• hallo ihr lieben,

    mal ne frage in die runde geworfen:

    was ist für euch normalität?

    ich lese des öfterne in den einzelnen treads, das wir cos kein normalse leben führen können. es scheint langweilig zu sein, normal zu leben.
    darauf begründet sich die frage. ich kann doch erst für mich feststellen wie ich leben will, wenn ich für mich herrausgefunden habe, was für mich gut und wichtig ist.ich für meinen teil würde mich nicht als diejenige beschreiben die den bergriff der "normalität" lebe.

    normal ist mutter vater kinder, leben zusammen. beide kümmern ich um das wohl der gemeinschaft, gehen arbeiten, teilen sich haushaltsaufgaben so wie sie sich ergänzend möglichkeiten haben.beide haben hobbys die sie ausleben.

    da gehts doch schon los, ich lebe seit 10 jahren ohne mann im haushallt und mache all das allein.
    ich bin doch für meine nachbarn hier nicht normal, die bezeichnen das zum teil als "nicht möglich" so leben zu können. doch für mich ist es keine schwere sache, ich bin zufrieden und glücklich mit dem leben das ich führe.

    das ich einwenig ausgeflippt bin, sicherlich auch viel spass habe, da in manchen bereichen nicht unter normal laufe macht mir doch inzwischen garnichts aus. ich könnte mir persönlich ein leben so nicht mehr vorstellen, wie es hier üblich als "normalität" beschrieben wird, wie seht ihr das?
    lieben gruß melanie

  • Hallo Melanie,

    was ist Normalität?

    Da gibt es ganz verschiedene Sichtweisen, finde ich. Erstmal ist "Normalität" wohl etwas, was von der Gesellschaft vorgeschrieben ist. Also was dem Gesellschaftsbild entspricht. So wie du es beschreibst:
    Vater, Mutter, Kind, Arbeiten gehen, höflich und respektvoll miteinander umgehen, ehrlich sein usw. Das ist eine Normalität, die unserem momentanen vorgeschriebenen Weltbild entspricht. Abweichungen davon werden mit skeptischem Blick bewertet. Ja, es ist ein Haufen Bewertung von außen, was normal ist. Oder so empfunden wird.

    Was ist für mich Normalität? Lange Zeit war es das von außen vorgegebene Wertebild: Mutter, Vater, Kind...
    Und es war garnicht normal für mich. Weil es sich für mich nicht gut angefühlt hat, weil es nur äußerlich gut aussah, weil ich mich verdrehte und es versuchte, normal erscheinen zu lassen. Es war im Prinzip Unnormalität :roll: .

    Ich empfinde das, was ich heute lebe, für mich normal. Es ist ruhig in mir. Zwänge sind ganz gut weg. Ich muss mich nicht mehr verdrehen. Ich bin geschieden, damit bin ich erstmal ein Stück unnormal. Obwohl da im Gesellschaftsbild wohl auch Wandlungen stattfinden, geschieden zu sein ist ja heutzutage normal, im Gegensatz zu vor 50 Jahren oder so...
    Und ich lebe "in wilder Ehe" :shock::roll: . Ist das normal? Für mich schon.

    Weia, das ist ganz schön kompliziert mit der Normalität.

    Ich lebe jedenfalls normal für mich, nach meinen Vorstellungen, so gut ich es kann. Bestimmt weiche ich an verschiedenen Stellen von der vorgeschriebenen "Normalität" ab. Das ist mir inzwischen Wurscht, denn ich will mich einfach nur wohl fühlen und glücklich, zufrieden sein.

    Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • GuMo Melanie,

    oh Du bist für mich so normal, wie es nur sein kann :D
    Du versuchst dein Leben zu meistern, glücklich zu leben, finanziell durch zukommen, und deinen Schutzbefohlenen ein guten Start ins Leben zu ermöglichen.
    Alles andere wäre nicht normal.

    Und so habe ich meine Beziehung gehabt, nicht normal.
    Zumindest hab ich es so empfunden.
    Normal wäre gewesen, wenn man in der Partnerschaft gegenseitig da gewesen wäre, dem war nicht so.
    Wenn Ehrlichkeit und Offenheit da gewesen wäre, das war es nur von einer Seite aus.
    Wenn die Kindererziehung als ein gemeinsames Projekt angesehen würde,
    dafür stand die Krankheit im Weg.
    Gemeinsamkeit und die Individualität nicht in Korkurrenz/Gegensatz ständen.
    Wenn man sich in gleicher Augenhöhe gegenüber getreten wäre, gemeinsame Ziele formuliert und angegangen wäre,....
    Diese Liste ist so lange fortzuführen.

    Normalität kommt von NORM, aber wer gibt diese Norm vor ?
    Die Gesellschaft, wir ? Ich denke so macht sich jeder sein Bild von der Norm, und was er für sich als Norm empfindet.
    Dem einen ist die äußere Akzeptanz wichtig, dem anderen das eigene Wohlgefühl. Und in der Regel/Norm ein Mischung aus beiden.

