern. Etwas anderes machen, mich neu beschäftigen, mich bewusst entfernen. Ablenkung, Ortswechsel, Handlung ändern.

    Nicht auf die alte Verknüpfung anspringen. Je länger ich in dem Gefühl bleibe, desto länger bleibt es im Kopf.

    hartmut würde sagen, die hat es einfach nicht kapiert.

    Nein, würde ich nicht. Auch wenn es manchmal so aussieht, als hätte ich hier und da meinen Samthandschuh im Goldwägelchen vergessen, wenn ich direkter schreibe. Was ich sage, kommt aus dem, was ich selbst erlebt habe – und aus dem, was ich durch andere lernen durfte. Mehr ist es nicht.

    Man kann die Sucht nicht komplett kapieren. Man versteht nie das ganze Bild. Man erkennt nur Muster, die bei vielen ähnlich laufen.

    Und manchmal ist es eben so: Der Rückfall beginnt nicht erst beim ersten Glas. Der Kopf hat längst vorher entschieden, wieder zu trinken. Auch wenn man es sich selbst nicht eingesteht. Das Suchtgedächtnis spielt da mit, klar – aber der eigentliche Schalter fällt im Kopf.

    Also, trinkst du seit Januar nicht mehr, ist das richtig?

    Bei dir war es das Apfelschorle-Glas, bei mir wäre es ein Lemon im Glas, wenn ich den alleine trinke. Kein Wunder – ich habe jahrelang Wodka-Lemon getrunken. Da meldet sich kurz das alte Programm und klopft an. Ich weiß genau, wer da spricht und was da andocken will.

    Das ist ein normaler Suchthirn-Reflex. Solche Momente können jederzeit auftauchen und sagen nichts über meine Stabilität aus. Ich nehme es wahr, ordne es ein, gehe notfalls aus der Situation raus und mache weiter. Gleichzeitig vermeide ich bewusst solche Situationen. Ich richte mich an meiner Sucht aus – nicht an dem Gedanken, was ich alles machen könnte.

    Ich habe ein gutes Gespür dafür entwickelt, was passt und was nicht. Wenn es sich nicht stimmig anfühlt, bleibe ich weg. Wenn die Sucht anklopft, bin ich raus.

    Denn das, was mich all die Jahre zufrieden und trocken gehalten hat, lügt nicht. Wenn ich zufrieden bin, ist das meine Grundlage. Diese Momente sind ein Aufflackern, eine Nebenwirkung des Suchtsystems,– mehr nicht. Und mit den Jahren werden sie weniger, treten kaum noch auf.

    Genau das macht es auch tückisch. Man geht eventuell gefühlt wieder größere Risiken ein und übersieht dabei, dass die alte Normalität vor der Sucht nicht zurückkommt.

    Habe in letzter Zeit immer wieder das Verlangen nach einem Bier, so nach dem Motto eines wird schon nicht schaden. Oder auch der Gedanke, dass 3 Monate jetzt so gut wie um sind, da kann man doch mal was trinken, usw.. kennen wahrscheinlich die meisten von euch auch, fällt mir echt gerade schwer das zu ignorieren und ich fange immer wieder an denn Sinn der Abstinenz zu hinterfragen.

    Die Gedanken „Ein Bier wird schon nicht schaden“ oder „Drei Monate sind rum, da kann man doch mal“ sind nicht ungewöhnlich. Da schreit die Sucht. Das ist Suchtdynamik, keine Logik. Das Hirn sucht Schlupflöcher, weil der Alkohol fehlt. Mehr ist es nicht.

    Wichtig war bei mir, nicht verhandeln, nicht diskutieren. Einfacher Grund: Ich bin Alkoholiker. Ich kann damit nicht mehr umgehen. Da brauchte ich keine Pro‑/Kontra‑Liste. Wofür auch? Der Ausgang war mir bekannt.

    Die Erkenntnis „Ich bin Alkoholiker“ muss ich mir nicht jeden Tag neu einprügeln. Wenn ich das tue, bin ich mir selbst nicht sicher und dann kippt es irgendwann. Akzeptanz ist schwer, klar. Wer will schon freiwillig zugeben, dass er nicht mehr saufen kann? Aber ohne diese Akzeptanz wird es wackelig.

