Beiträge von Hanna1963

    Guten Morgen,

    bei Euch zu Hause wird über den Alkohol nicht gesprochen - wie in vielen vielen anderen Familien auch nicht.

    Diese Gefühle der Angst, des Ausgeliefertseins, der Ohnmacht, des Schmerzes, der Wut usw sind alle in Dir. Sie bestimmen Dein Leben, Dein Handeln, Deine Reaktionen, Deine Gefühle, Dein Denken usw.

    Diese Gefühle kommen einem so übermächtig vor, daß selbst sie Angst machen. Man meint, man würde die Kontrolle über sich verlieren, wenn man sie zu läßt.

    Aber sie sind nun mal in einem. Sie lassen einen zu einem Dampfdruckkessel werden. Alle Energie verwendet man darauf, den Druck des Kessels unter Kontrolle zu halten.

    Möchtest Du das weiterhin? Möchtest Du weiterhin schweigen wie es bei Dir zu Hause üblich war?
    Vielleicht würde es Dir helfen, noch einmal eine Therapie zu machen, die sich ehrlich und offen mit der Sucht in Deinem Elternhaus beschäftigt, um Dich zu befreien. Damit Du die Chance auf ein Leben hast, das nicht davon bestimmt ist, Deine Gefühle, den inneren Druck unter Kontrolle zu halten.

    Viel Kraft und Mut wünsche ich Dir
    Hanna

    Liebe Sonnenblume,

    Lügen gehören leider zum Krankheitsbild. Lügen zum Vertuschen der Sucht, Lügen, um bestimmte Ziele zu erreichen.. das ist leider normal bei Suchtkranken.
    Aber mit so etwas zu lügen... mir fehlen die Worte.

    Ich kann Deine Wut so gut verstehen.

    Fühl' Dich umarmt.
    Herzliche Grüße
    Hanna

    Guten Morgen Lavandula,

    ich wünsche Dir Kraft und Gelassenheit, auch mal schwach zu sein. Das fällt machmal schwerer als stark zu sein.

    Ich bin momentan auch krank und innerlich eher schwach und kämpfe und kämpfe dagegen an, statt es einfach hinzunehmen und in Ruhe und Geduld durch zu gehen.

    Herzliche Grüße
    Hanna

    Hallo Ihr Lieben,

    endlich finde ich die Zeit und vor allem den Anschluß wieder. Erst war ich ständig auf Dienstreisen, dann abends so kaputt, daß ich gar nichts mehr konnte und am Wochenende ständig auf Achse.

    Ich habe so viel um die Ohren, daß ich selbst dabei viel zu kurz kam. Das hat mir mein Körper nun deutlich gezeigt. Bin krank geworden und muß nun endlich zur Ruhe kommen...

    Beruflich habe ich mich verändert. Bin zwar in der gleichen Firma geblieben, aber ich habe jetzt einen anderen Arbeitsplatz. Leider ist mein Chef derart cholerisch und durch die neuen Aufgaben noch gereizter. Das belastet mich momentan so sehr, daß ich nicht abschalten kann, am liebsten kündigen würde und nicht weiß, wie ich weiterhin damit umgehen soll.

    Privat bin ich endlich glücklich. Ich habe die Liebe meines Lebens gefunden. So ein intensives Gefühl für jemand anderen habe ich noch nie erlebt. Leider ist es eine Fernbeziehung, dh wir sehen uns nur an den Wochenenden. 400km liegen dazwischen. Damit weiß ich leider auch nicht umzugehen.

    Ich möchte nur noch auf den Arm und mein Leben grundauf ändern, weiß aber nicht wie und wo ich anfangen soll.

    Wie ist es Euch in der Zwischenzeit ergangen?

    Liebe Grüße
    Hanna

    Liebe Caro,

    wie lieb, daß Du nach mir fragst. Ik freu mir.

    Mir geht es gut. So gut wie schon lange nicht mehr. Ich war in letzter Zeit viel auf Dienstreise. Das werde in den nächsten 2 Wochen auch wieder sein. Es tut mir gut. Kann ich nicht anders sagen.

    Wie ist es bei Dir? Leider hatte ich keine Gelegenheit, hier im Forum zu lesen. Das hat mir richtig gefehlt. Es wird bestimmt wieder besser... darauf freue ich mich schon.. bin gerne hier bei Euch.

    Bis bald
    Liebe Grüße
    Hanna

    Zitat von Anna09

    ... Gerade zur Zeit ist der Wunsch irgendwo dazuzugehören wieder fast übermächtig stark...

    Über diesen Satz von Dir habe ich nachgedacht.

