Hallo,
ich hab mal eine Frage:
Wie genau habt Ihr eure Kinder über die Alkoholkrankheit aufgeklärt?Mein Mann hat den Jungs selbst gesagt, dass er zu viel Bier getrunken hat und auch stark abnehmen will und deshalb zur Kur geht.
Für unseren gemeinsamen Sohn ist das wichtigste, dass der Papa wieder schlank wird. Das Thema Alkohol erwähnt er mit keinem Wort.
Mein mittlerer kam neulich heim und erzählte mir: Mama, stell dir vor, die Mutter vom ...(Klassenkamerad) ist Alkoholikerin!!! Er hat null Verbindung zu uns hergestellt.
Mein großer geht eh recht cool und gelassen mit der Situation um.
Ich weiß nicht, ob sie es garnicht so genauwissen wollen, oder ob sie die ganze Sache wirklich so locker sehen, ob sie es verdrängen.
Ich merke nur, wenn ich schwächel, desto provokativer wird mein Mittlerer, desto weinerlicher wird mein Kleiner, desto mehr Zoff gibt es unter ihnen.
Als es mir vor ein paar Tagen nicht gut ging und ich sehr gereizt war, hat mir der Mittlere vorgeworfen, dass ich seit Monaten so launisch bin. Ich habe versucht, ihm vorsichtig zu erklären, warum die letzt Zeit so hart für mich war, aber ich glaube, das wollte er garnicht wissen. Ich fühle mich immer so schuldig, wenn ich nicht nervenstark genug bin.
Klar, drei Jungs können schon auch anstrengend sein.
Meinem Mann begegnen sie eh mit Vorsicht, weil er so unberechenbar und meistens mit sich selbst beschäftigt ist.
Das wird aber eher akzeptiert als meine Schwäche.
Ich will sie aber nicht überfordern mit unendlichen Erklärungen.
Vlielleicht ist es am besten, alles laufen zu lassen und wirklich nur auf mich zu achten, dass es mir gutgeht und ich genug Kraft für die Kinder habe.
Nur antworten, wenn Fragen kommen? Das ist für mich gerade die beste Lösung.
Ich mach mir schon wieder so viele Gedanken, aber ich will einfach, dass die Kinder so unbeschadet wie möglich aus dem Ganzen hervorgehen.
Ein heikles Thema.
Vielleicht möchte mir jemand ein paar Gedanken dazu mitteilen.
LG Thelma ![]()
Wie genau die Kinder aufklären?
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Thelma -
26. Dezember 2008 um 09:49
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Servus Thelma,
die meisten Alkoholikerfamilien, die ich kenne, haben sich selbst belogen wenn es um das Thema geht "was die Kinder mitbekommen haben".
Ich war da nicht viel anders, hatte nur das Glück, einen Therapeute zu haben, der mir hier unerbittlich und gnadenlos die Wahrheit vor Augen geführt hat.
Kinder kriegen alles mit. Wirklich alles. Sie können es nur sehr oft nicht in den richtigen Zusammenhang bringen, und beziehen es daher auch noch auf sich selbst und fühlen sich selbst "schuld" an was auch immer.
Ohne Deine Familie zu kennen kann ich Dir nur eines sagen: sprich mit dem Kinder-/Jugendarzt und/oder lass Dir einfach mal ein paar Stunden bei einem Kindertherapeuten für die Burschen verordnen. Wenn "nix" ist, dann hast Du Gewissheit, an anderen Baustellen graben zu können.
Ist was, dann sind die Burschen da schon mal an der richtigen Adresse.
Meine Erfahrung: je eher mir den Kindern auch "Klartext" gesprochen wird (und das in aller Deutlichkeit!), um so eher sind die Kinder auch in der Lage, ihr verschobenes Realitätsbild wieder zurecht zu rücken und Vertrauen zu fassen.
Viel Erfolg und den Mut, die Dinge auch beim Namen zu nennen
LG
Spedi -
Hallo Thelma,
ich kann mich da Spedi nur anschliessen.
Die Kinder bekommen wirklich sehr viel mehr mit, als wir anerkennen wollen, denn sie sind ein Teil des Suchtkarussells.
Ich war kürzlich auf einem Vortag der Suchtberatungsstelle hier vor Ort und dort wurden Erwachsene Kinder befragt, wie sie es empfunden haben, daß der nichttrinkende Elternteil nicht offen und ehrlich war. Und als Antwort wurde bei Beiden angegeben, daß dies eine große Grundlage war, das sich eine eigene Co-Abhängigkeit entwickelte, sogar das Gefühl des Sich-nicht-um-die Kinder-kümmern aufkam. Die Kinder fühlten sich im Nachhinein von diesem Elternteil im Stich gelassen, weil alles schön unter den Tisch gekehrt wurde.