    Und mit etwas Abstand trennt sich eben auch im sozialen Umfeld die Spreu vom Weizen. Man ordnet neu, nicht aus moralischen Gründen, sondern einfach mal wegen der Stabilität.. Wenn ich ehrlich bin. In der nassen Zeit bin ich zu vielen Treffen nur gegangen, weil es da was zu saufen gab. Das fällt jetzt weg.

    Und das ist gut so.

    Bleib am Ball. Bei dieser Krankheit gibt es nur zwei Zustände: trocken oder nass. Dazwischen existiert nichts. Solange ich selbst entscheiden kann, setze ich alles daran, trocken zu bleiben. Denn als ich gesoffen habe, musste ich ewig warten, bis ich überhaupt wieder entscheiden konnte.

    Da hatte die Sucht für mich entschieden.

    Helmut macht es einen Unterschied ob ich Alkoholiker war und nichts mehr trinke oder ob ich einfach nichts mehr trinke?

    Du kannst auch Hartmut zu mir sagen.:whistling::mrgreen:

    Es gibt kein „Ich war Alkoholiker“, nur „Ich bin Alkoholiker“. Das bleibt. Der Zustand hat sich verändert – von nass zu trocken. Aber das Suchthirn bleibt.

    Der Spruch „macht mir nichts aus“ ist nett, aber wertlos. Das ist eine Momentaufnahme, mehr nicht. Sobald das Hirn merkt, dass andere saufen und man selbst keinen Stoff bekommt, meldet sich der alte Mechanismus. Das ist normal. Das ist Sucht.

    Und genau deshalb halte ich nichts davon, mich bewusst in Sauf-Situationen zu stellen. Erstmal absichern. Alkoholfreies Umfeld schaffen. Neue Welt, neue Regeln. Alles andere ist Konfrontation, bei der der Ausgang am Anfang gar nicht einzuschätzen ist.

    Wie sich das entwickelt, merkst du mit der Zeit selbst immer klarer. Angst brauchst du nicht haben – aber Respekt solltest du nicht verlieren. Nicht umsonst ist die Rückfallquote bei Alkoholismus so hoch.

    Mein Tipp: Mach weiter so wie jetzt. Hau deine Gedanken und Fragen hier raus.

    So bekommst du Rückmeldungen von Leuten, die das kennen – und genau das hilft.

    Manchmal verstehe ich es einfach nicht. Vielleicht fehlen mir da ein paar Synapsen oder Neurotransmitter, muss ich mal nachschauen. :mrgreen:

    Natürlich macht es einen Unterschied, ob ich sage: „Ich bin trockener Alkoholiker“ oder ob ich sage: „Ich trinke keinen Alkohol“. Wenn ich nur auf mögliche Konsequenzen schaue – Stigma, berufliche Nachteile, anders behandelt werden, aus Gruppen rausfallen – kann ich nachvollziehen, warum viele davor zurückschrecken.

    Aber der Sucht ist das doch völlig egal. Die interessiert sich nicht für Image, Job oder Gefühle. Nichts, nada, niente.

    Ich muss es niemandem aufdrängen. Aber es klar auszusprechen, macht einen deutlichen Unterschied. „Ich trinke keinen Alkohol“ ist für mich eine leere Aussage. „Ich bin Alkoholiker“ dagegen ist eindeutig. Und das ist auch Selbstschutz.

    Wenn ich früher beim Feierabendbier immer mitgesoffen habe, verschwindet das nicht einfach aus dem Kopf. Das sitzt im Suchthirn. Und gerade am Anfang ist dieses Suchthirn lauter als vorher. Man sieht andere trinken – und sofort springt der alte Mechanismus an: „Wo bleibt mein Stoff?“

    Ich kann natürlich auch still daneben sitzen, nichts sagen, mich zurückhalten, Faust in der Tasche. Geht alles. Aber das ändert nichts am inneren Druck.

    Und genau da macht es eben einen Unterschied, wie klar ich für mich bin. Ich kann mich aber auch in alter Manier selbst belügen, mir etwas vormachen und Rechtfertigungen suchen, warum ich nichts mehr saufe.