    Vielleicht muß ich zu aller erst mal verstehen, daß ICH bin und ich allein auch viel viel wert bin und ich mich selbst lieben kann. Dann hechel ich vielleicht nicht mehr der Liebe/Aufmerksamkeit anderer hinterher. UND dann bin ich innerlich vielleicht so frei und in mir ruhend, daß die Freunde, Familie was auch immer dann automatisch in mein Leben kommt oder ich es gar nicht wirklich in der Form brauche wie ich es mir jetzt wünsche.

    Warum ist dieser Wunsch so übermächtig stark bei Dir und mir im Moment? Was würde es ändern? Ich würde die gleiche Dinge mögen oder nicht mögen wie jetzt auch auch. Die gleichen Dinge tun wollen oder nicht. Es wäre nur eine äußere Veränderung. In mir drin würde es noch genau so aussehen. Wie viele hier im Forum haben einen liebevollen Partner und kämpfen trotzdem mit den Schatten der Vergangenheit... mmh.. vielleicht ist dieser Wunsch so übermächtig, weil wir hoffen, daß die Liebe anderer Menschen uns heilen würde. Würde sie das können, Anna? Ich denke nicht. Mein Kopf sagt nein. Aber die kleine Stimme in mir sagt, sie möchte sich anlehnen und geborgen fühlen und alles wird gut. An der Geschichte mit dem Kuscheltier scheint viel viel Sinn zu sein und daran, daß ich als Kind nicht genug Aufmerksamkeit und Liebe hatte.

    Herzlichst
    Hanna

    P.S. Ich freue mich immer sehr über Deine Beiträge, Anna. Danke.

    Hallo,

    heute habe ich meinen Flur gestrichen. Ohne fremde Hilfe. Ganz allein. Zwischendurch kamen wieder diese besch... negativen Gefühle... alles macht man immer allein etc... jemand hier im Forum hat mal geschrieben, daß man diese Gefühle kommen und gehen lassen kann.. so habe ich es gemacht. Ich habe sie kommen lassen, weiter gestrichen und sie gingen!!!
    Danach habe ich auf allen vieren die Fliesen im Flur gewischt und anschließend neu dekoriert. Wieder kamen diese Gefühle des Alleinseins ... und gingen wieder.

    Nun bin ich so was von stolz :D auf meinen schönen sauberen Flur, das glaubt Ihr nicht.

    Liebe Grüße
    Hanna

    Zitat von Gotti

    .....
    Du liebst deine Mutter - ist doch ganz klar. ....

    Liebe Caro,

    ich freue mich so dolle, daß Du wieder im Forum bist und ich freue mich, daß Du trotz allem die Natur, das Meer wahrgenommen hast und ein wenig genießen konntest.

    Der Satz oben, wenn ich den mal zitieren darf, hat in mir was angerührt. Wenn man einen Menschen liebt, ist das ein Freifahrtschein für denjenigen, daß er alles mit einem machen kann, wie er möchte. Macht Liebe uns EKAs zu Marionetten? Du kennst die Antworten, genau wie ich und trotzdem hat die Art und Weise wie mit unserer Kinderliebe den Eltern gegenüber gespielt wurde, dazu geführt, daß wir selbst Liebe noch immer oft nicht verstehen und die Liebe uns Dinge tun läßt, fühlen läßt als seien wir Marionetten. Ach, ich weiß nicht wie es ausdrücken soll. Wir jagen noch immer jeglicher Form von Liebe hinterher, die an unserem Horizont auftaucht. Das ist vielleicht unsere Form von Sucht. Ich spreche zwar in der wir-Form, aber eigentlich von mir und vielleicht, liebe Caro, trifft es auch auf Dich zu.
    Liebe in Form von Abhängig-Machen und Schlechtes-Gewissen-Machen ist keine Liebe. Liebe macht eigentlich frei. Liebe sollte Dir das Gefühl schenken, daß Dir der Urlaub und die Erholung gegönnt wird und Dich liebevolle Gedanken begleiten.

    mmhh, hoffentlich war das nicht zu wirr. Deine Erlebnisse und Gefühle, liebe Caro, haben mir gerade geholfen, meine eigene Situation besser zu verstehen.

    Fühl' Dich umarmt und fühl' Dich verstanden.

    Herzlichst Hanna

    Danke, liebe Britta.

    Wie stellt man die Gedanken ab und wie gibt man sich selbst das Gefühl, geliebt zu sein, wie liebt man sich selbst... unabhängig von anderen Menschen, deren Meinungen und Handeln und deren Zuneigung. Wenn andere Menschen mich nicht mögen, ich ihnen egal bin, sie mein Handeln kritisieren... dann bin ich trotzdem liebenswert... Das ist wohl die Grethchen-Frage für uns EKAs, nicht wahr.

    Viele Grüße
    Hanna

    Hallo Ihr Lieben,

    es ist ein wirklich schönes Gefühl, daß Ihr an mich denkt.

