Liebe Loreen,
das ist sicher ein schwieriger Tag für Dich heute. Ich würde ihn als Ritual für mich beibehalten wollen, denn Hinsehen ist gesünder und heilsamer als diesen Tag, als nicht so schlimm hinzustellen. Traurigkeit sollte an diesem Tag gefühlt werden dürfen, denn für Deine Madchen war dieser Tag sicherlich ein Schock gewesen.
Ihre Mutter, so hart wie es klingen mag, hat sie in diesem Moment, für einen Mann, im Stich gelassen.
Schuldgefühle, liebe Loreen helfen weder Dir, noch Deinen Töchtern weiter.
Hinzusehen wieso Du damals so reagiert hast, ist hilfreicher, um Dich selbst besser verstehen zu können, was Dein damaliges Verhalten auslöste. Mit ihnen darüber zu sprechen, wieso Du damals Dich für den Mann entschieden hast, als für sie, ist wichtig, Entschuldigen kannst Du Dich dafür auch, denn Deine Töchter konnten noch nicht alleine überleben, der Mann schon.
Mir ist heute morgen aufgefallen, dass Nancy im Co-abhängigem Bereich auch Probleme mit ihrer Tochter hat, wie Du mit Deiner grossen Tochter. Ich habe Nancy was dazu geschrieben, ihr beide tauscht Euch regelmässig aus, könnt ihr, gerade was diese Problematik angeht, Euch nicht gegenseitig Hilfe und Stütze sein. Informationen sammeln, lesen und sich darüber austauschen zu wollen, was 14 -jährige sich von ihren Müttern wünschen, danach zu handeln, damit ein gutes Frauen- und Mutterbild vorgelebt und weiter gegeben werden kann.
Denn in diesem Alter heisst es für Mütter, das Loslassen zu lernen, kannst Du sie loslassen?, wie sah Deine Mutter-Tochter-Bindung aus?.
Alles Liebe Weitsicht