Beiträge von Aurora

    Huhu Nici,

    ich freu mich, mal wieder was von dir zu lesen. Aber hui, kurz vor'm Schlaganfall :shock: , pass mal gut auf dich auf.

    Und das

    Zitat

    Und ich kümmer mich nun unter anderem um die Bewerbungen meiner Jungs.


    hört sich so komisch an. Was musst du dich kümmern? Sind das nicht die Bewerbungen deiner Jungs?

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo 3b,

    na ja, Tipps von Leuten, die Erfahrung haben, hast du ja bekommen. Leider läuft es sehr, sehr oft auf Trennung hinaus, wenn der Partner nicht mit dem Trinken aufhört. Denn es ist kein lebenswertes Leben möglich an der Seite eines Abhängigen.

    Aber wenn nun deine Partnerin nicht mehr trinkt, dann ist es doch ok, wenn du nun damit klar kommst. Ich weiß nur nicht genau, was du dann für Tipps willst? Oder meinst du, du brauchst Tipps, damit sie nicht wieder anfängt? Na ja, da gibt es nur einen Tipp. Nämlich, du kannst da nix gegen tun, wenn es so sein sollte (was ich dir wahrlich nicht wünsche).

    Alles Gute für dich weiterhin
    Aurora

    Hallo,

    und huhu lieber Matthias, danke für deinen letzten Eintrag hier, ich hatte garkeine Zeit mehr, darauf einzugehen oder sonstwas.

    Aber inzwischen waren wir im Urlaub, in den Bergen, soooo schön. Und dort konnte ich meine Seele baumeln lassen und sehr viel verarbeiten und bearbeiten. Das hat mir sehr gut getan. Und ich habe die Zeit mit Dante genossen, im Alltag haben wir so wenig voneinander.

    Es hat sich sehr vieles sortiert. Was meine Trauer um meine Tochter und den kleinen Jungen betrifft. Wobei die Trauer um meine Tochter um so vieles größer ist als um den Kleinen, ich durfte ihn ja garnicht kennen lernen :cry: .

    Und dann kam die Trauer um meinen alten Arbeitsplatz dazu. Durch die ganzen tragischen Ereignisse war das in meinem Gehirn erstmal nach hinten gerutscht, jetzt hatte ich zum ersten Mal wohl Zeit und Kraft, auch da was zu verarbeiten. Das tat gut, irgendwie. Da war alles, Wut, Aggression, Schmerz. Auch Erleichterung. Es ist noch nicht beendet in mir, all das. Es ist im Fluss, in Bearbeitung, sozusagen. Ich habe das Gefühl, nicht mehr dauergelähmt zu sein. Wobei ich vorher das Gefühl der Lähmung garnicht gespürt hatte :roll: . Erst jetzt merke ich das, hinterher. So ähnlich ging es mir ja auch, als ich endlich mich nach und nach von meinem Exmann und all den Suchtdingen mit ihm lösen konnte.

    Ich bin also wieder da. Urlaub ist beendet. Schon seit fast einer Woche, seufz. Das Leben geht einfach weiter, das fragt nicht. Na, auch gut.

    Aurora

    Hallo Speranza,

    ich drück dir die Daumen, dass der Stress und Ärger weniger und weniger und weniger werden... Und ich freu mich für dich, wenn du dann die Beine hochlegen und zufrieden auf dein neues Leben schauen kannst.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Schm,

    du schreibst

    Zitat

    Hoffentlich bin ich stark genug, falls es zu Problemen kommt, souverän zu reagieren


    und es würde mich interessieren, was du darunter verstehst? Was ist für dich "souverän reagieren", wenn er sich im Urlaub besäuft. Hast du konkrete Vorstellungen für dich?

    Ich kann mir deine Angst vor dem Urlaub gut vorstellen. Ich hatte sie ja auch mal. Und ich hatte auch Pläne, "souverän zu reagieren", die ich dann aber mich nicht traute, auch umzusetzen.

    Hast du denn mal überlegt, was konkret du momentan in der Lage wärst, für dich zu verändern oder zu machen? Du schreibst, du hast Bücher gelesen. Das ist die Theorie, kannst du denn was davon für dich in der Realität anwenden. Das wäre doch toll.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo 3b,

    ich sag dir mal "hallo" hier im Forum! Du suchst eine Selbsthilfegruppe, hast schlechte Erfahrungen für dich gemacht? Na gut, das hier ist auch eine Selbsthilfegruppe, eben eine ohne direkte Menschen vis à vis. Aber trotzdem gut, finde ich. Ich bin seit gut 5 Jahren dabei.