    Ich habe das Gefühl, ganz nah am Abgrund zu stehen und brauche momentan alle Kraft, um nicht abzurutschen bzw. nicht ganz ins Loch zu fallen.

    Momentan fühle ich mich wieder wie 6 Jahre alt und allein auf der Welt. ich verstehe das nicht. Es ging mir so gut. Ich war der Meinung, ich hätte diese Zeit der schlimmen Tiefs hinter mir.

    Was mich am meisten beschäftigt ist, daß ich sehe, daß andere Menschen viele Freunde und Familie haben. Egal wie sie sind und wie sie sich benehmen. Reagiere ich nicht so wie die anderen es erwarten, stehe ich plötzlich alleine da oder im Hagel, versteht Ihr was ich meine? Ganz weit tief in mir drin ahne ich, daß ich das vielleicht nur so wahr nehme und daß es allen gleich ergeht, aber meine Gefühle sagen mir was anderes. Ich komme dagegen nicht an im Moment. Es ist so eine unendliche Trauer in mir und manchmal ungeheure Wut.

    Meine beste Freundin, die ich seit Jahrzehnten kenne, lebte in einer schwierigen anstrengenden Beziehung. Wir haben fast täglich telefoniert und uns oft zu ausgedehnten Spaziergängen getroffen oder sie kam abends zu mir, weil sie es zu Hause nicht aushielt. Ihr dürft raten, was das Hauptthema der Gespräche war. Aber wir haben auch viel über uns und unsere Gefühle gesprochen. Sie hat mir immer zugehört.
    Nun hat sie sich getrennt und seit einem halben Jahr eine neue Beziehung. Tja, und für mich ist kaum noch Zeit. Eigentlich gar keine.
    Sie war seit einem halben Jahr nicht mehr hier.
    Ein Teil in mir kann es verstehen - neue Liebe halt, ein anderer Teil ist so verletzt und traurig, und dem EKA in mir fehlt vermutlich die Aufgabe, für jemanden da sein zu können... es ist halt von allem etwas.

    Sie fehlt mir einfach.

    Viele Grüße
    Hanna

    Hallo Anna,

    es ist sehr lieb, daß Du fragst, wie es mir geht.

    Es geht mir gar nicht gut. Schon länger. Es hat sich langsam aufgebaut und wird immer schlimmer. Ich sitze in einem richtigen Loch und komme nicht raus. Vermutlich bin ich einfach zu viel allein, es kommt viel durch das Lesen hier im Forum hoch und ich habe niemanden, mit dem ich darüber reden könnte. Ich bin einfach nur müde, leer und so - ach, ich weiß auch nicht, traurig, ich bin dieses ewige Kämpfen so müde im Moment.

    Ich habe eine Kur beantragt und hoffe, daß mir das gut tun wird. Bis es genehmigt ist und ich einen Platz habe wird es wohl noch dauern. Da muß ich mir noch etwas überlegen, um aus dem Loch alleine rauszukommen.

    Viele Grüße
    Hanna

    Hallo Bookfriend,

    sei nicht traurig und schimpft nicht mit Dir selbst. "Nein"-Sagen will gelernt sein. Das dauert.

    Aber ist Dir aufgefallen, daß Du gemerkt hast, daß Du wütend wurdest und auch in Worte fassen konntest, warum.??!! Also, ich finde, das ist super und ein erster großer Schritt.

    Fühl' Dich verstanden.
    Liebe Grüße
    Hanna

    Hallo Anna,

    ich kenne diese Sonntage auch zur Genüge. Bei uns war der Sonntag früher der einzige Tag der Woche, an dem der Streß in der Familie nicht so groß war, weil wir einen langen Spaziergang, einen Ausflug oder einen Verwandtenbesuch gemacht haben.
    Ich glaube, daß mir die Sonntag deshalb so besonders schwer fallen, weil ich an den Tagen nicht allein sein will, sondern diesen Anflug von "Familienleben" zurück holen möchte.
    Deshalb bin ich dazu über gegangen an Sonntagen schon früh das Haus zu verlassen, um einen Ausflug zu machen. Ich suche mir eine Stadt, einen Landstrich, ein Museum, das ich besichtigen möchte und komme erst am späten Nachmittag zurück.
    Oder ich mache am Sonntag das, was ich eigentlich an anderen Tagen mache, z.B. putzen oder bügeln oder waschen, Auto aussaugen und Scheiben machen... Du weißt schon. Ich ignorier das "Sonntagsgefühl".
    Oder ich decke mich mit DVDs ein und verbringe den Tag, indem ich mich der Realität entziehe.
    Das alles kann helfen, um die aufkeimende Angst vorm Sonntag gleich im Keim zu ersticken.
    Der Sonntag ist einer von 7 Wochentagen. Nicht mehr und nicht weniger.

    Liebe Grüße
    Hanna