Kopfkino lässt Grüßen

  • Hallo Ann,

    schön daß Du hier bist, herzlich willkommen.

    Zitat von ann

    Ich weiss auch garnicht, ob ich hier richtig bin.


    Das bist Du.

    Zitat von ann


    denke- mein Gott, das passt wie die Faust aufs Auge, das hättest auch Du schreiben können....


    Auch dafür bist Du hier richtig, da bleibt die Faust in der Tasche auf wenn Du sie raus holst.

    Zitat von ann


    Man ist so machtlos... Ich hab viel über Co Abhängigkeit gelesen und mich vor mir selbst erschrocken...


    Dann bist Du jetzt wach und kannst anfangen etwas zu ändern.

    Zitat von ann


    Manchmal denke ich, er ist meine ganz persönliche Droge,
    weil ich es mir selber nicht erlaube glücklich zu sein. Das ich mir diesen Menschen ganz gezielt ausgesucht habe, weil ich mich selbst so sehr hasse...

    Ann, das ist doch ein guter Grund, damit bist Du weiter als ich, als ich hier nur wütend, traurig und neben der Kette aufschlug, denn das da was in mir nicht richtig tickte, darauf bin ich erst später gekommen.

    Zitat von ann

    So wie ich immer Essgestört bleibe, auch wenn ich relativ normal esse, wird dieser Mann immer in meinem Kopf rumspuken...


    Da kannst Du eine ganze Menge dran tun. Die Menschen, die auf Dauer ihre Einstellung nicht geändert haben, saufen entweder, haben einfach den Partner getauscht und treiben die gleichen Spiel wieder oder haben sich vorzeitig verabschiedet.

    Was Du tust liegt in Deiner Hand.

    LG Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Guten Morgen Ann und Herzlich Willkommen hier im Forum!

    Du bist ganz richtig hier und ich finde, du hast schon sehr viel für dich erkannt.
    Wie Kaltblut schreibt, kannst du jetzt anfangen, für dich etwas zu tun.
    Lesen und Schreiben hier wird dir noch weiterhelfen und ich denke, auch Mut machen für neue Wege.
    Als ich vor über einem Jahr hier angekommen bin, dachte ich schon sehr viel über meine Krankheit zu wissen, aber!!!! Was habe ich dazugelernt?!
    Ganz wichtig war auch, dass ich den Mut fand, mich bei meiner Hausärztin zu outen und eine Therapie zu machen. Nur für MICH!!!
    Wow! Das hat mir die Augen geöffnet und noch viel mehr.
    Jetzt bin ich bei einer - naja - zufriedenstellener Gelassenheit angekommen, die mir den Alltag unheimlich erleichtert.
    Mein Mann ist nun schon 19 Monate trocken, aber ohne dies Forum würde ich noch ziemlich auf der Stelle treten.
    Eine SHG besuche ich jeden Monat - treffen sich nur einmal mntl. - ist sehr gut, aber zu wenig für mich.

    So, dann wünsche ich dir erst mal einen guten Einstieg hier, viele Anregungen und Mutmacher für dich und für heute einen Guten, Schönen Tag!
    LG Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo Ann,

    ich begrüße Dich ganz herzlich hier.

    Zitat

    Manchmal denke ich, er ist meine ganz persönliche Droge,
    weil ich es mir selber nicht erlaube glücklich zu sein.
    Das ich mir diesen Menschen ganz gezielt ausgesucht habe, weil ich mich selbst so sehr hasse.

    Ich kann mich kaltblut auch nur anschliessen, daß Du mit dieser Einsicht mächtig weit bist.
    Es ist gut zu lesen, daß Du Deinen Partner als *Droge* bezeichnest. Dies bedeutet nämlich ja auch ganz klar, daß Du Deine Erkrankung erkannt hast.Dafür brauchte ich leider viel zu lang :roll: Dies ist nämlich der Anfang, da wieder rauszukommen.

