Trennung oder Abwarten???

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo Ihr Lieben!


    Ich habe jetzt schon einiges gelesen. Ich habe den Eindruck dass es bei fast allen Paaren ohne Trennung nicht ging. Genau an dem Punkt stehe ich jetzt. Trenne ich mich, oder bringe ich nochmal die Kraft und die Hoffnung auf? Er ist gerade dabei eine Therapie zubeantragen. Er macht alles richtig, endlich.
    Ich bin aber nicht sicher ob es für uns als Paar nicht schon zu spät ist. Es gab soviele Verletzungen, der Respekt und die Liebe sind irgrndwo verschüttet worden.
    Ich bin distanziert und beobachte was er macht. Er kann damit schlecht umgehen, aber ich kann Nähe z.Z. nicht zulassen.
    Irgendwo ist noch so ein Krümel Hoffnung.
    Die Situation ist einfach verfahren.
    Ich hoffe ich habe mich nicht zu wirr ausgedrückt, aber in meinem Kopf herrscht Chaos.
    Es wäre schön von Euch zu hören.


    LG Clärchen

  • Hallo Clärchen


    Und wie ich Dich verstehen kann.


    Was mir in dieser Situation geholfen hat ist, dass ich mich auf mich konzentriert habe. Sprich, ich habe mich mit Büchern eingedeckt, war in Psychiatrischen Behandlung, habe Psychotherapie gemacht - für mich.
    Nur so konnte ich die Frage klären, was will ich für mich. Nicht was er macht oder nicht macht, sondern was ist mit MIR.


    Danach war mir klar, er tut mir nicht gut, und trotz aller Ängste und Bedenken (wir waren ja über 20 Jahre verheiratet und er war meine große Liebe) habe ich mich getrennt.
    Es war einfach zuviel kaputt, Respekt, Vertrauen, Liebe, da war nur noch eine riesige Ruine.
    Da war es einfacher es ganz abzureissen und was ganz neues drauf bauen.

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • ....ups, sollte noch nich abgesendet werden.


    deswegen würde ich Dir raten, konzentrier Dich auf sich selbst. Wenn Du auf ihn schaust, wirst Du nie erfahren was DU willst.


    LG Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • Danke Grazia , ich bin froh dass mich jemand versteht. Mein Verstand stimmt dir völlig zu. Aber von irgendwoher kommt ein "ABER".
    Wäre es nicht super mies ihn genau jetzt wo er den Weg zufinden scheint, allein zulassen?
    Auf der anderen Seite weiss ich nicht wo ich die Kraft hernehmen soll, das ist ein langer Weg. Und natürlich habe ich Angst dass er den Weg ohne mich nicht geht. Es gibt ja auch noch unsere Kinder. Für sie wünsche ich mir einen trockenen Vater. Einen nassen hatte ich selbst lange genug.....!
    Der Zeitpunkt ist total schlecht, Konfirmation steht an, Urlaub....!
    Feige, ich weiss!


    Danke, es wäre schön wieder was von dir zuhören.
    Clärchen

  • Hallo Clärchen!
    Das mit dem Chaos in Deinem Kopf kann ich nur allzu gut nachvollziehen.Man ist einfach nicht in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen.Ich bin neu hier und habe es im Vorstellungsbereich als "Wattewelt" bezeichnet.
    Ich habe mich erst vor kurzem getrennt und bereue es nicht,auch wenn ich ihn manchmal noch vermisse.
    Es war allerdings auch ein langer Weg bis dahin,mit mehreren Trennungen.
    Stück für Stück wurden meine Gefühle immer weniger und dann war es mir klar.
    Allerdings wehre ich mich dagegen ihn zu "verteufeln"und ihn schlechtzureden.Ich mag ihn ja trotzdem,sonst hätte ich nicht so an ihm gehangen.Er ist ja nicht der Alkoholiker,sondern der Mensch.
    Ich finde es wichtig,dass man zu 100% hinter seiner Entscheidung steht,egal wie sie ausfällt.
    Es nützt ja nichts wenn man sich einen Entschluss halbherzig abringt,und einen dann das schlechte Gewissen fast auffrisst,damit geht es einem auch nicht besser.
    Eine verzwickte Situation.Man kann nur immer wieder das FÜR und WIDER abwägen um Klarheit zu erlangen.
    LG Ragna

