Was kann ich ändern?

  • Hallo Candygirl,

    ich glaube kaum, dass sich mein Mann zusammenreissen wird, er findet sich im Recht, also wird er machen, was er auch sonst macht.
    Ich frage mich höchstens, wie ICH es aufnehmen werde, ob ICH mich dabei die Laune werde vermasseln lassen oder locker damit umgehen und denken: es geht mich nichts an!
    Ich behaupte, ich bin emotional unabhängig, das wird sich zeigen!
    Ich bin eher auf meinem Verhalten neugierig als auf seinem, denn sein Verhalten wird sich sicher nicht dadurch ändern, dass er sich beobachtet fühlt, da bin ich sicher!

  • Hallo,

    ja das kenn ich, seinen Gefühl nicht trauen... ich weiß eigentlich genau wie ich mich verhalten sollte, kann es abe auch nicht immer umsetzten.

    nici, die oft die Lippe blutig hat vom Draufbeissen. :P

  • Hallo ihr lieben,

    also wenn mein Mann getrunken hat dann hab ich früher immer den Fehler gemacht und versucht mit ihm darüber zu reden.Hab gesagt er soll doch bitte langsamer und weniger trinken,...

    Naja,mittlerweile bin ich dazu übergegangen es einfach zu ignorieren.Ich habe einfach meine Kinder geschnappt und bin spazieren gegangen oder abends ein Buch und bin ins Bett zum lesen oder in die Badewanne zum entspannen.KLar habe ich mir Gedanken gemacht aber ich kann es eh nicht ändern und ich habe keine Lust mehr auf endlose Diskussionen die eh zu nichts führen und mich nur verletzen.

    Also würde ich sagen,einfach ignorieren und für sich selbst etwas tun.Raus gehen,Spaß haben oder mit ner Freundin telefonieren :)

    LG
    candygirl

  • Hallo an alle :)

    also mein Mann ist jetzt krank geschrieben wegen seinem Magengeschwür und trinkt natürlich nichts.Natürlich wegen der Schmerzen die der Alk nur schlimmer machen würde aber ich finde es trotzdem schön dass er trocken ist momentan.So eine lange Phase ohne Alk ist selten.

    Heute hat sich der Arbeitskollege von meinem Mann wieder gemeldet per sms und zu meinem Ärger hat mein Herz einen Hüpfer gemacht.Ich hab ihm nicht geantwortet.Mal sehen.Freundschaft okay,aber so lange wie ich diese Schmetterlinge im Bauch habe,sollte ich es lieber lassen.

    LG
    candygirl

  • Hallo candygirl,

    Meine Mutter hatte schon zwei mal ein Magengeschwür. Beide male hat sie nicht getrunken, wegen der Schmerzen. Das tut glaub ich höllisch weh. Leider hat sie nach einigen Wochen Abstinenz wieder angefangen gehabt. Ich meine nur, mach dir da wenig Hoffnung das sich was ändert.

    Zitat

    Heute hat sich der Arbeitskollege von meinem Mann wieder gemeldet per sms und zu meinem Ärger hat mein Herz einen Hüpfer gemacht.Ich hab ihm nicht geantwortet.Mal sehen.Freundschaft okay,aber so lange wie ich diese Schmetterlinge im Bauch habe,sollte ich es lieber lassen.

    Wie geht das denn?

    Gruß Melanie

  • Hallo Melinak,

    ich habe gemeint das ich mit dem Kollegen von meinem Mann schon gerne befreundet wäre weil es mir ja gut tut mit ihm zu reden,bin mir aber nicht sicher ob das funktioniert so lange wie ich anders für ihn empfinde.

    Mein Mann hatte auch nachdem die Schmerzen beim Magengeschwür vorbei waren wieder getrunken.Ist ja nicht das erste was er hat :(

    MfG
    candygirl

  • Hallo zusammen,

    trotz meiner Bedenken hab ich mit dem Kollegen von meinem Mann telefoniert.Es war sehr nett.Ich denke wir können schon ab und zu reden.Schluss mit dem schlechten Gewissen.Herzklopfen hin oder her.Da wird eh nicht mehr passieren weil er beruflich die ganze Woche unterwegs ist.Ich gönn mir das einfach.

