Ich werde meinen eigenen Weg weitergehen!!!!

  • hallo liebe weitsicht! :D

    ich gehe MEINEM gefühl nach :lol: mehr ist es nicht 8)

    vielleicht verbindet mich mein momentanes "tun"auch nicht mehr so stark mit dem ursprünglichen thema alkoholismus

    verstehst DU?

    klar bleibt meine kindheit welche ich in meiner alkoholikerfamilie erlebte..doch mag ich nicht immer und immer wieder "zu dieser seite"zurückkehren.mir bringt es rein gaaaaarnichts mehr wenn ich immer wieder "zurückgehe"und sage:JA AAAAAABER ICH BIN JA AUCH DAS ERWACHSENE KIND VON ALKOHOLIKERN...

    nun geh ich weiter und wende mich MIR zu.die sorgsam verbuddelten geheimnisse des kleinen fremden mädchens feinfühlig FREILEGEN

    weiss jetzt nicht obs jetzt besser zu verstehen ist,hoffe es jedoch.denn verwirrt solltest DU nicht "zurückbleiben" :wink:

    der erfahrungsaustausch hier ist und bleibt für mich fester bestandteil.er hat mich zum HEUTIGEN punkt gebracht 8)

    hö öhm,also threads "hab"ich ja noch so "einige"hier :roll:...

    weisst doch!ich bin und bleib ne sehr mitteilungsbedürftige :lol:

    huhu liebe hanna! :D

    lass "uns"doch einfach über DEINE mulmigen gefühle weiter austauschen(hoffe du weisst wie ichs meine!?in KEINSTER weise "böse")
    HIER ist soooooooviel HILFE zu erfahren.jeden tag aufs neue..

    und JA!hoffnung HABEN lohnt sich...

    FÜR DICH UND FÜR JEDEN ANDEREN AUCH!

    liebe grüsse caro :wink:

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Zitat


    nun geh ich weiter und wende mich MIR zu.die sorgsam verbuddelten geheimnisse des kleinen fremden mädchens feinfühlig FREILEGEN

    Liebe Caro,

    ich habe verstanden um was es Dir jetzt geht. Und stimmt Du hast ja mehrere Threads hier im Forum. Ich wünsche Dir Kraft und Einfühlungsvermögen für Dein kleines Mädchen.

    Alles Liebe und drück Dich Weitsicht

  • Zitat

    Weißt du, mich gab es ja schon VOR dem Mißbrauch, VOR dem alkoholgeschwängerten Umfeld, VOR der Lieblosigkeit....

    Es gibt da einen Kern in mir, den gab es schon VORHER, egal wie kurz diese VORHER war. Es gibt da etwas Reines, Unberührtes, Heiles, Ganzes in uns, davon bin ich zutiefst überzeugt.

    Und in all den Jahren bin ich zu diesem Kern vorgedrungen, bissel Licht Luft und Liebe ran... und schon beginnt der Kern in mir zu wachsen.

    Liebe Linde,

    da haste wieder tolle Worte gefunden, ich danke Dir.

    Das glaube ich auch. Freude kam bei mir hoch, als ich Deinen Beitrag gelesen habe. Ist mir nicht fremd gewesen, es war Thema in einer meiner Exerzitien gewesen.

    Liebe Linde ich wünsche Dir eine gute Arbeitswoche.

    alles Liebe Weitsicht

  • Zitat

    Ist das nicht wunderbar, daß sie es nicht geschafft haben?!!!

    "Die Kraft der Liebe" steckt in so vielem im Leben. Zu sich selbst, zu einem anderen Menschen, zu einem Tier, der Natur, dem Moment, der Vorfreude, der Hoffnung.. sie umgibt uns ständig. Wir haben nur nicht gelernt bzw. verlernt sie wahrzunehmen und sie einfach mit der Natürlichkeit eines Kindes anzunehmen.

    Liebe Hanna,

    ja das kommt einem Wunder gleich.

    Je mehr wir merken, umso besser können wir wahrnehmen, um im Augenblick, mit unseren Gefühlen (inneres Kind) verbunden zu sein.

    Lernen wir zusammen jeden Tag weiter und unser Austausch hier erfüllt seinen Sinn.

    Ich freue mich wieder von Dir zu lesen.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Liebe Weitsicht,

    hier ist auch schön, da komme ich doch einfach mal rüber.

    Zitat von Weitsicht


    …..das zeigt uns die Geschichte der Religionen auf. Hier wurde viel Missbrauch getrieben.