    Dieses

    Zitat

    natürlich machte ich das letztendlich für meinen betroffenen partner. aber ist das denn falsch?


    kenne ich gut. Ich hab selber mal so gedacht und es auch schon oft hier gelesen oder gehört, im realen Leben. Zuerst erscheint es einem doch logisch, dem Partner helfen zu wollen, was ist denn dabei?

    Fakt ist dabei, dass der Partner sich eventuell ja garnicht helfen lassen will... :roll: . Für ihn/sie ist es ok, zu trinken. Geist und Körper brauchen den Stoff. Und es wird kein Sinn darin gesehen, das zu verändern.

    Fakt ist, dass es dir damit nicht (mehr) gut geht. Es geht dir garnicht gut, denn weswegen fällt dir ein, dass da was geändert werden sollte. Damit es dir eben wieder gut geht. Aber der Partner will ja garnichts ändern. Hm, schwierige Sache.

    Trennung - das macht Angst! Es hat viele Jahre bei mir gedauert, bis ich das konnte. Für mich war das der einzige Weg, wieder glücklich werden zu können. Aber irgend wann sah ich ein, ich kann ihm nicht helfen, sondern nur mir selbst. Wenn ich glücklich sein will, kann ich ihn nicht dafür verantwortlich machen, sondern ich muss mir eigene Wege suchen, um glücklich zu sein. Mein Leben zu gestalten. Mit jemandem, der trinkt oder andere Drogen konsumiert, ist das nicht möglich. Denn da werde ich immer höchstens die zweite Geige spielen, an erster Stelle steht immer die Sucht, das Verlangen nach dem Stoff. Immer!

    Ich finde diese Aussage von dir

    Zitat

    was ich daraus schlussfolgere ist, dass ich mehr auf mich achte und das was mir gut tut.


    einen ganz wichtigen und guten Schritt in die richtige Richtung! Und aus solchen Schritten wird ein Weg. Trennung - das macht erstmal Angst, ich weiß das zu gut. Deshalb sind diese Schritte sehr wichtig und gut, denn der Weg, der daraus entsteht, wird dir zeigen, wohin du gehen willst.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Nancy, hui, so viele Menschen, die in mein Fädchen reinschneien :) . Danke für dein Da-Sein, Worte brauchst du nicht hier zu lassen, ich freue mich über deine Anteilnahme auch ohne Worte. Worte gibt es ja nicht für das, was ich fühle.

    Auf der Arbeit ist ein Kollege mit einem riesigen Problem. Da ist der schon bedröhnt, wenn er morgens kommt :shock: . Nicht Alk, es gibt ja noch soooo vieles mehr :? . Ich habe meine Grenze gezogen. Entweder meine Filialleiterin macht was, oder ich. Ich lass mich nicht zu seiner Co machen! Never ever!

    Aber ich habe ein Problem mit meiner Filialleiterin... Sie ist voll EKA, Co. Und ich mag sie und sehe viel. Nun muss ich aufpassen, dass ich mich nicht zur Co der Co mache :shock: . Weia... Grenzen ziehen, achtsam sein. Immer wieder. Ich habe nun mal diese Co-Dinge in mir, immernoch.
    Da muss ich nun vorsichtig sein. Ich hab keine Lust, da wieder drinnen zu hängen.

    Aurora

    Liebe Graupe,

    Glückwunsch zur Freiheit!

    Dass der Jetzt-Ex da mit Fahne ankam, na, ist eben so. Mein Ex war auf der Beerdigung unserer Tochter :cry: auch mit Fahne . Da litt er doppelt, unter der Trauer und unter dem Entzug. Seine Sache...

    Lebenzeit, ja, das ist so. Ein lebenswertes Leben kann ich nicht in einer Beziehung mit jemandem haben, dessen Gehirn von der Sucht gesteuert wird.

    Liebe Grüße und ein gutes Wochenende
    Aurora

    Hallo,

    Inga, Matthias und Graupe, danke für eure Beiträge. Ja Matthias, die grauen Zellen sind ersoffen :( . Nun ja...
    Liebe Inga, wenn du selbst solche Verluste erlebt hast, kannst du es sicher gut nachfühlen, wie es in mir aussieht...
    Hallo Graupe, freut mich, wenn es dir gut geht, und wenn das Forum, bzw. die Mitwirkenden hier, da für dich hilfreich sein konnten.