    Mein Mann hat trotz Tabletten noch immer ziemliche Schmerzen.Er geht aber nächste Woche arbeiten.Die Woche war okay.Getrunken hat er nichts.Vielleicht bleibt es ja wirklich so wie jetzt.Ich weis nicht recht.Er ist irgendwie anders.Ich kann es schwer beschreiben.Er weis glaube ich schon das es auch vom Trinken kommt das er schon wieder ein Magengeschwür hat.Auch wenn er jetzt manchmal ziemlich schlecht gelaunt ist (sei es wegen der Schmerzen oder dem schon lange anhaltendem Trocken sein) ist er trotzdem aufmerksam.Er gibt sich echt mühe.KLar seine Launen sind schon anstrengend,aber wir sind doch alle mal schlecht drauf.

    LG
    candygirl

  • Hallo Candygirl,

    du schreibst:

    Zitat

    Vielleicht bleibt es ja wirklich so wie jetzt.Ich weis nicht recht.Er ist irgendwie anders.

    Hm, da denke ich so bei mir, oooohhh ja, wie oft habe ich das auch gedacht, damals :roll: . Es waren immer wieder diese Zeiten der Trinkpausen, die mich hoffen ließen, damit ich hinterher wieder doppelt so doll abstürzen konnte. Die letzte Trinkpause meines Exmannes ging über ca 4 Monate! Er gab da zu, ein Alkohol"problem" zu haben, aber die anderen würden ja noch viiieeel mehr saufen. "Und siehste, ich kann ja auch ohne...". Seine Entzugserscheinungen, die er am Beginn dieser Trinkpause hatte, an die erinnere ich mich noch gut... :( . Und er war so zuvorkommend in dieser Zeit. Und so einsichtig. Und so nett. Und so... hm.

    Ich sagte dann sogar, "ach, wir können ja unsere Silberhochzeit dann doch ein wenig feiern, wenn es jetzt wieder so gut anläuft bei uns." . Denn vorher hatte ich gesagt, ich wolle auf keinen Fall Silberhochzeit feiern (die war im November damals), das, was bei uns abläuft, ist ja keine Ehe mehr.

    Also hatte ich mich mal wieder voller Vertrauen in eine neue Runde gestürzt. Verstehst du? Übrigens hat Exmänne sich als fast einzigster volllaufen lassen an dieser Silberhochzeit :( . Naaaa toll...

    Du beschönigst auch wieder alles so langsam, habe ich das Gefühl. Na ja, er hat Laune, hat ja jeder mal... und so. Und er sieht ja was ein...

    Hm. Ich bin hier und du bist da. Ich kenne deinen Mann ja nicht persönlich. Aber für mich hat es solche Ähnlichkeit mit meiner eigenen Situation damals. Und dass ich da noch eine Runde drehen musste. Nach der Trinkpause dann auch die allerschlimmste :( .

    Also sage ich mal, pass auf dich auf und verliere dich nicht aus den Augen.

    Viele Grüße
    Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Aurora,

    du hast sicher recht wenn du schreibst das ich wieder beschönige.Es ist eben einfacher als sich ständig den Kopf zu zerbrechen und zu denken er fängt ja sowieso wieder an zu trinken.Oder zu kapieren das seine Launen auch vom Entzug kommen.

    Also ich werd jetzt einfach mal abwarten wie es weiter geht.Was anderes kann ich eh nicht machen.

    Es läuft so gut da vergisst man den ganzen Mist der früher passiert ist.Das hab ich auch schon oft durch aber weil es halt diesmal so lange ist ohne Alk,dann hat man doch wieder Hoffnung.Ob es ein Fehler ist oder nicht wird die Zeit zeigen.

    Was mir auch an mir selbst aufgefallen ist:
    Seit ich mich nicht mehr drum kümmern muss Bier zu kaufen,seit ich nicht mehr ständig in Sorge um meinen Mann bin,seit ich nicht mehr ständig auf ihn einreden muss wegen der Sauferei,seit ich nicht mehr kontrollieren muss wieviel er trinkt,....
    Ich hab irgendwie total viel Zeit auf einmal für andere Dinge.Ich bin weniger gestresst und weniger genervt,hab weniger Kopfschmerzen.Es geht mir gut.Manchmal ist mir direkt langweilig (grins).

    LG
    candygirl

  • Hallo Aurora,

    du machst mich sehr nachdenklich!!!!

    Candygirl...ja ich kann deine Hoffnung nur zu gut verstehen ist bei mir ähnlich...nur ...bitte behalte die Augen auf!!!