    Es wurde Jahrhunderte dafür gesorgt, dass wir weder die Religion, noch die Sprache verstehen. Beide sind überflüssig, wenn wir nicht auf sie hören sondern auf das was ursprünglich in uns ist. Religion ist der scheinbare Verwalter der Spiritualität und Verwalter haben immer eigene Interessen.

    Zitat von Weitsicht

    sich über einen/seinen Mann/Frau zu identifizieren endet tödlich, ich sollte schon zu mir selbst finden wollen, mit allen Licht und Schattenseiten, die in mir vorhanden sind.

    Wie finde ich denn zu mir, wenn das Loslösen vom Umfeld, von meiner Erziehung und meinen Gedanken noch zigmal schwieriger und komplizierter ist, als mich schmerzhaft vom Partner zu trennen. Hätte mir damals jemand was von Herausforderung auf dem Weg zu mir erzählt, wäre wohl eine Ballaballahandbewegung fällig gewesen.

    Zitat von Weitsicht

    Freie Menschen wer möchte die denn? Sie funktionieren ja dann in deren/meinem Sinne nicht mehr.

    Abnormität macht Angst. Wir haben unser Leben lang Angst gehabt und machen plötzlich Angst. Niemand will das.

    Zitat von Weitsicht

    Unsere Beschränktheit wurde uns eingehämmert, damit wir schön klein und abhängig bleiben, ob von Eltern oder Institutionen das war/ist egal.

    Meine Erzieher haben es doch nicht anders gewusst, gelernt, gelebt. Sie können nichts für unsere Entwicklungen. Sie haben nicht gewusst, wie sie durch die Unbeschwertheit des Kindes lernen dürfen. Ich kann nicht gegen mich sein, weil ich anders bin, als meine Eltern als meine Kinder.

    Zitat von Weitsicht


    Solange Menschen Angst haben, werden sie darum buhlen, die Anerkennung und Wertschätzung anderer Menschen zu finden.
    Heute sehe ich die Angst wie eine gute Freundin, die mir etwas wertvolles mitteilen möchte.


    Das ist ja das Unverständliche, zu mögen, was uns Angst macht und dabei das Richtige zu tun.

    Zitat von Weitsicht

    Ich glaube die grösste Qual ist es, zu sterben und nicht mein wahres Wesen (Selbst) gelebt zu haben. Etwas Schlimmeres kann es nicht geben. Süchte gaukeln uns was vor, Illusionen von denen die innere Leere nicht gefüllt werden kann. Satt macht was mich im Augenblick "SEIN" und "FÜHLEN" lässt.


    Was denkst Du denn darüber, dass es ja eine Zeit gab, als wir von all dem nichts wussten und wenn wir es jetzt immer noch nicht wissen würden, würde Dir das weiter helfen?

    Zitat von Weitsicht

    …mit etwas verbunden sein, aus dem wir schöpfen und vertrauen können, denn ein Kieselstein übersteht, woran ein Diamant zugrunde geht.

    Verbunden mit uns selbst, Diamant und Kieselstein in einem, das gefällt mir.

    Da frage ich mich doch heute folgendes: wenn Du Dich aus Deiner Beschränktheit entpanzert hast, offen für das Leben an sich, für unbegrenzte Erfahrung bist, wie gehst Du denn jetzt damit um? Wartet da nicht ein riesiges schwarzes Angst machendes Loch hinter der alten Angst auf Dich, dass es zu füllen gilt, jetzt, nachdem Dich Jahrzehnte mitgeschleppte, den Tag und die Gedanken ausfüllende Altlasten verlassen haben und wie willst Du das jetzt füllen? Säckeweise Diamanten ud Kieselsteine mit rumzuschleppen ist halt ganz schön schwer.

    LG Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Zitat


    hier ist auch schön, da komme ich doch einfach mal rüber.

    Hallo Kaltblut,

    ja, komm doch mal rüber zu uns EKA`s. " Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder", in diesem Satz steckt viel Weisheit drinnen.


    Zitat


    Verbunden mit uns selbst, Diamant und Kieselstein in einem, das gefällt mir.

    Da frage ich mich doch heute folgendes: wenn Du Dich aus Deiner Beschränktheit entpanzert hast, offen für das Leben an sich, für unbegrenzte Erfahrung bist, wie gehst Du denn jetzt damit um? Wartet da nicht ein riesiges schwarzes Angst machendes Loch hinter der alten Angst auf Dich, dass es zu füllen gilt, jetzt, nachdem Dich Jahrzehnte mitgeschleppte, den Tag und die Gedanken ausfüllende Altlasten verlassen haben und wie willst Du das jetzt füllen? Säckeweise Diamanten ud Kieselsteine mit rumzuschleppen ist halt ganz schön schwer.