Auch wurde erzählt, daß die Kinder die *komischen*Stimmungen innerhalb der Familie, die kranken Strukturen sehr wohl erfühlten und damit die Grundlage gelegt wurde, immer alles *perfekt* machen zu wollen, ertragen zu müssen.
Ich kann dies nur allzu gut bestätigen, denn auch meine Kinder haben mehr mitbekommen als mir lieb war.
Ich habe mit meinen Kindern ganz offen gesprochen, daß es sich um eine Familienkrankheit handelt, in der jedes Teil dieser Familie seinen Teil mitbekommt, auch jeder ein Teil des Karussels ist, daß sich dreht, aber auch jedes Teil vom Karussell absteigen kann. Und dies tun sie, indem sie beide in eine Therapie gehen, und eine Gruppe in der Suchtberatungsstelle aufsuchen, in der sie lernen können, ihre verzerrte Wahrnehmung aufzuarbeiten, gesunde Strukturen zu erlernen.
Ich wünsche Dir auch viel Gelingen.
Lieben Gruß
S.Käferchen
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Lieber Spedi,
Freut mich riesig, vor dir zu lesen.
An einen Kinderpsychologen hab ich auch schon gedacht, zögere bis jetzt noch, weil ich eben keine Probleme herbeireden will, wo keine sind. Aber du hast schon recht, das wird sich dann sicher rausstellen.
Mein Mittlerer hat eh Probleme, seinen Platz zu finden und unser Kleiner trägt sein Herz in der Hand.
Danke, Thelma -
Liebes Käferchen,
ich merke, dass sich der Jüngste sehr nach den Launen meines Mannes ausrichtet. Es stresst ihn richtig, ständig auszutarieren, wie der Papa drauf ist. Und daß ich auch schon oft auf dem Zahnfleisch daherkomme, macht die Sache nicht einfacher. Bin ja auch mit meinem Seelenmüll beschäftigt.
Wenn ich so drüber nachdenke, fallen mir an den Buben einige Verhaltensweisen auf, die aufgrund der ewigen Spannungen hervortreten(z.B. Tics)
Mei oh mei, zieht sich da ein Rattenschwanz nach.
Lieben Dank auch für deine Worte.
Wahrscheinlich brauchen sie echt auch Hilfe von aussen, nicht nur wir beide.
Nachdenkliche Grüße von Thelma -
Hallo Thelma
Ich bin mit meinen zur Suchtberatung bei der Caritas.Da hat jemand ganz ruhig und sachlich erklärt. Und vor allem den Kindern klargemacht, daß sie an der ganzen Sache keine Schuld haben.
Damals ging mein Mann zur Langzeittherapie und ich dachte daß dann besser wird.
Mit meiner Kleinen ( damals 6 Jahre) bin ich dann noch zur Jugendberatung und da hatte sie ein paar Stunden, die ihr sehr gutgetan haben.
Gestern hab ich mich jedoch von meinem Mann getrennt, weil er wieder trinkt und ich werd auf alle Fälle wieder hingehen.
Ich wünsch dir viel Kraft
julchen148 -
hallo Thelma
jetzt noch ein paar Worte von einer lange Jahre trinkenden Mutter.Ich war eine sog.Quartalstrinkerin u.als ich endlich die "kurve gekriegt"hatte ,habe ich nach den ersten Besuchen in meiner ShG mit meinen Kindern(damals im besten Teeniealter)gesprochen.Wo ich jetzt ein Mal wöchentlich hingehe u.was ich mir für Ziele gesetzt habe -nämlich niemehr Alkohol zu trinken.Beide haben mich umarmt.Über die Vergangenheit,die "Ausfälle"meinerseits bedingt durch Alkoholkonsum wollten sie mit mir nicht reden deshalb weiss ich nur was mein Mann mir erzählt hat.Die drei haben wohl mehr als ein mal Kriegsrat abgehalten.Ich bekomme aber in unregelmässigen Abständen Zuspruch "ich(wir)sind stolz auf Dich"und das tut mir mehr als gut.Was passiert ist damals ist passiert u.ich kann es nicht ändern so leid und so weh es mir tut.
äh...wie war nochmal das Thema?
L.G.