    Liebe Grüsse
    Monty

    Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie anderswo zu suchen

  • Hallo an alle :)

    Heut kommt mein Mann wieder nach Hause.Es war echt entspannt als er nicht da war.Ich glaube da ist wirklich nichts mehr.Und so sehr ich mich auch anstrenge ich kann ja nichts dafür.Man kann Gefühle nicht auf Knopfdruck ein und ausschalten :cry:

    Klar tut es weh.Und ich glaube wenn ich wirklich gehen würde dann wäre es schlimm für uns beide.Mein Mann würde einen Rückfall haben.Meine Schwiegereltern wären traurig.Meine Mutter würde es nicht verstehen und meine Omas auch nicht.Und mein Vater würde sehr enttäuscht sein und sicher mir wieder die ganze Schuld geben.Ich hatte schon immer das Gefühl das ich ihm nie etwas recht machen konnte.Ich liebe ihn sehr und wir hatten echt mal ne schwierige Zeit aber jetzt verstehen wir uns richtig gut.Es war mir immer wichtig was mein Vater über mich denkt.Das ist einfach so.Ich kann es nicht erklären.

    Ich weis nicht wo ich anfangen soll.Ich würde gern mit meinem Mann reden.Ihm sagen das ich ihn nicht mehr liebe.Aber so weit bin ich noch lange nicht.Mir ist inzwischen mehr als klar das ich so nicht mehr jahrelang weiter leben kann ohne irgendwann in der Klapse zu landen und ich habe noch wenig Hoffnung das die Gefühle für meinen Mann wieder kommen.Es ist einfach zu viel passiert.Ich will raus hier.Ich fühle mich manchmal wie im Gefängnis.Eingesperrt und hilflos der Situation gegenüber :?

    LG
    candygirl

  • Hallo Candygirl

    Zitat

    Mein Mann würde einen Rückfall haben.Meine Schwiegereltern wären traurig.Meine Mutter würde es nicht verstehen und meine Omas auch nicht.Und mein Vater würde sehr enttäuscht sein und sicher mir wieder die ganze Schuld geben.


    Kann alles sein, ist alles möglich und darf auch so sein.

    Du darst aber TROTZDEM gehen.

    Es sind deren Gefühle, deren Reaktionen, es ist deren Verantwortung.

    Du bist einzig und allein DIR verantwortlich.

    Du darfst die Tür rausspazieren. Dein Gefängnis hinter dir lassen. Wenn da keine Liebe mehr ist, dann ist das einfach so.

    Du bist erwachsen und mußt es deinem Vater nicht mehr rechtmachen.


    Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Candygirl,

    wie willst du es wissen, wie sich die Familienmitglieder fühlen werden, es gibt nur eine Wahrheit und das ist das was du spürst, alles anderes kannst du nur erraten.
    Als Co-Abhängige habe ich auch mal diese Schwäche gehabt, dass ich immer meinte, für andere Leuten denken zu können, dabei habe ich oft falsch gedacht...
    Bewusst ist mir geworden, als mich mein Mann gesagt hat, ich muss damit aufhören für ihm zu denken, immerhin hat er doch eine ganz andere Denkweise als ich es habe, wie konnte ich mich also zumuten, wissen zu können was er denkt oder fühlt...
    Seit ich es nicht mehr tue, fühle ich mich wohler und andere Leuten rundherum auch ...

  • Hallo Candygirl,

    deine Bedenken, was wäre, wenn du weggehst, das sind Gründe, die dich festhalten, Ängste, die du hast. Du musst die Konsequenzen für dein Handeln übernehmen und dafür dann gerade stehen. Natürlich wird es den anderen nicht gefallen und egal sein, wenn du dich trennst. Das ist deren Reaktion darauf. Aber wichtig ist doch einzig und alleine, dass du damit leben kannst, dir muss es doch gut gehen. Du bist doch nicht verantwortlich für die guten Gefühle der Anderen, sondern einzig nur für deine!

    Ich sage dir, aus zum Teil eben fast genau diesen Gründen, die du da anführst, habe ich Jahr um Jahr an einer Ehe festgehalten, die keine mehr war! Die mich unglücklich und krank gemacht hat. Mich! Ich dachte, es wäre meine verdammte Pflicht, so zu sein, aber den meisten Schaden habe ich mir selbst dabei zugefügt, indem ich mich selbst um ein Leben in Freiheit und Liebe und Selbstbestimmung gebracht habe!