    Nach den letzten Tagen geht es mir jetzt wieder besser. Gespräche mit Schwiegersohn haben mir unheimlich gut getan. Und was gerade gerückt in mir. Ich merke wieder einmal, reden ist gut. Und ehrlich sein, sich selbst gegenüber, sich selbst ernst nehmen mit seinen Gefühlen. Das hilft mir gerade wieder sehr.

    Der Urlaub rückt immer näher, das ist schonmal gut. Mal raus zu kommen aus dem Trott kann nicht schaden.

    Aurora

    Hallo,

    am 13.6. wäre meine Kleene 30 geworden... :cry: .
    Gestern gab es eine kleine Feier bei Schwiegersohn und Erbse. Bisschen Familie. Leider war auch die Exmann-Sippe anwesend, nicht so prickelnd. Zum ersten Mal seit 5 Jahren bin ich auf meine ExSchwiegermutter getroffen. Ich bin traurig, als meine Tochter noch lebte, hat sie es nicht geschafft, zu kommen. Hatte 1000 Ausreden. Nun kommt sie öfter mal an, auch zum Garten von Schwiegersohn. Macht mich traurig, irgendwie, und wütend.

    Soweit war es eine ruhige Sache da gestern. Nur der Vater und der Bruder von meinem Schwiegersohn tranken was. Sie haben eine halben Kasten Bier geschafft, in ca. 4 Stunden :shock: . Ich merke, wie sehr mich das stört, immer mehr. Dieses besoffene Gelaber, die Stimmen, die immer lauter werden. Erbse wurde wieder animiert, "Prost" zu sagen, wie schon im Herbst zu Schwiegersohns 30tem Geburtstag. Als ich das mitbekam, habe ich was gesagt, ich meinte, ich hol gleich mal 'nen Guttempler-Prospekt hier raus :evil: . Und Dante hat auch was gesagt, sowas aber auch, die spinnen ja. Solch kleines Kind, da spielt man doch nicht saufen. :twisted: Und rauchen auch nicht. Ich glaube, die haben schon einen Teil ihrer grauen Zellen in's Nirwana geschickt...

    Ich war sehr traurig, die letzte Woche. Klar. Und auch vorhin. Nun geht es mir wieder besser.

    Aurora

    Huhu Avalonpe,

    Zitat

    Ich habe das Gefühl, ich habe einen Riesenberg vor mir, den ich kaum überwinden kann.


    Doch, kannst du! Du hast ja schon angefangen damit.
    Ich drück dir die Daumen, dass du am Wochenende was klären kannst.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo boonii,

    erstmal hallo hier im Forum!

    Du schreibst

    Zitat

    Seit dem habe ich mit xy abgemacht, dass er nichts mehr trinken soll oder eben eine Therapie machen soll, dass etwas passieren muss, sonst ist die Beziehung beendet.


    Darauf "gönnt" er sich erstmal einen "Abschiedsschluck" und dann wohl noch etliche andere...

    Und was passiert ihm?

    Ich sag es dir aus eigener, schmerzlicher Erfahrung. Solange er nicht wirklich Konsequenzen spürt, solange du nur Androhungen machst und ansonsten nix, wird er auch keine Veranlassung sehen, was zu ändern. Warum auch? Er nimmt dich immer weniger ernst, denn die Drohungen sind Worte ohne Taten. Mein Exmann hat mich ausgelacht, damals, nachdem ich (mal wieder) mit Trennung gedroht hatte. Er hat zu meinem Sohn verächtlich gesagt:" Das macht die ja sowieso nicht..." Klar, ich hatte es schon ca. 1000 Mal angedroht und nix weiter.

    Ich bin dann aber wirklich gegangen... Da guckte er so: :shock: .

    Und das ist es eben. Konsequenz. Du hast ihm klar was gesagt.

    Zitat

    Seit dem habe ich mit xy abgemacht, dass er nichts mehr trinken soll oder eben eine Therapie machen soll, dass etwas passieren muss, sonst ist die Beziehung beendet.


    Wenn es dein Haus ist, kannst du ihn rausschmeißen. Ihm seine Sachen packen und vor die Tür stellen.

    Was hindert dich wirklich daran?

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo fatima,

    ich schon wieder :wink: .

    Zitat

    was kann die gruppe, das hier nicht geht


    Der Unterschied ist, in meinen Augen, nur der, dass ich da den Menschen gegenüber sitze. Dass ich sie also sehen und hören kann. Mich direkt austauschen kann, also auf Fragen sofort eine Reaktion erhalte.