  • Hallo Clärchen,


    ob es zur Trennung kommt oder nicht, ist doch in jeder Lebensgeschichte anders. Ich kenne inzwischen auch viele Paare, die zusammengeblieben sind. Wie es bei dir wird...?


    Lass dir doch Zeit zur Bestandsaufnahme. Zuerst ist es immer schwierig, weil der Partner auf einmal nicht mehr trinkt und klar ist. Wieder am Leben teil nimmt. Da sind dann deine Ängste, die hervorkommen, die Unsicherheiten, Hoffnungen, ob es denn diesmal ernst ist und er trocken bleibt. Das dauert teilweise sehr lange, bis der coabhängige Partner frei davon ist!


    Es kostet schon viel Energie und Akzeptanz auf beiden Seiten, da wieder was aufleben zu lassen. Viel reden kann da helfen, Ehrlichkeit. Und natürlich ist es wichtig, dass da noch Liebe ist. Dazu gehört auch Ehrlichkeit dir selbst gegenüber, reinzuhorchen, was hält dich wirklich noch fest.


    Bei mir war es so, Exmänne machte Entgiftung und wurde nüchtern, als ich mich trennte. Da bekam ich Schuldgefühle, weil ich ihn "im Stich" ließ, weil ich meine Versprechen nicht einhielt. Weil ich dachte, ich hätte da Verantwortung für, dass er trocken bleibt. Weil so viele alte Ängste mich festhielten.


    So ging das noch ca. 1 Jahr lang! Ich merkte aber, dass da keine Liebe in mir war, sondern eben diese anderen Sachen. Diese Schuld, diese Ängste usw. Als ich mir das auch eingestehen konnte, konnte ich auch klar sagen, "es geht nicht mehr".


    Lass dir doch noch ein wenig Zeit, alles sacken zu lassen. Und dann kannst du langsam sortieren.


    Viele Grüße
    Aurora

  • Hallo Clärchen,


    Dir einen Rat zu geben ist nicht einfach. Was ist dir wichtig?


    Bei fast allen Alkoholikern ist es so, dass mit Beginn der trockenen Phase dieser Mensch ein anderer wird. Der vormals jähzornige Choleriker wird umgänglich und pflegeleicht usw. usf.
    Wenn es dir wichtig ist, dass er sein Verhalten ändert, dann würde ich noch mal zuwarten. Wobei du dir im Klaren sein solltest, dass Rückfälle immer drin sind. Wenn es keine Rolle mehr spielt, was er tut, dann solltest du dich trennen.


    idS Daniel

  • Grazia Ich habe mir gestern und heute Zeit genommen um deinen Tread zulesen. Meine Güte......! Du hast soviel durchgestanden! Ich ziehe meinen Hut vor dir! Und ein bisschen Neid ist auch dabei, du bist soviel weiter als ich. Aber es ist super das alles zulesen. Ich bin völlig fasziniert! Bitte versteh das richtig, nicht weil ich es super finde dass es dir schlecht ging, sondern es gibt Menschen wie mich!!!!!! Ich danke dir dafür dass du das alles mit Menschen wie mir teilst!


    Aurora Ja, die Sache mit der Liebe.....! Gestern hat er mir wieder gesagt wie sehr er mich liebt und wie sehr er verletzt ist weil ich so auf Distanz bin. Das geht so nach dem Motto, wenn ich mich nur genug zusammenressen würde, dann würde ich ihn sicher wieder lieben.
    Ich suche ja nach Resten unserer Liebe in mir, aber ich finde soviel anderes. Klar, vielleicht liegt unter dem ganzen Gerümpel nochwas. Aber wenn ich ehrlich bin, dann fühlt es sich im Moment nicht so an.