    Es heißt ja nun nicht, dass du von heute auf morgen alles hinwerfen und abhauen sollst. Mach mal schön in Ruhe, wichtig ist doch, dass du was machst. Nämlich das, was dir gut tut und dich weiterbringen wird. Und dazu gehört wohl, dass du mit der Loslösung beginnst. Und dir neue Wege suchst.

    Viele Grüße
    Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo an alle,

    danke für eure lieben Worte.Von heute auf morgen könnte ich sowieso nicht einfach abhauen.Manche machen das vielleicht,ich kann es nicht.

    Ich glaube ich habe auch Angst davor erstmal mit meinem Mann zu reden.Ihm das alles zu sagen.Ich bin einfach zu feige und nicht stark genug.Er würde es ohnehin nicht verstehen.Aber irgendwann muss ich mich dem stellen,das ist mir klar.Ich kann so nicht mehr glücklich werden.Vielleicht ergibt sich ja auch was.Aus irgendeiner Situation heraus.Aber ewig kann ich auch nicht darauf warten.

    Ich bin mir auch nicht sicher ob ich vielleicht schonmal anfange nach Wohnungen zu schauen oder schonmal aufs Amt gehe.Ich kann ja momentan noch nicht arbeiten gehen wegen der Kinder.Ich weis nicht so recht wo ich anfangen soll.Ich hab mich innerlich gelösst.Von dem Glauben es könnte so werden wie früher und habe mir endlich eingestanden das ich meinen Mann nicht mehr liebe.Das ist sicher der Anfang.Und dann?Was kommt als nächstes?

    LG
    candygirl

  • Hallo Candygirl,

    wenn du nicht abhauen kannst, oder willst, dann brauchst du dein Mann auch nicht unter Druck zusetzen, er würde es ausnützen und deine Aengste und Unsicherheiten grösser machen.
    Schaffe ganz einfach nur an dir selbst, mach es dir so schön wie möglich, mach dass deine Kinder eine liebe, fürsorgliche Mama haben und probier seine Problemen auf die Seite zu stellen, ihmauch nicht zu kontrollieren, und wenn er sagt, er wird sich bessern, dann sagt er es halt, warte mal ab, was danach kommt und bleibe immer nur bei dich...
    Wenn er merkt, dass du dich verändert und nichts mehr sagst, wird er neugierig werden, und dich automatisch fragen, was los ist.
    Mach dich im voraus eine gute Antwort bereit für diesen Zeitpunkt, damit du sachlich bleiben kannst und nicht den Kopf verlierst.
    Also... bei mir hat die Methode besser gewirkt als Ermahnungen, Druck, Erklärungen usw...
    Mein Mann trinkt zwar immer noch aber ich konnte trotzdem weiter wachsen, und wenn ich mal spüre, nun bin ich soweit oder es geht nicht mehr, dann bin ich mindestens in der Zeit nicht kaputt gegangen.

  • Hallo Welia,

    liebst du denn deinen Mann noch?

    Du hast sicher recht wenn du schreibst das ich es mir so schön wie möglich machen soll.Mir bleibt ja nix anderes übrig.Auch wenn es mir manchmal schwer fällt.Gerade am Wochenende wenn wir die ganze Zeit zusammen sind.Wenn er arbeiten ist dann geht es mir besser.Ich fühle mich freier.Ich muss mich nicht verstellen und so tun als wäre ich glücklich mit ihm.Vielleicht sehe ich ihn als Freund.Er ist ja kein schlechter Mensch.Aber auf Dauer ist das sicher keine Basis so zusammen zu leben.

    Aber ich denke du hast recht.Ich kann nicht einfach gehen.Ich hab noch nicht den Mut mit ihm zu reden.Aber ich kann mein Leben leben.Wenn es nicht mehr geht werde ich es schon merken.Und bis es soweit ist,kann ich mich ja informieren und schauen dass ich alles weis wie das dann ist mit dem Hartz 4,Wohngeld,Unterhalt.Ich kann nach Wohnungen schauen und wie die Preis so sind und mir überlegen wohin ich dann eventuell ziehe.Nicht so weit weg auf jeden Fall denn ich will das die Kinder so oft wie möglich ihren Vater sehen können.

    Manchmal denke ich wenn mein Mann wieder anfängt zu trinken,dann hätte ich wenigstens einen Grund zu gehen.Einen dem ich ihm sagen könnte.Ich weis,dass ist nicht okay von mir.Er ist immer noch Trocken.Sei es nun wegen seinem Magengeschwür oder weil er eingesehen hat das es so nicht weiter geht weis ich nicht.Und ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht weiter.

