Beziehung beenden aber wann und wie ??

  • Guten Morgen Reichenau!

    Da hast Du schon einiges mitgemacht!

    Darf ich Dir einfach sagen was ich denke nachdem ich Deine Zeilen gelesen habe?

    Das Allerwichtigste ist,dass Du jetzt für Dich sorgst!
    Glaub mir,Dein Freund kann nur für sich selber trocken werden.

    Kümmere Dich um Dich und um Dein Leben!

    Die Therapeutin sieht das Problem nur von seiner Seite,das finde ich schade und eigentlich nicht gut!

    Gut finde ich aber,dass Du Dich entschieden hast.

    Wann sollst Du es ihm sagen?
    Ich glaube jeder Moment ist gut dazu.Jetzt, da er iin einer Klinik ist kann er vielleicht unterstützt werden.

    Lass Dir nicht einreden,Du sollst bei ihm bleiben ,dann ginge es ihm besser! Er ist ganz alleine für sich verantwortlich.

    Das sind meine Gedanken zu Dir.

    Du wirst sicher noch andere Antworten erhalten,so kannst Du dir dann Deine Meinung bilden.

    Ich wünsche Dir viel Mut und gute Erholung.

    Herzliche Grüsse
    Yvonne

    ichbinda123

  • Guten Morgen Reichenau!

    Herzlich Willkommen hier im Forum!
    Aus deinem Post lese ich nur ERPRESSUNG!
    Furchtbar. Wie er dich unter Druck setzt. Das ist einfach nicht richtig.
    Das darf niemand!
    Wer liebt, setzt niemand mit seinen Gefühlen unter Druck.
    Für mich wäre das ein Thema für meine Therapeutin.
    Hast du schon eine ärztliche Beratung genommen? Wenn nicht, mach das.
    Suche dir praktische Hilfe, vielleicht auch Suchtberatung?
    Die wissen vielleicht, wie man mit solchen emotionalen Erpressungen umgehen muss. Und können dich vor Ort auffangen.

    Es tut mir leid, dass ich dir hier nicht besser helfen kann, aber ich schicke dir mal ein wenig Kraft für deine nächsten Schritte und dazu liebe Grüße, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • guten morgen reichenau!

    auch von mir ein herzliches willkommen hier!

    das was du da beschreibst kenn ich von meiner alkoholiker-mutter :cry:

    emotionale erpressung und suizidverlagerung nennt sich DAS :twisted:

    diese last welche DU aufgezwungen bekommst,IST UNERTRÄGLICH!


    rette DICH und DEIN leben...

    hilfe durch NICHTHILFE lässt den betroffenen an SEINEN persönlichen tiefpunkt gelangen...wie immer der auch ausehen mag

    NICHT WEIL DIR EGAL IST WAS MIT IHM PASSIERT!!!!!

    weil DU auch ein recht auf ein gesundes leben HAST

    ich wünsche DIR einen hilfreichen erfahrungsaustausch...

    liebe grüsse caro :wink:

    p.s.ich lerne diese last abzulegen in einer verhaltenstherapie

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Hallo Reichenau,

    Also, ich würde es ihm sofort mitteilen. So hat er während der Therapie die Möglichkeit sich auf die neue Situation einzustellen und die Therapeuten können in dabei unterstützen.
    Würdest Du bei ihm bleiben wäre die nächste Erpressung vorprogrammiert

    Liebe Grüße

    Weißbär

    Liebe Grüße
    Weißbär

  • Hallo Reichenau,

    wenn Du derzeit noch schwankst, höre nicht auf andere Ratschläge, sondern entscheide ganz allein für Dich, wenn der Zeitpunkt dafür gekommen ist. Womöglich hast Du Deinen Tiefpunkt noch nicht erreicht, diese Entscheidung kommt immer von innen. Womöglich setzt Du auch gerade eine Hoffnung in die Therapie. Eine Therapeutin ist für ihren Klienten zuständig, es sei denn, es ist eine gemeinsame Paartherapie. Folglich kann sie Dir im Grunde keine Analyse stellen auf den Ausgang der Therapie. Seine Therapie ist nicht von Deinem Verhalten abhängig. Wenn er es schaffen will, dann für sich. Während einer Therapie kann sich auf beiden Seiten sehr viel verändern, es muss nicht immer zu einem gemeinsamen positiven Ergebnis kommen, auch kann er kippen, das ist aber seine Entscheidung. Und Du, solltest Du die Zeit für Dich nutzen und selbst eine Therapie machen oder eine Angehörigengruppe aufsuchen, kannst auch zu einer anderen Entscheidung kommen als heute. Folglich ist alles offen, vielleicht war es im Nachhinein gut, dass ihr eine zeitlang getrennte Wege gegangen seid, um dann zu entscheiden, ob es noch passt und man wieder zueinander findet. Möchtest Du einen Menschen an Deiner Seite, der ohne Dich nicht leben kann? Ich wünsche Dir viel Kraft, Dich kennenzulernen und die Möglichkeit, etwas für Dich zu tun, vergesse bitte Dich nicht!

