Bin neu hier und seit 14 Tagen trinke ich nicht mehr

  • Hallo Loretta,

    herzlich willkomen hier im Forum.

    Ich habe genau so wie du doppelte Mengen gekauft und von meinem Freund versteckt. Hat auch gut funktioniert.
    Und ich habe auch erzählt, ich hätte Magen-Darm-Grippe als ich mich übergeben musste. Wow, die Ausrede mit dem Abnehmen hat bei mir auch funktioniert, und viele anderen wie Alergietabletten usw.
    Aber ich will dir jetzt nicht weitere Tipps für die Ausreden geben.
    Ich habe auch erst vor kurzem aufgehört mit dem trinken.
    Nur diesmal anders. Früher habe ich gedacht, ich schaffe es alleine. Aber es geht nicht.
    Ich kann dich gut verstehen wg kleine Dorf, jeder kennt sich.
    Fahre einfach irgenwie weiter weg und gehe dann zum Arzt, irgenwo hauptsache kennt dich keiner.
    Vielleicht wirst du dann sich etwas sicherer fühlen.
    Auf jedem Fall solltest du einen Arzt aufsuchen und sich nach Möglichkeiten in deiner Nähe umschauen wie z.B. Beratungsstellen für Suchtkranke.
    Ich hatte auch Panik dahin zu gehen aber als ich erstmal da war, war auch die Angst weg. Die Einzehlngespräche sowie Orientierungsgruppen das sind echt hlifreiche Massnahmen, die du dir nicht verbieten solltest.
    Und wenn du Angst hast jemandem da zu treffen denn du kennst, erzähle ich dir über meine Angst, die allerdings schon weg ist.
    Da ich in Berlin wohne, könnte ich zur SHGs in andere Bezirke fahren, 30 km entfern, das wäre zumutbar.
    Aber wozu? habe ich gedacht.
    Da ich beruflich sehr viel mit Menschen zu tun habe, viele Kunden betreue zwar im ganzen Berlin und Umland aber das größte Teil meinen Kundenstammes befindet sich in meiner naheliegenden Umgebung.
    So, da habe ich zu meinem Berater gesagt, ich habe Angst zu den SHGs zu gehen, da ich vielleicht irgendeinen von meinen Kunden treffen würde und würde mich schämen, dass ich Alkoholikerin bin.
    Da sagte er, der Kunde könnte sich genau so schämen wenn nicht sogar mehr.
    Mit dem Satz bin ich zur SHG gegangen, die Angst habe ich im Auto gelassen, zwar habe ich niemandem den ich kenne da getroffen dafür aber neue nette Menschen, die das selbe Schicksaal haben wie ich. Alkoholiker eben.
    Ich wünsche dir sehr viel Mut, mach den ersten Schritt für sich selbst, geh zum Arzt, danach wenn du es ausgesprochen hast, welches Problem du schon seit Jahren mitschleppst wird es dir besser gehen. Der Arzt wird dich durchchecken und bestimmt gute Ratschläge und Tipps dazu geben, wie es weiter gehen soll.

    Liebe Grüße
    live2008

  • Hallo, Loretta,
    auch bin neu hier im Forum und erst seit Mitte Juni trocken, aber als ich gelesen habe, dass Du ohne Hilfe mit dem Trinken aufgehört hast, war ich platt. Das wäre mir nie gelungen, alle Achtung! Trotzdem war es nicht ungefährlich und ich sehe es genau so wie Live, Du mußt unbedingt zu einem Arzt gehen und Dich durchschecken lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du Deine Alkoholkrankheit langfristig geheim halten kannst, ohne "Mitwisser" ist eine langfristige Abstinenz sehr schwer.
    Nur mit dem Trinken aufzuhören, reicht nicht, das ist meine Erfahrung, den Alltag, den ich jahrelang nur mit Alk bewältigt habe, kann ich heute trocken nicht schaffen. Aber ich will Dir nicht den Mut nehmen, bleib dran, lies im Forum, bleib trocken. Du scheinst eine unglaubliche Kraft zu haben, nutze sie um Deinen Weg weiterzugehen, ich drück Dir die Daumen, Laufschnecke

  • Servus Loretta !

    Zitat

    Daher würde ich ihm NIE!!!! die Wahrheit sagen

    Die Wahrheit ist eine der Grundvoraussetzungen um mit dem Trinken aufzuhören.
    Sowohl sich selbst als auch dem Umfeld - vor allem dem Partner - gegenüber ist es absolut unerläßlich zu seiner Alkoholkrankheit zu stehen.
    Befreie dich von deinen Notlügen und bekennde dich zu deiner Alkoholsucht. Du bist nicht allein und keiner kann es auf Dauer alleine schaffen.

