• Hallo

    Dettinger Te Deum Der Messias Weihnachtsteil....

    Was das ist ?

    Das ist das Weihnachtskonzert das ich mir heute reingezogen hab.

    So einmal im Jahr darf das schon sein begnadete klassische Musik

    mit Orchester und 80 köpfigem Chor zu genießen.

    Das Highlight war das Halleluja in der Zugabe.

    Die Partitur ist von Georg F. Händel für den Vizekönig von Irland nieder-

    geschrieben und wurde im Jahre 1742 in meiner europäischen Lieblings-

    stadt Dublin uraufgeführt.

    Das Weihnachtskonzert besuche ich regelmäßig seit 10 Jahren und kann

    sagen dass erst seit ich nicht mehr trinke der ultimative Musikgenuss da ist.

    Zu meiner Saufzeit hat mir alles zu lang gedauert, konnt ich's kaum erwarten

    mir in der Pause ein viertel Wein reinzuschütten, hab's quasi abgesessen

    um wieder schnellstmöglich in mein Ritual zu kommen.

    Na ja das ist ja gsd für immer vorbei.

    Übrigens in Dublin hab ich auch schon musiziert, allerdings nicht im 18.

    Jahrhundert und nicht klassisch sondern Bob Dylan und Fleetwood Mac, 2011.

    lg

    der Poster

  • Hallo ich mal wieder

    Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg...

    Wer will findet Wege,wer nicht will findet Gründe...

    Diese hier öfters mal zitierten Kalendersprüchelein sind für den

    Alltag und die Erziehungsarbeit ganz nützlich aber bezüglich der

    Bewältigung meiner Alkoholproblematik unbrauchbar.

    Ich musste erkennen, dass nichts mehr trinken keine Frage des Willens

    ist sondern des Verstehens.

    Wenn ich erkannt habe und verstanden habe, dass das Suchtmittel

    (Nikotin und Ethanol) mich sukzessive zerstört und zu meinem

    vorzeitigen Ende bringt fällt es mir nicht mehr schwer den Verzehr

    einzustellen.

    Die dadurch entstandenen Vorteile nehme ich nun reihenweise

    tagtäglich mit.

    Lg

    der Poster

  • Hallo Poster

    wichtig ist doch das du deinen Weg gefunden hast, auch wenn dazu willkürliche Interpretationen aus Kalendersprüche dich begleiten :)

    Nun habe ich habe dazu noch Fragen .

    Zitat

    Wenn ich erkannt habe und verstanden habe, dass das Suchtmittel
    (Nikotin und Ethanol) mich sukzessive zerstört und zu meinem
    vorzeitigen Ende bringt fällt es mir nicht mehr schwer den Verzehr
    einzustellen.

    Warum sauft denn sich jemand in die Sucht wenn es so einfach ist? Warum bist du dann süchtig geworden?

    Mir war schon immer klar das Alkohol und Nikotin zerstörende Wirkung hat.

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Poster!

    Zitat

    Wenn ich erkannt habe und verstanden habe, dass das Suchtmittel

    (Nikotin und Ethanol) mich sukzessive zerstört und zu meinem

    vorzeitigen Ende bringt fällt es mir nicht mehr schwer den Verzehr

    einzustellen.

    Schön wäre es wenn es wirklich so wäre dann würde kein Süchtiger sich mehr zu Tode trinken. Viele Kranke trinken weiter obwohl sie schon mehrmals dem Tod von der Schippe gesprungen sind.

    Beruflich hat mein Jahr sehr schlecht angefangen 3 von meinen langjährigen Patienten sind an organischen Erkrankungen - verursacht durch den Alkohol - verstorben.

    Sie habe schon erkannt was sie sich antun und konnten trotzdem nicht aufhören, die Sucht war einfach stärker.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Hartmut

    Warum bin ich süchtig geworden ?

    Ich glaube bei mir war das ein unbemerkter Vorgang über Jahre hinweg

    wo ich vollkommen gedankenlos geraucht und getrunken habe und so

    in diese Abwärtsspirale geraten bin. Am Ende stand dann gsd die

    Erkenntnis und auch die Einsicht sowie das körperliche Verspüren

    der zerstörerischen Wirkung der Gifte.