    Linde hat mir nachfolgendes geschrieben, vom dem ich auch überzeugt bin:

    Zitat

    Weißt du, mich gab es ja schon VOR dem Mißbrauch, VOR dem alkoholgeschwängerten Umfeld, VOR der Lieblosigkeit....

    Es gibt da einen Kern in mir, den gab es schon VORHER, egal wie kurz diese VORHER war. Es gibt da etwas Reines, Unberührtes, Heiles, Ganzes in uns, davon bin ich zutiefst überzeugt.

    Und in all den Jahren bin ich zu diesem Kern vorgedrungen, bissel Licht Luft und Liebe ran... und schon beginnt der Kern in mir zu wachsen.

    was meinst Du dazu? Beobachte kleine Kinder und wir werden sehend unterwegs sein.

    Ohne Vertrauen, Hoffnung und Liebe können wir nicht überleben. Wenn meine Tochter abends Angst hatte vor dem Schlafen gehen, sagte ich zu ihr, lass uns darüber reden was Dir Angst macht und ich nahm sie in meine Arme dabei, am Ende des Gespräches sagte ich ihr, ich bin doch da, brauchst keine Angst zu haben.

    Wieso konnte ich hier so sicher sein, ich hätte die nächste Stunde umfallen und Tod sein können, ohne Vertrauen ins Leben geht nichts. Es gibt die Sprache der Liebe, die stärker ist als der Tod. Daran glaube ich, das gibt mir Kraft jeden Morgen aufzustehen und den Tag willkommen zu heissen und anzunehmen was er mir bringen oder schenken mag.


    Zitat

    Meine Erzieher haben es doch nicht anders gewusst, gelernt, gelebt. Sie können nichts für unsere Entwicklungen. Sie haben nicht gewusst, wie sie durch die Unbeschwertheit des Kindes lernen dürfen. Ich kann nicht gegen mich sein, weil ich anders bin, als meine Eltern als meine Kinder.

    Sie hätten als sie die Hand zum nächsten Schlag erhoben haben, die Möglichkeit gehabt nicht zuzuschlagen. Bei Erwachsenen nennt man Schläge "Folter", bei Kindern Erziehung. Durch solches Verhalten haben sie sich selbst bestraft, beim Schlagen wie beim emotionalen Missbrauch sind Menschen ausser sich, nicht mit sich selbst verbunden.

    Ich habe schon sooft hier geschrieben, dass ich meine Eltern nicht verurteile, nicht ihr Richter bin, wir sollten aber über Erfahrenes berichten, wie wir uns als Kinder fühlten, als uns dieses Unrecht angetan wurde, damit die heutige Elterngeneration bewusster und liebevoller ihre Kinder begleiten können.

    Schwarze Pädagogik hat es möglich gemacht, dass über Generationen hinaus, wenig mitmenschliches weitergegeben wurde. Kommt noch Alkohol dazu und Abhängigkeiten werden Kinder massiv missbraucht, so dass sie ein Leben lang brauchen, sich von diesen Wunden, die uns von angeblich liebenden Menschen zugefügt wurde, zu befreien.

    Hier hilft nur die Selbstliebe und die Kraft der Liebe weiter, ist so meine Erfahrung, und um sinnbildlich den Rucksack leichter werden zu lassen.

    Schau mal, von wievielen Süchten Du Dich bisher befreit hast. Besseres Vorbild gibt es ja nicht.

    Vom Rauchen mich zu befreien ist mir gelungen. Jetzt laufe ich gegen die Sucht nach Süssem an, um diese Suchtverlagerung keine Chance zu geben, mich an meinem (leichteren) Leben zu hindern. Mit dem Kopf alleine schaffe ich es nicht, das Fühlen hierzu, ist mir Hilfe, um diese verinnerlichte Suchtstrukturen in mir zu integrieren, damit ich sie für immer loslassen kann.

    Das Lesen und der Austausch hier im Forum tragen mit dazu bei, es reicht ja wenn wir um unsere Kieselsteine und Diamante in uns wissen und fühlen können, damit wir mitmenschlich und authentisch in unsrem Handeln sind, brauchen wir sie dann noch in Rucksäcken mitzutragen? Für wen? Für was? frage ich mich und Dich dann schon.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Hallo liebe Weitsicht!

    Die Süsse des Lebens kosten...

    Vielleicht magst du sie nicht weiter aus den Augen verlieren bei all den schweren Themen hier.

