• Hallo Ihr zwei!

    Also ich hab in meiner geführten "Lernphase gelernt, solche Weichspüler wegzulassen, und immer direkt zu sagen, was ich will.
    "Bitte räum deinen Pulli auf"!
    Ich will das ja haben.
    Besser ist es, vorher schon positives zu erwähnen, also ein Lob vornweg,
    z.B. "Super, wie ordentlich du deine Hausaufgaben gemacht hast. Räum doch noch bitte deinen Pulli auf." ( :D Komisches Beispiel, mir fällt aber kein passenderes ein).

    Es ist nicht leicht, so miteinander zu reden, wenn man lange Zeit "Co-krank" war. Ist mir sehr, sehr schwer gefallen, nicht nur bei meinem Mann!
    Aber heute, nach über zwei Jahren, klappts ganz gut.

    LG Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hi Gotti,

    das kommt mir alles sehr bekannt vor. Ich hab lange gebraucht mir direkte Kommunikation anzueignen. Heute schätze ich das unumwundene und direkte sehr und wünsche mir auch oft, dass man so mit mir umgeht.

    Das aus meiner Kindheit erlernte Rumeiern mag ich gar nicht mehr und kann selbst auch nicht mehr viel damit anfangen.

    Wo ich enorme Schwierigkeiten habe, zur Zeit ist, dass ich mir manchmal zu unsicher bin, war ich vielleicht zu direkt? Das fällt noch sehr schwer, das herauszufinden.

    Was ich mir jedoch nie wieder angwöhnen werde und auch nicht mehr könnte - ist dieses "durch die Blume" - das ist weniger höflich oder freundlich als viel mehr - manipulativ!

    Mir fällt oft auf, wenn ich von jemandem besäuselt werde und ich direkt zurückfrage, "Komm auf'n Punkt, was willst Du von mir?" - dass dann der Gegenüber häufig völlig überfordert ist. So ging's mir früher ja auch.

  • Hi Gotti, Hi Kaleu

    na na na, wer redet denn hier von Weichspülern ;-)? Sei nicht nett, sei echt ;-)!!!!!! und zu dem Lob fällt mir auch noch was ein: "Was für ein nettes kleines Mädchen Du doch heute warst, hast so schön aufgeräumt!" Damals hat man mich zu jener Sklavenmentalität verführt, die sich darin äußert, dass man es anderen Menschen ständig recht machen will. Ich habe mein eigenes Wesen verraten und mein kleines Mädchen-Ich darin gehindert, sich auszudrücken, nur um ein paar Tropfen perverses Lob abzubekommen!"

    Ich möchte nur eins, aus dieser Schleife aussteigen und es nicht an unsere Kinder weiter geben. Ich habe selber diese Erfahrung gemacht und weiß wie unendlich schwer es ist, das zu transformieren und zu heilen.

    Bei mir gibt es Konsequenzen, aber das sind nie Bestrafungen.

    Ich mag das übrigens super gerne, wenn mir jemand sagt: "nun komm mal auf den Punkt, was willst Du von mir." Ich mag gerne Klarheit. Ich mach dass manchmal auch mit Menschen dass ich sie unterbreche, weil ich die Verbindung zu Ihnen verloren habe. Ich habe nicht das Gefühl, dass sie damit überfordert sind, ganz im Gegenteil. Ich habe das Gefühl, als würde mein Gegenüber dadurch sogar eher das Gefühl haben, als bin ich wirklich an dem interessiert, was er gerade zu sagen hat. Meine Erfahrung....

    LG Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Hi Martha,

    Zitat von Martha66

    Ich habe mein eigenes Wesen verraten und mein kleines Mädchen-Ich darin gehindert, sich auszudrücken, nur um ein paar Tropfen perverses Lob abzubekommen!"

    Welches Kind würde das nicht tun? Jedes kind sehnt sich nach Lob, akzeptiert werden, Anerkennung, Zuneigung. Und wenn ein Kind die nicht bekommt - schlicht weil es einfach DA ist - dann sucht sich jedes kind Möglichkeiten in dem ihm möglichen Rahmen Lob und Anerkennung zu bekommen. Ein Kind kann noch nicht reflektieren - es merkt nicht, dass es sich verbiegt und sein Ich aufgibt!

    Später als Erwachsener steht das Kind dann da und soll sich nun zurecht finden. Innerlich sucht es immernoch Lob und Anerkennung. Und der Weg wie man die bekommt, den hat es ja gelernt. Verbiegen. Sich aufgeben!

    Zitat

    Bei mir gibt es Konsequenzen, aber das sind nie Bestrafungen.

    Ist bei mir und meinem Sohn auch relativ neu. Probleme werden nur noch im Gespräch gelöst. Und zwar gelöst. Ist eine Konsequenz nötig, wird auch die besprochen, so dass mein Sohn sich nicht ungerecht behandelt fühlt.