    Wenn Du von Dir schreibst, daß Du Dich selbst hasst, möchte ich Dich fragen, ob Du für Deine Suchterkrankung (Essstörung) professionelle Hilfe in Anspruch genommen hast?
    Ich möchte Dir Mut machen, denn wo Hass auf sich selbst ist, da ist auch ganz viel Liebe zu sich selbst. Wir haben alles in uns, nur haben wir dies oft zu sehr verdeckt mit Kummer, Schmerz und Angst.

    Ich wünsche Dir, daß Du Dich und die Liebe zu Dir wiederfinden kannst. Dann wird auch der Zeitpunkt kommen, in der Du Menschen, die Dich immer wieder an Deinen Selbsthass bringen, nicht mehr benötigst!

    Ich habe durch das Schreiben hier (im Geschützen) ganzviel von mir wiedergefunden. Es geht!

    Lieben Gruß

    S.Käferchen

  • Guten Morgen ann,

    Zitat

    Ich glaube er würde mich für verrückt halten, wenn er das hier alles liest.

    Na und :wink: so gesehen werden wir alle hier dann für ein bisken verrückt gehalten. Aber nicht lange ann, denn wenn wir unser Muster durchbrechen, uns ändern, egoistischer werden, dann fangen sie an zu "schwimmen". Wir entziehen ihnen die bequeme Grundlage die wir ja mitgeschaffen haben.

    Deine Ma macht sich Sorgen um Dich - das ist doch schön ! Und das schlimme daran ist, sie hat sogar recht wenn sie sagt, dass was einem nicht gut tut, sollte man schleunigst ändern. Sie sieht bei Dir ein ausgeprägtes Helfersyndrom. Und ? Liegt sie mit dieser Vermutung falsch ?

    Natürlich ist es schwer sich in irgendeiner Form zu lösen. Es ist aber auch schwer zu bleiben und auszuhalten. Dann wenn man erkennt, dass es so nicht weitergeht, dann kann man gar nicht mehr "still" halten und "ausharren".

    Traurigkeit und Verzweiflung kannst Du Dir selber nehmen ann. Man kann mit seinem Schicksal hadern und im Stillstand leben, oder aber man nimmt sein Leben in die Hand. Denke mal darüber nach wie Du Dein Leben gestalten könntest mit Freunden, Hobbys, Familie. Es liegt in Deiner Hand Dich glücklich zu machen. Dies kann nämlich niemand besser als wie Du selber. Dein Partner ist nicht dafür zuständig Dich glücklich zu machen ! Ich kann mich nicht darauf verlassen, dass jemand anderes mich glücklich macht. Dafür bin ich selber zuständig.

    Ich selber fand es mehr als erstaunlich wie gut es mir ging, als die räumliche Trennung vollzogen war. Ich dachte auch immer, ich allein schaffe nichts. Ich kann meinen Tag so planen wie ich es will. Sucht und Alkohol und Vorwürfe, Streitereien, Schuldgefühle, Ärger, depressiv sein, mit all diesen unschönen Dingen muss ich mich nicht mehr befassen !

    Es gibt nichts schöneres als sich "unabhängig" zu machen. Manchmal bedarf es vieler kleiner Schritte bis man dorthin kommt, aber es lohnt sich ! Den ersten Schritt hast Du gemacht - Du bist hier :) Lies Dich hier mal durch die Threads - überlege was Dich da anspricht, was Du für Dich annehmen und umsetzen kannst.

    Viel Glück, viel Kraft und viel Zuversicht - das wünsche ich Dir.

    Grüßle
    Diandra

    Mögen alle meine Fehler sich auf ihre Plätze begeben und möglichst wenig Lärm dabei machen.

    Überwältigend was geschehen kann,
    wenn sich die Fingerspitzen zweier Menschen
    ganz leicht berühren,
    am richtigen Ort
    und zur rechten Zeit!

  • Hallo Ann,

    wir kennen uns bereits aus dem Vorstellungsbereich. Herzlich Willkommen also nochmal hier im offenen Bereich! :wink:

    Ich bin ziemlich berührt, wie reflektiert du schreibst.

    Du hast da eine sehr feine Wahrnehmung und kannst die Dinge klar benennen.