    Zitat

    Er würde es auch nicht verstehen, für ihn sind Alkoholiker keine Kranken, sondern verachtenswerte Menschen, die sich nicht beherrschen können.

    Sei mir bitte nicht böse. Aber wenn dies die Meinung deines Mannes ist, dann ist er ein Ignorant ersten Ranges der mit Scheuklappen durchs Leben läuft. Deine Trinkerei kann ihm ja nicht verborgen geblieben sein.
    Wahrscheinlich will er sie gar nicht sehen.
    Die Alkoholsucht ist eine von der WHO anerkannte Krankheit an der Millionen von Menschen leiden und sterben. Das Unverständnis in weiten Teilen der Bevölkerung ist riesengroß, dass weiss auch ich, aber gerade deshalb ist ein trockenes Leben alleine auf sich gestellt und nur mit Lügen gedeckt nicht möglich. Das beweisen die vielen Rückfälle.

    Die Grundbausteine die hier im Forum vertreten werden sind absolut notwendig, wenn es dir wirklich ernst ist mit dem Trockenwerden.
    Ansonsten wird dein Lügengebäude bald einstürzen und du weiter abstürzen!

    Wünsche dir die rechte Einsicht zu finden!

    LG
    Andreas

    carpe diem

  • Servus Hans W !

    Antworte dir ausnahmsweise in einem fremden Thread!

    Da du wie ich herausgefunden habe Co-Abhängiger und nicht Alkoholiker bist, hast du auch am eigenen Leibe nie verspürt wie es ist alkohol"krank" zu sein.
    Das die Alkoholsucht eine Familienkrankheit ist und Angehörige mitunter ganz erbärmlich darunter leiden, darin stimme ich dir vollinhaltlich zu.
    Aber die Sucht als Willensschwäche und alleiniges Verschulden des Betroffenen hinzustellen stimmt meiner Meinung nach nicht.
    Aus deiner Antwort spricht tiefste Verbitterung und ich kann mir auch vorstellen, wenn ich die Seiten der Angehörigen lese, was so manche alles durchmachen müssen.

    Das uns niemand das Glas oder die Flasche zum Mund geführt haben ist natürlich auch richtig und am Anfang haben wir auch aus freien Stücken zu trinken begonnen. Aus den verschiedensten Gründen. Wenn es aber nicht mehr möglich ist damit aufzuhören hat das mit Willens- oder Charakterschwäche nichts mehr zu tun. Dann ist die "Krankheit" bereits da.

    Wünsche dir, dass du niemals in diese Lage kommst!

    Lg
    Andreas

    carpe diem

  • Hallo Loretta,
    ich wünsche Dir, dass Du Deinen Thread so schnell wie möglich wieder für Deine eigenen Gedanken und Gefühle nutzen kannst ! Du hast vieles noch vor Dir und mußt noch vieles verändern. Vielleicht liest Du in anderen Threads, wie andere es geschafft haben, von der Krankheit loszukommen und kannst einiges davon für Dich übernehmen. Lies Dir doch auch nochmal die Grundbausteine durch.

    Und ganz wichtig: Wie geht es Dir heute ?

    Lieben Gruß
    Biene

  • Hallo Loretta,

    @ Hans W: ich habe gelesen, die Alkoholkrankheit auch genetische Gründe haben kann, es ist keine Entschuldigung, es ist eine Tatsache.

    Loretta,

    mach dir keine Sorgen wg Krankenkasse. Du warst erst beim Hausarzt und hast dich gurchschecken lassen.
    Jetzt gehst du zu anderen, um sich wg Alkoholkrankheit zu offenbaren und duchschecken.
    Die Ärzte und die Krankenkassen unterliegen absaolutten Schweigepflicht. Es wird also keiner erfahren. Sammle deine Mut und suche dir einen Arzt bzw. frag Bekannte und Freunde nach einer Empfehlung. mach ein Termin, geh hin und glaube mir es wird ein riesen große Stein dir vom Herzen fallen, wenn du es endlich laut ausspricht.
    Es ist ein wichtiger Schritt für dich, deine Gesundheit und den Weg in die Trockenheit.
    Und das schaffst du! Glaub an dich!