    Hier werde ich aber standhaft bleiben.

    Woher willst du das wissen? Gute Vorsätze oder den Willen hatte ich in der nassen Zeit genug, und die haben mich kein einziges Mal davon abgehalten, wieder zu saufen. Vorsätze sind nett, aber sie halten genau bis zum ersten Trigger.

    Trockenwerden ist keine reine Kopfsache. Der Kopf hilft, ja, aber ohne Risikominimierung wird es schwer – und das ist die Stelle, an der die meisten wieder einknicken.

    Mal die Basics. Die Grundbausteinen die erst Stabilität schaffen können. Elly hat dazu schon einen Link geschickt.

    In Kurzform: Im ersten Jahr keine Veranstaltungen, keine Feiern, keine Geburtstage, keine sonstigen Festivitäten, bei denen gesoffen wird oder Alkohol im Mittelpunkt steht. Ein alkoholfreies Umfeld aufbauen. Sauffreunde aussortieren. Die Wohnung alkoholfrei machen. Das ist erstmal reiner Selbstschutz.

    Und in dieser Zeit neue Beschäftigungen, neue Hobbys, irgendetwas, das die alten „Trinkzeiten“ ersetzt. Wenn man die alten Zeitfenster nicht neu besetzt, füllt sie der Alkohol wieder.

    Hast du dir da schon was umgesetzt oder Gedanken gemacht?

    Aus diesem Grund habe ich für mich die Entscheidung getroffen, komplett auf Alkohol zu verzichten. Nicht, weil ich immer trinken musste – sondern weil ich in bestimmten Momenten nicht zuverlässig „nein“ sagen oder stoppen konnte. Für mich ist „gar nichts trinken“ einfacher und klarer als der Versuch, es situativ zu kontrollieren.

    Wenn du jederzeit aufhören kannst, keinen Druck verspürst und nur wegen anderer weitergetrunken hast, warum nennst du dich dann überhaupt Alkoholiker?

    Bei uns im Betrieb wird regelmäßig ein Feierabendbier getrunken. Ich kann ja jetzt nicht einfach den Betrieb wechseln.

    Wenn mein Leben davon abhängt – und das tut es, wenn Alkoholismus nicht gestoppt wird – dann wechsle ich auch den Betrieb. Fertig. Und wenn du jahrelang beim Feierabendbier dabei warst und plötzlich nicht mehr mittrinkst, wird sowieso geredet. Und es wird gefragt. Immer. Das hat nichts mit Interesse zu tun, sondern damit, dass du aus dem Ritual aussteigst.

    Sagst du „Ich trinke heute nichts“, kommen die Nachfragen. Sagst du „Ich bin Alkoholiker“, ist das Thema offiziell und die meisten halten den Mund. Ein paar versuchen trotzdem, dich wieder ins Boot zu ziehen. Die kommen dann mit „War doch nicht so schlimm“ oder „Du bist doch kein Alkoholiker“. Das sagen sie nicht, um dir zu helfen. Das sagen sie, weil sie selbst ein Problem haben und dein Nein ihnen den Spiegel vorhält

    Hallo, Rennschnecke,

    ich gehöre ja, wie man sieht, auch zu denen, die sich viel austauschen, das liegt nicht nur an meiner Moderation. Ich habe am Anfang gemerkt. Je mehr ich mich bewegt habe, je mehr ich bei anderen gelesen und geschrieben habe, desto stabiler wurde ich. Da kamen Erkenntnisse, die ich für meinen eigenen Weg nutzen konnte.

    Für mich geht es hier um Sucht. Nicht um psychologische Nebenschauplätze. Nicht darum, wie ich mich gerade fühle oder was ich denke. Die erste Frage war immer: Wie bleibe ich trocken? Denn davon hängt alles ab. Alles andere kommt später.

    Ich habe auch schnell gemerkt. Stabilität entsteht auch nicht im stillen Kämmerlein. Wenn ich mich zurückziehe und nur in mir rumstochere, drehe ich mich im Kreis. Das fühlt sich vielleicht nach „Arbeit an sich selbst“ an, bringt mich aber keinen Schritt weiter.