    Wenn du sie nämlich leben kannst, dann brauchst du nichts Süßes mehr zu essen...


    Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Weitsicht,
    ich habe nicht erlebt, was zur Stechschrittzeit abging, aber vieles war anders, fast alles war anders. Schon viel später, als ich mit 12 Jahren den Sportunterricht verweigerte, um 8.15h, 1970, auf dem Sportplatz erschien, provozierend mit einer angemachten, qualmenden, teuren Meerschaumpfeife meines Bruders da stand und den Sportlehrer dumm anmachte, da hat der mir einfach eine geschossen, die Pfeife demonstrativ zerbrochen und meine Mutter durfte mich in der Schule beim Rektor abholen. Später gab es Riss vom Bruder, war ja seine Pfeife, dann nochmals vom Pa. Alle haben es gut gemeint und sagten: später wirst du mir mal dankbar sein. Das war halt so, ob ich jetzt dankbar bin, na ja, für irgendwas war es gut, zumindest weiß ich heute, dass sie es nicht anders wussten und sie es gut meinten, das sagten sie schon damals.

    Zitat von Weitsicht

    “was meinst Du dazu? Beobachte kleine Kinder und wir werden sehend unterwegs sein.“


    Da meine ich nicht viel zu, denn auf meinem Weg zurück in den Muttermund entdecke ich immer mehr Vergessenes und das ist ein schöner Weg, den ich hoffentlich noch lange gehen darf. Dabei fällt mir gelegentlich auf, dass Erwachsene ganz schön schrumpfen können nicht nur real, auch in meiner Betrachtung.

    Zitat von Weitsicht

    “Sie hätten als sie die Hand zum nächsten Schlag erhoben haben, die Möglichkeit gehabt nicht zuzuschlagen. Bei Erwachsenen nennt man Schläge "Folter", bei Kindern Erziehung. Durch solches Verhalten haben sie sich selbst bestraft, beim Schlagen wie beim emotionalen Missbrauch sind Menschen ausser sich, nicht mit sich selbst verbunden. „

    Wie geschrieben, was in der Schnäuzer- und Folgezeit abging, als eine falsche Handbewegung über Leben- und Tod entschied, dass weiß ich nicht, aber ich habe zwei Jungs, die freudestrahlend ihre Ausbildung beim Bund machten und trotzdem merkwürdig verspielt und scheinbar paar Jahre in ihrer Entwicklung und Selbstständigkeit zurück sind, zum Glück. Ich war in dem Alter was weiter und darf dafür heute zurück finden.

    Zitat von Weitsicht

    “Schau mal, von wievielen Süchten Du Dich bisher befreit hast. „


    Ich weiß nicht, ich habe ja noch alle Süchte und die halte ich auch gut fest, damit ich nicht vergesse wie sie sich anfühlen, wenn sie mir zu nahe auf die Pelle rücken. Vorher war ich nicht normal und jetzt bin ich wieder nicht normal, wo mag ich nur noch landen.

    Zitat von Weitsicht

    …. brauchen wir sie dann noch in Rucksäcken mitzutragen? Für wen? Für was? frage ich mich und Dich dann schon.

    Liebe Weitsicht, lass uns doch was teilen. Behalte Du mal die Säckchen mit den Kieselsteinen, die sind im Winter angewärmt im Ofen ganz gut unter der Bettdecke und gib mir mal bitte das Säckchen mit den Diamanten, denn in der Karibik braucht es keine Decken.

    LG Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Zitat


    Alle haben es gut gemeint und sagten: später wirst du mir mal dankbar sein. Das war halt so, ob ich jetzt dankbar bin, na ja, für irgendwas war es gut, zumindest weiß ich heute, dass sie es nicht anders wussten und sie es gut meinten, das sagten sie schon damals.

    Guten Morgen Kaltblut,

    da grummelt es in meinem Bauch, wenn ich solche Aussagen lese: sie haben es gut gemeint, wussten es nicht anders.

    Und haben dabei ihren eigenen Frust an Kinder und Schwächere weitergegeben. Solche Verhaltensweisen tragen zu späteren Süchten und lieblosem Verhalten, bei.

    Auch damals gab es Menschen die durch Informationen, sich anders und liebevoller Kinder gegenüber verhalten konnten. Diese sind leider in der Minderzahl, es bestätigt die Sichtweise meines Therapeuten, wer nicht liebesfähig ist, sie nicht geschenkt bekam, sich später nicht darum bemüht, nachzureifen, kann keine Liebe weitergeben. Wer liebt, schlägt keine Kinder, oder erhöht sich über Schwächere.