    Lieben Gruß Laurina :wink:

    Hinter jeder Sucht steht eine Sehnsucht, hinter jeder Sehnsucht steht eine Hoffnung.

  • Liebe Reichenau,

    meine Frau bekam die 1. Scheidungspost in die Klinik, sie ging ab wie eine Rakete und ist sich hoffentlich bis heute trocken treu geblieben.

    Wir haben es nochmals erfolglos versucht, aber das Leben bietet mir zu viel, um mich nochmals aufzugeben.

    LG Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo liebe Reichenau

    Wann du mit ihm reden sollst, kann ich dir leider auch nicht sagen. Ich würde versuchen, es in der Zeit der Therapie zu sagen. Wenn du dich nicht traust, schreib doch vielleicht einen Brief?

    Ich hatte jetzt grad so eine Wut im Bauch, als ich deine Vorstellung gelesen hab. Als mein Mann letztes Jahr in LZT war hab ich so lang auf einen Brief von ihm gewartet in dem er mich um Verzeihung bittet und Verantwortung für sein Handeln übernimmt. Der Brief kam nach langer Zeit, er bat mich um Verzeihung, aber ich muss auch sehr viel ändern, ich hätte auch viel falsch gemacht. vor allem solle ich den Kontakt zu meiner Schwester abbrechen, Freundinnen hatte ich keine mehr, meine Schwester ist die einzige, die mich noch unterstützt hat. Mein Mann hat die Therapie auch für mich und die Kinder gemacht, er war danach ca. 6 Wochen trocken.
    Nach diesem Brief kam es dann zum heftigen Streit, daraufhin wollte er die Therapie abbrechen. Genau wie bei dir hat seine Therapeutin mich überredet, ihm noch eine Chance zu geben. Ich finde das bis heute sehr traurig, daß Therapeuten so was machen.
    Tut mir leid, daß ich jetzt so viel geschrieben hab, aber das hat mich grad so wütend gemacht.

    Denk an dich und mach, was du für richtig hälst, er ist für sein Leben selber verantwortlich. Und wenn er die Therapie wegen der Trennung abbricht bist nicht du schuld, das ist allein seine Entscheidung.

    Ich wünsch dir ganz viel Kraft, du schaffst das!

    julchen

  • Guten Morgen Reichenau!

    Gehe hin, sieh sie dir an, rede mit den Leuten dort.
    Ganz einfach ausprobieren, mit wem du am besten kannst.
    Helfen wird dir das auf jeden Fall. Und wenn du dich erst einmal getraut hast, wirst du auch merken, dass dort auch alle das gleiche - oder fast gleiche - Problem haben wie du.
    Und wenn erst mal die ersten Barrikaden überwunden sind, dann wünsche ich dir ganz viel Redefluss, damit du dich langsam lösen kannst.
    Gute Zeit! Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo Reichenau,

    wahrscheinlich gibt es keinen richtigen Zeitpunkt, d.h. für ihn richtigen Zeitpunkt. Aber für DICH könnte ich mir vorstellen, dass es wesentlich besser wäre, wenn er er es während oder vor der Therapie erfährt, denn dann weißt du, dass es Menschen gibt, die das mit ihm bearbeiten und du kannst die Verantwortung (die du eh nicht hast, sondern nur zugeschoben bekommen hast) innerlich abgeben.