    Was mich wirklich stabil gemacht hat, war der Austausch. Raus aus dem eigenen Kopf, rein in andere Köpfe . Je mehr echter Austausch, desto mehr Stabilität.

    Und nein , ich verliere mich aucch nicht im Austausch. Im Gegenteil. Da bin ich mir oft näher als in den Momenten, in denen ich alleine im eigenen Kopf festhänge. Und es geht auch nicht darum, ob man sich „verliert“. Kritisch wird es eher, wenn alles nur noch im eigenen Kopf bleibt und sich dort im Kreis dreht.

    Was ich nach fast 20 Jahren Erfahrung aber auch sehe. Wenn jemand plötzlich anders schreibt – hektischer, unklarer, überdreht oder auffällig glatt und das Thema Sucht auf einmal keine Rolle mehr spielt, dann stimmt da meistens etwas nicht.

    Fühle mich jedenfalls gerade mal wieder "falsch" hier,

    Nein, du bist richtig hier. Und ich finde die Erfahrungen, die du weitergibst, gut. Und du weißt: Wenn ich mal etwas gut finde, ist das schon eher ungewöhnlich für mich.:mrgreen:

    Das eine ist die stabile Trockenheit, das andere ist die Zufriedenheitund beides läuft bei jedem Menschen anders. Niemand funktioniert immer gleich. Manche sind mal näher bei sich, mal unterwegs, mal stabil, mal suchend. Und ohne Interpretationen gäbe es auch keinen Austausch. Genau dafür sind dein Thread und alle anderen Threads da.

    Die Frage „Ist alles okay ?“ kommt hier ständig vor auch bei mir nach Jahren. Und ja, mich hat die eine oder andere Nachfrage früher auch genervt, weil ich die Motivation dahinter nicht erkannt habe. Aber positiv formuliert: Da war jedes Mal jemand, der sich Gedanken gemacht hat und das ist in Ordnung.

    Ich habe Medikamente bekommen.

    Gut, dass du beim Arzt warst, jetzt kann es weitergehen. Klar, dass du dir viele Gedanken gemacht hast, aber es geht eben nur schrittweise. Der nächste Schritt wäre die Freischaltung für den offenen Bereich, damit du dich überall austauschen kannst.

    Dazu einfach unter dem Link kurz auf „Freischaltung bitten“ klicken, und der nächste verfügbare Moderator wird dich an die richtige Stelle verschieben.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Erstmal finde ich deine Einstellung gut. Aber am Ende bringt es dir ja nichts, wenn jemand etwas gut findet , entscheidend ist, dass es für dich stimmig ist und zu deinem Weg passt.:whistling:

    Ja ich bin Alkoholiker/-in. Das ist keine Doktrin, die hier gelebt oder von Teilnehmern gefordert wird.

    Ich bin hier sicher nicht der Zimperlichste, denn ich weiß genau, wie Sucht wirkt und was sie aus einem machen kann. Ich war selbst an der Grenze des Möglichen, ich habe das alles erlebt. Und aus dieser Erfahrung heraus sage ich: Wer mehr Energie darauf verwendet, das Wort "Alkoholiker" zu vermeiden, als sich die eigene Lage ehrlich anzuschauen, der ist noch nicht so weit. Dann soll er weitersaufen das ist seine Entscheidung, nicht meine.

    Man kann alles als Doktrin sehen, als Maßnahme, als etwas, das man sagen "muss‘" Kann man. Es ist ja sein Leben. Aber unseres ist es nicht. Wir müssen uns nicht an ihn anpassen der User kommt freiwillig hierher, in einen Raum, in dem er kostenlos Unterstützung bekommt, die ihm die Möglichkeit gibt, nicht an der Sucht zu verrecken

    Ich mache diesen Job hier seit fast 20 Jahren. Und die, die von Anfang an um jedes Wort kämpfen und alles relativieren, sind meistens die, die schneller wieder saufen , als ihnen lieb ist.

    Nicht, weil sie schlechte Menschen sind, sondern weil sie ihre eigene Sucht lieber verschieben, verpacken oder umdefinieren, statt sie anzuschauen.