    Liebe Grüße,
    nici :wink:

  • hallo iher beiden.

    die gesellschaft gibt die norm vor. es verändert sich die norm doch schon seit längerem sie wird verändert, es entwickeln sich daraus ganz andere unterschiedliche lebensformen, die der früheren heute nicht mehr entsprechen.
    ich merke in mir selbst, wie sehr ich gekämpft habe, dieser früheren vorgegebenen norm zu entsprechen, die mir vorgelebt wurde. von meinen eltern, von der generation derer, die ihre prägung hatten, reingepresst wurden in eine norm, die so gelebt werden musste.auch ich fühlte mich da reingepresst und habe den mut gefunden mich daraus zu befreien.

    ich merkte auch, wievlie kraft mich das kostete, das aufrecht zu halten.ich selbst stand mir doch im weg, mit meinem bild von normalität, meinem wunsch normalität zu leben.

    erst als ich erkennen durfte, wie gut es tut sich auch dafon zu lösen, in mich zu gehen, zu leben was für mich wichtig ist ging es mir deutlich besser. ohne den blick darauf was von aussen sein soll um normal zu sein.wichtig ist ja, in sich zu gehen und auch den mut zu haben das auszuleben, was mir gut tut, auch wenn das nicht der allgemeinen norm entspricht.

    ich freue mich, das ich für mich selbst das gefunden habe, was meiner natur, meinem bedürfniss entspricht, eine lebensform die sich vielleicht von der gesellschaftlichen norm abweicht doch inzwischen auch akzeptiert wird.ich denke auch deshalb weil ich es mit vollster überzäugung leben kann und das nach aussen vermitteln kann, das es für mich so gut ist wie es ist.

    lieben gruß melanie

  • Und um es noch kompliziert zu machen :....die Gesellschaft gibt die Norm vor...> und wir sind die Gesellschaft.
    Auch wir bestimmen die Norm, auch wenn wir uns dessen nicht immer bewusst sind.
    So gibt es immer wieder generationsübergreifend Veränderungen.
    Und auch unsere Kinder werden i.wann Mal kopfschüttelnd dasitzen und mit unseren Wertvorstellungen nicht immer einig sein.
    Na mal sehn, wo wir da stehn. :wink:

  • na die zukunft wird sicherlich mit der globalisierung irgendwann ganz anders aussehen, wir wissen héute nicht was morgen kommt. lassen wir uns darauf ein, geben den kindern ein gesundes selbstbewusstsein mit, stärken sie sich selbst wichtig zu nehmen und für sich ein gutes leben aufzubauen, den rest werden die schon machen. :wink:

  • Hallo Melanie,

    normal scheint immer zu sein, was dem jeweiligen Zeitgeist entspricht. Wir haben die Gedanken unserer Eltern übernommen und empfanden lange Zeit ihre Vorgaben als normal. Wenn in einem fernen Land ganz andere Gesetze gelten, so sind diese dort normal, von daher kann ich keinen allgemeingültigen Begriff für normal finden, nur was als normal gilt. Möglicherweise haben wir uns auch einreden lassen, wenn wir mal aus der Reihe tanzen, nicht normal zu sein und empfanden dabei ein unwohles Gefühl. Wenn ich alles in schwarz und weiß einteile, empfinde ich alles außerhalb davon als nicht normal. Es sind nie die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern unsere Gedanken dazu. Das Leben ist bunt und alles ist im Grunde normal, solange ich niemanden Schaden zufüge. Viele Menschen sagen, das ist doch nicht normal, wobei Außenseiter in ihrer Eigenart auch wieder normal sind. Ich denke, wenn ich alles so sein lassen kann, wie es ist und es nicht verurteile und bewerte, bin ich ein Stück näher dran und beweise Toleranz gegenüber meinen Mitmenschen.
    Ich bin auch gerne mal ein wenig flippig von der Aufmachung und Kleidung her, habe meinen eigenen Stil und kleide mich nach Ansicht meiner Familie nicht altersgerecht, aber was ist altersgerecht? Zu meiner Entwicklung gehört es, mich zu finden, mal aus der Reihe zu tanzen und das zu tun, was ich fühle und mir im gegenwärtigen Moment entspricht und gut tut. Ich bewerte andere auch nicht, wenn sie sich lieber konservativ verhalten und kleiden, mein Leben empfinde ich nicht als langweilig, weil die, die sich langweilen, gerne sich beklagen, was sie nicht als normal empfinden.
    Lieben Gruß Laurina :wink:

    Hinter jeder Sucht steht eine Sehnsucht, hinter jeder Sehnsucht steht eine Hoffnung.

  • Liebe Melanie,

    für mich ist "Normal" einfach nur ein zufriedenes, glückliches und selbstbestimmtes Leben zu führen.

    Meine Kinder zu lieben, meine Tiere...eine einigermassen gut bezahlte Arbeit und...und..und..

    Wobei das nicht immer einfach ist...im Gegenteil man muss Tag für Tag darum kämpfen, für "seine" Normalität.

    Lieben Gruß
    Petra

    Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie anderswo zu suchen

  • Hallo melinak,

    für mich ist mein "normal" auf jeden Fall ein anderes "normal" als das der Masse. Das Normal der Masse, bedeutet doch irgendwie sich anzupassen und bloß nix zu tun was aus der Reihe fällt. Gerade gestern habe ich hier von einer Nachbarin einen Anschiss bekommen, weil ich mein Fahrrad 5min. auf dem Gehweg stehen lassen habe, die hat sich da so drüber aufgeregt! Ist das normal???? Hab ich mich gefragt?? Weiß ich auch nicht, fand ich komisch. Einige Menschen spielen Normalität auch nur vor, das hab ich ja auch versucht bei XY, weil mir seine Normalität peinlich war. Irgendwie ist normal doch ansichtssache, aber ich denke die meisten verstehen unter normal, eben nichts was auffällig ist. Also, ich will gar nicht so normal sein wie es die Gesellschafft uns vorgibt, ich möchte nur so normal sein, das ich mein Leben und das meiner Tochter gut hinbekomme und wir dabei glücklich werden. Und trotzdem will ich noch Sachen machen die andere Menschen nicht normal finden, wie z.B. mein Fahrrad auf den Gehweg stellen, wenn ich meine Einkäufe reinbringe :roll: Zur Zeit fällt mir mein Normal aber noch etwas schwer, aber irgendwie gefällt es mir auch.

    Liebe Grüße empty

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