    Mein Hausarzt vor 2 Jahren: ich sagte, ich glaube, ich habe ein Alkoholroblem, er zu mir "lach" Fr...... ich kippe mein Wein auch nicht weg.
    Ich habe jetzt nach meinem letzten Absturz kein Weg zu dem Arzt gesucht, habe auf Empfehlung meinen Kollegen einen anderen aufgesucht. Ohne ihm davor gesehen geschweige gekannt zu haben, habe ich mit offenen Karten gespielt. Er hat mir das nötigste an medikamenten für die ersten Tage gegeben, Blut abgenommen, sehr lange mit mir geredet (als ich rauskam war der Wartezimmer voll!!) und hat mir viele Tips gegeben, wohin ich mich weiter wenden muss.
    Meine beste Freundin hat es nicht verstanden, hat mich ausgelacht. ich zu sie: "Ich bin Alkoholikerin", sie zu mir lachend "Du spinnst, niemals, das redest du dir nur ein, jeder trinkt, ich doch auch".
    Nach 15 Jahren Freundschaft habe ich nicht lange überlegt, ich habe aufgelegt und nie wieder bei ihr angerufen. Sie auch nicht-und das ist gut so.
    Deshalb musst du selber wissen, wem du dich offenbaren kannst, und du kannst es nicht vorrausschauen wie die Menschen auf so eine Nachricht reagieren würden.
    Dein Mann, wenn er dich aufrichtig liebt, wird er schon irgenwie verstehen müssen. Über z.B. Brustkrebs hat er auch bestimmt keine Ahnung, nur würde man vor so einem Problem stehen (wünsche ich niemandem) müsste er auch lernen damit umzugehen.
    Genauso wie mit Alkoholkrankheit. Wenn er das wissen würde, dann könnte er sich mehr darüber informieren, z.B. auch hier im Forum lesen und wäre eine große Unterstüzung für dich auf dem Weg in dein trockenes leben. Du brauchst nicht alleine sein, du hast dich ihm.
    Ob und wie du anderen darüber berichten würdest, ist dir überlassen.
    Ich hätte meinen Eltern so etwas nicht erzählen können, im Voraus weiss ich, dass ich nur Verachtung, Kritik abkriegen würde und die würden sich schämen für mich und mich nie dabei unter aus dem Schlamassel rauszukommen.
    Aber jeder von uns hat seine Eltern, siene Freunde und Bekannten. manche sind so, andere so.
    Die Entscheidung liegt bei dir.

    Ich wünsche dir sehr viel Kraft, Mut und alles Gute!
    live2008

  • Hi Loretta,

    der Arzt wird dir wahrscheinlich nochmal Blut abnehmen aber es kann nicht schaden die Befunde mitzunehmen.

    Und zu deinen Worten "keine dringende Eile": es geht um dich, um deine Gesundheit und um dein trockenes Leben.
    Feiertag, Samstag, Sonntag aber für Montag hättest du ja sich schon Termin holen können.
    Oder mach so wie ich.
    Ich bin sehr früh aufgestanden und stand pünktlich um 8.00 da, ohne Termin. Die Wartezeit war mir egal. Ich wollte nur rein.

    Zu deinem Mann kann ich nichts sagen, ich kenne ihm nicht.
    Aber du findest schon einen Weg! Du musst nur an dich glauben!

