Beiträge von Morgenrot

    Hallo Schokohasi,

    Mich würde interessieren, in wie fern persönliche Probleme die Sucht beeinflussen.

    Das kann eine sehr große Rolle spielen. Alkoholismus zieht sich quer durch alle Schichten und Berufe.

    Das Problem dabei ist, das diese Menschen keine anderen Lösungsstrategien entwickeln konnten. Das macht den Alkohol so gefährlich, als Gefühlsregulation eingesetzt hängen Betroffene sehr schnell in der Suchtspirale.

    Du erlebst einige seiner Strategien hautnah mit, das sind die ganzen Versprechungen etwas zu unternehmen, dann keimt bei uns die Hoffnung und damit ist das Thema erstmal wieder vom Tisch.

    Wir geben ihnen ja Zeit und sind geduldig, in der Hoffnung es tut sich was.

    Was sich meistens tut ist, das das er wieder in Ruhe weitertrinkt. Das ist ein ewiger Kreislauf, der unterbrochen werden sollte.

    Du solltest dir überlegen, was du für dich tun kannst.

    Rückblickend kann ich sagen, ich war Alleinerziehende Mutter und war darauf angewiesen mich um alles alleine zu kümmern.

    Pass auf dich auf, und schau genau hin ob und was du möchtest.

    lg Morgenrot

    Hallo Schokohasi,

    herzlich willkommen bei uns im Forum, in unserer Online Selbsthilfegruppe.

    Du wirst keinen nassen Alkoholiker vom Trinken abhalten können, deshalb meine Frage.

    Wie geht es dir damit?

    Es wäre schön, wenn du ein wenig mehr von dir erzählen könntest.

    lg Morgenrot

    Hallo Aram,

    willkommen zurück

    Dann denke ich, wenn er sich für sein Verhalten entschuldigen würde,

    bist du dann beruhigt?

    Das mit dem entschuldigen funktioniert nicht. Ich kann dir sagen wie es abläuft.

    Der nasse Alkoholiker entschuldigt sich, der/die Co voller Hoffnung und nach kurzer Zeit geht alles wieder von vorne los.

    So können lange Jahre ins Land gehen, und er kann weitersaufen, denn er hat sich ja entschuldigt.

    Ich und sicheer einige andere mehr haben es genauso erlebt.

    lg Morgenrot

    hallo Lea,

    auch von mir ein herzliches Willkommen bei uns im Forum


    Außerdem war ich immer noch irgendwie der Meinung, dass ich seinen Alkoholkonsum etwas überschätze.

    alleine das du dir über seinen Konsum Gedanken machst, spricht doch für sich. Du hast Probleme mit seiner Trinkerei, dann bist du hier richtig, ich glaube ich habe noch keine Handvoll User hier getroffen, die sich verabschiedet haben weil sie den Konsum überschätzt haben.

    Vertrau auf deine Wahrnehmungen, die sind wichtig und richtig.

    Du kannst einem nassen Alkoholiker nicht vertrauen, was er dir erzählt.

    Er selbst hat mir in letzter Zeit immer wieder gesagt, dass ihn die "Lust zu trinken" immer mehr verlässt, je älter er wird (jetzt 51).

    das erzählt er dir, so lange bis du wieder "rund" läufst.

    Solche Sätze habe ich jeden Tag gehört und immer wieder habe ich Hoffnung geschöpft und dreimal darfst du raten, wurde sie wieder enttäuscht.

    Das ist eine Achterbahnfahrt und die wird immer schneller und kennt nur die Richtung nach unten.

    Klar wird er dir alle Schuld geben, die du aber definiv nicht hast.

    Es ist nur ein weiteres Instrument, damit er bei sich nicht hinsehen muß. Denn in der Regel will man sich ja verteidigen und dem anderen klar machen, das ich nicht schuld bin.

    Schon waren wir in der dicksten Diskussion, und es ging plötzlich um mich und das Thema Alkohol war vom Tisch.

    Bitte bleib aber konsequent und kündige nur das an, was du auch ausführen kannst, denn sonst wirst du nicht ernst genommen.

    lg Morgenrot

    Hallo Jules,

    herzlich willkommen bei uns im Forum, in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    aber eigentlich wäre doch jetzt erst ein Entgiftung und Therapie sinnvoll und dann ein neuer Job?

    das stimmt schon, aber darauf hast du keinen Einfluß, solange er keine Krankheitseinsicht hat. Du kannst ihm nicht helfen.

    Ich habe mir auch einiges bieten lassen, und immer wieder an meine Kinder gedacht. Ich wollte etwas erhalten, was schon lange nicht mehr vorhanden war, die heile Welt.