    Selbst wenn du im Moment noch keine Handlungsalternativen umsetzen kannst und noch eine und noch eine 'Ehrenrunde' drehst... deine feine Wahrnehmung ist eine sehr gute Basis. Und deine Fähigkeit, die Dinge auf den Punkt genau zu benennen ist die Vorraussetzung dafür, die Dinge auch mal auf den Punkt zu bringen!


    Wieso umgibst du dich mit gefühlskalten Menschen? Kannst du Wärme in deiner Nähe nicht ertragen?

    Ihn zu verlassen bzw. von ihm verlassen zu werden kann einhergehen mit einer Hinwendung deiner selbst zu dir. Wäre das für dich lebbar?

    Lieber Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Liebe Ann,
    Du hast da ein paar recht interessante Dinge geschrieben, die mich zum Nachdenken bringen.
    Du schreibst, dass Du menschen, die Dich wirklich lieben auf Dauer langweilig findest. Ich kenne das selber nur zu gut. Ja, das ist ein gewisser Masochismus. Ich glaube, dass da sehr veil im Verborgenen steckt. Ich habe angefangen nicht mehr so sehr auf die Probleme meines Partners zu schauen. Das sit sehr hilfreich. baer damit ist längst noch nicht alles getan. Wir müssen in ertser Linei an uns selber arbeiten. Das ist sehr schwer , wenn man Coanhängig ist, denn darin besteht ja das Wesen des Coabhängigen- wir sind ja von der SUCHT befallen, ANDEREN helfen zu wollen. oder zumindest unser Wohlbefinden von anderen Menschen abhängig zu machen. Dabei ist es egal, ob der Partner trinkt, oder sonst irgendwie hilfebedürftig ist. Hauptsachen, da ist was, was uns von uns selber ablenkt. Eine gute Frage, warum wir uns nicht selber zugestehen glücklich zu sein.
    Ich selber suche bei mir, ganz vorsichtig. Ich spüre, dass bei mir einiges tief verborgen, vielleicht in der Kindheit liegt. Und dann ist da auch die Angst. Was tue ich dann, wenn ichmich selbst entdecke, entlarve? Kann ich überhaupt damit umgehen. Ich denke, es ist ein erster Schritt, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Lass den Alkoholiker Alkoholiker sein. Du liest hier immer wieder, dass Du ihm nicht helfen kannst. Warum auch? Wenn Du Dich nicht trennen willst, ist es doch auch ok. Dann versuch einfach aus seienr Reichweite zu gehen. Lass Dich nicht zum Opfer machen. Wichitg ist doch, dass du dich erstmal distanzierst. Am besten äußerlich und auch innerlich. Wenn Du auf Dich selbst schaust und anfängst an Dir selber zu arbeiten , dann brauchst du ihn vielelicht eines Tages nciht mehr. Aber das ist ja nciht Ziel Deiner Unabhängigkeit. Ziel ist es , dass Du niemanden brauchst , dass Du Dein Wohlbefinden auf Dir selber aufbaust. Ich denke, es hat sehr viel mit Selbstachtung, Selbstliebe, Stolz, Eigenverantwortung usw zu tun.
    Ich zum Beispiel denke, dass ich in meiner Kindheit oft erniedrigt und gedemütigt wurde. Und es hat sich bei mir so eingeprägt, dass das so sein muß, normal ist. Und dise Normalität ist das, was ich als 'Muster' in mir trage. Das ist für mich das Bild von Familie, von Liebe etc. Leider. Hier im Forum habe ich erfahren, dass es anderen Kindern von Alkoholikern auch so geht, dass sich so ihre kaputten Seelen geprägt haben. Das Helfersyndrom ist der klägliche Versuch, sich Liebe verdienen zu müssen. Auch das ist es,was wir wohl in unserer Kindheit schon so erfahren haben.
    Dein Partner kann nichts für Deine eigene Sucht , sondern stellt womöglich nur ein Spiegelbild Deienr selbst dar. Oft haben Alkoholsüchtige auch ähnliches erfahren und für sie ist es auch nur eine Form damit klar zu kommen. Viele Süchtige verfallen oft von einer Abhängigkeit in die andere. So können dann trockene Alkoholiker plötzlich auch selber Coabhängig, oder Sexsüchtig, oder Spielsüchtig oder Inernetsüchtig werden. Coabängie genauso. Der Alkoholiker mußaufhören zu trinken. Der Nikotinsüchtige muß aufhören zu rauchen. Der Essgestörte muß vernünftig essen. Aber was muß derCoabhängige? Es ist nicht nur der gerade aktuelle Partner, der für den Coabhängien das Problem ist. Dieses sog Helfersyndrom, welches irgendwo überhand genommen hat steckt sehr viel tiefer in uns verwurzelt. Damit wir aber überhaupt die Energie haben an uns selber ran zu kommen müssen wir uns auch von dieser 'konzentration' auf das Suchtmittel = Partner distanzieren. Wie sehr das bei den meisten auch mit eienr Angst verbunden ist zeigt sich doch daran wie schwer es fällt den Partner, der einem nicht gut tut zu verlassen. Ich glaube es ist dieser Kampf nicht verlieren zu wollen, der Kampf , den wir kämpfen um geliebt zu werden. Wir haben ja schon teilweise Jahre in diese Beziehung gesteckt. Mit der Absicht endlich den Partner zu haben, der uns die Liebe schenkt, die wir uns ersehnen. Paradoxerweise könnte es uns passieren, dass wir diesen Kampf gewinnen und der Partner für uns dann uninteressant wird. Und dann? sind wir immer noch nicht geheilt, sondern werden uns ein neues Opfer suchen. Unsere einzige Chance ist es uns selber , unsre Würde wieder zu finden und anfangen zu lieben, zu achten. Denn nur eine Freundin, die sich selbst respektiert würde sich 'so etwas ' nie bieten lassen.