    Ich glaube, dass es wie bei mir für sehr viele Menschen ein schleichender und

    fliesender Übergang vom kontrolliertem "Genuss" zur Sucht ist.

    Ich jedenfalls bin heilfroh diese Schinderei meines Körpers halbwegs

    Ohne größere Schäden überstanden zu haben.

    lg

    der Poster

  • Hallo Poster,

    warum wird man süchtig? Ich habe den Alkohol von Anfang an als "Rauschmittel" und nie als "Genussmittel" genutzt. Das heißt, das Gefühl im Kopf war für mich immer der Grund, bewußt zum Glas zu greifen. Wenn ich an meine Therapie zurück denke oder andere höre, ist es bei den meisten eher ein schleichender Prozess, so wie bei dir. Bei der Kippe war es bei mir auch schleichend und dass muss mein nächstes Ziel sein, denn diese Süchte hängen wirklich dicht zusammen. Nur, dass die Kippe einem nicht dieses Gefühl im Kopf gibt.

    Ich kenne viele, die es über Jahre geschafft haben, nicht zu trinken. Fragt man, reden alle vom Willen. Ich denke, dass er eine große Rolle spielt aber dass dahinter eben die Sucht steht die stärker sein kann.

    War schön, bei dir zu lesen. Einen schönen Tag Cora

    Gruß Cora

  • Hallo

    Mal den Thread wieder ausgraben, nicht dass ihr euch zu sicher fühlt.

    Yo das mit der Raucherei ist Geschichte bei mir und nichts mehr erzeugt

    Verlangen nach Zigaretten in mir. Im Gegenteil ich bin nach drei Jahren

    Nikotinschmacht zum militanten Nikotingegner geworden.

    Wie sich einer selbst mit krebserregendem nikotinhaltigem Rauch seinen

    Körper ruiniert entzieht sich meinem vollkommenen Verständnis.

    Bei der Geschichte mit dem Saufen ist der Verlauf ähnlich. Nach anfänglicher

    Unruhe und ständiger Watte im Kopf habe ich mich zum regelrechten

    Antialkoholiker entwickelt, der den einzigen Sinn des Ethanols darin sieht

    den Motor meines Autos anzutreiben. Dass ich jemals getrunken habe

    beschäftigt mich sehr und ich bin nur froh dieser Bestie entkommen zu

    sein.

    Nikotin und Alkohol habe ich beerdigt. Sie kommen in meinem Körper

    nicht mehr vor.

    Lg

    der Poster

  • Hallo Poster,
    schön zu lesen, dass Nikotin und Alkohol nun in Deinem Körper nicht mehr vorkommen. Doch wie sieht es mit Geist und Seele aus ? Die psychische Abhängigkeit ist der wesentlichere Teil der Sucht.

    Grüße
    Tina

  • Hallo Tina

    Mein Geist und meine Seele widmen sich nun den schönen Dingen des

    Lebens. Für Gift und Suchtstoffe ist auch in meinem Gehirn kein Platz.

    Ich habe das vollständig intellektuell abgearbeitet.

    Für Psysche, Selbstfindung, Vergangenheitsbewältigung und so nen

    Krempel habe ich keine Zeit.

    Einmal laut in den Spiegel lachen pro Tag reicht.

    Lg

    der Poster

  • Moin Poster, du schreibst:

    "Für Psysche, Selbstfindung, Vergangenheitsbewältigung und so nen
    Krempel habe ich keine Zeit.
    Einmal laut in den Spiegel lachen pro Tag reicht."

    Ist zwar nicht eben allgemeingültig, denn: Da haben ja auch Viele so ihr eigenes Päckchen zu tragen mit der eventuell verdrehten Psyche, der vielleicht katastrophalen Vergangenheit, mit dem vielleicht verschüttetem Selbst... wenn dann ist es anders als bei dir und auch das verdient Respekt. Darum stört mich nur das "Krempel". Mag ja für Andre mehr sein als das... kann man, sozusagen, auch generöser ausdrücken wenn die Souveränität echt ist, verstehst du wie ich das meine?

    Aber, wie immer (jenseits des "Krempels"), es ist schön daß es dir so auf diese Weise gutgeht und das ein ebenso simples wie bestechendes "Rezept" wie in den Spiegel lachen (ein hübsches Bild!) reicht um dich zufrieden zu machen. Auch das gibt es und das ist schön so.