    Ich wünsche dir viel Kraft, Glück und schönen Abend noch!
    live2008

  • Hallo, Loretta :D
    Lass Dir Zeit, aber finde Dich damit ab, dass Du Deinem Mann die Wahrheit sagen mußt, was Deine Krankheit angeht. Ich sage bewußt:Krankheit, es ist nicht Deine Schuld, es ist kein Erbe( obwohl gen. Vorbelastungen schon eine Rolle spielen), es ist kein Versagen.
    Du kannst es vor vielen Menschen für Dich behalten, nicht aber vor denen, die Dir hahe stehen. Was willst Du? Abstinent leben? Warum ist es Dir mit Deinem Ehemann nicht gelungen? Was verbindet Euch? Liebe? Dann ist es einen Versuch wert, ihn aufzuklären und ihn in die weitere Entwicklung miteinzubeziehen. Wenn er es nicht akzeptiert? wirst Du dann wieder trinken um alles so weiter zu führen wie bisher? Kannst Du auch abstinent glücklich sein mit Deinem Mann?
    Ich frage das nicht, um Dir den Mut zu nehmen, weiter abstinent zu sein, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine Beziehung, in der der Partner gerade dieses Problem nicht annimmt, keine Zukunft hat. :(
    Ich habe das auch lange nicht wahrhaben wollen, aber nach einigen Rückfällen habe ich mich von meinem Mann getrennt, er war nicht bereit, Angehötigentreffen oder Co-Abhängige-Veranstaltungen zu besuchen.
    Ich will Dir auf keinen Fall Angst machen, aber seit dem wir getrennt sind und er die Scheidund beantragt hat, verstehen wir uns sehr gut. Er liebt mich noch, aber er kann meine Krankheit nicht ertragen. Und so musste ich erkennen: ich bin krank, aber ich will leben, und wenn ich dafür wieder allein bin, geht es wohl nicht anders. Wir unternehmen oft etwas zusemmen, wir besprechen alles, was unseren Sohn(13) betrifft,er bemüht sich immer, dass mein Sohn Kontakt zu mir hat und er bestärkt mich, weiterzukämpfen, aber er bleibt außen vor, es ist nicht seine Erkrankung, sondern meine. Das zu verstehen dauert bei mir noch an,
    Ich habe jetzt auch das Gefühl, dass ich Dir Angst gemacht habe oder Dir gar Die Kraft geraubt habe, weiter zu machen :oops: . Das wollte ich nicht, aber(t,schuldigung:bin ein aber-Mensch) mach Dir bitte nichts vor,wenn Du es schaffen willst,kannst Du Deine Krankheit nicht den nächsten Menschen, die Du liebst, verheimlichen. Trotzdem, bleib dran und gib nicht auf,verzeih, wenn ich so viel geschrieben habe :oops: ist mir halt wichtg, schlaf gut, Laufschnecke

  • Hallo Loretta,

    da klingt aber eine verdammt große Menge Verzicht durch Deinen Beitrag!

    - ich trinke, weil es mir/uns gut geht
    - ich möchte gerne kontrolliert trinken
    - fühle mich wie ein Kind zu Weihnachten ohne Geschenke

    Ein wesentlicher Bestandteil einer zufriedenen Trockenheit ist der innige Wunsch, nicht wieder trinken zu müssen/wollen. Anders gesagt: Wenn Du trinken möchtest, dann trink. Du selbst kennst Dich wohl am Besten: Wird es bei dem einen Glas bleiben? Wirst Du nach einer Party Tage oder Wochen zufrieden ohne Alkohol leben können?

    Versuch mal die negativen Seiten der Trinkerei für Dich zu betonen: Den Kater, die Übelkeit, die Peinlichkeiten. Nicht zuletzt der drohende Tod!

    Ich habe mir früher auch gerne eingeredet: Mir geht es gut, darauf trinke ich mir jetzt aber auch mal einen. Nur genauer betrachtet ging es mir offensichtlich JEDEN Tag so gut, dass ich das auch begießen wollte … Hmmm … Vielleicht wollte ich ja auch in allererster Linie nur trinken? Sche## drauf, wie’s mir geht!

    Hinterfrage Dich und Deine Trinkgewohnheiten mal ganz genau und vor allem ehrlich. Dann verändert sich auch Deine (doch noch sehr positive) Sicht auf das gute Stöffchen. Denn mit dem Gefühl, dauerhaft verzichten zu müssen, wird es sehr, sehr schwer!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo Loretta,
    kurz mein Komantar:

    Zitat

    Also, sowas käme mir nie in den Sinn. Ich will "nur" mit dem Trinken aufhören, nicht mein Leben ruinieren!!! Meine Familie, unser schönes Haus, unsere gemeinsamen Hobbys, das ist mein Leben, ich bin glücklich damit.


    Wie lange, meinst Du ist Dein Mann noch glücklich? Wie lange wirst Du es noch verbergen können? Wie lange wirst Du noch glücklich sein?

    Zitat

    Wenn ich rechtzeitig immer aufhören könnte, hätte ich ja kein Problem.

    Tja aber so wie Du geschrieben hast, DDDUUUUU kannst nicht aufhören.

    Code
    Meiner Familie log ich eine Magen-Darm-Grippe vor.
    Zitat

    Nein, keine Angst, ich werde es nicht probieren, aber irgendwie habe ich schon im Hinterkopf, mal irgendwann wieder ein oder zwei Glas/Gläser zu trinken, aber halt nicht mehr!!


    Du selber schreibst Du kannst es nicht.