    Zitat

    Dabei fällt mir gelegentlich auf, dass Erwachsene ganz schön schrumpfen können nicht nur real, auch in meiner Betrachtung.

    Es zeigt nichts von "Grösse", wenn ich auf Kosten anderer (Kinder, Schwächere) mich erst "gut"
    fühlen kann, wenn Besitz oder Süchte vor der Wertschätzung des Einzelnen kommen, ist unser reiches Land sehr arm, für die darinnen lebenden Menschen. Sie suchen aus der Flasche Wärme, die sie sich gegenseitig nicht schenken können. Und zurück in den Mutterschoss geht es nunmal nicht, denn das Leben geht vorwärts, niemals zurück.

    Zitat

    Wie geschrieben, was in der Schnäuzer- und Folgezeit abging, als eine falsche Handbewegung über Leben- und Tod entschied, dass weiß ich nicht, aber ich habe zwei Jungs, die freudestrahlend ihre Ausbildung beim Bund machten und trotzdem merkwürdig verspielt und scheinbar paar Jahre in ihrer Entwicklung und Selbstständigkeit zurück sind, zum Glück. Ich war in dem Alter was weiter und darf dafür heute zurück finden.

    Es reicht, dass es unsere Grosseltern, Eltern erfahren mussten, um uns davon weiterzugeben, wir "einiges" in uns, von deren Verhaltensweisen verinnerlichten.

    Ich bin dankbar, dass mein Sohn sich für den Zivildienst entschieden hat, ich habe ihn nicht unter Schmerzen geboren, damit er später als Kanonenfutter missbraucht werden kann, oder auf andere Menschen schiessen muss. Die Sprache der Bundeswehr ist heimtückisch, gestern ging es durch die Nachrichten, dass 3 Soldaten gefallen sind. Wenn ich hinfalle kann ich wieder aufstehen, wenn ich ermordet wurde geht das leider nicht mehr, das Aufstehen. Im letzten Krieg ist der Vater meiner ältesten Schwester in einem Panzer erschossen worden. Diese Spuren sind in unserer Familie immer gegenwärtig gewesen, er war die grosse Liebe meiner Mutter, suchte sie deswegen auch Trost im Alkohol, da ihr mein Vater diese vermeintliche Liebe nicht geben konnte?


    Zitat


    Ich weiß nicht, ich habe ja noch alle Süchte und die halte ich auch gut fest, damit ich nicht vergesse wie sie sich anfühlen, wenn sie mir zu nahe auf die Pelle rücken. Vorher war ich nicht normal und jetzt bin ich wieder nicht normal, wo mag ich nur noch landen.

    Wer bestimmt was normal ist und was nicht normal ist?

    Wenn ich mir hier, in unserem Lande, vermeintlich normale Menschen in ihrem Tun ansehe, frage ich mich schon, was das mit gesundem und fürsorglichem Verhalten zu tun hat. Es führt mehr von uns weg als zu unserer Mitte hin. Mein Massstab ist die "Liebe", hier finde ich meine Wegweiser und kann mir auch meine Schattenseiten betrachten und versuchen sie zu integrieren und zu verändern.

    Zitat

    Liebe Weitsicht, lass uns doch was teilen. Behalte Du mal die Säckchen mit den Kieselsteinen, die sind im Winter angewärmt im Ofen ganz gut unter der Bettdecke und gib mir mal bitte das Säckchen mit den Diamanten, denn in der Karibik braucht es keine Decken.

    Hehe Kaltblut, möchtest Du Dich mit meinen Diamanten in die Karibik absetzen :lol: , Du bist ganz schön 8) .

    Alles im Aussen (in den Säckchen) kann ich verlieren, den wahren Schatz
    finde ich in meinem Inneren, auch was Wärme (Kieselsteine) und Reichtum (Diamanten) angeht.

    Voraussetzung ist schon, ein Dach über dem Kopf und dass ich Nahrung mir besorgen kann. Dennoch, ich lebe nicht um zu arbeiten, ich arbeite um zu leben.

    Wenn ich mich noch lieben und achten kann, es durch andere Menschen erfahre und mich von missbräuchlichem, das mir im Leben übergestülpt wurde, mir ansehen und betrauern kann, um diese Verhaltenweisen abzulegen, ja dann bin ich immer mehr auf dem Weg der Menschlichkeit.

    Eigenartig ein Hund ist ein Hund, eine Katze eine Katze, doch der Mensch ist noch lange kein Mensch wenn er hier, auf der Erde, ankommt, es braucht schon eine gute Begleitung von Eltern, um zu einem Menschen zu werden, der sich lieben und achten kann.