    So, nun bin ich mal wieder weg, nicht das hier noch jemand erschreckt wird.:whistling:

    Aus meiner Sicht und Erfahrung frage ich mich, ob es überhaupt immer einen Grund gibt, mit dem Trinken anzufangen? Man macht es eben. Dieses ganze „Warum, wieso, welche tiefliegenden Ursachen“ – gibt es die wirklich, oder rede ich sie mir nur ein, um mir etwas zu erklären oder zu rechtfertigen?

    Das würde ja heißen, dass ich schon vom ersten Schluck an süchtig war. Irgendwann kam der Alltag, das Feierabendbier, das Anstoßen an Silvester – und dann lief es einfach.
    Was mich im Nachhinein eher beschäftigt hat, ist, dass ich den Übergang zur Sucht nicht gestoppt habe. Aber genau das ist das Tückische daran.

    Genauso halte ich wenig davon, in der Vergangenheit nach Gründen zu wühlen, die heute nichts mehr ändern. Ob es sie gibt oder nicht , es bringt mich nicht weiter.
    Ich muss keine Schuldigen finden. Keine Kindheit, keine Umstände. Für mich zählt, was ich heute daraus mache. Und auch dieses „Ich muss bei bestimmten Situationen aufpassen“ greift für mich zu kurz. Ich passe nicht auf Situationen auf ich passe auf mich auf.

    Das heißt: Egal, was außen passiert, nicht zu trinken steht an erster Stelle. Und das aus einem einfachen Grund: Ich bin süchtig. Ich habe aufgehört zu saufen und damit die Kontrolle über mein Leben zurückgewonnen. Wenn ich mich an die Regeln der Sucht halte, habe ich eine große Chance, die Kontrolle nicht wieder abzugeben.

    Mehr ist es für mich nicht. Keine Wissenschaft. Keine Tiefenpsychologie.

    Ja ich bin alkoholiker

    Ok ich habe folgendes Ziel. Nie wieder Alkohol.

    Gut, das ist geklärt. Der nächste Schritt ist dein Arzt. Erklär ihm einfach offen dein Trinkverhalten und welche Ängste dich begleiten. Das hören sie jeden Tag, und genau dafür sind sie da.

    Ob und in welcher Form eine Entgiftung bei dir notwendig ist, klärt ihr gemeinsam dort ehrlich, direkt und ohne großes Theater. Das reicht völlig.

    Lass uns wissen, wie das Gespräch ausgegangen ist, dann hast du hier alle Unterstützung der Welt.

    Hallo Jochen, willkommen bei uns.

    Bevor es hier weitergeht: Danke für deine Vorstellung. Wir befinden uns im Vorstellungsbereich und hier ist der Austausch erst nach einer Freischaltung vorgesehen.

    Hier bekommt niemand eine Absolution, aber auch niemand wird vom Alkoholiker‑Sein freigesprochen.

    Wenn du Alkoholiker bist, musst du das zuerst für dich selbst herausfinden. Denn in dieser SHG tauschen sich ausschließlich bekennende Alkoholiker aus, die sich auch so benennen und eine lebenslange Abstinenz anstreben. Wenn das bei dir der Fall ist, bist du hier goldrichtig. Kontrolliertes Trinken ist hier ein absolutes No‑Go.

    Wenn du dich als Alkoholiker erkennst, dann ist der nächste Schritt dein Arzt,– Hausarzt oder Suchtarzt. Mit ihm klärst du, ob eine körperliche Entgiftung notwendig ist.

    Mal auf den Punkt gebracht .Also Wie sieht es bei dir aus?

    Saufdruck und innere Unruhe am Anfang des Weges sind nichts Ungewöhnliches. Da läuft ja ein kompletter Reset im Körper ab. Kein Alkohol mehr – das merkt sich der Körper. Und die Trigger-Situationen im eigenen Umfeld, wo früher getrunken wurde, nimmt das Suchtgedächtnis sofort auf und feuert das später wieder ab.

    Es ist keine Heldentat, sich in ein nasses Umfeld zu setzen und zu sagen: "Macht mir nichts aus." Das ist nur die Momentaufnahme dort. Aber im Kopf bleibt es trotzdem hängen.

    Mal schauen wie es weitergeht!

    Es liegt an dir, ob du deinen eigenen Weg gehst oder den, den wir hier empfehlen.

    Dazu alles Gute.