    Diese Vorstellung, dass er dich als Stabilisator braucht...
    Ich kenne das, hab das ewig so praktiziert mit meinem Mann. Hab alles dafür getan, dass sein Leben in geordnete Bahnen kommt. Mein Mann hat durch den Alkohol sein Studium nicht beendet und als er trocken war, habe ich mit ihm alles dafür getan, dass er das noch schafft und den Berufseinstieg. Und wir haben es geschafft, ich bin 500km weit von meiner Heimat weggegangen, damit er seinen Berufseinstieg hat, und das war genau der Rückfallzeitpunkt, als bei ihm endlich alles in ORdnung war.
    Seitdem glaube ich nicht mehr daran, dass man als Partnerin das Trinkverhalten beeinflussen kann.
    Es läuft leider eher oft umgekehrt: Wenn sie noch trinken wollen, dann bauen sie Vorwände: STreit, Trennung, irgendwelche Problem. Nur damit man trinken "darf". So jedenfalls mein Eindruck.

    Und dieses: Er tut das nur für dich.
    Was soll das? Wieso für dich? Es ist doch SEINE Leber, die er kaputtmacht.

    Es ist klar, dass du dich verantwortlich fühlst, aber das ist wirklich ein Irrglaube.

    Liebe Grüße
    Doro

  • Hi Reichenau,
    Dein Nick erinnert mich an eine Insel auf der ich einmal gearbeitet habe.
    :wink:

    Zitat

    Er wird die 8 Wochen freiwillig für mich durchhalten,...


    Das ist für mich ein Widerspruch in sich...freiwillig für Dich durchhalten...
    Merkst Du den subtilen Druck, der dadurch aufgesetzt wird?

    LG Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Guten Morgen Reichenau!

    Abwarten.
    Gehe zu dieser SHG, rede mit den Betroffenen, und warte ab, was so alles auf dich zukommt.
    Jetzt hast du doch erst mal Zeit, über alles nachzudenken.
    Nutze sie. Such dir eine schöne Beschäftigung, die dir Spaß macht (Shoppen, Basteln, Stricken, Sport, ....) und versuche dich damit zu stärken.
    Und irgendwann wird dir dein Herz sagen, was du tun sollst.
    Geniesse den Abstand und heute den Sonnenschein!
    Alles Gute für dich, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Guten Morgen Reichenau,

    diese Geschichte erinnert mich an das Jahr 1996. Mein damaliger Ehemann machte einen qualifizierten Entzug für mich, um mich zu beruhigen und mich zu halten. Auch er war nur ein nicht so gefährdeter Trinker, der es locker schaffen würde. Ich wurde in die Klinik zum Angehörigentreff eingeladen. Während ich dort fix und fertig in Tränen erstickt mich kaum vorstellen konnte, nahm er seinen Aufenthalt recht locker als sei er im Urlaub und ließ nichts an Gefühlen an sich heran. Völlig begeistert bin ich wochenlang an den Wochenenden dort hingefahren und habe ihn mit Geld und Tabak versorgt. Zu der Zeit war ich in noch keiner Angehörigengruppe, der Fokus lag ganz eindeutig auf der Genesung des Alkoholkranken, folglich bin ich weiterhin helfend euphorisch dort hin, damit ihm alles zuteil wird, und ich nicht für sein mögliches Scheitern noch verantwortlich sein könnte. Meine damalige Schwiegermutter meinte noch, eine Frau wirft nicht so schnell die Flinte ins Korn, wenn einer trinkt, liegt das auch immer mit an der Frau, die dieses in Händen hat. Ihr Ehemann hatte heimlich getrunken und ist daran frühzeitig verstorben. Ich wollte eine gute Frau und Schwiegertochter sein. Als mein Mann nach sechs Wochen entlassen wurde, war er täglicher Gast in den Spielhallen, seine Mutter schickte uns weiterhin Geld, auch damit wir einmal in den Urlaub fliegen können. Im Urlaub kam er nicht damit zurecht, dass ihm sein gewohntes Umfeld fehlte, sprich Kneipen und Spielhallen. Jedoch der Alkohol war so günstig. Während ich Bustouren allein mitmachte, lag er nachmittags betrunken in unserem Hotelzimmer. Sein Konsum steigerte sich wieder - und dass er die Therapie für mich gemacht habe, genau das wurde mir nun zum Vorwurf gemacht, er habe sich sechs Wochen seines Lebens für mich geopfert. Heute lebt er in der Nähe seiner Mutter im Betreuten Wohnen und hat mehrere Entzüge und Therapien hinter sich. Er ist krank und ein Sozialfall, in einem nüchternen Telefongespräch hat er einmal gesagt, dass es damals ein Fehler war, die Therapie für mich gemacht zu haben. Meine Schwiegermutter ist herzkrank und mag nicht mehr leben, sie hofft auf Tage, an denen er sie nüchtern besuchen kommt.
    Ich bin nachdem auch richtig krank geworden mit einem Erschöpfungssyndrom, Depressionen und Panikattacken war ich anschließend in einer psychosomatischen Klinik.
    Lieben Gruß Laurina :wink:

    Hinter jeder Sucht steht eine Sehnsucht, hinter jeder Sehnsucht steht eine Hoffnung.