    Alles Liebe Dir von Weitsicht

  • Hallo Weitsicht,

    das Thema Liebe und liebevolle Erziehung zieht sich warm und einfühlsam und auch ohne Verbitterung oder Verhärtung durch Deinen Thread. Das ist mir angenehm und behaglich, das möchte ich Dir mal sagen.

    Ich begab mich nicht aus Gründen des Glaubens auf dem Camino. Er ist mir aber zu einem guten Wegweiser geworden. Meinen eigenen Glauben hatte ich schon vorher, er hat sich mit dem Camino verändert und verfestigt, Camino und Glaube werden mir immer wertvoller. Es ist ein Thema, das trotz Verfestigung nichts Starres hat, sondern beweglich bleibt.


    Ich wünsche Dir einen schönen Tag.

    Liebe Grüße

    zerfreila

  • Hallo Weitsicht,

    mein *ohne Verbitterung oder Verhärtung* klingt im Zusammenhang des Satzes blöd. Ich meinte damit, dass Du eigene schmerzliche Erfahrungen, die Dir als EKA widerfahren sind, in Liebe umwandeln und diese Liebe Deinen Kindern geben konntest und kannst. Man könnte auch sagen, dass Dir dies trotz des selbst erlittenen Leids gelungen ist, Liebe zu geben und nicht die Strukturen weiterzugeben, sondern sie zu durchschneiden.

    LG zerfreila

  • Hallo Weitsicht,
    grummeln im Bauch ist gut, davon könnte man wach werden und was verändern. Wie Du schreibst,
    “Voraussetzung ist schon, ein Dach über dem Kopf und dass ich Nahrung mir besorgen kann. Dennoch, ich lebe nicht um zu arbeiten, ich arbeite um zu leben.“
    „Alles im Aussen (in den Säckchen) kann ich verlieren, den wahren Schatz
    finde ich in meinem Inneren, auch was Wärme (Kieselsteine) und Reichtum (Diamanten) angeht.“

    Ohne Säckchen sieht es alt aus, da bin ich auch mit jetzt besser ausgestatteter Liebesfähigkeit den Versuchungen und Auseinandersetzungen eher ausgesetzt. Nicht umsonst steigt das mögliche Lebensalter mit dem Polster auf dem Konto. Ich könnte ja mal ein Testament machen und meinen Kindern alles hinterlassen, was sie in mir finden.

    “Massstab ist die "Liebe"“, das ist eben der Unterschied, so lange der Maststab mit Liebe verwechselt wird halten wir unseren Zepter nicht in der Hand und lassen uns von außen abfüllen.

    Was ist jetzt „normal“? Meine Normalität fängt da an, wo es in mir stimmt. Dabei verändere ich mich. Dabei fällt mir ein, dass ich meine Normalität in den letzten drei Jahren ganz schön zerlegt habe. Dabei kommt mir der Gedanke, dass es wohl auch Menschen gibt, die selten oder noch nie in einer unnormalen Situation waren, den sie waren einfach bei sich, sie selbst und die konnten das auch noch einfach so an ihre Kids weiter geben.

    Als ich mich mal fragte wohin, blieb ich hier, weil das Klima unter einer Bettdecke durchaus einem Vulkanausbruch in der Karibik gleichkommen kann. Es liegt wieder in meiner Hand, was ich aus mir mache.

    LG Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Zitat


    Was ist jetzt „normal“? Meine Normalität fängt da an, wo es in mir stimmt. Dabei verändere ich mich

    Hallo Kaltblut hier hast Du meine volle Zustimmung.

    Zitat


    Dabei kommt mir der Gedanke, dass es wohl auch Menschen gibt, die selten oder noch nie in einer unnormalen Situation waren, den sie waren einfach bei sich, sie selbst und die konnten das auch noch einfach so an ihre Kids weiter geben.

    Solche Menschen durfte ich in jungen Jahren kennenlernen. Ich zähle meinen Therapeuten auch dazu. Gemeinsam neue und bewusstere Verhaltensweisen zu lernen, wie wir mit uns und unseren Kindern umgehen möchten, ist befreiend gewesen. Jeder Mensch hat helle wie dunkle Seiten in/an sich, zu was er/sie sich entscheidet, ist massgeblich für ein menschenwürdiges Leben mit sich und anderen.