    LG
    candygirl

  • Hallo Candygirl,

    Nein, ich bin sicher, ich liebe mein Mann nicht mehr, denn was er liebt, zerstört er und als ich das erkannte, habe ich gelernt ihm nicht mal noch lieben zu wollen.
    Ich kann doch kein Narzisst lieben, der nur sein Gewissen beruhigt, wenn er Alkohol trinkt...

    Genau wie bei dich, ist mein Mann nicht mein Feind geworden!
    Und...
    ich würde ihm nichts schlechtes wünschen, freue mich sogar, wenn es ihm gut geht, solange es nicht auf meine Kosten ist.

    Ich habe sogar mal gehofft, dass er an einer Frau hängen bleibt, die auch gerne mit ihm getrunken hat, sie ist geschieden, hat ihm scheinbar gut gefallen, hatte ein eigenes Haus, so dass sie bei einer Trennung mein Anteil nicht geschmälert hätte, und er war viel bei ihr!
    Also hatte ich Hoffnungen geschöpft, dass sie sich zusammentun... dann wäre ich schön aus dem Schneider gewesen, hätte Adieu sagen können und ihm alles Gutes wünschen... hätte nicht selber die Trennung anzetteln müssen, hätte nicht Angst haben müssen, dass er brutal wird, oder dass er mich verfolgt (davon hätte ich schon Angst).
    Ach... wäre das mal eine Gelegenheit gewesen... aber trotz Alkohol, die beide verbunden hat, hat sie plötzlich Schluss gemacht... schade!

    Auch ich nutze momentan die Zeit, um mir besser zu informieren, was auf mir zukommen könnte, um mir zu stärken und mein Horizont zuerweitern.

    ABER ....
    Ob ich dann gehen kann, wenn es soweit ist, dass ich es nicht mehr aushalte?
    Was ist wenn ich mein Aushalten erweitere?
    Davor habe ich Angst...denn .... ich hätte manche Möglichkeit gehabt und habe es nicht getan...ich war immer zu feige und es war noch nicht die Zeit!
    und irgendwann dachte ich: das werde ich schon tun! Irgendwann....
    Und die Jahren sind vergangen!

    Sieh mal, ich bin bald 60.... habe kein eigenes Einkommen... keine Chance ein Job zu bekommen, soll ich unter den Voraussetzungen eine Wohnung suchen und sagen, mein Mann zahlt das schon, wenn er mal das Haus verkauft hat?

    Mein Mann würde das Haus nicht verkaufen, zduem kann es lange gehen, bis ein Käufer gefunden wird, finanziell geht es ganz einfach nicht.... Wovon soll ich dann leben?

    Oder soll ich die Scheidung fördern und mit ihm bleiben, bis alles geregelt ist?
    Wer würde mich da schützen?
    Ich habe hier keine Verwandschaft, meine Söhnen will ich nicht hineinziehen, meine Freundinen sind die Ehefrauen von seine Freunden.
    Ein Telefon und mein Mann wüsste wo ich bin...

    Ich müsste sowieso bis alles geregelt ist, mit ihm bleiben, Sachen besprechen... und da würde sein Narzismus voll einschlagen.
    Bis jetzt war mein Mann körperlich nicht gewalttätig, würde er aufhören zu trinken, würde er seine Existenz bedroht sehen, dann könnte ich nichts mehr versprechen...

    Ich bleibe also nicht aus Liebe zu ihm, aber...aus Angst!

  • Hallo Welia,

    das tut mir echt leid das du aus Angst bleiben musst.Das stelle ich mir noch viel schwieriger vor.Angst habe ich keine.Jedenfalls nicht das mein Mann gewaltätig werden könnte oder mich verfolgen würde.So ist er nicht und er würde mir auch nie etwas tun da bin ich sehr sicher.Er würde sicher versuchen mich zu halten.Mich zurück zu gewinnen.Aber mit Worten.Jedenfalls wenn er mich noch liebt.Da bin ich mir manchmal nämlich auch nicht mehr so sicher.Es kommt halt nichts mehr rüber.KLar er ist nett und aufmerksam,aber auf eine Art wie es ein guter Freund auch sein könnte.Nicht wie ein Ehemann.Aber vielleicht liegt es auch einfach an mir,weil ich mich verändere und nichts mehr fühle.Ich kann es nicht sagen.