Backmaus
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Liebe Thelma,
ich kann dir ebenfalls nur eins raten: Ehrlichkeit, altersgerecht natürlich
kinder kriegen unglaublich viel mit, sie sprechen nicht darüber, aber sie ziehen ihre schlüsse
Ich:
bin wertlos
bin hässlich
verdiene es nicht geliebt zu werden
verdiene keine nähe
bin schuld
bin verantwortlich
hätte alles ändern können, aber ich war zu schwach
hab alles falsch gemacht
bin wertlos
bin dumm
bin nicht liebenswert
bin schuld
bin wertlos
bin schuld....
Zitat von ThelmaIch weiß nicht, ob sie es garnicht so genauwissen wollen, oder ob sie die ganze Sache wirklich so locker sehen, ob sie es verdrängen.
das ist nicht ungwöhnlich. "ist doch alles nicht so schlimm", für mich hieß so zu denken zu überleben.
auch ich würde dir auf den weg geben: auch wenn es ihnen unangenehm ist und sie eigentlich gar nicht wollen geh mit ihnen zu einem kindertherapeuten.
hilfe annehmen, bedeutet einzusehen dass etwas nicht stimmt, richtig?
genauso ist es für uns kinder, unsere illusion der eltern hinter uns zu lassen, das ist unheimlich schwer.klare worte, das hätte ich mir gewünscht. wenn die krankheit nicht benannt wird drum rumgeredet wird, lernen kinder sich zu schämen, lernen etwas stimmt nicht, etwas stimmt mit ihnen nicht...
wenn du nicht weißt, wie du ihrem alter gerecht mit den kindern reden kannst, ich habe mal gelesen, dass es z.B. auch bücher gibt für kleinere kinder die die krankheit erklären.
ansonsten sind soziale hilfswerke, suchtberatung und kindertherapeuten sicher die richtige anlaufstelle.
ich finde es toll wie viele gedanken du dir um das wohl, die folgeschäden deiner kinder machst, das ist bei weitem nicht selbstverständlich. es ist immer schön von starken frauen zu lesen, die ihre kinder schützen wollen und ich hoffe meine worte können dir behilflich sein.
Roa, Erwachsenes Kind
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Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für eure Worte und Gedanken.
Ich habe mit den Jungs schon Klartext geredet.
Ich habe ihnen erzählt, dass es sich um eine Krankheit handelt, dass mein Mann nie da war, weil er immer in der Kneipe war und dass er nun vom Alkohol weg will. Das haben sie dann so unspektakulär hingenommen, das finde ich so komisch. Ich will ihn nicht vor ihnen schlechtmachen, deshalb bin ich halt auch vorsichtig, wieviel ich sage, was ich sage. Es ist schwierig.
Diese ganze Aufklärungsarbeit ist so eine Gradwanderung, weil ich halt emotional total verstrickt bin und da noch sehr viel Wut und Traurigkeit ist.
Aber eure Beiträge bringen mich schon zum Nachdenken. Ich will vermeiden, dass die Jungs Co-Strukturen entwickeln und die ganze Geschichte sich in ihrem Leben wiederholt. Sehr viele Co-Abhängige habe einen suchtkranken Elternteil.
Auch meine Mutter ist ein Suchtmensch. Bei ihr waren es Medikamente und Zigaretten en masse. Beim Alkohol haute sie rechtzeitig die Bremse rein, als es mehr und mehr wurde
Ja, ich werde anfang des Jahres schauen, wo ich Hilfe für meine Buben bekomme.
LG Thelma -
Hallo Thelma!
Kann dich gut verstehen!
Auch ich war von der Reaktion meiner Mädels etwas irritiert!
Und ich fühle mich bei einigen Dingen "ertappt"
Meine Töchter haben ähnlich reagiert wie deine Jungs, als ich das Thema zum ersten Mal auf den Tisch brachte.
Die Große (damals 13) meinte, dass sie das ja "gar nicht so mitbekommen hätte" (wohl, dass wir oft streiten, aber nicht warum) und wollte scheinbar auch nicht so recht darüber reden, schien ihr unangenehm zu sein.
Ich habe versucht, ihr zu erklären, dass der Alkohol ihn verändert hat und dass es nicht richtig ist, wenn wir darunter leiden.
UND... dass sie unbedingt wissen muss, dass sie in KEINSTER WEISE schuld daran ist!Die Kleine (damals 11) hat das Thema noch bevor ich richtig realisiert habe, was los ist, oft provoziert!