  • Hallo Reichenau,
    sei nicht traurig wegen der SHG. Das wird schon noch irgendwie werden.

    Wenn du dir doch noch nicht sicher bist wegen der Trennung, dann musst du dich doch jetzt nicht unter Druck setzen?

    Es gibt ja hier im Forum auch Beispiele von Leuten, die es geschafft haben. Also das gibts schon. Aber leider muss man eben immer im Hinterkopf haben, dass es zum Rückfall kommen kann.

    Bloß schlecht wäre, wenn du nur ihm zuliebe bei ihm bleibst, damit er nicht rückfällig wird.

    Liebe Grüße
    Doro

  • Hallo Reichenau!

    Jetzt erst mal durchatmen!
    Er ist am Arbeiten und du hast Zeit für dich!
    Auch wenn das mit der Gruppe gestern nicht geklappt hat, nicht aufgeben. Findet sich was anderes. Bei uns stehen auch immer Adressen und Telnrn. in der Zeitung.
    Wie heisst hier im Forum der "Gelassenheitsspruch":

    Wer will findet Wege!

    Aber das mit dem "Handy rumschleppen" solltest du dir schnell abgewöhnen. Du MUSST doch nicht immer erreichbar sein!!!!
    Als ich zur Kur war, hatten wir ausgemacht, dass er es abends immer mal probiert, ob ich rangehe,oder ich habs versucht. Mein Handy lag im Zimmer, ich war immer mal dort. Es gab keinen Stress und wir konnten jeden Tag unsere Gefühle und Erlebnisse austauschen.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag mit viel Entspannung!!!
    LG Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Liebe Reichenau,

    ich schließe mich Gotti an.
    Tu jetzt nur das, was Dir guttut, nehme Kontakt auf, wenn DU willst.
    Mein Mann ist erst seit ein paar Tagen zurück von seiner LZT.
    Ich habe die lange Zeit genutzt, zu mir selbst zu finden.
    Der Abstand war so wichtig für mich.
    Wir telefonierten ca. einmal die Woche miteinander, mailten uns ab und zu.
    Einmal war auch zwei Wochen lang Funkstille.
    Mal brauchte er Abstand, mal ich.
    Das ist eine gute Übung, wieder ein Gefühl für sich selbst zu entwickeln, sich wieder zu spüren.
    Ein gesunder Egoismus ist die beste Voraussetzung für eine funktionierende Partnerschaft.
    Alles andere ist ein Mischmasch aus gegenseitigen Abhängigkeiten.
    Ich kann ein Lied davon singen :roll:

    Gönn Dir doch eine richtig gute Zeit.
    Hab ich auch gemacht und ich tu das auch weiterhin.
    Ich lasse es mir gutgehen, ohne sein Zutun.
    Damit nehme ich nebenbei auch den Druck von ihm.


    Wenn Du zur Ruhe gekommen bist, kannst Du immer noch weitermachen mit Deinen Überlegungen, ob gemeinsam weiterleben oder nicht.
    Die Entscheidung kommt vielleicht ganz plötzlich aus dir heraus.
    Mach Dich jetzt nicht verrückt damit.

    Wie gesagt, jetzt hast Du erstmal Ruhe.
    Ich wünsche Dir eine gute Zeit.

    Liebe Grüße

    Thelma

  • Hallo Reichenau,

    erstmal schließe ich mich Thelma an :wink:

    Zitat


    Darf man sich im Forum über eine spezielle Klinik, über den Ablauf und die Erfahrungen austauschen?

    Finde ich nicht so gut denn es liegt ja an jedem selbst wie er sich verhält und eigenverantwortlich handelt. Und dann kommt noch dazu das es nicht um die Klinik geht sondern um den Patienten der dort ist....und es auch kaum deine Erfahrungen sind sondern seine.

    Gruß
    Elocin

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