    Dieses Forum tut mir gut. Wir kennen uns nicht, aber festzustellen dass auch andere Menschen so fühlen ist so erleichternd! Danke!



    LG Clärchen

  • Hallo Clärchen


    Schön dass ich von meiner Erfahrung weitergeben kann.


    Aber ich habe jetzt auch was aus Deiner Geschichte gelernt.
    Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin dann muss ich zugeben dass ich froh bin/war (ist vielleicht nicht passendes Wort, find ich aber im Moment kein besseres) dass mein Mann damals weitergetrunken hat. Das hat mir geholfen zu gehen. Ich weiss nicht, war es Feigheit, oder das Gefühl, sollte er trocken werden, musste ich aus hmmm "dankbarkeit" bleiben.
    Ich muss zugeben dass wäre ein Problem für mich, und jedesmal bei solchen Posting dachte ich, oGottoGott, was sollte ich dazu sagen?


    Nach Deinem Posting habe ich endlich Mut gefunden wirklich darüber nachzudenken, was hätte ich in der Situation getan.
    Ich wäre gegangen, vielleicht nicht gleich, hätte vielleicht länger gedauert, Tage, Woche, weiss nicht, aber sicher ist - ohne Liebe, Vertrauen, respekt, hätte die Beziehung keine Chance gehabt.
    Auch ohne Alk.


    Ich kann Dir ja nichts raten, Du muss es selber entscheiden. Nur das eine, entscheide das was gut für Dich ist, auch wenn es unangenehm ist. Weil nur so kannst Du in Deinem Leben was verändern.


    LG Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • Hallo Grazia!


    Da sagst du was! Wenn er noch trinken würde dann gäbe es keine Frage mehr was ich tun soll. Ich könnte nicht noch so eine Szene ertragen. Erst Selbstmitleid, dann Vorwürfe.
    Eben hat er gefragt ob wir heute abend eine grosse Runde mit dem Hund gehen wolen. Selbst das ist mir zuviel Nähe. Dann muss ich wieder reden, ob ich will oder nicht. Dabei ist ja auch für mich nichts klar.
    Samstag in einer Woche haben wir Konfirmation. Dieses "normale Leben" ist so ein Kraftaufwand für mich. heute Vormittag ging es mir plötzlich ganz schlecht. Ich war mit dem Auto unterwegs. Ich hatte auf einmal keine Kraft mehr. Selbst atmen war schwer. Ich wäre am liebsten rechts rangefahren und hätte mich im Strassengraben zusammengerollt. Total gruselig!
    Aber irgendwie funktioniert man doch weiter.
    Morgen habe ich GSD wieder einen Termin bei meiner Therapheutin. Habe mich selten so darauf gefreut.
    Danke für deinen Zuspruch!
    LG Clärchen

  • Hallo Clärchen


    Deine Batterien sind ja vollkommen leer. Bevor was schlimmes passiert, setz klare Grenzen, sag NEIN wenn Du nein meinst. Auch wenn es nur um Spaziergang geht. Tu das für Dich.


    Mein Mann hat es nicht akzeptiert, ich konnte seine Nähe überhaupt nicht mehr ertragen, er wollte aber unbedingt mich wieder in alten Rolle haben. Er hat mich verfolgt auf Schritt und Tritt, er liess mir keine Ruhe, ich hatte keinerlei Rückzugmöglichkeiten. Das war das grausamste was ich je erlebt habe. Ich fühle mich wie ein verfolgtes Tier. Er meinte auch ich wäre nicht normal, weil ich nicht mal ihn anschauen wollte, aber es war halt so.