    Meine Kinder haben das alles auch miterlebt, was du beschreibst.

    Wie reagieren sie darauf und was sagst du ihnen? Sei ehrlich zu ihnen, sie bekommen mehr mit, als du denkst.

    Mit einem nassen Alkoholiker zusammen zu leben kostet große Kraft, und die geht dir auch für deine Krankheit verloren.

    Was könnstest du für dich tun, damit es dir besser geht?

    lg Morgenrot

    Hallo Seeblick,

    mein xy ist jetzt seit fast 4 Jahren trocken und jeder der zu uns kommtweiß, das es bei uns keinen Alkohol gibt.

    Es ist noch niemand weg geblieben deshalb .

    Ich kenne viele Langzeittrockene bei denen es so ist.

    lg Morgenrot

    Hallo Seeblick,

    was für ein schöner Nick in dieser Zeit.

    Herzlich willkommen bei uns in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Es ist schön, das du dich hier austauschen willst, und dich weiter mit dem Thema Alkoholismus auseinandersetzen möchtest.

    lg Morgenrot

    Hallo Sensual,

    noch mal für mich zur Klarstellung. Kommt er aus dem Entzug oder aus der Langzeittherapie?

    Sowie ich es verstanden habe, macht er ambulante Nachbehandlung vom Entzug, oder? Macht er die in einer Suchtberatungsstelle oder ist es eine Psychotherapie.

    Sollte es ersteres sein, braucht er viel, viel Zeit. und gerade dann ist es auch für dich wichtig, dir Zeit für dich zu nehmen. Schau wirklich nur mal auf dich: Wo stehst du, wo willst du hin.

    Bei einer Psychotherapie ist nicht immer sicher, ob sich der Therapeut mit Sucht auskennt. Er kann ja nur mit dem arbeiten, was ihm der Klient erzählt.

    Es ist sein Weg, und nur du kannst jetzt auf deinen Weg schauen.

    Als mein xy zur Entgiftung war, hat er zum Abschluß darum gebeten, ob ich bei dem Gespräch mit der Sozialarbeiterin dabei sein kann. Hier sollte das weitere Vorgehen besprochen werden. Letztlich hat er sich für eine 12 wöchige stat. Maßnahme entschieden.

    Das ist jetzt schon einige Jahre her, aber ich habe nicht den gleichen Menschen zurückbekommen. Er hat sich sehr verändert.


    lg Morgenrot

    Hallo,

    Und es tut weh, dass auf seiner Seite so viele neben ihm stehen und ich auf meiner Seite alleine bin.

    hast du mal daran gedacht, dass sich alle die, die ihm so nahe stehen sich schützen wollen?

    So lange wie du funktionierst brauchen sie sich nicht kümmern und müssen sich mit nichts auseinandersetzen.

    Ich hoffe mal, sie tun es unbewußt.

    lg Morgenrot

    Hallo Franzl,

    herzlich willkommen bei uns, in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    ich bin doch nicht derjenige der alles kaputt gemacht hat, aber ich muss mir hilfe suchen

    Es geht auch nicht um Schuld, aber dein Gedanke ist mir nicht fremd.

    Es geht um dich, und darum, das es dir wieder besser geht und du für dich in all den Problemen wieder eine Perspektive findest.

    Du hast alles in die richtigen Hände gegeben, und du darfst auch weiterhin Hilfe annehmen.

    lg Morgenrot

    Hallo Owline,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.

    Zum einen weil ich ihn nicht schlecht machen will,

    Aber sie sieht bei meinem Mann noch keinen Alkoholiker. In ihrer Familie gehört aber auch mindestens einmal im Monat eine Kellerparty dazu und da nehmen Großeltern, Eltern, Cousinen und wer sonst noch alles teil.

    Sie sieht meine Meinung dazu häufig als sehr hart an.

    Das hat nichts mit schlecht machen zu tun, so habe ich auch früher gedacht. Es geht darum, mal mit jemanden sprechen zu können. Das ist sehr wichtig, und der erste Schritt zum aussteigen aus diesem Kreislauf.

    Wenn sie deine Meinung als zu krass ansehen, könnte es sein, das du ihnen den Spiegel vorhälst und sie indirekt mit ihrem Konsum konfrontierst.

    Es sind deine Gefühle, deine Meinung, und die sind erst einmal richtig.

    Oft ist es das erste, was wir wieder lernen müssen, unsere Gefühle ernst zu nehmen. Sie sind uns ja oft schon sehr lange abgesprochen worden.

    lg Morgenrot

    Hallo Sunnyday,

    Seit Jahren läuft so gut wie gar nichts mehr zwischen uns. Ob das was mit dem Alkohol zu tun hat? Auch, denke ich. Ebenso ist mein Mann auch sehr unglücklich auf der Arbeit. Er ändert aber nichts an der Situation, sondern schimpft jeden Tag nur darüber.

