In mir bewegt sich etwas, aber ich kann es überhaupt nicht ein- oder zuordnen, zu unterschiedlich sind die Gefühle.
Positiv zu vermerken: ich bin ein etwas ängstlicher Autofahrer. Ich habe immer ältere Autos und hatte auch schon Motorschaden ect. Also immer etwas Angst "wenn etwas passiert". Nunmehr bin ich wieder in einen Automobilclub eingetreten um dann zumindest zu wissen, "wo ich meine Panik ausleben kann"
Mit diesem Bewußtsein fällt mir das Autofahren viel leichter, auch über längere Strecken und ich scheine hier wieder bodeständiger zu werden.
Gestern hatte ich ein Vorstellungsgespräch an einem Ort, an dem ich nie alleine sondern immer mit dem Expartner war. Es tat erst einmal sehr weh, es war einfach das Bewußtsein hier waren "wir" des öfteren. Zu diesem komischen Gefühl mischte sich dann aber eine Frage und "wie" waren wir hier???? Die Antwort war nicht so toll... Einkaufen, wenn irgendwie etwas zugekleistert werden sollte, wenn eine Wunde notdürftig verbunden werden sollte.....
Ich fühle mich so ein bischen wie bei heftigem Seegang. Ich weiß gar nicht so recht, was be- oder verarbeiten kann oder will. Am allerliebsten würde ich alles vergessen was war - wie ein abgeschlossenes Kapitel - das aber gelingt mir (noch) nicht. Hin- und her gerissen zwischen dem Bewußtsein Dein Weg ist nun ein ganz anderer - in anderem Umfeld, mit für mich wertvollen Menschen und einer besseren Selbstversorgung.
Dennoch noch gefangen in den Schuldzuweisungen, die an meine Adresse gerichtet waren oder sind. Verbunden auch hier mit dem Bewußtsein, dass es mir selber schon schwer genug fällt mich klar zu beleuchten und ohne Suchtmittel zu leben. Dieses Co-verhalten, diese Harmoniesucht, doch alles zu einem guten Ende zu bringen, diese "Machtlosigkeit" endlich ganz aufzunehmen über das Gefühl und nicht nur über den Kopf. Dieses Wissen, ich vergeude viel zu viel Zeit mit diesen so unnützen Gedanken und es dann doch zu tun ![]()
Auf der einen Seite würde ich gerne einfach rauswachsen aus der Geschichte (wo mein Freundeskreis und der Haushalt durch Beschäftigung gehörig beitragen
auf der anderen Seite möchte ich eine Entwicklung leben, dass ich nicht wieder Muster aufbaue, die für mich gefährlich sind - besser gesagt, die vorhandenen abbauen.
Vielleicht ist das der Moment, sich selber in Frage zu stellen?
Ich spüre, dass mein Gesamtbefinden und die Optik - Kleidung - in eine konstantere beständigere, Dagmar-eigene, Richtung gehen. Ich spüre aber auch, dass da noch eine Wehmut ist, die in meinem Leben nichts mehr zu suchen hat. Bitte nicht falsch verstehen: keine Wehmut nach dem Partner, keine Wehmut nach Zweisamkeit - einfach ein Gefühl jetzt nicht einfach bei NULL anfangen zu können....
Lieben Gruß von Dagmar