    Zitat

    Denn zur Zeit komme ich mir vor wie ein Kind an Weihnachten, das keine Geschenke bekommen hat und alle anderen dürfen auspacken, nur ich nicht. Vermutlich könnt Ihr das nicht verstehen.


    Nein kann ich wirklich nicht, für mich ist es kein Verzicht.

    Zitat

    Also entweder muss ich diese schönen Ereignisse aus meinem Leben verbannen, oder irgendwie die alkoholische Zusammengehörigkeit mit diesen Dingen aus meinem Gedächtnis löschen, doch wie das gehen soll, keine Ahnung.


    Na eigentlich nur wenn Du Dir selbst eingestehst, dass Du keine andere Wahl hast und dann auch mit offenen Karten spielst und bewusst damit umgehst. Wie es den mit dem Kater, der Übelkeit - was ist daran schön?


    Zitat

    Doch auf gar keinen Fall, egal was kommt, würde ich meine Familie aufgeben, da sterbe ich lieber!!!!


    Wie oft willst Du denn die Magen-Darm-Grippe oder das Abnehmen vortäuschen?
    Meinst Du für Deine Familie ist besser?

    Viele Fragen, aber ich kam aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.

    LG kawi

  • Hallo, Lorretta,
    achtung, ich versuchs mal mit dem Zitieren, weiß nicht, obs klappt :?:
    Du hats geschrieben:

  • Hallo Loretta,

    du verbindest mit dem Nicht-Trinken einen einschneidenden Verzicht in deiner Lebensqualität. Das ist nicht ungewöhnlich. Im Gegenteil: JEDER hier hatte auch mal diese Gedanken, jeder hier hoffte auch irgendwann einmal, das bei ihm oder ihr alles "nicht so schlimm" sei. JEDER hier hat mal versucht, sein Trinken zu kontrollieren oder gehofft, geglaubt, es auch zu können. Und deswegen bin ich mir sicher: JEDER hier kann die Situation in der du bist, nachempfinden.

    ABER: Wir sind hier eine Gemeinschaft, die dieses Stadium bereits (mitunter sehr weit) hinter sich gelassen hat. Unsere Ambivalenz gegenüber dem Alkohol - die Waage aus Vor- und Nachteilen, die uns der Alkoholkonsum bietet, schlug irgendwann soweit um, dass die Nachteile die Vorteile bei weitem überwogen. Ja, die Nachteile wurden größer, sichtbarer, gefährlicher. Als wir dann erfolglos versucht haben, das Problem kleinzureden, zu "kontrollieren" usw., haben wir alle irgendwann dann den Punkt erreicht, wo wir vor dem Alkohol kapituliert hatten: Wir mussten einsehen, dass man gegen den Alkohol nicht ankämpfen, geschweige denn ihn "kontrollieren" kann, wenn man an dieser Krankheit leidet - man muss sich von ihm distanzieren, sein Leben abseits von ihm gestalten und mitunter neu aufbauen.

    An diesem Punkt bist du noch nicht angelangt. Der Alkoholkonsum hat in deinem Denken und Fühlen noch zuviele Vorteile. In dieser Situation kann man meiner Meinung nach gar keinen ernstgemeinten Start in ein abstinentes Leben antreten. Deine Gefühle sind sehr ambivalent - und innerlich hast du noch gar keine Entscheidung für eine zufriedene, bedingungslos-abstinente Zukunft getroffen. Du ahnst, dass es das richtige ist - bist dir aber bei weitem noch nicht sicher.

    Ich wünsche dir, dass du die Zeichen rechtzeitig erkennst, und dann die richtigen Konsequenzen für dich ziehst. Auch wenn es sich vielleicht irgendwie sehr pathetisch anhört: Höre auf deine innere Stimme - und unterscheide deine innere Stimme von dem "Wunschdenken", was dir vorgaukeln will, dass ständig alle Zeichen des Problems relativieren und herunterspielen will.

    In diesem Sinne wünsche ich dir noch einen schönen Abend,

    Herzlichst,

    Blizzard

    Erst unter den Hammerschlägen des Schicksals, in der Weißglut des Leidens an ihm, gewinnt das Leben Form und Gestalt. (V.E. Frankl)

  • Um das Chaos meines Textes zu liften: Wollte auf den Satz antworten, wie ich dazu gekommen bin, meinen Mann und mein armes Kind zu verlassen. Was als Zitat erschien, sollte eigentlich meine Antwort sein.
    Kriegs aber noch raus, wies geht...
    Gute Nacht, Laufschnecke

  • hi laufschnecke, hab dich schon verstanden. und ich denke, loretta auch...