  • Hallo Ann,

    habe Deinen Thread gelesen. Ich kann Dich gut verstehen, wie es Dir geht.

    Du hast geschrieben, dass Du 3 Jahre von ihm getrennt warst. Das war bei mir auch so.
    Ich stecke auch noch sehr weit mit meinen Gefühlen drin. Bin auch noch nicht so lang hier. Aber was mir schon bewusst wurde ist, wenn man nach 3 Jahren nochmal sich auf ein solches Kaos einlässt, sind die Gefühle noch nicht richtig verarbeitet.

    Ich versuche mir immer mehr vor Augen zu halten, wie sehr ich auf sein anstrengendes Verhalten angesprungen bin. Dadurch war/bin ich nur mit den einzelnen Streitigkeiten beschäftigt und habe nicht gemerkt, das was ich teilweise gesagt habe, oder gemacht habe, nicht falsch war, sondern ich habe ihn einfach gehindert seinen Sucht ungestört ausleben zu können.
    Ich liebe ihn immer noch. Nur ist der Schmerz sehr groß. Ich schicke ihn dadurch weg.

    Was treibt Dich zu Deinem Partner hin?

    Meiner hat mich damit immer wieder beeindruckt, dass ich für ihn die Liebe seines Lebens bin. Das hat mir sehr geschmeichelt. War Tag und Nacht präsent. Teils nur durch Anrufe. Kam meiner Sehnsucht nach Nähe sehr entgegen.
    Fühle mich dadurch geliebt. Er liebt mich, ist aber eigentlich nur an sein Wohlempfinden interessiert. Sowas ist sehr egoistisch.

    Vielleicht fällt Dir, durch mein Verhaltensmuster auf, was euch aneinander bindet?

    Ich versuche auszubrechen. Denn wenn ich jedesmal aufs Neue verletzt werde, baue ich mich zwar wieder auf. Aber das kostet viel Zeit und Kraft. Das ist ganz und gar nicht positiv.

    Wir sollten uns andere Hobbys suchen. Kleiner Scherz.!!!!

    Naja, ich wünsche Dir viel Kraft Deinen Weg zu finden.
    LG Zeter

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