Sie sagte z.B. "M..., man kann von Bier auch süchtig werden!" (darüber hat er sich lustig gemacht... "haha, biersüchtig!") oder "Mama, ist M... alkoholsüchtig?"
Das hat mich erst richtig wachgerüttelt!
Mit ihr konnte ich offen darüber reden, sie hatte auch gerade das Thema "Sucht" in der Schule (daher häuften sich auch die Provokationen).
Als es dann aber zur Trennung kam, fragte sie mich immer wieder, warum er denn "nicht einfach damit aufhört?!""Ertappt" fühle ich mich deshalb, weil ich keine professionelle Hilfe für meine Mäuse gesucht habe (der Großen habe ich es mal vorgeschlagen, aber das wollte sie nicht... vielleicht hätte ich nicht fragen sollen) und "es" auch jetzt kaum noch Thema bei uns ist...
Ich finde es schon schwierig (gerade mit so Pubertierenden
), die Sucht zu thematisieren, wenn sie (scheinbar) gar nicht darüber reden wollen...
Vielleicht habt ihr auch für mich noch ein paar Tipps, wäre sehr dankbar!Liebe Grüße
fish
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hey thelma.
schreib meine erfahrung heute abend hier zu,wichtiges thema. bin nur grad in zeitdruck.
glg kathrin
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Der Hammer war:
Als die Jungs überlegt haben, was sie meinem Mann zu Weihnachten schenken sollen, meinte Nr.2 ganz trocken: A Tragl Bier!
Und als ich ihnen mitteilte, dass mein Mann 16 Wochen weg sein wird, kam: Ja und, er ist doch eh nie da.
ja, wie reagierst jetzt auf solche Meldungen?
Ich muss dazu sagen, trotz der vielen Probleme haben wir alle 5 einen recht schwarzen Humor, der über so manche Tiefausläufer hinweghilft.
Der Austausch über dieses komplexe Thema tut mir sehr gut.
LG, Thelma -
Hi Thelma!
ZitatAls die Jungs überlegt haben, was sie meinem Mann zu Weihnachten schenken sollen, meinte Nr.2 ganz trocken: A Tragl Bier!
Ja, *schluck*, mir fiel irgendwann auch wieder ein, was meine Töchter ihm vor ein paar Jahren zu Weihnachten geschenkt haben:
sie haben sich überlegt, was er denn gerne mag und haben dann aus Kronkorken (davon lagen ja genug rum
) eine Bierflasche auf ein Stück Pappe geklebt... 
Liebe Grüße
fish
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Hallo Ihr Lieben,
haben diese Kinder mit ihren guten Feelings uns allen nicht etwas voraus? Haben sie nicht schon viel vor uns über das Gefühl gespürt, dass etwas nicht stimmt während wir mit Logik versuchten zu arbeiten und unsere unsere eigene Logik bauten, wie eben ein Süchtiger sich seine Welt selber zimmert?Ich glaube, mit Kindern kann man fast nicht früh genug - natürlich in ihrer Sprache ohne sie mit Wissen und Gefühl zu überfordern - über Süchte sprechen. Je früher sie den Krankheitscharakter begreifen, aber auch die Gefahr für jeden Menschen - ob jung oder alt - desto eher wissen sie dass die älteren Semester in der Schule, die mit Bierflaschen anstoßen, vielleicht doch besser nicht nachzumachen sind (übetriebenes Beispiel, aber für mich das einfachste).
Kinider erfassen scheinbar genau, wer "da" ist und wer nicht. Oder ob ein Mensch sich wirklich mit ihnen auseinander setzt oder abgelenkt ist.
In diesem Siinne:
Kompliment an Eure Kiddies
Lieben Gruß von Dagmar
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hi thelma
Zitat
Ich muss dazu sagen, trotz der vielen Probleme haben wir alle 5 einen recht schwarzen Humor, der über so manche Tiefausläufer hinweghilft.
is glaub auch ne sache wo man dabei entwickelt, diesen halt weiter ausbaut, weiß etz aber gar net ob ichs als selbstschutz bezeichnen würde, zum teil bestimmt.ich kenn die überlegung meiner mutter alkohol zu schenken... teils aus praktischen gründen, isses doch einfach was, wo ich weiß sie wirds verbrauchen während vieles andere nicht ihre zustimmung findet, aber es war auch immer ne trotzreaktion dabei. nach dem motto "hey ich schenk dir alkohol, schau mutter, ich weiß um deine sucht". es waren immer nur überlegungen, bekommen hat sie ihn nie von mir.