    Solche Vorbilder und Mitmenschen brauchen wir als EKA`s, da wir zu Hause unserer Wahrnehmung oft nicht trauen konnten. Das ist das Schlimmste, was Kindern passieren kann. Trinkende und schlagende Elternteile verwirren Kinder nun mal und wenn der nicht trinkende Elternteil nicht einschreitet, um die Kinder zu schützen, ist das Gefühlschaos perfekt.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Zitat von zerfreila

    Hallo Weitsicht,

    mein *ohne Verbitterung oder Verhärtung* klingt im Zusammenhang des Satzes blöd. Ich meinte damit, dass Du eigene schmerzliche Erfahrungen, die Dir als EKA widerfahren sind, in Liebe umwandeln und diese Liebe Deinen Kindern geben konntest und kannst. Man könnte auch sagen, dass Dir dies trotz des selbst erlittenen Leids gelungen ist, Liebe zu geben und nicht die Strukturen weiterzugeben, sondern sie zu durchschneiden.

    Hallo Zerfreila,

    ich habe mich über Deine Worte sehr gefreut. Eigentlich brauchen wir uns als Erwachsene nur an unser Kind-Sein erinnern, dann wissen wir unter was wir besonders gelitten haben, ich gebe dann nicht weiter, was mir weh getan hat.

    Es war auch Arbeit an mir selbst gewesen, wir bekamen neun Jahre keine Kinder, in dieser Zeit war ich mit Therapien und Gruppenarbeit unterwegs, um mich selbst besser kennenzulernen.

    Die Friedensbewegung war zu diesem Zeitpunkt sehr aktiv, auch hier gab es Möglichkeiten für meine eigene Weiterentwicklung, ebenso an der Basis meiner Kichengemeinde, diesen Menschen bin ich heute noch sehr dankbar.

    Nur dass ich in einer Suchtfamilie gross wurde, das wusste nur mein Therapeut, in den anderen Zusammenkünften klammerte ich dieses Thema aus. Deswegen bin ich in diesem Forum, ich glaube dass es mir hilft, dieses Thema noch abzuschliessen.

    Ein lebendiger Glaube ist mit Starrem nicht vereinbar, er ist in Bewegung, lässt sich nicht festlegen. Diese Erfahrung durfte ich auch erleben. Ich kann mir vorstellen, dass beim Gehen (Camino) vieles in mir geklärt werden kann und, dass Dinge hochkommen möchten, die mich an meinem "Mensch-Sein" noch hindern.

    Alles Liebe und einen entspannenden Abend wünscht Weitsicht

  • Hallo liebe Weitsicht,

    wollte mich auch bei Dir mal melden und mich für die Kraftsendungen bedanken. Ist wirklich ganz lieb von Dir!

    Deine Verarbeitung der Kindheit finde ich wirklich sehr interessant, obwohl ich mich da immer einwenig zurückhalten muss - meine Eltern haben ja zu dieser Zeit noch nicht so viel getrunken und ich kann nicht von Alki-Eltern reden. Dafür hatte ich einen sehr strengen Vater, der schnell mal zu schlug. Heute nehme ich es ihm nicht mehr übel, denn ich sage mir, wer weiß zu was es gut war. Jeder verarbeitet sowas eben auf seine Art und Weise! Vielleicht bin ich heute deshalb so wie ich bin...manchmal vielleicht zu unterwürfig (wenn Du weißt was ich meine).

    So, nun lasse ich Dir schnell noch ein paar liebe Grüße da und wünsche Dir noch einen wunderschönen Abend!!!

    Liebe Grüße und einen dickenfettenknuddelstrubbel von Katrin

  • Liebe Katrin,

    danke für Deine Wünsche für einen wunderschönen Abend.

    Den hatte ich.

    Ich glaube wir hätten uns nicht hier kennen lernen dürfen, wenn Dir nicht dieses angetan worden wäre:

    Zitat


    ich kann nicht von Alki-Eltern reden. Dafür hatte ich einen sehr strengen Vater, der schnell mal zu schlug. Heute nehme ich es ihm nicht mehr übel, denn ich sage mir, wer weiß zu was es gut war. Jeder verarbeitet sowas eben auf seine Art und Weise! Vielleicht bin ich heute deshalb so wie ich bin...manchmal vielleicht zu unterwürfig (wenn Du weißt was ich meine).

    Ich weiss was Du meinst, jedes geschlagene Kind, ist ein missbrauchtes Kind. Unser Körper vergisst die Schläge nicht, er speichert sie und unser Selbstwert wird durch solches Verhalten der Eltern nicht gefördert.

    Dieses unterwürfige abhängige Verhalten wird dadurch nur verstärkt, da Ängste vor den Eltern uns abhalten, an zunächst eigenes Wohlergehen zu denken.