    Immer wenn ich das Gefühl habe,dass er mich nur noch als Gute Freundin sieht,Mutter seiner Kinder,oder was auch immer,wünsche ich mir das er von sich aus anfängt darüber zu reden.Vielleicht fühlen wir ja doch beide gleich und sind nur noch zusammen weil jeder vom anderen denkt das er noch verliebt ist und jeder den anderen nicht verletzen will.Aber wie gesagt,ich weis es einfach nicht.Da kann man wieder nur mal abwarten und schauen wie es weiter geht.

    Wenn ich richtig darüber nachdenke ist mein Leben momentan gar nicht so schlecht.Er trinkt ja nicht.Wir leben ganz normal.Manche Dinge machen mich schon unglücklich,manche Dinge fehlen mir,aber es könnte auch schlimmer sein.Es war schon schlimmer.

    Ich hab total die Stimmungsschwankungen :roll:
    Manchmal gehts mir ganz gut.Wenn ich was unternehme,mit den Kindern,mit oder ohne meinen Mann,wenn ich was sinnvolles tu,wenn ich was für mich mache.Manchmal denke ich auch wir kriegen das schon wieder hin.Die Liebe kann doch nicht so einfach weg sein.Ich muss kämpfen.Ich muss uns noch eine Chance geben.

    Aber manchmal bin ich auch total deprimiert.Will am liebsten ausbrechen.Allein mit den Kindern.Meine Ruhe haben.Ein neues Leben anfangen.Irgendwann mit einem anderen Mann der mich auch mal in den Arm nimmt und dem ich alles sagen kann.

    Ich merk das auch an meinen Posts.Ich habe oft geschrieben das ich wieder Hoffnung habe.Und dann auf einmal wieder das ich am liebsten Schluss machen will.Weg hier.Ich hoffe ich krieg keine richtige Depression :?

    Körperlich gehts mir echt wieder ganz gut.Ich kann wieder ruhig schlafen und hab nicht mehr so oft Kopfweh.Das einzige ist,ich hab Probleme mit dem Essen.Manchmal muss ich mich echt zwingen was zu essen.Manchmal wird mir schon schlecht von dem Geruch wenn ich was koche für die Kinder dann krieg ich nix runter :roll:
    Aber ansonsten gehts eigentlich.

    LG
    candygirl

  • Hallo Candygirl,
    Diese Angst, die ich habe, kommt davon, dass ich schon mal eine Phase gehabt habe, wo ich von Scheidung geredet habe, er ging fremd, wollte aber nicht, dass ich es erwähne.
    Da habe ich angefangen von Trennung zu reden, hatte mich schlau gemacht und konnte ihm sachlich auftischen, worauf er sich bei einer Trennung einliess... finanziell... war zwar keine gute Idee, denn manchmal denke ich, ich wäre lieber damals gegangen, statt ihm auch noch aufzuklären, wieviel er dabei zahlen müsste, für mich und 3 Kindern.
    Und dann wurde er "fast" eingreiflich, geschlagen hat er mich nicht, aber er war an der Grenze davon, und das ist mich jetzt noch in den Knochen... diese Angst!
    Ich glaube, man kann nie sagen im voraus, wie sich der Partner verhalten wird, wenn man ihm der Messer am Hals drückt.
    Ich hätte auf jeden Fall auch nie mit diese Reaktion gerechnet und es ist auch nie mehr passiert aber eben... vergessen werde ich meine damalige Angst nicht...!

    Das was du beschreibst, dass dein Mann dich langsam eher als Mutter der Kinder sieht, erleben viele Frauen, wenn die erste Verliebtheit vorbei ist, vielleicht ist dein Mann auch sehr damit beschäftigt auf sich zu achten, damit er nicht wieder mit dem Alkohol anfängt, mich hat mal ein trockener Alkoholiker gesagt, er musste egoistischer werden nach der Behandlung.
    Macht dein Mann überhaupt eine Behandlung, oder hat er nur so aufgehört?
    Wenn er eine Behandlung mitmacht, mit Therapie, wird er sich auch verändern, aber du könntest dich miteinbeziehen lassen.
    Wenn er keine Therapie macht, ist die Chance sicher geringer, dass er es schafft trocken zu bleiben, und immer wirst du nicht darauf achten dürfen.
    Es wäre ja für dich nicht gut.
    Stimmt.. ich merke auch deine Schwankungen, nur...wer hat sie schon nicht?
    Ist es nicht ein normaler Prozess, diese Schwankungen?
    Ich meine, es geht ja schliesslich um vieles.... ist nicht einfach ein Knackerbrot.... !

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