offen mit ihnen reden is nie verkehrt, meine oma wars wo's mir vor weiß der geier wievielen jahren gsagt hat und ich bin verdammt froh drum. ich find bei dem thema auch ne dritte person nie verkehrt, ich hatte zwar immer meine freundinnen die mir zugehört haben, aber antworten konnten sie mir keine geben. meine oma genauso wenig, hing sie ja voll drinnen in dem verkorksten familiensystem und verstand das meiste selber net. ich hätt mir auf jeden fall nen dritten neutralen ansprechpartner gewünscht.
liebe grüße -Dani-
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Liebe Summerdream,
natürlich ist Humor oft Selbsschutz. Zum Thema Alkohol ist er mir in der letzten Zeit auch abhanden gekommen.
Aber er war schon vor der ganzen Misere da und wird mir immer bleiben und darüber bin ich einfach froh.
LG Thelma -
Hallo nochmal,
das Thema Kinder geht mir noch im Kopf rum, besonders nach euren Antworten.
Da ich sehr früh Verantwortung übernehmen musste, auch für Dinge, die mich eigentlich nichts angingen,
ist es mir besonders wichtig, meinen Söhnen klar zu sagen, wo sie Verantwortung übernehmen sollen(z.B. für Ihr Handeln, für die Zimmer, diverse Aufgaben im Haus, Schule etc), aber ganz wichtig ist es, ihnen auch zu sagen, wofür sie keine Verantwortung haben.
Fordern, wenn es angebracht ist, aber auch verwöhnen und knuddeln, wenn sie antraben. Gottseidank sind sie recht verschmust, meine Tiger.
Danke fürs Lesen,
GLG Thelma -
Hallo Neeonie und Bleegle,
meine drei Söhne sind 16, 13 und 11, wobei ich die zwei älteren in die Ehe mitgebracht habe.
Sie sind regeläßig bei ihrem Vater, das läuft entspannt und gut.
Heute hat mich unser gemeinsamer Sohn gefragt, wie lange er den Papa denn nicht sehen wird. Ich habe ihm gesagt: 16 Wochen, aber wir werden ihn mal besuchen.
Darauf meinte er:"Dann schauen wir mal, ob der Bauch schon weg ist."
Der Bauch steht für ihn dermaßen im Zentrum (ist ja auch schlecht zu übersehen. Männe hat in zehn Jahren 35 kg zugenommen.)
Ich habe meinem Sohn nochmal klargemacht, worum es bei der ganzen Geschichte geht,
dass Alkoholismus eine Krankheit ist.
Dass der Papa ein Leben lang aufpassen muss, aber nun alles dafür tut, vom Alkohol loszukommen.
Dass wir uns für nichts schämen müssen.
Dass wir durch ein tiefes Tal gegangen sind und uns jetzt aufrappeln da wieder rauszukommen.
Dass es in jeder Familie irgendwelche Probleme gibt, man sieht sie halt selten von aussen.
Dass schwierige Phasen zum Leben gehören, aber man immer die Chance hat, daraus zu lernen und sich dadurch weiter zu entwickeln.
Er hat mir aufmerksam zugehört. Er war sehr ruhig nach diesem Gespräch, irgendwie aufgeräumt.
Neeonie, ich verheimliche schon seit ca einem Jahr nichts mehr, ging auch schlecht, so wie es hier abging.
2008 war für mich das schlimmste Jahr meines Lebens. Andererseits, wenn mein Zusammenbruch nicht gewesen wäre, würde sich mein Mann weiterhin langsam aber sicher Richtung Abgrund saufen.
Ich werde weiterhin offen sein, alle Fragen der Kinder beantworten.
Ich habe vor nichts mehr Angst.
Ich hoffe, dass die Jungs durch diese ganze Sache EINES fürs Leben mitkriegen: Nie auzugeben, egal was passiert.
LG Thelma -
Meine Jungs finden den Papa doof, wenn er zuviel trinkt, sie sind froh, wenn er dann einschläft, dann kann er nicht mehr rummeckern wegen Stromverbrauch usw. wegen PC.-
Meine Jungs sind schon 15 und 16.
Sie selbst trinken - Gott sei Dank - noch keinAlkohol.
ich hoffe, sie werden mal keine alkoholiker, weil es ja in der Familie liegen soll, Familienkrankheit. -
Hallo Thelma!
Wie geht es euch?
Habe schon lange nichts mehr von dir gelesen.
Warte sehnsüchtig auf deinen neuen Thread.
Ganz liebe Grüße und ein schönes Pfingstfest wünscht Gotti. -
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