    Ich hoffe daß der Felsen auf den du baust dick genug ist um dich dein Leben lang zu tragen. Möge er sich nie als Sand erweisen...
    Alles Gute!

    Frank

  • Moin Poster,

    *Jeder Jeck ist anders* wie es in Köln so schön heißt :wink:

    Daher gibt es für Zufriedenheit sicher kein allgemeingültiges *Patentrezept* - nach dem Motto: *wenn Du Knopf A drückst, dann.....kommt Zufriedenheit heraus*. Schön, dass es bei Dir so einfach klappt :)

    Ich bin ebenfalls auf der Weg der zufriedenen Trockenheit unterwegs und das tägliche Lächeln in den Spiegel gehört auch bei mir dazu.

    Zusätzlich untermauere ich mein Fundament mit Achtsamkeit und Selbstreflexion - damit bin ich gut unterwegs.

    Beste Grüße,
    Samsara

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Hallo,

    Zitat

    Schön wäre es wenn es wirklich so wäre dann würde kein Süchtiger sich mehr zu Tode trinken. Viele Kranke trinken weiter obwohl sie schon mehrmals dem Tod von der Schippe gesprungen sind.

    nach meiner Erfahrung ganz "einfach".
    Saufen ist Selbstmord auf Raten.
    Als ich viel soff, wollte ich oft nicht mehr leben und kreiste in meinen depressiven Gedanken.
    Ich war zu feige zu leben und zu feige zu sterben.
    Da kam doch "der Alkohol" gerade recht ...

    Die Kranken trinken in letzter Konsequenz nicht wegen des Suchtmittels weiter. Das ist austauschbar.

    LG Jürgen

  • Hallo Poster,

    Zitat von Poster

    Ich habe das vollständig intellektuell abgearbeitet.

    Warum schreibst Du dann hier noch ? In einem Alkoholikerforum.

    Nicht falsch verstehen, ich find´s gut und wichtig, dass Du Dich hier austauschst, aber es bildet schon ein wenig einen Widerspruch zu Deiner Aussage.

    Grüße
    Tina

  • Halllo Poster,
    danke für Deine Antwort. Ich entnehme ihr positiv, dass Du Dich sehr wohl noch auf dem Weg befindest und nicht, wie ich zuvor dachte, meinst, am Ziel zu sein.

    Fertig sind wir erst, wenn wir den letzten Luftzug hinter uns haben - meine Meinung.

    Grüße
    Tina

  • Servus

    Yo jetzt ham ses packt die Bayern....des Triple.

    Viele haben ja den anderen die Daumen gedrückt. Ich auch.

    Aber egal wir haben tollen Fussballsport gesehen, nur nach den

    Spielen immer wieder unterstes Niveau : einstudierte Tanzeinlagen,

    schon vorher bedruckte T-Shirts, ekelerregende Bierduschen und

    unkontrollierte Besäufnisse.

    Hat ja grad noch gefehlt, dass sie dem Bundespräsidenten mal noch

    5 Liter Weißbier übergekippt hätten.

    Sollen so die Ziele für unsere Jugend im Spitzensport sein ?

    Na ja dies nur nebenbei. Ich bin für mich froh, dass die Sportarten

    die ich betreibe mit Alkohol wenig zu tun haben.

    Ansonsten kann ich dem Forum berichten, dass es mir supergut geht

    und der Gedanke an Alk mehr und mehr schwindet.

    Es gibt so viel schönere Dinge im Leben.

    Denen von draußen die da mitlesen und nicht sicher sind ob sie ein

    Problem haben oder nicht kann ich nur raten, aufhören lohnt sich,

    frei von Sucht zu sein ist richtig geil. Und so schwer ist es gar nicht.

    in diesem Sinne

    schöne regenfreie Woche und

    Lg

    der Poster

  • Hallo ich mal wieder

    Unbeirrt geht mein individueller Weg weiter. Was übrigbleibt ist nicht

    die Zeit in der ich nichts mehr getrunken habe sondern die Zeit in

    der ich älter werde.

    Na ja wenigstens halbwegs gesund, bewusst, frei und selbstbestimmt

    die Zielgerade angehen.

    Lg

    der Poster

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