    übrigens, ich kopier mir immer den zu zitierenden text. wo du ihn einsetzen willst, drückst du oben "quote", dann einfügen und nochmal "quote"...

    lg. katrin

  • Zitat

    Das verstehe ich nicht ganz, ich trinke ja nichts mehr, wieso sollten sie plötzlich mit mir unglücklich werden???

    Indem Du Dir und Deiner Familie Lügen auftischst – setzt Du Dich immer weiter nach hinten. Irgendwann wenn auch nur schleichend wirst kein Selbstvertrauen mehr dasein, kein Selbstwertgefühl, keine Selbstachtung….
    Meinst Du damit sind sie glücklich? Bist Du damit glücklich?

    Irgendwann bricht Dein kl. Lügengestell zusammen. Wieso hast Du sowenig Vertrauen zu Deinem Mann?

    Wenn Du mit der nächsten Magen-Darm-Grippe im Bett liegst? Wenn sie irgendwann nach hause kommen, unangemeldet? Und Du hast versucht kontrolliert zu trinken, weil der Alkohol noch im Kühlschrank steht, weil Du Dir selbst nicht mehr vertraust?
    Mh???????
    Zitat:

    Zitat

    Also, sowas käme mir nie in den Sinn. Ich will "nur" mit dem Trinken aufhören, nicht mein Leben ruinieren!!! Meine Familie, unser schönes Haus, unsere gemeinsamen Hobbys, das ist mein Leben, ich bin glücklich damit.


    Wenn ich es richtig verstehe möchte Dein Mann eine selbstbewusste, am Leben teilnehmende Frau, er liebt Dich und er akzeptiert, auch wenn Du keinen Alkohol trinken möchtest.
    Gut um ehrlich mit ihm zu sein musst Du erstmal wissen, was Du willst. Keiner möchte dass Du Deine Familie … verlierst.(Ich schon gar nicht.) :oops:

    Dass sind so meinen Gedanken. Ich hoffe Du verstehst Sie.

    LG kawi

    Nicht ich bin der Meinung Du hast ein Problem mit dem Alkohol, sondern Du hast es so geschrieben.

  • Servus Loretta6663,


    Zitat

    ...Ich will "nur" mit dem Trinken aufhören, nicht mein Leben ruinieren!!!

    Das läuft beides auf das Selbe hinaus - ich hoffe für Dich, dass Du das rechtzeitig kapieren und auch annehmen kannst.

    Nur nicht trinken reicht nicht. Damit wirst Du Dein Leben und das Deiner Familie in Teilen riunieren. So wie alle Säufer, die "nur" nicht trinken wollten...

    LG
    Spedi

  • Hallo Loretta,
    dein Arzt hat getan was er konnte, wir haben getan was wir konnten. Jetzt bist du dran, zutun was du zur Zeit kannst.
    Alles Gute auf deinem weiteren Weg.
    Denk dran, wenn duunten bist, geht es entweder nach oben, oder noch tiefer.
    Nach oben und unten sind keine Grenzen.
    LG
    Jürgen

  • Hallo Loretta,

    Zitat von Loretta6663

    Erstmal werde ich meinen Urlaub abwarten, ob es mir da gelingt, trocken zu bleiben, wenn die anderen alle trinken. Und danach werde ich entscheiden, wie es weitergehen soll.

    Da du versuchst heimlich trocken zu werden, es niemandem erzählst in Deiner realen Welt, alle Grundbausteine mißachtest und Du dann auch noch mit trinkenden Menschen in den Urlaub fahren willst, kannst Du meiner Meinung nach, nach dem Urlaub erstmal wieder eine Entgiftung machen.

    Die Hintertüren, die Du Dir offen hälst, sind noch größer als Scheunentore. Oder was willst Du sagen, wenn Du im Urlaub nichts trinken möchtest ? Ich glaube, Du wirst mittrinken, weil Dir keine akzeptable Ausrede einfallen wird.

    Sorry, aber das ist mein Eindruck, wenn ich Dich hier so lese.
    Wenn Du wirklich nüchtern leben möchtest, wirst Du mit Deinem Mann und den Miturlaubern reden müssen. VOR dem Urlaub.

    Wie wichtig ist Dir Dein Leben ? Alkoholismus ist leider eine tödlich verlaufende Krankheit. Denke daran.

    Gruß
    Biene

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