    Diese Sätze hätte ich ebenfalls schreiben können, und glaub mir, deine Gedanken die kenne ich auch. Ich habe mich manchmal dafür geschämt.

    Natürlich hat das alles mit dem Alkohol zu tun, wer will schon jemanden neben sich liegen haben, der nach Alk stinkt.

    Das war das erste was ich getan habe, raus aus dem Schlafzimmer.

    Warum ist er auf der Arbeit unglücklich? Haben die da schon gemerkt, das er säuft? Wird er sicher nicht erzählen. Er ist der gemobbte, das Opfer.

    Alle anderen sind verantwortlich, nur er nicht.

    Ich kann es noch auswendig, und ich habe mich jedesmal mehr verbogen.

    Du kannst ihm nicht helfen, tu etwas für dich.

    lg Morgenrot

    Hallo Ceyenne

    Im Garten fehlen jetzt ein paar Pflanzen, die wurden zertrampelt und ausgerissen. er hatte doch mehr getrunken, als ich gedacht habe. Und mir geht es noch schlechter als zuvor.

    er hat sein Ziel damit erreicht, ist dir das klar?

    Dir geht es wieder schlechter, du hinterfragst dich, und was du falsch gemacht hast.

    So hat er jetzt erstmal wieder "Ruhe" und kann weitersaufen.

    Er hat dir die Verantwortung wieder zugeschoben, es ist ein perfides Spiel mit einem nassen Alkoholiker.

    Er wird immer wieder deine Grenzen überschreiten, sie zertrampeln wie die Pflänzchen.


    lg Morgenrot

    Hallo Aram,

    auch von mir noch ein herzliches Willkommen.

    Leider muß ich mich Xlausi anschließen, was die nüchternen Momente angeht.

    Ein nasser Alkoholiker der jeden Tag trinkt, ist nicht nüchtern. Wenn er abends aufhört, hat er morgens noch Restalkohol.

    Kann sein, das er vielleicht etwas klarer wirkt. Ich dachte auch immer, dann könnte ich mit meinem xy reden.

    Konnte ich auch, nur das er davon später nichts mehr wußte.


    lg Morgenrot

    hallo Aram,

    du kannst ihm nicht helfen, und ihn nicht überzeugen.

    Lass deine Vernunft übernehmen, ich war auch jemand der immer helfen und überzeugen wollte. Es wird nicht gelingen, du kannst dich anstrengen wie du willst. Dabei gehst du vor die Hunde, und er säuft weiter.

    Er braucht seinen persönlichen Tiefpunkt damit er aufhören kann, den hast du nicht in der Hand.

    Bei dieser Krankheit Alkoholismus ist alles anders, als bei Krankheiten, bei denen du Hilfestellung geben kannst.

    Hilfe gibt es momentan erstmal nur für eine sehr wichtige Person: dich

    lg Morgenrot

    Ich kann wirklich nicht mehr weiter.



    dann werde am besten gleich aktiv, rede offen mit einem Arzt darüber. Ich war in einer ähnlichen Situation als ich ins Forum kam.

    Jetzt bist du wichtig.

    Bitte kündige ihm nur Dinge an, die du auch konsequent durchstehen kannst, sonst nimmt er dich nicht ernst.

    Alles Diskussionen sind umsonst, er hat das wichtigste für sich gewählt, den Alkohol.

    Es ist wichtig, das du ihm die Verantwortung für sein Handeln zurückgibst. Ja er wartet auf Streit und weißt du warum?

    Damit er dir wieder die Schuld an seiner Sauferei geben kann, seiner "bösen" Ehefrau. die ihn nicht versteht und deshalb muß er trinken.

    Diese Sätze habe ich unzählige Male gehört.

    Hier kannst du versuchen, den Kreislauf zu durchbrechen. Sucht er Streit, verlaß die Situation.

    Ich weiß, wie schwer es ist, aber eine andere Möglichkeit hast du nicht.

    lg Morgenrot

    Hallo Aram,

    willkommen bei uns im Forum, in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Eines möchte ich dir gleich am Anfang sagen: Du bist nicht schuld, das er säuft.

    Lass dir das nicht einreden.

    Leider geht es mit einem nassen Alkoholiker nur bergab, und jahrelange Hoffnungen werden immer wieder enttäuscht.

    Hast du eine Idee, was du für dich tun könntest? Oft ist es so, das sich Angehörige schon so sehr angepasst haben, das eigene Interessen vollkommen auf der Strecke geblieben sind.


    lg Morgenrot