    Liebes Clärchen, pass auf Dich auf, mach klare Ansagen. Wenn Du nicht willst, sag NEIN und fertig. Du musst Dich nicht rechtfertigen, gut das Du Hilfe Dir geholt hast, rede mit Deiner Therapeutin darüber, auch über den Schwächeanfall. Das ist wirklich kein Spass mehr.


    Eine liebe umarmung
    Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • Guten Abend Grazia und alle anderen!


    Wir waren mit dem Hund draussen! Unterwegs hat er mich einfach in den Arm genommen. Ich hätte weglaufen können. Aber ich bin dann stocksteif. Er macht es genau falsch!
    Du schreibst ich muss mich nicht rechtfertigen, aber man denkt immer man selbst ist irgendwie nicht richtig!
    Deine Umarmung nehme ich gerne an. Ich sitze hier mit Tränen in den Augen, ich bin so froh dass ich hier bin. Ihr versteht mich. Ich habe im echten Leben auch sehr gute Freunde, aber wirklich verstehen können die mich nicht. Sie sehen dass mein Mann sich im Moment Mühe gibt, und halten mich für bockig.
    Liebe Grüsse Clärchen

  • Liebes Clärchen


    Ja, so ist es, Jemand der das nicht erlebt hat, kann das in keinster Weise verstehen.
    Ich kenne diese gefühle so gut, auch dass man irgendwann auch anfängt zu denken: ich bin nicht normal, das was ich spüre ist nicht normal, es stimmt was nicht mit mir.
    So ist es aber nicht.
    Es ist ein zeichen dafür,dass wir doch noch nicht ganz verrückt sind. Ein Zeichen, dass sich unsere Seele und unsere Körper gegen das Krankhafte und Schlechte wehrt.
    Wir sind normal, unsere gefühle sind richtig, wir wollen von den Menschen die uns nicht gut tun NICHT umarmt werden, und deren Nähe NICHT ertragen. Es ist richtig!
    Wir erlauben es weil es Normen und Erziehung und wasweissich noch gibt, was uns sagt was sich gehört, aber nicht was gesund ist.
    Diese Discrepanz macht und krank.
    Das was Du fühlst ist ok, handele danach.


    Liebste Grüße
    Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • Hallo!


    ich bin normal und meine Gefühle sind richtig!
    Ich kann gar nicht glauben was ich da lese!
    Das ist das Beste was ich lange gehört habe.
    Das wede ich mir als Mantra vorbeten! So kann ich heute vielleicht mal ruhig schlafen!
    Gute Nacht!
    Grazia : DANKE!!!!!!!!!!!!


    LG Clärchen

  • Hallo Clärchen,


    deinen Zwiespalt kann ich gut nachvollziehen. Mir ging es ja damals ähnlich. Mein Exmann wurde trocken, als ich mich trennte. Und er dachte dann, nun geht alles "normal" weiter. Ich konnte aber fast nicht seine Gegenwart ertragen. Nach kurzer Zeit ging er mir auf den Keks. Er hatte nichts verändert an sich, ich änderte mich gerade ständig. Ich wusste, ich liebe ihn nicht mehr, aber ich traute mich nicht, das auszusprechen. Denn ich wollte ihm doch nicht weh tun... :? . Und verletzte damit mich selbst unheimlich.


    Denn ich war erstmal nicht in der Lage, "nein" zu sagen und Grenzen zu setzen. Er merkte das und überschritt ständig meine wackeligen Barrieren. Umarmte mich, wollte mich küssen... Ich konnte das nicht, stieß ihn weg, was Anlass war zu endlosen Diskussionen, in denen er mich runterputzte, mich als frigide bezeichnete, als lieblos, ihn im Stich lassend usw. Welche Schuldgefühle hatte ich...