    Klappt super und irgendwie flutscht alles von allein.

    Zitat

    Ich mag gerne Klarheit.

    Ja. Geht mir genauso.Wenn ich weiss woran ich bin - und zwar offen weiss woran ich bin, habe ich Orientierungspunkte um zu Lösungen zu kommen statt anfangen müssen Energie für interpretation zu verschwenden. Auch das macht alles irgendwie viel einfacher.

    Lieben Gruß

    Kaleu

  • Hi Kaleu,

    ich krieg das leider nicht hin mit den Zitaten, Du schreibst:

    Wenn ich weiss woran ich bin - und zwar offen weiss woran ich bin, habe ich Orientierungspunkte um zu Lösungen zu kommen statt anfangen müssen Energie für interpretation zu verschwenden. Auch das macht alles irgendwie viel einfacher.

    Orientierung und Struktur sind übrigens eine Strategie ;-), für welches Bedürfnis stehen sie und wofür brauchst Du es? Kleiner Gedankenanstoss......

    Ich kenne das übrigens auch.........

    LG Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Entschuldigung, ich denke ich bin gemeint - ich habe den thread von sencha anders verstanden... :oops:
    Ich wollte mich nicht wichtig machen, aber es ist halt so, dass andere meine Gedanken in Worte fassen können die mir garnicht einfallen.... :?
    Es gibt viel lesenswertes und nachdenkenwertes in der Literatut, aber ihr habt recht, unsere Realität ist interessanter.
    Vielleicht ist es leichter sich hinter "Zitaten" zu verstecken ohne selber den Mund (das Hirn) aufmachen zu müssen.
    Liebe Grüsse, murmeltier

  • Hallo ihr's

    ich mach gerade ein Päusschen und schlürfe Wasser. Hab mir nichts mit zu Essen mitgenommen, was sich jetzt als böser Fehler rausstellt - ich hab Hunger.

    Mir geht es etwas besser jetzt und die Arbeit flutscht heute mal gut von der Hand.

    Hätt Lust auf'n Tee gerade...

    War mein erstes Tief was ich ganz gut ohne Alkohol überstanden habe in der letzten Zeit und es geht mir überraschend gut. Bin zwar nicht unbedingt gut gelaunt oder so, doch immerhin relativ ruhig innerlich.

    So, ich schaff mal weiter.

    Schönen Abend euch :)

    Liebe Grüße

    Kaleu

  • Hi Kaleu, nach der Arbeit kommt dann aber die Entspannung :wink:

    Schön aufs Sofa setzen, keine Störquellen, nur du und die Stille.
    Vielleicht noch eine gute Tasse Tee :arrow:
    hab ich auch schon mal ausprobiert, danke für den Tip :)

    LG und dir einen schönen Abend

    Franky

  • Hallo ihr,

    bin wieder zu Hause und wieder deprimiert. Zieh mich jetzt auf die Couch zurück, schlürf eine Tasse grünen Tee und werd dann schlafen gehen. Hoffe morgen geht's mir ein klein wenig besser. Mal sehen.

    's trocken bleiben fällt nicht schwer zur Zeit. Hätte im Büro problemlos was trinken können und keiner hätts mitbekommen. Ich war aber nicht einen Moment in Versuchung.

    Gute Nacht ihr Alle :)

    Kaleu

  • N`Abend Kaleu,
    gut dass Du wieder trocken zu Hause angekommen bist :)

    Wünsche Dir eine angenehme Nachtruhe!

    Liebe Grüße
    Manfred

    PS.: Hast Du schon gesehen, dass die Texte wieder da sind? Thread "weg"

  • Guten Morgen alle,

    das Schreiben fällt heute Morgen schwer, aber ein paar Zeilen möchte ich dalassen.

    Geduld, Fluss des Lebens, Vertrauen, Glaube. All das bekommt im Ansatz Formen in mir. Beschreiben kann ich's nicht, woran es liegt weiss ich nicht. Ist mir auch egal. Ich hab zu viel analysiert, in Schubladen gesteckt, "gewusst".

    Ich komme gerade in einer unegwohnt ruhigen Stimmung an. Nicht depressiv, auch wenn mich diese Stimmung ein wenig zu meinem Kummer hinbewegt. Trotzdem ist da auch ein Hauch Zuversicht, vielleicht auch Vertrauen.

    Liegt's am Tee? Wie Sencha sagt? Ich trinke grünen Tee. Den ganzen Tag hindurch. Dauernd hab ich Lust auf eine frische Tasse.
    Liegts an den Gesprächen mit Manfred und Martha?

    Wie gesagt, ich weiss es nicht. Es ist ungewohnt ruhig in mir und damit auch um mich herum.