    Ansonsten ist für mich das Forum meine Haupt-SHG, ich hab ja noch eine "reale" Gruppe. Aber wertvoller ist für mich der Austausch hier. Für mich persönlich im geschlossenen Bereich. Hier kann ich jederzeit her kommen, ich bin zeitlich ungebunden.

    Eine reale Gruppe erfordert mehr Aufwand, das war jedenfalls mein Argument, als und warum ich hier aufschlug. Arbeitszeiten, Wege, die zurück gelegt werden müssen, all sowas.

    Deshalb

    Zitat

    ich fürchte nur, dass ich vielleicht zu leicht in phasen rutsche, in denen
    ich hier wieder weniger lese und folglich dazu neige, dinge wieder
    nach altgewohnten (kranken) mustern zu lesen.

    es ist manchmal zu leicht, nicht ins forum zu kommen...


    meinst du, es ist für dich einfacher, dann dich aufzuraffen, in eine Gruppe zu gehen? ...

    Grüße von
    Aurora

    Hallo fatima,

    willkommen im Forum!

    Das ist ja eine Menge, was du da schreibst, was dich beschäftigt. Dein Leben gerade so ausmacht.

    Das sind Schuldgefühle, Versagensängste, Ängste finanzieller Art, all sowas. Warst du schon mal bei einer Beratungsstelle?

    Dein Vater tilgt die Schulden, dadurch machst du dich ganz schön abhängig von ihm. Klar. Und irgendwo merkst du das ja und es ist dir nicht so ganz egal. Hast du dich schon mal informiert, ob es auch andere Wege geben kann, von den Schulden weg zu kommen? Und was dir zusteht, an finanzieller Unterstützung von staatlicher Seite? Und vielleicht kannst du auch die Kinderbetreuung anders regeln. Beratungsstellen, z.B. die Caritas, kennen da sicher Wege und Möglichkleiten.

    Was mir aber in's Auge gestochen ist, beim Lesen... Du redest offen mit deinem Sohn darüber. Er ist noch nicht mal ganz 10 Jahre alt! Meinst du nicht, du überforderst ihn damit? Offenheit und Ehrlichkeit den Kindern gegenüber finde ich sehr gut und wichtig, aber du solltest ihn nicht zu einem Partner machen. Er ist ja noch ein Kind.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Avalonpe,

    Hut ab, du hast was in's Rollen gebracht. Gut! Ich finde es gut, dass du zum Anwalt gehen wirst, um dich zu informieren. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie gut das tut, informiert zu sein. Das gibt unheimlich Sicherheit und du weißt dann, worauf du dich einrichten musst.

    Ich freu mich, wenn mein Weg dir etwas aufzeigen kann. Und ich sag dir, es lohnt sich...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Taro,

    ob Trennung immer die einzige Lösung ist - es ist doch jeder "Fall" anders. In meinem Fall war's die einzige Lösung! Denn ich war einfach ehrlich zu mir selbst und sah, als ich mich trennte und mein Ex aufhörte zu trinken, dass uns eigentlich schon lange nichts mehr verband. Und dass er mir so ohne Alkohol auch nicht besser gefiel. Und dass eben zu viel kaputt gegangen war.

    Und wenn mich jemand fragen würde, wie ich dass sehe, wenn der Partner nicht gewillt ist, aufzuhören, würde ich immer zur Trennung raten. Denn ein Leben an der Seite eines aktiven Süchtigen ist kein Leben. Sich da 100 % abgrenzen zu können erscheint mir sehr, sehr schwierig. Also, das ist meine persönliche Meinung.

    Was bei dir sein wird, hm... Das wird sich herausstellen. Spedi hat es schon geschrieben, viele Beziehungen überleben nicht, weil der trockene Partner plötzlich ganz anders drauf ist, als vorher. Weil dem Co die Grundlage für das Ausüben seiner eigenen Sucht genommen ist. Weil der trockene Partner immer selbstbewusster wird, immer eigenständiger, selbstbestimmter.

    Wichtig ist doch nun für dich, dass du siehst, was dir gut tut und was du vom Leben verlangst. Dass du deine eigenen Bedürfnisse entdeckst. Dass du deinen Partner machen lässt. Dass du redest, dich ihm auch mitteilst, deine Ängste, die du noch hast, ihm auch sagst. Dass du aktiv auch was für dich machst, deine eigene Coabhängigkeit, diese Verhaltensmuster, erkennen lernst und lernst, damit umzugehen bzw. sie zum Stillstand zu bringen. Das kannst du momentan machen. Und die Zukunft wird zeigen, was dann ist.

    Liebe Grüße
    Aurora