    Ich sag dir, ich begann damals meine Therapie und es war eine große Entlastung und Erleichterung, als meine Therapeutin sagte, ich wäre ja nicht zuständig dafür, es ihm Recht zu machen. Sondern ich darf "nein" sagen, wenn mir danach ist. Durch sie habe ich erfahren, und auch durch das Schreiben hier, dass meine Gefühle richtig und wichtig sind und dass ich Grenzen setzen darf! Das war toll, das ist toll.


    Du bist normal und deine Gefühle sind richtig, ganz klar. Du hast das Recht, "nein" zu sagen und Stoppschilder zu setzen. Du hast das Recht, es dir gut gehen zu lassen.


    Liebe Grüße
    Aurora

  • Oh Mann, wie du recht hast Aurora!


    Heute wollte er auf Biegen und Brechen etwas mit mir unternehmen! Ich habe immer mit Nein geantwortet(tapfer gell?).
    Aber jetzt hat er gesagt ihm fällt die Decke auf den Kopf. Und weg ist er. Ohne Auto aber mit Geldbörse! Und was denke ich? Wenn er jetzt trinkt bin ich schuld weil ich ihn heute nur zurückgewiesen habe!
    Ja, ich weiss, es ist mein gutes Recht, aber es fühlt sich doof an!!!



    Übrigens bezeichnet er mich auch als lieblos und kalt. Um so mehr ich mich zurückziehe um so mehr kommt er hinterher.
    An manchen Tagen ganz schuldbewust, so nach dem Motto er weiss ja das er an meinen Problemen schuld hat. An anderen Tagen voller Vorwürfe.
    Ich will gar nicht dass er sich dauernd bei mir entschuldigt. Das nützt nichts und ändert auch nichts. Ich lauf auch nicht hier durchs Haus und "leide".
    Schuld ist doch sowieso blöd! Ich habe ja auch eine Vorgeschichte mit meinem Vater. Alles kommt jetzt hoch. Kindheit, Jugend und als mein Vater trocken war habe ich meinen Mann kennengelernt. Irre, oder?
    Wenn ich mir das vor Augen halte bin ich völlig fassungslos. Wie konnte mir das passieren? Ich habe das gefunden was ich nie wieder wollte.
    Ich bin so wütend auf mich!
    Puh, danke das ich hier mal wieder abladen durfte!
    Ich bin jeden Tag froh hierher gefundenzuhaben.
    LG Clärchen

  • Liebes Clärchen,


    du schreibst

    Zitat

    Wenn er jetzt trinkt bin ich schuld weil ich ihn heute nur zurückgewiesen habe!


    Da sag ich "nein! Bist du nicht!" Wenn er es machen sollte, dann nur, weil er es will und nichts anderes. Mit Sicherheit würde er sagen, dass es deine Schuld wäre, aber du darfst dir diesen Schuh nicht anziehen. Weil es einfach nicht stimmt.


    Zitat

    Ich habe ja auch eine Vorgeschichte mit meinem Vater. Alles kommt jetzt hoch. Kindheit, Jugend und als mein Vater trocken war habe ich meinen Mann kennengelernt. Irre, oder?


    Nö. Ich würde mal sagen, es ist sehr oft der Fall, dass es so ist. Coabhängige haben oft solche Vorgeschichte! Sie leben dann die bekannten Muster weiter, so, wie sie als Kind geprägt worden sind.

    Zitat

    Wie konnte mir das passieren? Ich habe das gefunden was ich nie wieder wollte

    Du hast das gefunden, was dir vertraut war! Weil du es schon seit Kindertagen so kennst. Gut, dann bist du erstmal wütend. Aber dann kannst du anfangen, genau da hinzusehen und Veränderungen zu machen


    Gut ist es, aus diesem Kreislauf auszubrechen. Also rauszugehen aus solchen Beziehungen und Veränderungen an sich zuzulassen. Die alten Muster zu überschreiben, damit sie in neuen Beziehungen nicht mehr greifen können.


    Viele Grüße
    Aurora

  • Guten Morgen!