    Beim Gedanken an Alkohol bekomme ich Brechreiz. Wörtlich zu nehmen.

    Diese innere Ruhe geniessen klappt noch nicht. Zu ungewohnt. Schlecht fühlt sich das aber nicht an. Nur "neu".

    Euch allen alles Liebe und einen schönen Tag

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Manfred , ich hab Dir versprochen auf diese eine Antwort von Dir noch ausführlicher einzugehen und das werde ich auch machen. Ich weiss noch nicht wann, ich möchte das noch tiefer sacken lassen und verarbeiten.

  • Hallo Kaleu!

    (Interessanter Nick - warst / bist du bei der Marine? - :wink: musst nicht antworten!)

    Die "innere Ruhe" geniessen - dazu braucht es ganz viel.
    Das erste mal, als ich sie bemerkte, war ich ganz - erschrocken-.
    Es war etwas völlig neues, Fremdes. Aber, wie du auch fühlst, Gutes.
    Und ich wünsche dir, so wie es mir damals ging, dass du sie bald so richtig geniessen kannst.

    Dazu brauchte es bei mir aber erst mal abschalten. Von den Sorgen, Gedanken, die bis dahin regelmäßig durch meinen Kopf gingen.
    Ganz viel Gedanken machte ich mir auch um das Woher und Warum alles so gekommen ist. Kindheitserlebnisse, Pubertätsprobleme, und so weiter, und so weiter.
    Meine Therapeutin stellte mir einmal die Hausaufgabe, darüber nachzudenken, was es mir bringt, die Ursachen zu wissen.
    Ich habe festgestellt - hat natürlich ein "paar" Tage gedauert - dass es mir überhaupt nichts bringt.
    Jetzt ist mein Leben so wie es ist, und damit muss ich fertig werden.
    Jetzt kann ich alles anders machen.
    Da begann ein neuer Abschnitt in meinem Leben.
    Und ich habe mich verändert. Bin zu meiner inneren Ruhe gekommen.
    Zu meiner (wenigstens teilweise) Gelassenheit.

    Alles Gute für deine innere Ruhe wünscht Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Liebe Gotti,

    ja, die liebe Ursachenforschung. Für mich war die wichtig. War sie tatsächlich. Ich hab aber nicht mehr aufgehört damit. Weiss der Geier warum.

    Das erklärt auch mein vieles Geschreibsel hier. Überall an den Ursachen rumschrauben wollen, auch bei Anderen.

    In der Gegenwart anzukommen hab ich damit vermieden.

    Aber das möchte ich jetzt. Ich merke wie gut es mir tut die Ursachenforschung endlich ruhen zu lassen und mal einfach anzunehmen.

    Geduld lernen, Ruhe lernen.

    Alles Liebe

    Kaleu

    (Hobbymarine :D)

  • ...und nochwas...

    DURST!

    Ist mir gestern schon aufgefallen. Heute ist es noch schlimmer.

    Manch einer hat geschrieben, dass Wasser trinken bei Saufdruck hilft, und so hab ich mal in mich reinegehört. Ist kein Saufdruck, jedes alkoholische Getränk käme gar nicht in Frage.

    Tee. Wasser. Literweise. Ich hör gar nicht mehr auf. Es ist als schreit jede Zelle in meinem Körper nach gesunder, klarer Flüssigkeit. Dieses Gefühl - dieses natürliche Durstgefühl wurde durch den Alkohol sicher auch betäubt.

  • Hi Matthias,

    bäää... Milch! :lol:
    Nee. Am Meissten trink ich Tee, den aber in Mengen. Soweit ich das rausbekommen habe, ist das unbedenklich. Wasser zwischendurch immer mal einen guten Zug.

    Um meinen Elektrolythaushalt muss ich mir mit diesen Getränken ja wohl weniger Sorgen machen als vorher mit dem Alkohol ;)

    Meine Augenringe verschwinden, jeden Tag ein Stück mehr. Soweit mir bekannt sind die eines der Anzeichen von Dehydrierung. Ich denk mal, dass ich da nah dran war.

    Selbst wenn ich nüchtern war hab ich nur sehr wenig getrunken. Meisst Kaffee. Mir wurde schon gesagt, ich seh schlecht aus.

    Körperlich fühle ich mich jeden Tag besser. Nur ein leichtes Kopfweh, eigentlich die ganze Zeit. Bring das im Moment stark mit dem Rauchen in Verbindung.

    Geistig ist es ganz komisch. Alles geht so "langsam" - schwer zu beschreiben. Obwohl ich alles wahrnehme und alles gut hinbekomme, Alltag, Interaktion, Arbeit usw. fühlt sich das alles "fremd" an. Schwer das in Worte zu kleiden. Nicht unangenehm - nur - anders.

    Lieben Gruß

    Kaleu

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