Hallo Backmaus,
das ist doch eine Möglichkeit, mit den Kindern zu sprechen, sich für Fehlverhalten ihnen gegenüber zu entschuldigen, Ich finde das hast Du vorbildlich getan.
Es ist ein Unterschied ob die Mutter täglich trinkt und ihre Pflichten nicht mehr erfüllen kann, oder ob sie Quartalsmässig unterwegs ist, aber rechtzeitig noch den Absprung schafft. Ich denke, dass Du Deinen sonstigen Verantwortungen die Du für Deine Töchter hattest, nachgekommen bist. Meine Mutter lag oft noch im Bett als ich von der Schule nach Hause kam, um ihren Rausch auszuschlafen.
Das schlimme ist ja, wenn es vertuscht oder verheimlicht wird, obwohl es offensichtlich ist, man in der Familie nicht darüber reden darf. Und mit zuzusehen wie mein Bruder mit 27 Jahren an seinen Alkoholfolgen gestorben ist, war nicht gerade förderlich für mein Leben.
Das ist verwirrend und angstmachend für mich gewesen. Wieso starb mein Bruder, ich durfte weiterleben. Alle diese Fragen und Ängste wollten dann von mir beachtet werden.
Backmaus hast Du das Buch "Um die Kindheit betrogen" mal gelesen, oder ein anderes Buch, das sich mit der "Familienkrankheit Alkoholismus" beschäftigt. Hier kann man erfahren wie Kinder sich fühlen, oft aber nicht darüber sprechen, da sie ihre Eltern schützen wollen.
Liebe Grüsse Weitsicht