    Eine neue Woche, die Sonne scheint, Wenn ich heute Nacht geschlafen hätte , könnte es ein schöner Tag werden.
    Aber so bin ich jetzt schon fertig.
    Er hatte seine Geldbörse doch nicht mit. Tja, wenn man schon kontrolliert sollte man es richtig machen! :)
    Aber er kam wieder und hatte Redebedarf. Meine Kälte macht ihn krank. So wie es jetzt ist möchte er nicht in den Ferien mit mir und den Kindern in den Urlaub fahren.
    Er wäre dann nur das fünfte Rad am Wagen und ich bräuchte ihn nur damit er alles bezahlt.
    Jetzt bin ich völlig zwiegespalten. Ich möchte so gerne fahren, denn ich habe Urlaub nötig. Und vielleicht wäre Abstand gar nicht so schlecht. Aber wie reagieren die Kinder? Schaffe ich die Fahrt alleine? Und nicht zu letzt, was macht er in den 14 Tagen?
    Sollten wir vielleicht alle hier bleiben? Aber schwierig ist es auch hier!
    Die ganze Nacht hab ich nachgedacht, ich möchte nicht auf den Urlaub verzichten, aber er hat recht. 14 Tage auf so engem Raum (kleine Ferienwohnung) das wird nicht leicht. Denn ich gehe ihm tatsächlich aus dem Weg wo ich nur kann.
    Aber ich bin im Moment auch nicht so gut drauf das ich locker die Strecke alleine fahren möchte ( 600 km). das macht mir Angst, denn ich hatte letzte Woche im Auto eine Panikattake.
    Jetzt habe ich also wieder etwas zum Grübeln. Dazu kommt dass ich mir den Urlaub alleine nicht leisten kann. Und ich weiss nicht ob er bereit ist für einen Urlaub zubezahlen den er nicht macht.
    Ist doch erstaunlich dass es immer noch kompliziert weden kann.


    Ich wünsche euch allen eine schöne Woche!


    LG Clärchen

  • Hallo!


    So, ich fahre wohl tatsächlich allein in den Urlaub.
    Ich habe mir Zugverbindungen rausgesucht. Das hat ihn total geschockt. Er hat nicht geglaubt das ich es alleine durchziehe. Das gab nochmal richtig Krach.
    Meine Mutter überlegt ob sie mitfährt, dann würde ich vielleicht doch mit dem Auto fahren. Man könnte sich ja abwechseln wenn es nicht geht.
    Jetzt muss ich nur den Kindern erklären wieso Papa nicht mitfährt. Aber auch da werde ich wohl bei der Wahrheit bleiben und ganz ehrlich sagen dass wir Abstand brauchen.
    Ich muss aber auch mal schreiben dass er gute Fortschritte macht. Heute hat er seinem Chef reinen Wein eingeschenkt(ups, unpassendes Wortspiel,sorry). Unglaublich das dieser nichts gemerkt hat. Er hat ihm gesagt dass er in absehbarer Zeit ca. 8 Wochen weg sein wird. Das finde ich sehr gut. Das Beste aber ist dass sein Chef total nett reagiert hat, und ihm jede Unterstützung zugesagt hat.
    Das war wieder ein grosser Schritt in die richtige Richtung!
    Das sind die Momente wo ich hoffe alles wird gut!


    Liebe Grüsse Clärchen

  • glück auf clärchen


    Zitat von Clärchen

    So, ich fahre wohl tatsächlich allein in den Urlaub.

    alles was aufzeigt wiiie ernst die lage ist und wie ernst du es meinst hilft euch beiden.


    Zitat von Clärchen

    den Kindern erklären wieso Papa nicht mitfährt. Aber auch da werde ich wohl bei der Wahrheit bleiben und ganz ehrlich sagen dass wir Abstand brauchen.

    und warum ihr abstand braucht? vieleicht währs gut wenn der papa das selber erklärt?


    schöne zeit und n kraftpäckl


    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

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