    Dein Gewissen lässt es nicht zu, auch bei einer Überforderung der Pflege von GM und Pa immer da sein zu müssen. Hier beachtest Du lieber Deine Grenzen nicht. Und gibst, und gibst und gibst......

    Klar kann es auch umgekehrt passieren, dass geschlagene Kinder sich von ihrem Eltern ganz abwenden. Glaube auch, dass Mädchen sich zur Pflege mehr verpflichtet fühlen, als Jungens.

    Ich habe meine Mutter bis zum Schluss gepflegt, gab meine Arbeitsstelle dafür auf, meinen Bruder im Stich lassen das ging auch nicht, auch hier sah ich mich verantwortlich. Habe mich ähnlich wie Du verhalten. Ich glaube heute würde ich es so nicht mehr tun, würde mich nicht mehr selbst vergessen.

    Ich freue mich, Dir hier, begegnet zu sein. Du bist eine liebenswerte Frau, die für sich selbst gut sorgen sollte, vergiss das bitte nicht.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Zitat von Linde66

    Hallo liebe Weitsicht!

    Die Süsse des Lebens kosten...

    Vielleicht magst du sie nicht weiter aus den Augen verlieren bei all den schweren Themen hier.

    Wenn du sie nämlich leben kannst, dann brauchst du nichts Süßes mehr zu essen...

    Liebe Linde,

    ich durfte schon die Süsse des Lebens kosten, ist was herrliches, das ich nur fühlen kann, ich kann es nicht in Worte fassen.

    Die Leichtigkeit des "Seins" auszukosten ist genauso wichtig, wie die Schwere des Lebens nicht auszuschliessen.

    Beides möchte beachtet sein, ich versuche es UMZUSETZEN.

    Ich hoffe, je mehr ich von der emotionalen Blindheit, die in einer Suchtfamilie nunmal vorgelebt wird, loszulassen und sehend zu werden, der Drang nach Süssem nicht mehr so massiv da ist.

    Ich steuere dem entgegen es sind nunmal verinnerlichte Suchtstrukturen, die ich übernommen habe und auslebe. Die ich aber wieder zurück/aufgeben werde. Ich möchte nicht von einer Sucht in die nächste Abhängigkeit mich begeben.

    Ich glaube fest an mich und vertraue mir und mit Deiner/Eurer Unterstützung schaffe ich es. Danke Dir und all den anderen die mir hier schreiben. Auch vom Lesen in den anderen Threads konnte ich, für eigenes Verhalten, öfters Klarheit geschenkt bekommen.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Liebe Weitsicht,

    ich weiß, dass es mir danach schlecht geht und trotzdem....


    ....Habe ich soeben eine halbe Packung Schokokekse verdrückt.
    :shock::oops:

    Ich zog den Schrank auf...Sie riefen: "Los, Du kleines schwaches Ding, friss uns..."
    Eine innere Stimme schrie entrüstet auf: "Tu's nicht! Der Zucker, das Fett..!!!"
    Das kleine Teufelchen daneben aber lockte: "Na, komm, eins nur...Bei dem Wetter braucht man Zucker...nur ein kleines feines Kekslein.."

    Und schon wanderte die halbe Packung in den Fresskontainer.
    Was soll's, jetzt ist mir schlecht.
    Aber ich verzeihe mir. :wink:

    LG

    Thelma :P

  • Ach Thelmachen, ich weiss gerade nicht ob ich lachen oder weinen soll :lol::cry: .

    Du hast Deine Fressattacke so lustig beschrieben, da kann ich nur lachen, dass es Dir dann schlecht geht, finde ich weniger prickelnd.

    Das ist doch schrecklich ne, 1 bis 2 Kekse wären ja ok, dass es gleich eine halbe Packung wurde, oh je :roll: .

    Seitdem ich nicht mehr rauche, kann ich das auch, hinterher habe ich ein schlechtes Gefühl, fühle mich nicht gut, da ich disziplinlos gewesen bin, da irgendetwas in mir dann die Oberhand gewonnen hat, den ich nicht mal kenne. Das finde ich grass, suche noch danach, diese Ungeheuer :evil: in meinem Sinne zu beeinflussen.

    Wenn mir das gelungen ist, gebe ich Dir gerne Bescheid, vielleicht sprechen sie die gleiche Sprache und auch Dir geht ein :idea: auf.

    Schön, dass Du Dir verzeihen kannst, ist garnicht so einfach.

    Schlecht ist es Dir sicher nicht mehr, schlaf gut und alles Liebe schickt Dir Weitsicht

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